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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 15. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 15.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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.weil *k Jb&MisfMk**-1»« IDM *frfkn. Da» Win Vkßuee habe» wir OttQn« Juk» thawr bt&tcn NtA», obwohl kr ganze Bovath scho« Monate lang hier lchnertr. Und Wal »st» heute da» religiösen Juden für ^P^schw.rr» Geld geboten? E» fit ei« ««endlich traurige» »eich halbgebacken, lau« ^trocknet und mit»atrr stacht «nd dumpf -7. Alle», um ta» Gewicht küustlich zu veroichr». Unsere Reich« esse, zm» Theil gar lein», o^er kehr w«D von diese« „Armimbrod*. und sehr viele i«. dir schwer ein« ehemalige Atsgab« von 20—30 DU 60—60 Pfd. Mazzo» erschwingen küuueu. scheuen sich . bei der Geweivd« darum g» swtitioniren, und gerade dieser Klaffe wird von gewissenlos« Spekulanten da» uoth. Weudige Mod valheuert. Diese» Jalpe Hab« die Fabrikant« das qeschiloerte Mantver übertrieb« und damit große Empörung in alle» -reis« »regt, i« nächst« Jahre weid» einige Kapitalist« in Mitteldeutschland einige tausend Zentner si*«m m«k |Hm Selbmosteaprrt» verkaufen. Die JBoff. Zig.« brachte in der , vorige» Woche rinru Artikel, wouach di« Jüd'sche Temeinde r Ch^rlotteuburg beabsichtigt eine Lrmnnng von der - Müttagemrinde Berlin zu bewerkstellig« und daß die Berlin« Gmwtude zn diesem Zwecke eine giwisse Abfinduug«su»me f .v zu« Bau einer Syaagoze und zur Erweiterung de» Fried« 4 ' Hofe» bewillig« »erde. Der Wunsch ist hier Later de» Be« da««» gewesen, d«n da» etuzig Wahre daran ist daß di« Charlottenburger Gemeinde in W That gegen d« Borstand tu Berlin prozekstrt, aber vorläufig hat Letzterer die Ball» ' »acht de» Chäclotttubmgrr Borstande« sür sämmtlich« jüd. Strueezahl« «och augezweifelt «ud i» Folge dessen find sLmmtÜch« jüd. Steueq»pchtigen za einem Blebitcit über dies« Punkt nach Berlin berufen. — ®* rxi'ttrt in Tharloitenburg eia Religions-Berein au» 00 Mitgliedern, dir zusammen 1000 Mt. jährlich« Steuere nach Berlin entricht«, »ud für diese 1000 ML zahlt 'xr Brrttoer Borstand 240 (?) ML an Sudoentio» für Synagoge und Schule zurück. Dir übrig« auf Charlottenburger Gebot wohnend« Jsraelii« b«utzm di« fubo«tioain« Institut« nicht, und daher glaubt der Berliner Borstand seiner Micht genügt zu haben. Sin jüd. Friedhof existirt in Eharlot!«b«rg nicht und kann daher auch nicht erweitert werde«. 4)er Aulgauq de» Pro« ztffe» wird eine ^wichtige Prinzipiellst«« zum Au»trag bring«. ^kmöurg, 1. April. (Or.-Corr.) «tu »uto «l» tt, wie s» wohl tu den Duralen der Geschichte »och nicht Verzeichnet . steht, wurde heile (fast hätte «a» es für einen April« Scherz halt» Ichrfe») vau einem uuserer Dajantm angeord- «t. Da« Urchell traf gänzlich uchchuldtge, dt« jed«fall» «tue» brfser» Äse» würdig gewes« war«; es wer« etwa ISO Pfund Mo,zoth, welche t«u Feuertod« ,«pfert »erd« sollt«, Die Sache verhält fich so. Der jüngst »er» starb««, Herr vberradbbxr hatte aogeorduet, daß tu de« ' Kaume, » welche» die Mazzoth gedock» wurde», zm Ber- Mchhuug eiurr all^greß« Hitze, *fc F«ster geöffnet bleib« sollt«; dt« Ardettrr aber «rllärlm, d< » ihmu da» der streu. Külte »eg« uuerträgllch sich nsk beschwerte» fich de» «. Dies« suthwa zu oermiüel» «ud <ch«» der Fruste« Glas» «elche dt« Würwe «uitströui« laff«, auzudrtug«. die» geschehen »«, wurde der Oderraddtuer davon K »ud »ach einige» Widerstreb« erklärte drrschdo stch ehuurftaud«, w«u mch ei» zweite» Fenster iTj. solche Adzu^eauille erhielte. Judeffe» stellt« er dt« vediu. k^.emug, daß da« sfeustrr geüffuei bleti«. dt» auch dir zweite LüDjW «ugchewhl «md« fei. Trotz »er ihn« demgemäß i-'y «WWu ttaMfi halt« die Ardettue da» Neuster deuuoch chortzek »«schloff' ... ■ttUi Käst hast dei ihr« Btrgesetzteä. versuh»weste, a» «pche dt« Würwe > uut> ats der Odercabbiuer daraus zuka«, Dt, W«-«da BchlLLüb d« Bescheid. dadie P»LkgOeklt« MazWch verbräunt watwu «chte». euchelte» «uti srldftverstüudlich jed« UrkheW darüber. wäre, da» Urichell »»enitzst«» sa wett zu «leicht«, daß fttbtn chrtftülh« ÜÄw» hütt« ut Teil werde» Bnn. ^tppstadt, 26. «Urz. (O.-tf.) Sie HDB XT5 wurde hi« kr «euior kt israelitischen Lehr« Daüschlaud», kr Lehr« «d Predig« S. L Stppmauussohu aus Hör» bet Äppftadt, zu Brak gelrag« D« verstmkm stand t» 80. Ledeusjahrr «ud h<it 66 Jahre tr« tu sei»«, Beruf gewirkt. Zahlreiche Schüla find vo« ihm ausgestM, die Alle mit großer Lieb« ». Beretznrag a» ihre« Lehr« htug«. Der v«» storbenr hat «m»schl»e5lich i» Destphal« und Nhetulaud am« tirt. tu welch«» kik» Provtuz» « ksouder» alt oorzügltch« Kauzelredmr, sowie als Berfaff« viel« Crbauuugeschrtft«, patriotisch« Selegeuheitdredeu kt kn Israelit« rühmllchst bekanntM I« Jahre 1800 i» Sauderslebeu ^doreu, besuchte « die Feanzschule i» Dessau, wo « uut« ka unvergeßlichen Lehr:ru Dr. Gotttzold Salomo» »ud Valff kn Gruud zu seiien nicht» hebräisch« Kemttuiffm legte, di« « durch eifrige« Studium »ährend seine» laug« Leben» vrrtieste n erweitrrte. Der verstorbene hat tu volle« Umfang« da» Wort uufern' Weis« kthättgt: p* pi C5 mW 2«. indem « ad;« dr» Studium kr Sötte«lehre fich auch eifrig mit «eltlicher Wiffenschaftea beschäftigte. .Sr war wohl kr erste, der tu kn wesllichea Provinz« Predigt uud Coustrmatio« Ixim töotie»di«st einführte, sowie ei« zeitgemäß« Reform a» »irl« Oetru bewirkte. Die Lauterkeit seines Charakters «ud seuu Herzeusgüte gewannen ihm viele Freunde uud durch sei« gern geübte MUdthätigkeit linderte et manches Lew. Io den letzt« Jahr« seine» Lebens hat kr Heimgegangene schon an lSrperüch« Sedrrchen gelttt«, vo» de»« ihm a« 23. Mürz der Tod saust «löst«. Hnr Lehr« Rosenfeld au» Lippstadt widmete de» verewigt« a» Senk unter Zugrundelegung von Psalm 00,10 ümu würdig« Nachrnf. von sei»« Sühnen l«k» zwei in America, während kr dritte Predig« ber GvuagogewSemetuk Mt »den ist. prcnwB K7i pa*n 79?an Arawkretch. Hpari» Daß dem Rabbiurrseminar die Staates »bvca« tion entzogen werden soll, ist noch nicht beschlossene Thostache. Die Bndgrt.<Lom«issioi» dr» Senat« hat beantragt, noch einmal weg« der katholisch«, protestantisch« uud jüdisch« Seminar« abjnstmunev. Da nun vom Senat erwartet werden darf, daß ec secmn Antrag aufrecht halt« wird, so wird die Deplitirrn-kammer die Frage noch einmal zu di«- tutrren hideo. Wart», «kt'gev Beuiilot, kr klerikale Zelot, schreibt im LMniver»: „Barva Hirsch hat ei» mitleidig«» Herz nicht nur für seine Giaubätttgraofiea, soukru für jed« Hilf»» bedürstig«. Wen» et «übt. fragt « »uht «ft: W« bist du? Welch« Slaux» hast du? fonbc« « giebt mit geschlossen« Augen". Aehulich äußert sich kr steruale,M«ukzu dsts« Mitarbeit«» kr berüchtigte Drumout gehörte. So hak d« etle T!>at de» Bar»» Hirsch auch »uh aud«u Seit« bi» woytthätia gewirst, wo es gar nicht beabsichtigt jchrn den Artisrmttismus. war: gv Gkaogo»'. Sin außffgrwühulich«« Interesse ries tu ku Schottisch« gireiuumrff krest« »t« Stuwethaug kr hi« errichtet« »Moutefior« »Loge* hervor. Sö ist diese» die «ste jüdische Loge iu Schotttaud. Gi« »urk feierlich yUHft'w um ytffcWw. frct ^ylprtf Ofn* «4 avch nicht »azn. >o laoge kr Seweit «chi geführt ist, «lrm, tm Lrdemzt«»« so {tat war, k| Mt dafüdß SkM*» wühirnd der jM ihrer Aastrtiguug gühom anchtt».

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