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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 14. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 14.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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brr bcutMcs ©nri»e vom Wochen ftm* m Üuuxmtmm* mit dem l!rirg«mintftcr am 9. November 1887 aa alle Zweiovereiae veisaaddt QaL Nach | 6 derselbe» fft die Berpflich. tuug der i rdeutlicheu Mitglieder, ^alle vo» ihn« zu übernehmend« Leistmg« in dem Sinne za verrichte», de« die ZnaehörigleKzu einer christliche» Genossenschaft vorauosetzt." Damit gm lei» Zweifel beliebe, welcher Parteigeist bei dem Vereine obwaltet, bestimmt G 2: „Vorsteher der Genossenschaft ist der jMe»malige Borsteher de» Rauhe» Hause« in Hör» bei Hamborg." Nicht ausdrücklich verböte», mithin wohl gestattet. ist die Amahm» vo« Geld nnb Liebe«gabe» von Lnderchzlär big«. Daß diese» Normalstatut im drastische» Gegensatz j.u der Proklamation de» Kaiser» Friedrich steht, steht Jeder ei». I» Göttin«,, bat übrigen» der Direktor der chirurgische» Klinik jene Entschließung, wodurch für die Mitglieder de» Blei»» zur fie willigen Krankeoflegr im Kriege Wege» der autisemilischenRichtu,q de»Berei»SdieA»Sbitdunginderchirurgisch«»Kliaik ab gelehnt wird, schon am 5. SR&i}, wie an« mitgeHeilt mnd, flrtro^m, ,,cht also erst »ach dem Erscheinen der kaiserlichen fhaiUnncMon. Den Theilnrhmer» der lluterrichthkurse wurde am genannten Tage mitgetheilt. daß sie nicht weiter in Güttiugi n ausgebildet werden könnte», sonder» nach Hamburg ru di-sem Zweck gesandt werde» würden. G. Sp IerN», de» 1. April (Or.-Ler.) Unter großer Lethecligu», von geladene» Gäste» und Mitglieder» fand die Emweihmtg der uenerbauteu Synagoge de» Bereiu» „B'ue B'rüh" am 25. März statt. Die Fier begcum mü de» Gesäuge de» Psalm» 118. 28 und de« H ueintrige, der vier mit Blumeukroueu geschückteu Thorarolle»: rS folgten dann einige weitere, bei solche» Feierlichkeit,» übliche» Gesäuge, die vo» einem Synagogenchor unter Leitung de» Kdnigl. Mustkdirector» Nosenfeld nnd Harn« utaldegledmg »»ßerordeutlich wirksam vorgeiruge» wurde» und die Seiherede de» Prediger» Dr. Apolant, Dt« schöne s frier schloß mit de« Miucha-Gebet. Die Synagoge steht auf dem Hiuterhauft de» Grundstück» Grün-r Weg 19 und »um gelangt zu ihr durch eine» seitwärt» eilt» kleine» Garte»» angelegten hübschen Gang. Wen» st« aich nicht architektonisch hervorragt, so «acht ste doch eine» «»genehme» Euiudruck «ud ist im Inner» durchan» würdig gehalten. Sie bietet Platz für 6ÜÜ Personen. Mit Befried gung kan» der Bern» auf da» bi»her Geschaffene blicke»; «Bat er weiter»»«Heile de»Jndeuthnm»thätig sein. ßmmiiM, 21. März. (Or^Lorr.) In de« iu Nr. 10 der jüdische» Preffr de« Obo^abbiuer Steru (oernmthlich »au seinem Schwiegersöhne Oe. Lahe» in Fulda) grwidmete» Nachrufe, be^noet sich nnßer manche« thatfächlich Unrichtigen a»ch »er Jiuhnm: e» Hab« ei» Interregnum von acht Jahre» zwischen de« Htuscheide» de» Lhächam Beroay» «ud der Saft seine» Nachfolger» staUgefnuden. Da» war »icht der Zoll. Ersterer starb plötzlich am 1. Mai 1849. letzterer «mide im Jahre 1851 ge wählt und datirt seine Bestalürng v,m 1. Angnst; «» wäre» mithin nur 2‘/, Jahre darüber versteiche». Di« jetzig« Baeanz muß nach der Bestiuuunng de» Statuts de» Synagogewverbmd» vor Abla»f eine» Jadre» «»»gefüllt werde», während bi» dahin zwei vom Borstand «d De^girt m-Lolleginm in gemeinschaftlicher Sitzung gewühlte Das« iim al» StelloertrMer z» snngire» Hab«. Di« Wahl de» Oierrabbiner» hingegen soll »icht von den beid» Lollegim allein, sonder» «nter HinPiziehnng vo» sech» Mitglied«« de» Verband», welche ««» allgemein« Wohl« her- »orgegong«, vorgenommeu werden. Al» benutzende Mitglieder soll« pnei, mit einer NttlN mm oersehaw Männer am de» Sitznrgen iheilnehm«. Bo» d« aaf he* enger« Wahl«»fs«tz irfindlich«Landidnte» gilt der als znmOber» «ddiwer gewlhlt, wetcher mindest«» vierzehn Stimm« amf stch vmt ügt. Ferner gestimmt - 28 de» Stnt»» de» Synagoge». Bertcwd»: »Der A»zustellend« m»ß von gediegener Bildung, > ntgdffädett «ft, grstSW»' NwötitrbnHM HMV sei» md der« Inhalt ab» die mverbeiMchstt» Prinüpie»-^ sei»«» Privatleben» anerkennen, sowie da» Aodbinats-Diplom von windest«» zwei Rabbinern. die d« »or,^«umt« Pein» ciptm entspreche», erla»gt Hab«.'' Uosertr »chcht »ach «nß «i» Ran», der einer Gemeinde vo» der Größe «ab B« deutnag der hiesigen al» Seiler und sfühav voraugestellt wird, »och geuz ander« Eig«sch»st« best zeit al» die »bockt ge Nannte»; er muß die Ansprüche der Eirtt richtig benwsst»- habeu «ud s» wett e» bomchttgte. de» I»d«thu»m ntchd widerstrebende find, auch deuselbeu gerechl,» »erd« destredt sei». Sr soll über den Partei« stehend, e» vor Alle» ölst seine Aufgabe betrachte», d« Friede» und di« Einigkeit «uter d«selüen zu verbreit« u»d zu ««halt». selbst «ff die Gffahr hin, daß ihm einst im 9Mi»bge »icht nachgorühmt «erde, daß er d« Kampf mit der Gemet«d» nicht geschenkt habe! Lr darf nicht so beschränkt sei» z» glaub«, er habe sich und seiner Semeinde genug getha», wem er § 1V de» Statut», welcher mt« Inderm bestimmt „e» darf niemal», weder t» den Gebet«, mdd Pi,tim — -—-sowie in irgend einem z« Recht bestehende» Mtuhag eine Beränder«g vorgennmmen werden," streng beobachtet. Auch davon sagt da» Statut nicht», daß der Ober« rabbiner ein tüchtiger Kauzelrrdner sei« «fr seine Z»Hörer zu erbau« wtffeu müsse, md denuoch wird wohl Niemand bestreite», daß eine geistreiche Predigt dir Gyvagogeuhesucher mehr ,» seffel» t» Stmde ist. al» di« schürfst« Pintim. Hoff« wir, daß «» uusereu berufenm Vertretern die», mal geling« werde, den richtig« Mann z» stnd«, welcher e» verstehen wird, nicht nur die Aufgab« z» erfüllen. -»wlche -bo» Statut von chm fordert, sonder» ruch die Ansprüche zu befriedigen, welche di« GcMetude zu erheb« berechtigt ist, und der vor Allem ein orbv m CffW ÄTW sei. — Am 16. März, dem Tage der Beisetzung de» hochseltg« Kaiser« Mlhelm. fand «tue Trauerfeierlichkett in der Synagoge statt, bet welcher Herr. Nabb »er Or. Loh» an» Bmtt» di« Trauerrede hielt md et» Gebet für 'bn verstarb«« «ud seine Familie sprach. Die Feier machte tu» Allgemein» ein« sehr vortheilhasteu Eindruck. Am Abend zuvor hattedie Hmry-Io«e»-L«ge ein« Lranerfrier in Saale der Hammoma veranstaltet, wo der Tempelprediger Herr Dr. Jona» sprach. Auch die Lieder, welch« de« Gesangbuch« de» Tempel» rittnvmmea warmh wirkten «uter Begleitung de» Harmouinm» sehr erhebend. Oarlorntz« (Bad«). Nr. 8 de» '.7terordn«g»dlatte» de» Großherzoglich« Oberrath» der Isrnrlitr»,* «ägegkb« am 14. März enthält fotzende Verfüg ungin n fämmtliicht Radbinate und Synagogenräthe de» Land«»; 1. Da» Ableb« Seiner Majestät de» Deutsch« Kaiser» Wilhelm bv> treffend. Weg« de» tiefbetrübeuden Ubledm» >Br. Majestät de» Deutsch« Kaiser» Wilhelm wird ani^mbnet, daß am Freitag, den 15, März d. J„ Abend» («nmlttÄbat-rmch dem Mnchagebet«) in sSmmüicheu Gywqog« de» SMde». «in feierlicher Tr»nergoUe»dt«st nach der hier «|i|(I W Ordnung abgehalt« werde." Ln» de« im Berorbnnng»- blatte oorgefchrieb««» erhebend«, »ach ^stchalt nnd Form recht angemeffem» Gebet« thetleu wir hier »nr die Schlich, sähe mit: »Sir bitt« Dich, allbarmherztznr Gott, schenle dem ho Heu Heim gegangen«, der stet» tu lvemnch vor Di» wandelte, du 8anb< der Verklärung den ewig« Fried« und «in« Füll« himmlischer Seligkeit al» Loh» str -AM G«te md Gat«, da» er znm Heile de» Denis heu VaterlmchW nnd über di« Grenz« deffeld« hinan» al» «UwandelluttM Hort «ine» ollgonedw« vSlkerfried«» geübt Md gewirft hcck. tym ootuj^ci nk Kaiser Friedrich, wo» wtr sedMond« mwDii in heiß«, tieftmpfnnd«« Gebet« erfleht HDerl^ ihm »olle Wirdergenrsmg vog feinem fchimjm V daß «» ihm snntrr Devwm ostteclichen ' BÄstnftl

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