Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 16.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Sir total für heute nur de« XufaM — tat zahnch« Lheil rTtoil — boriJU ^bracht, der Uri* Lheil bleibt bi» «uf Weitere« mwerSflentlicht. »eil er Folgerungen in Verna ans den Borftanii, den »reisen Rabbiner nud da» Lehrer personal nahelegt, die »ir vor der Hand perhorresciren, während er andererseitt bi« ,Energie" und andere QnaMäten eine» Einzigen verhimmel möchte. Man merkt die Absicht, doch — ncna vcrrona. Wir warten die BestÜtigRUg oder Widerlegnug obiger Itachricht von competenter Seite ab. Red.) Sin itgart, 12. April. Der „Staatsanzeiger für Wärttratorg" vei öffentlicht den Bericht de» Zwstizministerinm« über den Stand der gerichtlichen Strafanstalten pro 1. April 1846/87. Wir tbeilen wieder die lonfesstonellen Berböltnifl« mit: Stand o» 31. März 1886: 1244 evdng., 785 fotö., 3 iSrack. Gefangene. Zugang 1886/87; 2578 N>. 1313 kth.. 13 isr. Befangene. Abgrganpen dsgl. 2472 »v.. 1325 kth., 8 isr. Befangene. Verbleib pro 1887: 1260 ev., 774 kth.. 8 isr. »iefongene ist gleich 1.01 pEt., 0,012 pEt., 0,006 pEt Befrngene. Mithin trotz der Zunahme not, ein günstiges Prozenttorhältoiß. Im Allgemeinen entfallen ans di« Bevölk-nng Württemberg» 0,0043 pCt. Gefangene. — A>er heute übend hier gehaltene Bortrag Stöcker» über die soziale und kirchliche Rotd in den großen Städten führte eine große Zuhörerschaar in ö;e „L'«derh«Oe", da Biele eine Red« nach der Art in den Berlinn Ber ommlnngen erwarteten. Hr. Stöcker berührte aber di'smal die Jnbenfrage gar nicht, so daß Konservative und Roiio aalliberale, die nach diesemBortrage dasWort nahmen, ei Nörten: „daß «an Stöcker als einen Mann nicht des Haste«, sondern der Liebe erkannt habe." (Die guten Schwaben! — bemerkt die „Freis. Zeitung" hierzu, — wenn sie diesen lieben B'ann nnr brhalten wollten. Als Hofprediqrr behilft man sich ja gegenwärtig in Berlin auch ohne Sröker.) — Nächsten Montag spricht Hr. Stöcker in Karlsruhe über da» gleiche Thema. «lkOOGattMewto». -Lonion. Der „Board of Deputier" und die „Anglo- Jewish-Affociation" haben gemeinschaftlich eine Sondolenzadrrfse an den deutschen Kaiser gerichtet. Folgende« ist der Wortlaut »«selben in deutscher Urberfetznag: Sr. Kats« sichen und Königlichen Majestät de» Deutschen Kais« und König »an Preußen rc.1 Allergnädigster Herr! Wir allernnterthänigft Uui er zeichnete wagen e», nn» E». Majestät zn nahen. Allerhöchst derselben aufrichtigsten Gefühle nrserrr Sympathie und unsere» Beileid» wegen de» bejammern«»erthen Tode» de» Kaiser« Wilhelm, welch« in der Hirzen civiltstrten Welt tirffchm«züch empfunden wird. an»zr sprechen. »l« Bertret« tor Inden de» Britischen «eiche» Vnn» wir es um dankbar anerkennen, daß uni« der ruhmvollen Regierung E». Majestät «lanchten «ater» die. Abschaffung d« Recht», mgleichhckt d« deutschen Inden zur vollendeten Thatsache »worden ist. Ebenso sind «ir tief überzeugt von d« einflnßrrichen and fördernden Unterstützung, welch« E». Majestät dbsem Streben, so wie den Prinzipien tor Freiheit und Mensch »sieb«, wie st« so «hrben in Ew. Majestät jüngst« Pri klamation «»»gesprochen find, «ngedeihen lasten. Sir toten inbrünstig zu de« allmächtigen Sott um die Erhaltung Sw. Majestät kostbaren Leben», und um die Wohlfahrt alvrhlchstderselben und Ihr« Majestät tor Kaiserin. Allerhöchst In« gepriesen« Name al» Engländerin von nn» liebevoll v«!hrt wird und Deren «dl« Ltzaraktrr Sie nn» utA allen uiiseru Mitbürgern then« gemacht hat von All«- Höchsttoren zartest« Jugend an. Sir heton die Ehre zu »erharr» Allergnädigst« Herr k E». Lais«l. Majestät allannt«th2nigste n. gehorsamste Dien« Arthnr Lohen. Pröstdent de» London« Deputirt» Towtl4'1 tor Britisch» Inden F. D. Moc »tt«. Bicepräfident d« Anglo-Jewish-Astoctatton. Madfl»st(Or^.)UnchherwurtotorT-dto» Wilhelm durch Sotleldirnst geieiert. D« Rabbtn« De." Strauß sprach am Sabton noch de» Kaiser» Hinfcheid» von d ff» großen Berdieusten um die Einchnna Deutschlands dessen sitzig« Größe. Anseh» und Macht. Binder» fei diad^ an tor Stellung da Deutschen im AwAanto fühlbar. Veno-' auch tor Antisemitismus durchaus zu verwerf» sei und jcton* V soll» ein Schandflwk am deutsch« Bann« war, so sei dahingegaogenr Kais« dafür durlhaus nicht veraaiwortlnß. . v Dir Gedächtnißrrdr war in einem hiesigen Bstttte wiedergegeh«; und erntete allgemeinen Beifall. Tuch tos Kaisers Friedrich ' wurde in da innigsten Weise gedacht and für toff« baldigg Wvdergenesnng ein besonderes tstebet verrichtet. —-Dia Sympathie tor Engländer mit dem Leiton des Kaiser» ist eine allgemeine und bei tor Traueifeiel i« hiesig» deutschen Club — dem Schillerverein — wäre» hervorragende «n,p-. > lisch« Mitbürg« anwesend und gab« ihr» Gefühl» h«j? liehen Ausdruck. — a Jnteresstrm dürfte es Ihre Les« auch, daß obwohl manch« Abfälle vom Baume tos Jüaenthnms hi« statt finden, doch auch Wiktor Zuwachs seitens Engbiada kommt. So Hot vor eine» Iah« ein 27 jährig« Mann das Jndenthum angenommen. Auch «me Frau trat jüttgst üb» die ein«» Inden heirathrte. — Die Paffachfeiatage sind hi» toi zahlreicher«». Syaagogenbesnch gal an nuS vorüber gegang». Hi« wir!» auch an ton Ab«chgotte»diensten geprckiigr, eine Linrichtnn,z die vielleicht auch antorswo Rachahnmn; verdiente. E» tor»' geht fast kein Gottesdienst, bei welchem nicht Christ» anwesend sind. ES ist oft amüsant zu hbren, wie solche ihr« Bewunderung des jüdischen Gottesdinsite» dadurch Ansdruck oeben, daß sie meinen, sie fänden, daß nichts gegen da» Lhristenthum darin gebetet ytor gqwwigt »erde. Di« hier noch mannigfach h«rscheuden altverojtet« vomrtheile ge>«: das Jndenchnm «erden am sichersten durch wohlgeordnet«! Gottesdienst, mit Gebet« nud Predigt m da LomdrSsprach«, an^nrottm sein. 1 d i Nermifchtr «nt tinte/b ZtAchrichtr«, zeichen angezweifelt hat. — Bon ton 126 jüdischen Familn (nicht 0 die ans Eharlottmburg« Gebiet wohnen, bilden 30 Laicht Ü0> Mitglied« einen Religionsverein. Diese 30' Mitglied« zahl» ca. 1000 Mk. Steuern an die Gemeiiche Baltn und erhalt trn dafür von Berlin ein« Enbventimi van 2400 (nilto 240) Mark, womit reichlich die ltoUrnt-Einrichtnng» qfbm werden können. EinigeGmndstück-Spcknlanten woll» jedach eine: Synagoge bauen. Da ab« naHoeisiich die hiesige Sy'na» goae nur ein Mal in tor Woche von Minjan besucht wtrd^ m« 80 Prozent tor hi« wohnend« Jllrackitm sich nnt« kein« Bedingung von tor großen ftstfo« Gemeinde tato trennen wollen, so bleibt die große Enfch«ldiP»gssnr«e ein fromm« Wunsch und ist nur zu hoff«, daß verBerliurr Borstand .nicht auch die früh« bewilligte Subvention, die schon ein halb Jahr gesperrt war, gwy «tgieht. Wreslan. (Jüdqch-theol. Seminar). An Stelle de» an» d»» Lehrerkollegium ansgeschirdeven Prof.Dr. Freroenthal haben angekäadegt: De. Rosin: Geschuhte und Lmeravtt tor jüdisch« «eligionsphilosophie (2 stünbig); Svwbtn« Dn. Joel: Systrmnttfch« Rrlizionsphilvsophie. Einleitung Bk» anffstostimmung I. tor Mosatsmn» and.da» HeitomhrinS (1 stüntog). — Das Seminar zählt gegenwärtig 4» Höi«^ darnnt« 15 Siichvwntsche (znmefft ktadmeich«.) Oattza. Am 20. an» 21. «al st.J. fintot im Schütze, hou». Saale dir X. Konsaeq, da „Jtoa, Elltnstoamt« MlUrltontschlands" Aast. Dichelto! ß»Di am 20. «ai «achmittag» 4 lltzr mit der „3 ..1 ' i~1 ' TitfiT 1 v