Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 9.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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i» gffctnar Dieser Tage erschlr» kr Bericht bei .ettWou mb Br Jaradttrn in Bayern" über daß ab^lanstne Jchr 1887. Dieser istereta bat, wie wir an«.kn einleitenden Bemerk»» >«» ersehe», bereit« eine länger« Geschichte mb berschiebea« Stadien da Entwickelung dnrchqemacht. aas welche in -ürz« hi», znwdst» gestattet sei. I« Jahre 182« al« „Wohlthätigkat«- Berri» Ar JsraeVten in Vayem" begründet, wurde beriet de 183V ««gestaltet und verfolgte vor»ög«wdse die Tendenz. 2»« Brrneitnag eine« echt bürgerliche», aewerbfleißigrn Sinne« »»1er den Ifraelite» als Grundlage ihrer bürgerliche» Fortbildung mitzuwirkra »nd zu diese« Zweckt israelitische lküngliuge aa« Bayer», die sich der Edernnng der schwerste» Handwerk und de« Ackerba» *&««.)» unterstfaen." I« Jahre 1840 trat die Rothweudlgkit einer abermaligen Umwondluag und Erweiterung der Statute» ein. die am 13. Dezember de« genannten Iah«« aus allerhöchst» EntscUießuug brstttiqt wurden. Der Bari» fahrt« fartaa de» Narren: „llntrrstützungs-Verein für israelitische Lckerbau» und Hardwerkelebrlinge in Bayer«." Die Herren Rabbiner Lud, Duvid Reustätter, Arnold Marx, R. D. Rosendahl. Dr. A. Vehr, Moritz Mäadleuud Mark»« Pflaum sämmtlich bereit« verftmka, wivmrtrn de« Vereine ihre hingebend« Thätigkrt. 1844 veröffentlichte der Verein eine Rnbanng«- ablag« »nd Bericht uedst tabellarischer Nrbersicht k« Betrieb« der Han noerke uad de« Ackerbau«« von den Israelit«» in Bayern. Di« am Schluffe diese« Bericht« abgefaßte Rreapitulatia» giebt da« interqsante Resultat, „daß io Bayern, welch«« eine Gefammtzobl von 61000 Inda, zählt, sich 4813 derselben dem Handwerk und 1016 dem Feldbau« widme», wa» na«s Abzug der dem weibliche» Geschlechie angehöriqen Hälfte, dnc für da« Linder, uad Greisenalter abzuziehend«» Zahl mit die nicht unbedeutende Zrhl derjenigen ungerechnet welch« sich gelehrten Fächern uad der Lunst widmen, ein Füuftheil der mäanlüheu Bevölkerung ausmacht." Ende 18V1 beschloß die Generalversammlung die Statuten de« Vereinest „am demselben eine seinen -kästen angemessen« größer« INbensthätigkrit zu verschaffe», »ater wesentlicher Bdbehaltnaz jedoch seine« Zweck««, z» rrvidtre» n»d »»»zuarbeiten.' Der bieherigr Rame de« Verein« wurde al« nicht ganz bezeichnend i» : „Israelitischer Handwerl», »nd «ckerda». Unterstütz ongs-B-rr'n in Bayern" geändert. In den aber, mal« r»V bitten Statute» vom Jahr, 1867 hatte der K 1 bereit» felgende Fassung: „Zweck de« Verein« ist di« Fsed«. r»»g de« därgerlnhen FortArittes der Israeliten in Vryern. Sr will lüdrlden tt>r Erlernung uad Betreibung der Haudwerke, technisch», »«werbe «ab de« Ackerbune», dan» de? technischer 8iff« schulte» nnd bildende» Künste durch Unterstützuug wst Geld -rmuatern. . . . I« Allgemeine» soll nicht«. »»« auf di» bürgerlich« Fortbildung der Israelite» fördernd wirke, laiin. von dem «jrkungskveise de« Vereines au«, schlosst, ^iu." Die Generaloersammlung vom 26. April 1874 änderte in dem »len «ugeführten tz 1 dir „tech, ische, Wiffenschastea" i» „Wissenschaften" u»d gab dem ß 4: »Ermunteraug zur wiffeuschosttiche». technische» »ad künstlerischen Blldnng" dir folg« de roch gegeawättig geltend« Faffuag: „Münchener oder »u«!,ärtig« Israeliten, welche die Vaugewerkschul«. die polytechnisch« Hochschal«, di« Akademie der bildende» Küaste, die lluivttsttät o>ec sonstige Häher« Lehranstaltea hier bestechen, solle» vom Vereine einmakig« oder laufende Unterfiützungen. ferner Lrmuatrruugeprnse. jedoch höchste,« i» bi« zu 30!) M. sich erstreckenden Beträgen «halten. Auch Gymaasia'te«. Lehramt«ka»didate» uad Lehramtslaadidatiaaen Vau« von Vereine unterstützt werden." Diest r enveitertra Teodnu entsprechend, führte der.Verein fortan den Rom«: „Stuken- und Arbeitsbefachrnwu». Berei» füi Jfraelitt» in Bayern" uad wurde durch Beschluß de« kgl. Bezirksgericht« München l. I vom l?c Fchrnar 1879 ans «rund de« Gesetze« vom 2». Apt« M» .die prwuttecheiche VdcLnag der Vereine betreffend" «p-rrkauat. In de»fritAuerkronrngde«üieveirw«verfl»ffe»e» neu» Fuhrt», über imfahe alljätzÄH anüschchene geben«« Berich». voaiege». der Brrrt» aas die Ei'faSauq der Vadnyweck« die stattliche Summe vor rund $8,000 M«ck veeuusgabf tnb damit die Enstoickelnug izahlv-icher trefflicher IüugÜa-f5 nach «rüstm ,Mdett. Doch ist der Verein, trost de» chwivon mauche» Setten geschenkten' Liohlwallen*' a«ch tmm»? nicht im Strnkde, allen aa denstlb«, ^stellten dttwchtigtea «iffprüchea tu vollem Umfang« «a geuüg«. Dm« richtet der vornaltuni^Amsthuß. besteh«, » an« de» Hin«: R^b- Dr. Perle«. Jc^tizrath Dr. «an. b, AufaLuser, L L Feuchli- »anarr, Rechttaawatt g. Frust. H. Müller, A. Vogel, »st 'Schulmann;, „di, herzliche Bitte a» all« Diejenjm», die . .. unserem vereine kr«her fernstandeu. demselben ihr» Aufmerk,« samkeit zuzuweude» und »ach sorgfemer Prüfrng der »stk 1 lichen Brstredimge, desselben die Reihe» unserer Freunde . uad Mitoliekr z» verwehr«." . ■ i Die Einnahme» beliefen sich i. I. 1882 auf Mst - 4061,62 (barmtcr an Mitglied« bettügn, 934 Wt, m ■* Sammlung«, und Spende» .618 M.), davon »urdea i» 3 diesem Jahre 2769 Mk. Sttpendtrv an 41 Sripeydttlst» tje» s leistet (varuutn: 10 Laudidaw, der Medizin. 7 Sand, andernr ' Fakultäten, 5 Polvtechokker. 8 Musikschüler. 10 Haudwerbe»; u. a. «. Da« gesammte Verein«« cmöge« beläuft sich gegen» - wärtig auf 27000 «k. — Bei dieser Selegenhett sei er» wähnt, daß viele Mitglieder der hiesige« Gemeinde auch z» -- der. ..ähnliche Zwecke versolgmdäi „Rieß er-Stiftung"! Jahresbeiträge leisten. (Siehe unter „Fürth".) rf Iifatß (Bahern). Am 22. Aprtt fiud e« 2V Jahr«, daß Gabriel»Rießer sei» irdisch luge geschloffen — wir mußten recht lebhaft ftiict gewBeu. al« wir den knrW» Bericht über den jüngste» Gemeindetug lasen, da» wäre der rechte Mann t» der Spitze eine« deutsch-ffreelitisch« Ge» «etadebunde« jewese», der hätte dt« lstecht« der Einzel- : gemeinde» gewehrt, er wäre für die Gesammtintereffe« der Judeutzeit »ürtevell und mit Euergi, etizetretrn. er hätte x sich uicht geschmt; durch Petttiou«, die »ufhedung der hi« uad .du »och »erhaudenea gesetzliche» Beschränkrnge» der Jude» auzustrebeu, «ad die v»lle E-muztoatto» burchzuletze». i »hm da Titel«»« »,« Iuknttzuu aufjBgede». oder gar - 1 freventlich — nie e« leider jetzt geschieht — die Gemetud« "A tu ihr,» tzeiltgste, Gefühl« zn oerlktze». und Männer, die ' ] die Jndeatzeit hoch mrehtt, «u« purer Eitelkeit biutuuzusetzc». So «kr ist di« tzdtnng in bi« Häude mn Münnern gelegt, . i kam da» Jnkuthu» wenig »der gor nicht« gttt. M dem» ' Eimrsogeriu feimr jüngste» Schrift iffse» erklätt. doß er dos , Etzrifteattzn» ul« di« „höchst« Mllgion" ousch«. Sott' < .1 deffet'«! Eine» solche» Bank Brm» die bayerisch«» S»-. > mein den Wmwer kttrtta. — Zu, »identen «n m» herttiche«? Rießer wurde lwkuuutlich »,u eimr Anzahl sein« Verehre« iw Fohre 1869 dae Sttpeubienfttstong gegrüüdd, um de« jüdische« StudtrocheS. die ihre» StR» »tuiffe« holder »ou fast olle» spezifisch christlcheü Stipeudleu «utgejchlofse» sind, «in Aequivolem zu teete». Di« Verwoln uz dieser S kstuug stt>st de« Vorstoud kr hiefigeu isruelitisiheu stnstnogemetude z«!.' F» udploufenttr vrrwoitnuzsfohr xiief«, sich di« Ein- «ahme» dieser Sttftuug «us 6670,81 Mark, di« Au«-«' gäbe» uus 0843,12 Mark, so kft du Deffztt w« 2726f^ Mort bleibt. >hy» seine» Grund tu den etwa« gering onk,'' gefollenru vettttgt«' etazelmr Semtinde» hat. E« wurde», im letzwu Johde an 27 Stndireak Gttptahiru in Höhe 2500 M. •tMfltynib zwor an 13 Medizdte», 7 SemümrW«, 3 Juristen, K^Tmologeu und 2 Po yttchniktr. — Der Mv» richt hM hervor, ooß die meisten die!drStipendiaten m """ «eiftnugwi tüchtdt feien und Biele iichtza tu alle» f -mit besonderer ümkeichuung ihrt.P eststmg bestanden und bedaneriinj. fa- «ehr, doß bl e. Darchschutttßhö! «tipenbieu MdÜM kr «iunotzmest zurück^gangr« * rWs kühÄ- «Ml'Appell Ä^.le «lmdenüb oena. oM« kkBßDttndst guchM 2Y gern verwaltet ffO dihi blo« «t^ß