Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 14.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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ISptr'- ■:?. - «MM' Xttk/'koe äeapuveront»>rm>s»»»ellm Herrschrrberusr feine A stesichr, Brost xu» llchächM ««eflkt und ungeschrsächt AM Heile «ed Segm de« Dextschrn volle» zx md«nr. »Herr, oll' unstr Hoffeie »eht auf Dich; möge Deine Gnade ükr nn« »alten, «ie vir Deiner harren. Amen!" 2. Die Thronbesteigung Seiner Majestät de» ventschen llotser» Friedrich betreffend: vo» nächsten Sabbathe an sieb in d«n erst» Absätze de» vorgeschrieben» Synagogen- Jktff für den Kais« und d» Grobherzog an Stelle der jaete .Seine Majestät Wilhelm, d» Kaiser hon Deutsch- Und* die Worte: »Seine Majestät den Deutsch» Kaiser Friedrich' zu setzen. Ferner yt bi» ans »eitere» nach de« bezeichnet» erst» Absätze de» Gebet» folgende Fürbitte eiuzusetzeu: ,Jn«besl ndere bitt» »ir Dich, alldarmherzig« Gott, au» der Tiefe xiffcter bewegten Herzen: Schenke unsere« Kaiser Friedrich huldig, Wiederherstellung seiner Gesundheit und verleihe ihw Kraft und Stärke, die schwer» Pflichten seine« erhabenen Herrsche rberufe» zu« Heile und Gegen de» Deutsch» Vater« lande» stet» ungestört zu erfüllen." Korlffrnhe. d» 13. März 1k«8. Großherzoglicher Oberreth der Israeliten Der Ministerialkomwiffär Becherer. Willst-dter. Klnttgart. Der hiesige »Beobachter" bringt ein .Eingesandt-. da« sich geg» ewige Artikel in Nr. 8 und 9 dm Wochmdlatte» für Landwftthschast" wendet, in dmm ei» sogen, BolkSftmnd mit dm schwirzestm Färb» die Wuchmvirthschast auf dem Lande malt. Der Herr „(Kn« fenkc" schreibt hieraus sehr richtig : Wem, »ir hm Artikel näher betracht» und sindm, daß in dm Aug» de» betreffmdm Artikelschreiber» jüdischer ®eid)dft»«ann und Wucherer identisch sind, so kann un» der Inhalt der manchmal ^geradezu pessimistischen Behauptungen nicht mehr wundern. Sind e» doch die Judm, gegm die «»zu Felde zieht, den» man k«ne Rücksicht schuldig ist! In dm Ang» jen« Herr» Bolttfreunde ist der von jüdisch» Geschäfts lmrm betriebene Bichhandel ebm rur eine »uherische Auädmtung de» Bauernstände». Etnsmder diele» stillt de« oegmüber die Behaupt« g aus: Der Bichhandel ist eine unbedingte Nothwmdigkeit, eine Existmzfrage für die genze württ. Landwirth «hast. tzehm wir un» einmal in bet Gegmd von Hall und Qkimgep um! Der Bauer verlegt sich hier hauptsächlich oss Mästung schwerer Rinder und Ochsm. Und bet wem £ bet er mit dieser P'ima-Waare rentablen Abs»? Glaubst vielleicht bei d» "Metzgern unserer Gegend? O, nein I T>* (Anna solche schwere Waarr wmiger brauch», sie habm ec dieselbe keine Verwendung und «üffm überdies mit dm Vergleich zn anher« SeSmckeu Deutschland» niederm W eischpmis« rechnen. Der iffrarl» Händler dagegen ist der AI>Nrh«er von Kettvieh erster Qualität. Sr liefert daffelbe « die Fleischer der größer» rheinisch» Städte, die solche Aoare verwerthw könwm, höhere Braise für da» Fleisch «riielm und dämm auch im Staude find für da» gelieferte Dch höhere Preise zu erlegm. tzllso Resultat: Ohne dm jül», HiKwler könnte sich der Bauer absolut nicht auf dies» ^jaeig der Laudwtrchschast verlmen. — Ebenso würde der hmoqwälder Bauer ohne dm so vielgeschmächt» jüdisch» «üschenhändler für sein schöne» ssnchwieh keme so hohen Icks, «zielen. . - Denn »a» die Liehmärkte ahne Besuch jüdischer Händler fotp steht jeder Besucher, w»n ei« Vsihmarkt zufällig auf «tnMSgbdat oder jüdisch» Festst« fM. Sem, aber rftt -BtzichMk andere Geschäftsmann steh Mbervori tomm kv«»» läßt, jo ist nicht der ganze Stand dl »«LvEich m »kkn LL lirmb kürzlich mit eine« ,n«l»d^er sag« «ir-'Äürzsich habe ich von »eine« g#*» (ftdB)a£ ttnh gestochj aber fn, tkt '' tz«OM,»ond» rau bst» ich SrÄkNM.-JMk k PMMdSnwt fekJ' 0^»y J kann, ist e» auch xmvht» dm ganz» Stand der jüdisch» Vsthhimdier für taittne selten« Borkn»»niffe mit tax PrMkat „unehrlichzu b-legen Wien. Bei dea^Bchchla^dmRckhSrathe». dm Antise» mitm Schänerer fei«, reichsräthlich» Unverletzlichkeit jx entkleidm und de» llierichte zu übergeben, der mit alle» Stimm« gegm IS gefaßt wurde, hat doch die klerikale Partei nicht dm Mach gehabt, offm gegm dm AnchemitiSmn» zn vetir», sondem verliez vor der Abstnmnuug dm Sitzungssaal. Schönerer ist nun, wenn er. »ie zu erwart» steht, z» einer Befängnißftmft vernrtheilt wird, auf S Jahre vom Reichstage auSgeschloist«. Doch wa» hilft da»? Die letzt» GemkinderathS-Wahlen habm leider gezeigt, daß der antisemitische Geist in dm breit» Schicht» der hauptstädtisch» Bevölkerung im' Zmnchmm begriffen ist. Der Antisemitismus ist eine Hydra: Sin Haust fällt, aber wie viele Schlangenhäupter tretm an defsm Stelle? — Da» Reintat der gerichtlich» Untersuchung «g» Schöner« ist. daß die Staatsanwaltschaft die Ankla,^ »egen de» Verbrechen« öffentlicher Gewaltthä tgfeft wider ihn und seine Soasorten «hebt. Aorkshxrg. In der von hi« fünf Mell» entf«ntet Stadt Abrnddanya. wa Militär stationirt ist, verstarb in dies» Tag» ein jüdisch« Soldat. Drselbst wohnen keine Juden, daher ist auch keine jüdische Gemeinde. In Ermangelung ein« solch», die für die Bestattung d« Leiche nach althergebracht« Sitte im jüdisch« Sinne sorg« sollte, machte stch die dortige unitarisch« Gemeinde erbötig. dieselbe auf chre« Friedhofe bestatten zu lassen. D« tolerante Lommandaat konnte e» aber nicht über sein Gewissen bring», rin» Verblichen» nicht nach de,' seiner Religion entsprechend» Sitte zu bestatten. Sr ließ daher n,ch d« jüdischen LeihendestatwngS-Ceremonie bei d« hiesigen Gemeinde tckgraphisch anftagm. Die hiesige Shewra-Kadischa «ranstaltete darauf,' die hiermft Verbund«» groß» Kalten bi» KV fl. nicht scheuend, daß Funftionüre dorthin abgehen, die die reremoniell» Bestattung und die Anweisung eine» besonder» Platze« anß« dem nichtjüdisch» Friedhofe anordnen sollen. Der He« Qberkantor Dnldner machte sogar die mühevolle durch das Hochwasser lebensgefährliche Reife, um dies« Akt der Hu« manstät unentgeltich aulzuüben Rach d« Beerdigung drückte d«Eommand,nt in Anwesenheit d« dortig« Offiziere dem Oberkantor, dem Vertreter d« hiesig» Lhewra-Kadischq, sein» innigstm Dank jür diese edle Thrt an». (Neuzeit.) GrwtzbritMwwtn». London Lest Knezem wird in dm Mädchenkloffm d« Schul», welche mft« d« Verwaltung de» London« Schulamt» stehm, Unirrricht im Soch« gegeben Da die rl jüdffch« Schübwinnm in d» A«t»fchulm sehr groß so hob» die jüdisch« Este» bei den Schnlantorität» darauf an getragen, d« besonder» i»raelitisch» Küche »eg» eine jüdische Kochiehrerin anznstellen Diese« Anträge wird nun wohl bald »Ub'aipt onb», denn in Anbetracht d« zahlreich« klein» Jüdinnen, die am Unterrichte theilnehmiex, sind schon Inzeig» »eröffentlicht worden durch welche t»ra* elitisch» Kochiehrerin «n Stellung a« den Schuten äugebot» wird. v 1 Hfort«o»E 29. März. Unter de» Vorsitz de« Präflbentm Her» Shrtul 9tcj»«as> hielt o» Sonntag, dm 18. b. Mt».. He» J«r. Abraho»» de d« .Jüdischtttterorisch« Grsellfthoftein« Vortrag üb» .Jüdische Brantwerbnngaef», sichet um acheiLd »on d» Behurstnng, daß » dm ältest» Zoitm ShstMe d« vrautwei-SiW so kmz mt, daß »an off stch emstvch olff gkwaltsa«» Sntführwq in voeboftdgnet« vrmt DCKtOlini vP8KCo fifUVnlV 9fT fHPII W YWklUSWGM )R9W Vveirooa«, «k kr Fwüschedt ix ke (KMkfOmn x»d Me Verkettung kr Wtffmschast» ix dm tzütorm Zeit» thtt l, '|inQf{ 09 WMrHVVßt Bk»JgXtUMm ’h'wAl7's ’. ."t/fOfcjTit'.■' - - - ■