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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 15. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 15.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Mmfl teifo&m Artikel» ix Nr. 15 fce —tWmiHfctat Cm» tk>o»bnt| antftogc«, i» welche» «» heißt: .Der SM*, der »it auf leb», tft wahr und Wahrhaftig der Ruin de« deutschen L»k»«ha«».' Der »»eil» Pnnkt der Wlderkstqe ist rix anderer krtitil. welcher sich direct gegen Aenßenwgeu Hilde»» hei»er'< Eber de« .Antisemiten-stattchi»«»«" »endet. von .stlrkendrr Blummlese au« de« Temüsegartm der Hild«»- heiwer'schkn Mme". van dem „Brsch»atzu«g4.Tale,it" dessftbea Wricht. , id OTtxH ähnliche AuSdrScke gebraucht. Dr. Ktnig erklärte laß er de» Artikel nicht »erfaßt und auch nicht »erffint(K&t habe. Der Angeklagte dagegen behauptete, daß Dr. Köniz insofern auch für diesen Artikel veranlwortlich sei, weil derartige Artikel vor ihrer Bervffeutlichuug de« Vorstand, de« antisemitische« Brreiu«, zu wache« Dr. Köaig aebärte, ,ur Prüfung zug«stellt zu »erden pflegten. Der über di^rn Punkt komunsiarisch vernonunene Verleger der .Antise». Eorrespondeuz", Fritsch sttLeipzizl. hat ver»eint, d> ß der >äer in Frage stehend« Artikel in Nr. IS anf An. ordnung Ire« Dr. KSaig Aufnahme gefunden. Gr selbst Hab« »ielwehr die Aufnahme angeordnet. Zar Begründung der Wtedakloge berief '>ch Rechttanwalt Sach« auf ein Reich«» gerichtg-Gfrantniß, wonach auch einreläe Personen durch einen Eolectivbegriff beleidigt werden können, wenn nicht an «drückt, h Antnahiueu bezeichnet sind. Ju de» Artikeln Mrdrn o pre 'jede AnSaohme .die Juden" und .der Jude, der mit in» lebt" bekämpft »ad jeder einzelne Jude habe daher da« Recht eure Beleidigungsklage anzustellen. Recht«, anwalr Li rdenberg bestritt diese Behauptung, da e« auch darin eine Grenz« fc*‘xR müsse. Eventuell feint noch zahl» lose Klag n gegen Dr. Hilde»hrimer »egen beschimpfender Arußeruugeu der jüdischen Presse gegen ..di« Antisemiten" zu erwarten. — Der Gerichtshof lehute die neueu Vrwei-ev» heburge» <il» thatfächlich unerheblich ab, da i» den betreff «»den Antb-lu d°r Verfasser sich gegen da« Judenthum i« Allgemeine» ge van dt Hab«, nicht aber gegen eivzelur Individuen» und da «irgend« erkennbar ist. daß iudbesonderr der Auge»' klagte persönlich in de« Artikel» in'« Auge gefaßt morden fei. RrchSanwalt Sach« beantragt» ferner, den Wahrhest«- dewei» zu führe» und berief sich ans zahlreiche Momente au« dem c gitatorischen, beruflichen und geselffchairlicheu Lebe» de« Dr. Ivnig, um au der Haud derselb« zu beweise», daß die gegen König gebrauchte» Ausdrücke innerlich nicht uabe» rechtigt erscheinen. Durch besondere» Befrag« de« Dr. König stellt der l Ersitzende fest, daß derselbe die antisemitische ve» «egnag rr Witte» in'« Leben gerufen, »u der Spitze derselben grb üben sei »ud dieselbe auch tu der Prff- und in Berscimnli mgen vertrete» und gesördett habe. I« klebrigen behauptete er, die untisemittsche Sache in durch«»* aemäßigler und zulässtarr Weise vertreten zu habe». Er nchme aller» ding« eine Art Vertrauensstellung ein, indem «r Kassenarzt und Magistrat«Mitglied sei, er habe aier seine amtlichen Stellung« nie dazu benutzt, m» die Agitattoa zu betreib«. Rechtdaawisi Sach« stellte «och eine ganze Rech« von Anträge», w lche sich auf die AgitationMmis« de» Dr. König «ud sei» lZrivattebea bezogen. Der Gnichtühof lehate all« Anträge p^rsbnlicher Ratttr ab. da er die Angelegeuhei» für genügend cofßrkläit erachte. Rach längere,, Plaidoher« beider Bettheidiger, in denen di» Agitation »ud die Verechtignng rrsp. Unberechtiguag de« Antisemititm»« und zwar »o« Standpunkt« der beiden entgegengesetzten Laaer ai» beleuchtet wurde, erklärt der Augeklagtr, daß er in erster Sieche durch die «a» glaubliche iSerhöhmwg alle» dessen, wa» tu« strenggläubige» Jude» da« Heiligste sei, zu der energische» Abwehr gezwungen wvrdea wire. Der Gernhtshos wir» die viederklog« zurück, weil diesellw eiuesthell» z» allgemein gel,alten und andern» theü» nicht erwiese« sei, daß der Widerbeilagw der Verfasser der onoezigrneu Artikel gewesen. E» wurde gegen Herr» Dr. HiUm» zeimer auf eine Geldstrafe von 200 Mark, ev. 20 Tage Hast erkannt tuifc nur deshalb von «chter Freiheitsstrafe Abstand gtsommep» »eil der vckstmt,' »t« de» jüdischen Giaute» a «gehörig und M seixer Steürng ak» Rabbmerstmimnßchmr durch die Artikck M ^nstkmastffche» Dstkresp»,- d7nz «Bö E«vst»dl>chsie berührt »ttden 'Mißte. Wir «mm in dem dedaunSche, Wttsttam be» PuozeffM uoleuqbä» moralischr Ried «rlage der Hchpropatzaxda. deren letzte» Ständlein ohardst» geschlagen hat" — w« der .Isaelt" a»-r»st --- erR<ck-n kann, ist gerttbrzu nubeUrrif« sich Die Tageblätter berichte» vielmehr, d,ß in Folge dieser - Bern«Heilung H'« dir Lutstemttenouluhiee Sebermmni ». Sonnenberg. Dr. König, Dr. Paul FV-stir «ud Odertchrer Stehii, Treysa (stehe «. «.) mjit xme erautthigt worden seien, hier eine Jadenhetz.Verlamntwy in gnche» Style zu veraostaltra. »u mrlch-r die HH. Dr. Hstdeghilmer «ud sti» Anwalt besonder« nnqeladeu wUkdeft (Weaa mir «icht irr«, fällt diese Brrmlheiluuq unter eine der Rabrüeu der kaiserlichen Amnestie vom 1. April,) Werkt», 26. März. Wegen Persän aomg de« Unter» richt« io der Fortbildungsschule am lS. Septtmber V. I., eine« jüdische» Feiertag«, toar — wie tu dies. &. zur Zeit berichtet morde» — de» Lehrling Adolf L. zu Rakel «i»’ Strafmandat in H«he von 3 Mark zugeguugrx Durch ei» »o« der Regierung za Bromberg bestätigt!» Ortpstitut war für die unter 19 Jahre« bcswbliche» gei»erdlichcx Arbettrr der Besuch der bärtig» vom Staate erricht et» Fortbildungsschule aageordutt «ud durch ei« LÄ»lp»lliei»«orba«»a für nicht gruügeud entschuldigte Versüxmxug Geldstrafe bi» zur H»h« von 9 Mk. festgesetzt worden. L. beantragte rlchter» siche Eutschetduug, indem er m feiuer ähttschaldipotg den Besuch de» jüdischen GotteSdiruft«» a» je«« Ad«w ouführte,. wurde aber iowohl vom Schöffengericht »le im der Sttaf» kaarmer zu Schaeidemühl ebeufall» »ege» Uebertrrtxug der erwähute» verorduuag zu 8 Mark Strafe verurtbetlt. Der Etawaud de» L. nstrrde nicht für an»r«i仫»b und auch a« fich für »icht stichhaltig erachtet, da «ach!»«r lsterfüguug der - Regierung zu Bromberg der Uuterricht tu der Fortbilduug»- fchwl« »«der an eoaugclische, und katholtickuu, »mH « jüdi-g scheu Feiertage» axSfalleu solle. Uebrigeu» habe L. auch «ach jene» Gottesdienst immer »och Zeit kbri,, gehäbt, den? von 7—9 Uhr Abeud» stattfiudenden Uutt ericht: zu besuche». 1 8. legte hiergege» Revifiou bei de« stomrirergekicht ei», iudem rr die Kompetenz der Polizeibchärdt zu« Erlaß von Strafaudrohuugea in «ixe« dermttge» Falle bestritt, doch erachtet« der Strafseuat de» Kammrrgertcht» i» seixer gestrige» Sttzxug de» «mvaxd für »»begründet uub mitS deStzalb die Revistou »rück. Meck», («u Rückblick auf da» Fest der „Vta»**;-) Sie meist auf da« Materielle gerichtete» Viitrebunge» «tferer Zest haben ei, «»te» schiwe» Stück Poesie htumeggerfffe». Mau «ertr oiese» besoader» au unseren F.ftta^se» und bet . den Vorbrreituaaen zu deosrlben. Wa» war da» noch vor eine» viert ljahrhu«der1 für rt« Leben ein Jinnto» vor de« Jomw«, al» 'jeder Hau»»ater seine» igedarf an Mazzo» selbst Herstellen ließ und die liebe Jugend lmbet tieffm barste* — von alle« ander» Vorbereitungen gttaz. z» schweig««. Damal» mußte der rrchamd« Famstienoatrr nicht »ar, - wa» . $it diese» Peffach-Vrob kostete, sonder» er »aßtr »ach. «a» er dafür hatte. Und hatte? — Da kommen sch«» ji Chauttlka HUuz« Waggoataduugea in Papier g-wickelte Sktllyt frischer und ' vuriühriger Mazzo« »ud «erde» zu chleu hirestch» voa 29 Psg. pc» Pfund an.' augibotra., Aäp Tvae Vor dem Feste ändert sich plützlich da» vild «ad — ter Prei», den» die Falnikänten missen, daß »och eine sehr große Fahl ~. Jade« Mazzo» gebrauchen. In vetmff der Liualttüt kvnaen die Herren in der Anprest»ntz vti/i seli« einigen, *5 obwohl sie ich alle bemühen, in Volkstrtt Wertst«» «st» ' lmosto» eai, »ein arwseiige» yrod" zr vtlstm — abea über die Höhe de» Preise» herrscht «in« jiMmvM sttttebe Est-müchülrit. Acht Tage v« dem KftrlolW« die «Mos , überall 2» Psg. pro PW., drei Tage ftüyr ferstrtiex dia^ ambntaulen Fabrikant«» 89 Psg. ma u» 8. G«ssach«TaG» s 69 Psg. E» »ar den Uammichmm» ptchBtß^h

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