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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 17. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 17.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Wahl dort Kabbtwx* |B stipnlirra. Muter »elchea 0c8a« ganzen Uelldernne» im Salta« wtfctnomtnra «erd« Mrfnt rat welch« Faktoren hierfür bestimoteud find? Wem» da« Herr«r ha»S di« «abbiner und deren Wirken ehrt and hoch, stellt, fichlea sich aicht die Juden dra gau-ra Manirchie httrbanl, mitgeehrt? Mißgönnt der Wiener Vorst rad denn dem Robbrnrrstande diese Ehre? Soll der Rabdiner kein Votum in Fragen de» Salta» haben f Schwebt dem Wiener vorstanl« vielleicht da« vreußische Judengesetz von 1S47 al» Ideal wir, wonach der Einfluß der Rabbiner auf Rull herabgedrückt ist, wo vor dem .Schweigen Siel" de» omni« Polenten Borsteher« selbst die Rabbiner der Haupt« und und Residenzstadt nicht .mit den Wnnpmt ,u klimpern" wagen? Rein, solche Lmnipotenz wird der eiaflchtige Wiener Borstand nickt für sich erstreben wollen. Möge er darum die kleiuüch« Besorg« ß, di« den mvtivirenden Worten de« Herreahause«, nicht ater dem Wortlaut de« Äestze« entspringt, getrost fallen lassen und dem Zustand« kommen desselben keine Hinten, sie bereiten. E« ist wahrlich dafür gesorgt) daß der Baum der jüd scheu Hierarchie nicht in i»en Himmel wachse, je «Uorati rer aber di« Stellung eine» Rabbiner« ist, desto mehr »rd er sich vor Ueberhebnng nnd vor Uebergriffea hüte». I» einer geregelten Verwaltung nnd in einer der Richtmtl der Gemeind« angemessenen SnltnSform werden stet« Rtbbiuer nnd Vorsteher ihre heiligste Aufgabe, ihr schönste« Ziel suchen nnd finden. „3«tea «rv Thriste«." S»« btt Gklfi» ftatali« OttRMTot g»b. gbfün Gotlschaloff. Wenn Me Kran Gräfin mit ihre« Heran«streichen der Inden » Gegensatz« zn den Christen die best« Abfichten mit. . . den Chrfllen hätte, thätt fie den Chrlsten sehr Unrecht. — Bei der Inden hat die Fran Gräfin ein Ange für die Fromme«, die alle Erdengüter »erachten nnd sich in die «äthfel der GostPchtt ihre« Volk« oofrafw. Al« ob da« Chriftenihn» nicht auch seine Einfiedler nnd Grübler gehabt hättet — .De» gelehrte Uebersetzer de« Talmud R . . . itz erwarttt im Grrisenalm vom Leben nicht« »etter, al« im fernen Lande ans de» Grabe der Eltern noch einmal weinen S können". — — D . ..ein liehrer der hebe. Sprache vrttck, »ersucht ti gezwungenerwäse noch mit der Photographie al« Rebengeschiflt. »erliett dabei sem« Paar Spar« «röschen, aber nicht den Math".-^Jn Florenz ist in einer eulegeura Straße eine bescheidene Schule (»ahrschein« sich ein tatst stanniämwast) ein ZnpuchtDgrt für die JckeMgm» deit Dürft nach Wahrhett und den guten Glauben" — — wo« soll da» beweise«? Doch nur. daß dtt Fr« Gräfin den Tuten weniger zngetrant hat. al« andern Menschen und die Mljsichkett selbst «euiger Beispiele tüchtiger Menschlichk«tt für anogrschlosseu hittt. Oder sollte in der rassisch, chrtsilichm Geseüsch^t derarttge« wdMch sulcht Fu find« sein? — Für ra» dt Dentschland vergliche man einen An«, sprach Mer«, mein» Wanderungdurch« Leben, (zttirt in Zille? ,Grnndlegrag^ S. 319 »im. 2): »Man hat Äpe vorstellrng mehr van dem bescheidenen rab gräügsameu Sinne gelehrter Männer, di« in de» Stndinm der. klassischen Sehrifwu de« »ürrthnm« einen hohe», nie verfiegachen Genuß finden, herzliche Freude bi« dt« höchste Alter am Tugend« nterrichtt habe», immer lebhafte» AtttheA an den neuen, itterarischen Erscheiomqen nehmt» nnd keiden Mang :l fühlen in der eirfgchfte» bürg erlichen Lehendweis« »ud häuüiichen Sinrichtnng". 1 S eNe n find wohl solch« Erschettmagen. aber leider selten auch du Fndenthum. Warn» als« da di, Inden gegen 9t Shristrn ra«spttlra? — Geradem, »«ckviffend.muß auf de» Richtkrnner dar rnsfischrn Verhältnisse fthöeude Steve (S. •) wirken: .Der Jude hat leider gar keim Lestrr. nnd — ein schwerer Tadel — er «acht sich keinerlei «sscrupel, die der andern «atianeu augMenten; aber der llhr'ft «acht da noch weniger Umstände, denn er beatet itic Laster seiner Glauben«, genossen an«". Macht fich die Fran Srkfin über nu« Jodest lustig? »Der Jude hat gar ketue Laster" k! Welche» Valke, welchem Kreise, welchem' Menschen könvte »au da« nach« sage«? — Nur »min man bedenkt. daß die Frau Gräfhr von den russisch»palnischen Jude« spricht, wirb Mt Sach« begreiflich. Da« .Laster" wrc’ ifrxty der russischpolnisch«« Bevölkerung ist-der kchnap«..tuck sd sehr rach der polaische Jude diesem dortige« Rational- Getränk zaget Han ist — schließt ja nach einer »ttlearportttrtr» Atteedott da« Schachri« Geb« in Pale« mit: „bulo voran", de» Schlnßwart« der Benediction über Schaap» — im Laster, da« nach seinem psychologische» Begriffe ans deck Mensche« «nbezwiuglich »lastet," so daß alle« ander«, Weib und Kind und Ehre re. dagegen verschwircket, ein Laster ist er allerdings bei de» dortigen Jude» auch nicht"). Und fastest wir diesen psychologische, v^riff de« .Lasier«" in seiner Streng«, s» gilt der Satz der Fron Gräfin: „Le joit n'a pra de vioee“ ganz allgemein von de» in drückenden Ber« hättniffeu Übende» Juden aller Orten n»d aller Zette», wo mb wann fie keine gesetzliche Sicherheit genieße». E» ist da« Vorrecht der Freiheit, dtt Möglichkeit de» .Laster«" nicht ««znschlttßra. rad dadnch der Tilgend ihre wahre Ehreukronr anfznsrtzra. 4ö«r Sklave ist keine« .Laster»" fähig) auf ihm .lastet" a'« oden'e« Gesetz der «Ule de« Herrn. Rar mit dem Villen de« Herr» ttantt eine Neig,«, de« Gtxon zur Leideafchatt u«b zu« Laster fich radbildeu; dann iS ab r der Herr der Lasterhafte. Bei der Unstcherhett der vertzättntsft, in »elchra der Jude des Mttttlaver« lebt« nnb ber mffisch-swlnische.Inbr noch lebt; bet ber Geschmeidigkeit, dtt rat«: der vg'iattra der Anstände nickt verloren eben kann. ij>, streng .genommen, die llttrasi« eine« .Laster«" ramkzfiich. .Laster" ist eben da« Gegeutbett von Selchmeidigliot im« Begehren« und Wollen«. Ueber den ethisch«« »MH diese« nicht in der FreiheU begründete» Manko'« ra Laster, wird mau TM», sireu linnen; »ber für da» veobachtungifrld der Arra Gräfin ist ihr An «sprach eben s, richtig, wtt «in bedeutsamer Schlüffe! für dtt valttpsychologtt to* mit-nlalterltchra f chnms. — „In dem Verkehr der!Jnda» unter sich keinen verrath; krau «an dasselbe »ra den Ctzristt» — sagt dtt Fran Gräfin. Leider Iran inan'« auch »ou den Indra nicht sogen, und rach ckcht ra» den Juden Patt,« und Rußland«, obgleich dies« al» Leiden«gefÜhrt«jU natürlich intimer vom gemeinsame» Beknmttnß« umschlossen nnd. al« w« dtt Juden nicht mehr, al« solche, Läden«« geführten find. Der Jude H»M sich «fcr, »rau rat sich, bra verrach de« Indra yt verrath«». Wran»?.,« dtt verdranrang de«verrätherä ihn mit träfe. Dtt ' siche Welt fast ja nicht:'.«. «. ist «« schlechter Kvl^rä hat seinen Glauben«»enofiea rarimthe»', sonderas,g-Dle Inden, find schlecht« Keck; fie venmthra ihre etzenra GlaabenSbrüder'I — In Deutschland und «len »ändern der Smaacipasion macht fich der Jude nicht weniger Gewissf» l daran», den Shristeu, wtt de» Indra $t »errackra. anh tzrr verrckhor macht bei den Inden ettms» imuig UWfiändtz.mit veu Inden, wtt ber Ehrist bei bra Christen. Di»,Stavpkk ber roßen verbreche» allein ist ra. btt de» Inden ä» günstig«« Zraptiß «nDstrllt-. Aber dtt »rai|tn Inden, dechu Namen in de« Verbrecherliste fNngiret^ omche» wahrlich tjffu crafesstraMen Untrrschttde. — ----- - .Der Jmmoralttät derGtzristea ist sa «torisch.>ß.htt I Ltrgt. den Artittl: J»R» »»d bie knr»ks»cht" imbattMr. :i fi:.. M* Q»v t iS. .itzvgll, 'ch:n ’ sMMf

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