Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 9. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 9.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
75% known words query
IRI
…/5369809-5935050-5938316--6567-5372477
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— ehusr k»lch« tUÜ«t Hits« durch tkt AtMltni aw 8«|atai MyW|n jn ÜDe» ut t$ al« ^eeupskcht ,zu ernchte», hierdurch zur vesesttßuug de« wf einem Thetl der gebildet» jüdisch« Iujgnch mverfchuldet lafteudeu beschräukmdm AMtuahm«. -ustaude« etttzuttöke». LI. Februar. (Oe-Eorr) Sestern hielt der Verein Gemillu« «haffodtm mtter »ahlrricher Vechrüt- -»«« seine» Mit^ieder eiür Gedächtuißftter ab. Nach verrichtete» Abendgebet wurde vo« de« Synagogenchor ein «Mnechmder Psalm aesunge». Herr Rabbiner De. Gelbhau« hielt darauf di« Red«, in der er »nter Zugrundelegung de» Verse« W. Piai« 110, die erhabene» Ziele der Thewra Kndtscha scliilderte, welche durch t^iferwilligkett and Opfer» , sreudigleU p erreich«, sind Hierauf gedachte er de« verewigt» Rabbiner« Dr. P. Frankel tu Berlin und feierte ihn ol« Gelehrte», al« Priester und al« edlen Menschenfreund. Ans f£*«n Sebmslaus wandte er paffend die Wort« de« Talmud (Megillas, 6) an: „Da« Ausland bat ihn geboren, da« geliebte Baterlaud ihn großgrzonm und sich seiner Getstesgabei, »eftrnti Wehe ruft di» Gemeinde der Reichs« Hauptstadt, denn sie hat ein chm«« Klnnod verloren." — . Mit eiamr tubritnstigm. Gebet für die Smefung unsere« Kronprinzen mdigte di« erhebend« Feier. Hieran schloß sich et« Festbankett, welche« durch Trtnksprüch« gewürzt wurde. Herr V«ia«uvrfteher «mit Hirsch dankte zunächst dem Hr. Rabbiner für seine imtok Unterstützung Tendeuzm de« Verein«. De, erst«-GemeindevorsteherHerr S. Sommerfeld toastete auf dm Vkreiasvorstand, Herr Wolf Oppenheimer und <mf da« Wohl de« Gemeindevorstande«. Herr Rabb. Gelbhaus intrrprrtirtr tu einer Tischrede einige tolmudisch« Tasetaorßhrift». and widmete sein» Wünsche dem Gedeih» der Cheww Herr Dr. mrd. L. Ster« toastete in heiterer launiger Weise ans da« Wohl der erschienen» Mitglieder der jüutzerm Generation. Herr Eantor Garraheim toastet« aus dm Fraueuvereiu al« auf «tum iategrirmdea Bestandteil der L-ewvr. Herr M Blumruthal leerte fest» Glas unter lärgerrr Ansprache auf die Vertreter der Thora. I» »er «Stimmung blieb« die Gäste bi« nach Mitternacht Oeskerretch.Uugor». MrL» (Srklüruug.) Gstw Korrefpoudmz in Rr. 8 der Wmhmschristjcheütt dm .Bericht" in Rr. 7 der dsteer. „Wtcheuschrit". zu unterstützen, daß ich i» der Gediudwdi auf dm feil«« Rabdtuer »o» -Ukolstzurg gegm di« pratestirtr» di« M Labe»km de« versterben» »«ruug.impsi heb» soll. Nicht« hat »ir Feuer gelegen. Ich hielt »ich >«r für verpflichtet, da» Audmkm »et«« selige» Lehrer» gegm dm v»r«urf der .Hmchelei zu oerchetdigeu. der iudirett «vsgrsprechm war, »euu »aa» sagte, er hade mit i»«rr« Widerstreb«» «rr de« tag««» Zwang« seine« Amte« wachgedmd, die religidfm Pflicht» erfüllt. Daß die „Reu- »etl" eine tmdliziftffche Pflicht damit erfüllte, weun sie diese -Lharaktttistlk au« dem „Gr. Tegrdl." abdruckt«. Hab« ich dadurch uiä,t geleugnet. Allerdtoq» hätte ich von «einem Estaudpuntte und »ach meiner Kemttutß vv» dm reltatüs« .Auschauung» Dr. Feuchtwaug» gewünscht» die Rebaktia» hätte sofort, ihr» Widerspruch gegm diese Austcht dmilich Hgg«edrü<lt. ^Brünu. L!,. Febr. 1888. Rabbiner Dr. Deutsch. _ Urrrstlfchlr m»d »«««ft« Achchrichtr«. 1« Mkwßieüurg. Die tu Rr. 7 »mter „Magdeburg" ge- PeSttta »eg« Beiretuug der std. Tnltulbecuute« stchiqtll von dm töteten und persöusichm Gemeind«. Hiv sichtlich ihre« ist au da« A^ lfituß beatt« abgegaugm, möge!» recht viel« Gemeind«. Doqtwc, «CBomcT NHG «imnumfrer PKfciuc ivimuim und «tötfall» w»< tot hohe Abgeorduktmhau« tu Berlin" sende», «der uu« schriftlich chrr Zustimmung zu derselbm erkläre». Die Arigelögmhest hat groß« Eil«. Merv«, 10. Febmar. Di« Kiuder de« hterselbft »erstorbeneu Kauf««»» S. Bvh» Hab» i»Vrraulaffuug de« füufuudzwanztgjährtgm Besteh»« der Firma zu» Audmkm «ihr« Vater und an ein» ebmfall« verstorbeum Bruder der Eitadtgemeiud« die Lumm« von 25,000 M. übereignet zur Unter« stützuug würdiger, htlfsbedürfttger Person» »eidlich«« Geschlecht« ohne Unterschied der Reltgiv«. Diese „Simon und Hermann BShm'sch« Stiftung" sticht unter Leitung eine« Kuratorium«, welche« über die riagehmdm Gesuch« undvertheUuug der Uaterstützaugeu z« entscheid» hat. Es setzt sich zusammen au« je eine« Mitglied« de« Magistrat« der Stadt, vervrdneteuoersammlwig und der Familie der Stister, sowie einer viert» außerhalb der kommunal» Behörde« stehenden Persönlichkeit, welch« der Oberbürgermeister zu erumnr» hat. Wtftu Der in dem benachbarten Städtchen Neustadt bei Pstmr wohnende Kaufmann Herrmaun Wolssoha wurde dieser Tag anläßlich seine» Wegzuge» von dort nach Berlin zum Ehrenbürger vou Nenstadt ernannt. Die Diplomurkunde überreichten ihm Bürgermeister, Magistrat uad Stadt» verorduet«. HerrWolfsohn hat dem Stadtverordnetta-Kolegiu« 35 Jahre angehüi-t, davon 20 Jahre al« Borsteh ex. Gr war Mitglied de» Provinziallandtages, Mitglied de» Kreis, tage« und riastmaliqer Borsteher der Repräsmtantea-Ber. sammluag. Herr W. schenke der Gemeind« Reustadt.für ihre Armen 3000 Mark and der israelitischen Korporation 2000 Mark. Kuuuooer, 17. Februar. (Ok^Eorr.) Di« Abgang«. 0,» aa der hiesig» Lehrerbildungsanstalt ist gestem d beendet worden. Sie hat mit der schriftlichen Prüfung 5 Tage gedauert. Die sechs Prüfling« (Hartmann. Huhu, Kauf««««, Levi, Stern und Tannenberg) haben chrr Prüfung bestanden. Der lltc^eime Regierung», und Provinzialrarh Sviecker nahm »«eder Beraulaffuug. seine besondere Zu« frimmheit mst dem Zuüaade bt Uebungtzschale auszudrückm. Der kaatorale Unterricht ^-Aeige und Grsaug) wird vom 1. Aprll s. G. w. ia vollster Organisation durch alle Klaffe« hindurch rrcheUt werden. Illte« I« hiesige» „Verein der Litteratursieunde" hielt am 8. d. Mbl. Herr Dr. Gustav Karpele« aus Berlin einen Bormrg über Heinrich Heine» der das allanurmstr Interesse erregte. Man spricht daoou, daß das Lovri-Komiter für das Heine.Dmkaal Hm. De K. vema» laffm wird, diesen Battraz noch einmal zu« Beste« des DeakmatsfondS hiri zu halten. elwtoa, 26. Frdruae Baron Henry dt Worms, der erst kürzlich zum Präsidmten des Board of Trade (Haadrls. Mafft-riu«) em«mt wurde, hat rwuerdtngs noch ein» höheren Posttu augitrete». Ge ist j-tzt Minister der mgltfchk« Loloai«, ,md hat demnach «ine Würde und Auszeichnung erlangt, di« «och izi e einem eaglichra Jude« zu Thttl geworden ist. Gr wird jetzt di« bestt Gelegenheit baden, sein Talent als gediegener Diplomat zu zeigen. Offchon zu den Semit» gehörend, so hatte er doch »rzlich eine glänzende Aufnahme an meh'«ea »uropöifch» Höfen gefunden, di« er i« Gtaaldangelegenheitm besuchte, auch beim Fürst» Bismarck. TOB 'TV ’WD Unter ftrtng Uirjfich« de» tzlrstg. Kadbtn«» «ir»«a,d. ftrrogliei: rtt. V rtÄNsiea fl«»ul. idetrilnkc tsdein u. khmtuvse»^, fotiic ColMbU* wnnre»u.v««r«0st;Lh«Me»»»KUl!»p. che» «. zu dr» sott». Untst». Wted«m»UUis«r» «meeLdtUlntt. Geneigte» Unstiagc» fgun ba»<gä «ntnenm. flu» *. «. lta*W«r » Ct>^ CaOräi. 3m Hease eine» jödlschen Gelehrten tn c,ner »er schönsten der ttheinvrmtnz findet ein «fidchen al« Peustonäritt Aosnehm-!. Gnte körperliche Brr» piltpnng. GergslNIol »nsflcht. Gv» imwi sittlich trfieft», güfiigt und g^akchas tich» Uasbiitlm» 0ste»«e» .» Iwättt Ihn, CA« «. M. Ml S. IISMi 88]

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.