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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 14. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 14.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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thum tmabrrt baft ,bcc Jude 3nbt Mritt, anch ®tm» a bk Lauft «wpfdngt,* mb um bk» nix ü ba Eiubildnug Vorhand«« Prottem z» lös«, »erd« Theorkn afmbe», mft dann na bann anf bm Buck» beb Jnd«thn«s («runnrtlft Alt ob dir Heid« mit Ueberuchme b«G Lhristenthum« airsgehärt Hütte«, Heide» zu sein. Al» ob bi» henk dieser Eufluß der zu» Thristenthn« b><ehrkn Heiden in Dogmen ttnb Anschannug« schon vermischt wäre! tzDte Natur wir« nicht die Natur, ste bliebe sich nicht ewig treu, wenn da« ander« wäre, oder das Menschmderz n»üre etwas anßerhatl der Natur stehende«; der Napf, bas Denken, kurz das Wort, und wie oft bas heuchlerische Wort, wäre ver ganze Mensch. — .Der Jude bleibt ‘.Jntx, auch wenn er bk Tauft empfangt;* wartet aber das zweite, bas britk Geschlecht ab, und idr werdet mit unbewaffneten Augen den Juden wrhl nicht mehr erkennen. Freilich, wenn chr vorher wißt. dieser oder jener L oder A. stammt vou Jaden a^ dann seS» Ihr entsetzlich klug und hochwrr'e und wollt es an allen Mn kein und Bewegungen erkennen und schwört darauf, che hättet es auch selbst herausgefunden, daß sein Vater ode: G-oßvater noch »»getauft gewesen. Das ist eine billige Klugheit. .Daß die ursprünglich« Eigenthümlichkeit nicht verloer« gcht, tft? selbstverständlich. ,^Daß die Gesinnungen, der Eharattf des im Judenthum j-eraugewachsen« nicht ohne Einfluß auf seine in der Wiege getauften Kinder und Enkel bleibt,^ist ganz natürlich. gSo we in der äußern Natur dir Kraft erhalten bleibt und nicht trermchtet werden kann, so geht auch im Seelenleben nicht das allergeringste Quantum Kraft verloren. Aber es sollt« eurer hohe Weisheft doch schwer werden, solchen Seeleusvnrei auf die Spur zu kommet.^. Und daß dir Kinder, die in dar erst« Stunden des Daseins den verzweifelnden (jüd. Mitte« entrissen wurden, »rnn sie ohne Ahnung ihrer jüdtsck« Abstammn^ fremd war «wporwnchsen, doch noch in ihre« Wesen und Eharakter )ie jüdisch« Abstammung verratheu hätten, das — wäre noch zu beweisen. Ich bestreik es, wie jeden Unsftm. Es ist ein Unffam zu glauben, daß der Jude ein« Ausnahme von all«, Menschen mache. Wie jeder Mensch dem Einflüsse seiner Umgebung unterworfen ist, so ist es auch der Jude. Abw dieser Einfluß will Zeit hoben zu seiner Gelteudmailiung. Ihr aber seid ungeduldig, Ihr wollt die Zrft vernicht», die zwischen der Erwartung und der Erfüllung steht, und dies« Ungeduld ist bk Mutkr der Irrttzstmer in >eu Theorien über uns Juden. Wie M jedem Menschen richtet sich auch bet uns Juden die Widerstondskrast des Individuums gegen die Einflüffe der Umgebe»rg «ach der Intensität der rinanba baeinflusseudeu Kräfte. Die große Kraft wird.natürlich nicht der kleinen unterliegen — in diesem einfachen Recheuexempel, in diesem einfachen Ouantitäts-Berhältniß liegt, wie bet allen geschichtlich» Faktoren, das Geheimniß der Lrbenskraft des Judenthnms. — Die sjezielle Formel für die Widerstandskraft de» Indem hum» gegen da» Ehristmthnm ist besonder» leicht nach dieser Methede zu finden. Nehme, wir eine «ruft A. soll vou ein« Kraft B. besiegt »erden & aber haben eint Affinität mit «. jab «r«stützm dkKrust «. gegen «.-.Wird B. da je^n @kjß gdmjaL — «. P das Judenthum, » P du» Ehristrnthnm. Wachst«» V? des «hrPewchnm, ist ei«- Bestätiguug de» JndÄhwu^ ta WapcheÄ» des gtzde». thmus: wk sollk da das Jubeuttzum» tzk «tu fttchtz» Kartenhaus, vor dem Hauche da» Ehchkuthenuft zusammenstürzen? Diese» BochMukß ist so Bat, daß »«» sich tu» darüber wunde« kam. jdaß r» Meuschm gtibt, btom bk» »Ht klar ist. —> . Doch hchrwr »« in die licheuswüidige Gesellschaft der Frau Gräfin zurück. — Ich habe schon im Eingänge voi der sämrfrn Beobachtungsgabe der Frau Gräfin meine iSerbeugaug gemacht, und der Punkt, bet dem wir stehen, der uns im speeulaüpö» Thrile so viel« schwache Seit« zeigt«, er wird u>« mkföt* wuudeeuug erfüll« für die Wahrheit, mit welch« die hohe Frau Verfasserin thalsächliche Verhältnisse achffaßt. — Hkr bewährt sich d« Vorzug des weiblich« Gefühl« gegenüber dem männlichen Grübeln. -- - Genfttzrm» fcht) Dm» «e«e S»ve«Oes«tz i* VeßteriRich^'O die m. m. (Fortsetzung von Ar. 1V) on« Bei der Eonstftnknu« von Tultusgemeiridm wird Vorschrift, haß genügend« Mfttel vorhanden sei» alle religiös« Jnstftme zu erhalt«, von etosäMridmder deutrrng werden. Noch hemmender wird ans dk'e Nengestaltnng das Erforderntß eines akademisch grbildekn iflaMnrrs (ß 11) wirk« und vhtt bisher freilich nur notddttiffttg sich erhaltend« Taltnsverbänd« werden fti dl« Lag«! weuuru. di» Zuweisung an eine größere Gemeinde zo ttanUknchm. Mau ist zwar in diese« G wie in tztz 4 8 6 von Erhebungen der Behörden und ß 28 uä 4 von der statnartschen veftimmmg der Liechte der Zugrwleseuen die Rede, allein deutlicher als es geschcheu, wüßk auch der Gemeind«, NÄcher kleinere Gemeind« zftgewies« werdeu, das Recht gewahrt sein, doch Anfang an sich Über bk vorgeschlagrnt Znweisuug zu Üußetst, resp. bk Bedingungen kund geben zn dürfen, unter welch« ste einer beabsichtigt« Zuweisung zastimmea. Wem» auch ftde jüdische Gemeinde bereft sein wird, für das all,l«meiu< staatliche und religiöse Interesse Opfer zu brinaeu. so Legt doch bk Gefahr nahe, baß große, nützliche, durch bk Müh« uto Opfer jahrelanger Thätigktt erhalkne Institution« Schab« erleiben ober nnkrgrh» würden, falls der Kreis bet berechtigt« Jnkreffenkn über Gebühr und ohne Zustimmung der Hauptgemeind« erweitert würbe. timpfehleuüwerther in jcher Beziehung wäre bk Schaffung eigen berechtigter Filtalgemeinbeu ueb« ki groß» eigentlich» Eultusgemeiudeu, die m«rh«1b des gesetzlich« Sprmgelü nur die Ausübung rabbutischeic Fnattisu», wie bisher des Trnurrcht». besonders aber dd Beaufsichtigung de» Religion».Unterrichts» eine» gemeinsam«, gemeinsam besoldet« mb mit Im gesetzt hen Etsorderniff« vefth«« Skattiner Übertrag«. Hierdnrch wär« alle vchiekrigketkn dchettigt und vwch'dem Streb« kleiner» Gemeind« nach Gletchberrchtigrng geriügt. Die das Aabbinnt betreff«v« SdL« des Gesetze» laut«: I 11. Für jede Tnltnsgemeind« ist wtnigsteu» ein Nabttter zu bestell«. Derselbe muß feittaa Eitz innerhalb de« Ä nnenchegebkt» Hab«. Fstr diese» Amt ist außer der östertetchtsch« Staat»- bürgertchust und fittüchc- Undeschsveuh« tac «uhwei»-all»emewer Bildung und zwar miubeiten» der vwkndent« Gymuafialstubkn erforderlich, von dkfem Ersoiberniß tarn der Enitnlmiurster während «lue» " Nachrtt st er Heil». Wtz» "*

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