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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 10. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 10.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Zu 8 10 beantragt der Horsipenbe J.-R Meyer statt: »Der Gemeinbetaz wird in der Regel alle zwei Jahre «Inberufen' zn Seyen: .wi b alle vier Jahr« einberufen.' Ter Au»schug erNilrt Ich mit di-ser «euderung einverftanben. Dr. Ra hm er spricht i« Iniereffe tti Gemeindebund«» dagegen, durch etn« solch« Hinau»- schiebung dir «emeinbetaae werde da»Jntereff« der Gemeinden für den L. I. B. v. noch mehr erkalten. Die Annahme diese« Anträge« würde der Rag«! zu« Sarge de« T. I. 9. v. sein, wäre er (Redner) ein Uebel- «ollender, würde er dafür stimmen, «eil er aber dem Gemeindebund« «in thmkrätige« Leben und ein« reg« kheilnahme der Gemeinden wünsch«, stinme er gegen bi« vierj-Urige Leai«laturperioden. Ter Antrag wir, jedoch von der Majorität (die au» den vom Au»schug mit Mandaten >ersehenen Mitgliedern besteh:) angenommen. Zum alinea über di« .Berhandlur gggegenftände' aus den jedeS- -naligen Äeneindetagen wünscht Dr. Rahmer al« Rr. 4 die .Ausstellung de« Etat'; wogegen sich der Audschuß auf» entschiedenste au»spricht. Tr. Kriedländer wünscht wenigsten« in 8 18 «inen Zusap, der «» dem Au»fch»g zur Pflicht macht, alljilhrliib den Bunb«»gemeinben einen Rechenschaft »bericht zugehen zu lasten. Dr. Rahmer stimmt dem zu, stet t aber da» Amendement, bag wenn 30 Gemeinden irgend eine Au»»ale beanstanden, diese» Veto di« Wirkung haben sollte, dag die AuSgab! bi» zum nächsten Gemeirdetage siftrt bleibe, — na« natürlüh, mul vom Anlfchuß nicht belieb«, beanstandet «oird. Zu 8 11 »Iw. 2: .Der Ausschug hat da» Recht, für seine Amt«» dauer im Liege der Looptation sich zu verstärken,' bemerkt Herr Dr. Rahmer, log wenn d:ese llooptalion nicht limitirt sei, jede Wahl von Audswugmit zliedern illusorisch sei, denn der Au»schug sei ja stet» in der Lage, sich in infinitam durch ein« so groge Zahl von Mitgliedern zu ergänzen, dag die Zahl der gewählter Mitglieder majorisirt «erden könne. Dies, r Meinung R^'s treten mehrere Redner bei. Man beschließt die Zahl bei zu wählenden Mitglieder auf 18 und die Höchstzahl der zu cooptireniien ebenfall» auf 18 feftzusetzen. ES fot(,t nun ein« 4 ständige Debatte über den K 16 Auflösung de» Oi -»indebiti de«, und wird «in Antrag de» Juftizrath Meyer über die Berwc?>ung des Bermögen», der noch Eher rebigitt werben soll, angenommen. Nr. 7 und 8 d«r Tagesordnung (Anträge der Ge» «rinde» Potsdam und Freiburg werden für de« rächften Gnneu? tig — also, auf 4 Jahre — zurückaelegt; Nr. S (An> trag Slver stein: Förderung popuulr-wtffmschaftlicher Lorträge itber da» Judenthum) wird in Eil« noch ange» nouimen. — E« folgt nunmehr die Wahl des Ausschusses, worüber n vor. Nr. bereÜS berichtet worden.*) Au tum sich hieran anschließenden .gemeinschaftlichen Esse"" betheiligten sich etwa 40 Personen. D«S «e«e J«de«-esetz i« Oesterreich. ii. Al» liitenbe Grundsätze werden im Motivmbericht fol» geud« angegeben: Al« Objekt der gesetzlichen Regelung erscheint die jüdische ReligiouSgeaosienschast. wie sie sich historisch gestaltet hat utd wie sie gesetzlich bereit» anerkannt wurde. Well staatlich anerkannt steht sie nach A IS der Berfasiung im Genüsse der verfaffungSmäßig gewährleisteten Autonomie. Indem jedrch der Staat die Regelung der inneren Angelegen» Sltrn der itzenoffmschaft überläßt» muß er im Interesse der kchlSordwwa darauf bestehen, daß diese Regelung überhaupt erfolge. Ricksichtlich der inner» Angelegevhett beschränkt sich die Jugeriiz de» Staate» auf die Forderung, daß in jeder EultuSgemeind« ein Statut bestehe. Beziehungen aber, die die staatlich: Sphäre berühren, wird der Staat je nach Wichtig» keil und T:aaweite der Interessen entweder selbst ordnen, oder seiner ftontroUc unterwerfen. Da al» eiuzige Erscheinungsform de» religionSgeuosien» schafll'chen Leben« der Inden in Oesterreich — wie überall — Die Glüderuug in Gemeinden auzusehen ist, wird euch die CultuSgemeinde al» Gegenstand de» Gesetze» zu wachen sein. — 8 1 hütet: Die jüdische RAig onSgenossenschast gliedert sich in Cult »»gemeinden. Aufgabe derselben ist innerhalb der dnrch die S taatSgest tze g^ogeuen Grenzen für di« Befriedigung der religiüst n Bedürfnisse ihrer Mitzlieder zu sorgen und die *) Da nir un« schon bei verathung 1*4 8 16 entfernt hatten, sind wir nicht in der Lage, de» Wunsche einiger Leser, di« Ramen der für Lr^snn»Dre< den Stimmenden auzuaeben, hier nachzukommen. Unser Sekerett schrei * nur, bag e» allgemmne Vttwnndemng erregt habe, al» ettt Rabbiner c u» der vreslauer Schute f n r 8. stimmte. (9ttb.) durch diesen Zweck gebotmen «nstolten zu erhalten und zu für» deru. — K 2. Jede EullnSgrmeint« umfaßt ein ärlllch begrenzte» Gebiet, in demselben kann nur eine EultuSzemelnde be. stehen. Jeder Jade aehürt der SnUuSgemeinde an. in deren Sprenget er seinen Wohnsitz hat. Schon wegen diese» einen Paragraphen verdient da« vorliegende Gesetz al» ein« Wohlthat gepriesen zu werden, denn e» wacht ollen jenen Mochmschaften. die in Deutschland zur Spaltung und Schwächung großer Gemeinde» ge» führt haben, ein Ende. Die AdaS-JiSroel-Wirthschaft wird in Oesterreich stet» unmäglich sei«. Bon größter Bedeutung für die Zukunft ist aber 8 3, der zu denen orhört, die gründlich erläutert werden wäffen und nach reist cher Prüfung vielleicht eine klarere Fassung vertragen. Besonder», die Behältnisse in Böhmen müssen hierbei genau in Betracht gezogen werden. E» wird aber!|ut sei«, zuerst den Wortlaut diese» umfangreichen und grundegenden Thrills de» Gesetze» anzuführrn. 8 3. Die Einthellung der EultuSgemeiudrspreugel ist. binnen längsten» 2 Jahren nach Kundmachung diese» Gesetz'» in folgender Weise durchzuführen: 1. Die Grundlage der Einthellung bilden die Gebiete der zur Zell bestehenden EultuSgemeiuden. sowie jmer staatlich zugelaffeaea Bwbäude, die nach ihrem Zwicke thatsächlich einer EultuSgemeind« gleichstehen. — Abs. 2 und 3 enthalten die Borschriften über die Bildung von Geuieindesprengeln und schreiben eine öffenlliche Aufforderung an einzeln wohnende JSraellleu vor, sich zu erklären, welchem Sprengel st« ringet hellt zu werden wünschen. — Abs. 4 bestimmt die Thätigkeit der Staate» bei dieser Sprengelbilduag. Abs. b endlich lautet: Bei dieser vorzunehmrndm Ein« theilang der Gemeindcsprengel ist unter thuullchster Berücksichtigung bestehender Berhällniss» an dtm Grundsatz« fest» zuhallen, daß einerseits EultuSgemeinden nur dann geschaffen werden sollen, wcnu hinreichende Mittel zu Gebote stehen, dm Bestand der gottesdienstlichen Anstalten, di« Ehaltung der Religionsdimer und die Ertheiluag eines geregelte« Religionsunterrichts zu sichern und daß anderersell«, insofern diese BoracSsetzungm zutreffen, die Sprengel der CultuSaemeinden nicht allzusehr auSzudehnm sind. Die nähere» Besnmwungm über dm nach diesem § eivzuhallendea Borgang sind im BerordnungSwege z« ertassm. Für diese zu erwarttndm Berordnungm sei e« unS gestattet. einig« Wünsche und Bemerkungm vorzubringea. Caro-Pilse». Berichte ««d CerrrfpO«>e»)e«. Dentfchlawd. Aerki» (Or-Crr.) Mt seltener Urbereinsttmmung ver- «nhrllm sämmtliche unabhängige jbd. Blätter da» Berfahre» de» AuSschuffe» de» D. I. S. B. auf dem jüngst hier abgehaltenm füustm Gemeindetage, sowie da» de» Vorsitzende» und Leiter« der Versammlung, «an erblickt in der Gertagfchätznug der Gemeindevertreter au» dm Provinz alstädten, an» der Concentrirung aller Machtdefugniße auf Berlin de» Keim eine» rapidm Verfall», de» Baude», dm die ermäßigten Beitritttbedingnngm für Gemeindm nicht auch alten «erdm: denn der geringste Beitrag ist z» groß, wenn dadarch die Würde der kleinere» Gemeindm verlorm geht and diese nur zum Ptedestal für dm Rnhm und di« Macht einer Gemeinde dtenm solle». Die größer« Gemeinde», wie Breslau, Pose», Mannheim» Nürnberg, qa. habm in richtiger Lorahnnng der Dinge, di« sich iü Berlin vorbereiteten, keine Vertreter gesandt, «nch di» Gemeinde Frankfurt ». M. depmllte »einet Venrner. well, mt <» in line« jüd. OL heißt: .ihre BnwaUurg. der Anstchö mai^ dag/ser Gemeindebund jede BedenUtng «ingeßtßt dac auch »an dm BerHandlung« «in» iiSchern», nicht z» Matten, und per Verfall mpchr a»W»tz«.tte»^jA^,

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