Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 9.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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err ». R. Srtgellqr erfifet Milchst. 1* er eigen«« sich t »ervslichtet etaAte, auf die verschiede»«» Btmtrt**gtn in die Ärfttt feint* Berichte« rühre nt von übel «ollen der Veite >:?. Bewegung in der Bersmumluna. Der Vorsitzende: .Ich kann nicht guiede», dah . «Mi Mitglieder, die ,»r Sache rede», solch« »er. letzende Aeußerongeu gebraucht «erden, er Hede in den Werten der detr. R«dner nicht« .lledelwollende«' gefu»!«u". — Btevo!) — Herr«, weift um nach, dnh di« vureantofte, dnrha»» nicht zu hoch seien; wo« Ate Bericht Ster den 4. Geweiudetag anlauoe. se kvnne er jetzt MM»:* spchreu dei'us nicht »«her -ingehen Kn Uebrigen verweigerie Er »eitere «uskunft, er schließ, »i« den Werten: Uken»»en Sie n«h^ö». B»rean de* Ausschuffe«, wen» Sie Au«kuuft haben »ollen!' Tr. ’xajtkei dankt de» Vorsitzende» für iie» Schutz, de» er ihm gewährt-iS id «ttlärt. daß er iu bestwollender Absicht hierhergekonl«en, &dt:aai«rCrfttrinng de* D. I. G. B. mitzuardeiten, er könne ater weder fih noch irgend «ine» andern Bemeindeoerneter da* Hecht, Einzelne, in hea Berichten über di« Dhttigteit de« Ausschüsse» zu n»o» NlrrL, i» h«eii lassen, da man doch nicht liierhergekommen sei. diese Berichte' schteSgerid «itanzuhSren. E«berichtet sodann Herr Pros. Steiut hal Ster die Versammlung der Attizichtzslehrer in Berlin, worüber z. Z. in dies. Bl. ansführliq reftritt Norim». . Eine Debatte darüber wird nicht beliebt, ebenso et» fülflt »W ,yt eingehende und sachlich« B« richterstatt nag de» Herrn MaÄervirlmr Adler: Heber di« .Pfleg« de» Handwerke« unter den Jaden keine »eitere Disknfsio». HersWchf.Dr. Bre«lau reserirt nunmehr über die .historische <>»«)■* 3 i.»»*. Ep giebt ein« ltlnger« Darfellnng ihrer de» Lesern, d. Bl. bekannten Entstehungsgeschichte. Die Lommission stehe im losesten Zusamme ihauge mit de« Semeiadebuade und ihrem Ausschuffe. Dheo» logen . »Ol Rtchthtstoriter sete» prinzipiell au«geschloffea, erster« »er. herrlichten da» Judenthum zu sehr, man solle aber in der Geschichte nur die Z hatsocheu reden lasten, st« erklärten fich au» sich selber. Die KommMu bestehe «tu» 3 jüdischen und — im« nicht hoch genug «»- zuschl-^ieu sei — .8 christlichen Mitgliedern und arbeite durchau« selbststlstidia Utd unabhllMa vom Au»schuffe. Die Kritik dieser Arbeiten i» de« jüdische» Blattern laste ihn kalt, wenn nur die christlichen Blätter de rsekbea Anerkenn»ng zollten. — Dr. Ra chm er ist. erstaunt, aus de« Gemeiudetag einen so detaillimen Bericht. über «ine rein sachwissevschastliche Kommission zu hr-ren. D-r zeehNe Herr Berichterstatter habt selbst gesagt, daß diese Ksmmtsjio t ganz unabhängig vom D. I. G. B. sei, wozu also die intchp ym ««sie»« Zeit damit vergeuden. <ti scheine aber doch der »los« gchanntenhing" nicht ganz so lose zn sein — die historische Ksmmffpar ist nicht nur, wie e« in den versch. .Mittheilungen» heiße von, D. I. w. B. begründet, sondern fl« wert« auch au» der Gemeinde» bundattasii mit Geldern unterstützt, «r iRedner) l«streit« dem Ausschuß da» Rechts du GemeindeteitrSae zu solchen Zweck,u zu verwenden. Wenn e« un $ X bet revidirten Statuten von 1882, »Uao» 3 heiße: .Unter» ststtzung va» llnteroehmungen znr Hebung der Bolk«bildung unter den Inden und zur Verbreitung richtiger Kenntnisse von dem Wesen und der Geschickte de» Judenthum»' — so habe min damal» bei der Be» pathuna diese« tz ausdrücklich betont, daß tanmter nur populär« Abhandluu M über Zeitfrugen in Broschürerfor» zur Abwehr von Borurtbeilen gegen di« Juden und ihr« Lehrer verstanden seien, wie z. B dtp t»>m sel. Rachod veranlaßte geschichtliche und gesetzliche Darlegung Übe dl« jüt. Wuchergest«. die al» Broschüre unter Inden und Rahtjude«' verbreitet wurde. Was hat der fetzige Ausschuß in den letzten 6 gthreu zu: Hebuug der 8olt«Wbuug unter den Juden ge» thau? Uo> nun gebt er, während er für du Ledrcr und Beamten» wittwen un » Ausbildung von Krankenpflegern kein Geld habe, reichliche Untersützung — tote man hört WÜO Mk in diesem Jahre — für unpopuläre, für den Laien ganz unverdaulich« mittelalterliche Regesten» und Responsen-Auszüge hin. Er »oll: den wistenschaftlichen Werth solche Arbeiten durchau« nicht Herabtetzen, sondern behaupte nur, daß der Geieeindebund ganz andrrr Aufgab«, zu lösen und sein« beschränkten Mittel auf Praktischere« zu verwenden habe. Die Kommission tadelt die Verherrlichung de« Judenthum», er fürchte, sie sack« in «a« andere Extrem, sie verherrlich» den nichtjüdischen Geist, der David Frietländer und Eonsorten, und dazu srllen di« Grmeindeu da« Geld hergeb in. Sii d die von chnftl. Blättern gerühmten Arbeiten so nerthvol^ nun so wird die Kommission auch chne den D. I. G. B. bestehen, er bestrette de« Ausschuß da« Recht zu dieser Geldverwendung. — Herr M. G. Levh, «ertreter für Brlgard, ist drrselbrn Ansicht. Herr Rabbiner Dr. Vogelstein-Stettin verlangt da« Wort zu einer Interpellation. _J_ (Schluß folgt.) Hi Bichl« »ttfe GR«resP»»d«u;eR.' D*»tsM«ted. Sb. Aetnmar. (Or.-Eorr.) Hachgeetzeter Herr N*bdi«r! »l* Thrituehwtt an »er stieneratoees^mmiung hte* D. I. ». v. am 20. d*. Mt«, gestettr ich mir im »u. fchlnß «n iZhr» Bericht in der letzten Nonmer »er.J»rae- Sttsch» W dchenschrift über bi« Waht »eSANsschuffe* jn ttfiiirtH, I« ich dmoer» hohe, daß «te nach Ihrer regen und sachgemäßen BetheAlgnng «> der ^BSkitssisn de» Wahlakt bl« versa»nüNnverlasstn tziktt-L. Der BorfitztNb« her GeneralveesannnlUWU. Mcheitt« Vrtzs«» tze« B«estanbe* brr Berliner jüdischrn Ge>netn»«. chR»h«tzl bie Akklarnatia»*»Lhl. Hier^ett erh»b fith ein einfacher Wldersprnch und «in zweiter mit dem Antrag« auf Zettel wähl. Der Barfitz-.mde widersprach der Zettelwahl mit de« Vewerken. baß da« Statut nur Abßimwang nach M ajor,tät »erlange, daß es ihm sreiftche. die Art der Wahl,M bestimmen und baß er jetzt öffentliche »bMmmnn-dekri-ttre. Ls wurden alsdann die Namen der M^edgcn, »«kschribeadeu Mitglieder mit Ansschlnß eine* Herrn (der ,«f de» vorletzten Gemeiudttage zwar du-ch Akklamation oewithlt, ober nicht ein einzige» Mal »n den Sitzungen det»' An«fchnsfe« er« schienen war und kur, vor der letzten Seneraloersammlung sein Amt niebergelegt hatte), sowie die Namen drei«« weiteren, vom AnKschnffe vorgeschlagener M'itglieb«. »erlesen. Alsdann wurden die Namen einzeln rerlesen und durch Hand» anfheben die Majorität ftftsestellt. staun denn aber eine solche Feststellung korrekt sein, da tingelte Depnttrl« «der Vertreter über S, 4, S und 2 Stimmen geboten, ober füglich doch Niemandem anzusehen ist, über wie viel Stimmen er verfügt? Bei dem Namen d«* Hern> Advokaten Lehmann-Dresden wurde von dem Herr» Vorsitzenden die Abstimmung doch Namensaufruf beliebt. JederThetlnehwer der Seneralversammlang war hiernach gezwungen, in Gegenwart de« Herrn Lehmann sein Votum für oder siegen ihn öffentlich abzngebenl! Bei dieje«. den Wählern sowohl wie dem Gewählten überaus peinlichen Berfahrrn ergaben sich 3t Stimmen für und 22 gegen die Wiederwahl d-s Herrn L. Unter den Gegnern befanden fich 3 st oll« gen de« Herrn Lehwaun und unter diesen sogar der Vorsitzende de« Ausschuss««. Da« giebt doch wohl sehr za deuten. Die loyrle Frag«, ob etwa an« der Milte der Versammlung weitere Vorschläge erfolgen, wurde nicht gestellt, und wer vielleicht an« eigener Initiative solche hätte machen wollen, mußte darauf gefaßt sein, von dem Herrn Vorsitzenden mit dem Bemerken niedergedrückt zu werde», daß loährend de« Wahlakt« Niemand da« Wort Hab«. Al« beüa Namensaufruf für ein »dwesende« Mttglted ein andere« sei« Stimme adgad und an« der Mitte der Versammlung um Aufklärung darüber gebeten wurde, od ein solche« Verfahren zultsti, sei. erfolgte die Antwort Seiten« de«Herrn Vorsitzenden durch eia kräftige«,S ch » e i g «n Siel' Bei der vedentnng«l»stgkeit de« Gemeindetage« verlohnte fich kein Prvtest, der aber nachträglich noch »tt Erfolg dnrchgeführt werden kävnte. Wem» auch der PrAss« de« Vorstände« der größten jüdischen G »etndr Demschland«, der Leiter vieler auserlesenen Versammlungen, da* lavgjöhrige und hervorragende Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung diese Art der Wahl für richti« und legal hielt, so exiftirte» wohl doch bisher dafür noch keine Analogon. — Ja der Deieg'rteu-V rsammlu >g um Sonntag Bormittag wurde d, r von De. Bensey«Hanoi»»« gestellte Antrag, gegen die w ed-r auflauchcnde Antisew itenhetz: geeignete Schritt« zu ihnn. abglleym, weil der Grmeadebaad sich vou Politik fern halten müsse! Als ob der Autise»t>«mi4 eine politische P »rteistellung rtunähme. Werkln. In einem neuen Lichte hat sich Herr Stöcker jüngst wieder seinen christlich-sozialen Gcniffeu gezeigt x er trat al* ^Bilderstürmer" auf und dmm tte gkgen da« Hein«- .r denlmal; oder die Manier war die alle, der alle Gaffe»- - hanertan, der alt« Schmutz, in welche» lies«» ,mader«r» u Luther" s» .kannibalisch wohl" ist» daß mvm a» die -stestrr- 4 szenc im .Faust' denken muß. An« stolh, »rt»te der Herr ■, Hofpredtger, müffe da« Heme De»ka«l errtitztet werde», nnd-. „ wenn e« doch isider Erwarten an« Stein erstehe» ii dürfe ■, t* nicht lange unoersehr dletten. Da« pseodo-jnnge Deutsch« ck land, an da« »teste hehre Mahnruf gerichtet war, zei^o sich'4Hci seine« Meister« nürdig nnd antwortete »jt verstündntsjoole»--,^