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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 9. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 9.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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9ft c* #wt IMS Herren, »eiche fas Ausschuß Giss »nd StttmOHsthwh, wirklich tzürn« zu thss. die Hwttfche Indemtzrtt zmr s«He»sr«tche» Wocksamättt -s mrreimi-m, so »atz» ste »«Wkfvßt» Meinnn-ea, »sch »am «Ntzrablicklich dazu die Macht t» chvm Hünd» ist, «icht allein »aßgebrad sei» lassem; ste «erd» obiqem Borschlägen. die dem Her»« «me» für seine» Stm»» mmd sein« ftrflfira erblühenden Manne» «mt^riimeu, Beachtung schenke». HTTP w Die VertzAAvlmsOe» AAf de» Y. eetzemtkcheu He»etsde.K«g« ts Wert)». ). Uräffnsna der Bersam mlmsg. Dergeschtst«' führende Prüfe«. Herr Dr. «risteller, begrüßt arg» II uhr die Leisammlung und gedenkt in sein« Ansprache da Männer, die in früheren Jahr» vorgearbeiiet. a ermähnt, mit degeisterteu Wort» de» Rrchtsanwaltt Dr. GnE Lehmann, dessen (bekanntlich recht autijüdische) Broschüre «Höre Jsrral" bahnbrechend aewesm, dessen Ruf nicht der Wm! und r»ig unvergeßlich bleib» »h&r") Nachdem da Redner noch Ml greisen Kaiser« «ad de« erkrankten «krönvring» gedacht, schloß er mit einem Hoch in welche« die Bersanunlnag begeistert einstimmte. i. Lonstitsirnng de« Bemriadetage«. Da« Lürea» wird durch Acclamatioa gewählt und »war die Haren: Jnftigrath Dr. Meyer, Borsteher da Estmeinde Berlin, zum Vorsitzenden, Herr R^A. Benfey-Haanov« zum erst» nnd Herr LanbSberg.Slogan zom zweit» Stellvertreter. — Har Jastizrach Mrya übernimmt d» Borfitz mit einig» einleitenden Wort«, u. A. betonend, daß »ran die Versammlung da« «ine »da andere Ausschuß. mitgUed hinanszndrängen beabsichtige, « die« cl« Friedensstörung anseh» würde, was di« Auflösung de« Lunde», «best, b» Anstritt da Baiiaa Gemnude an« demselben zur Folg« Hab» würde. Er ertheilt dem Borsitzenden da« Wort zur Berichterstattung üba die Thätigkeit de« D. I. G.-B. während da letzt» 4 Jahre. S. Berichterstattung. Wir löan» üba da« lange Refaat karz hinweggehe«, da e« nicht» »thirlt, wa» nicht läogft an« den gedruckt» .Mittheilnng»", rer» im Lank da 4 Jahre 6 Ruamern aschi»», davon im letzten Liertljatzr 3, bckannt und in diese« Blatte eingehend besprochen wäre. — I« länger« Ansfiihraag sprach Redner üba die mannigfachen Ansprüche, die an da« Bürean gestellt werden, daß «eile Zwisttgkrite» in den steinen Gemeind» herrscht» und durch d» Ausschuß «schlichtet ward». Bei Geleg», heit der Erkrankung de« Kronprinzen sei» 3700 Exemplare de« Bittgebet« an die Gemeinden versandt worden. Die Mendelssohn-Ferer in Dessau wurde u. A. dadurch unterstützt, daß vom A«schuß da« Lebensbild Mradelssoha» von Ferdinand Schmidt in u»a Auflage gedruckt und verlaust worden. Redner beklagt hierbei, daß sich iu Deutschland avch kein einziger jüd. Schriftsteller stad«, welch« in» Stunde wäre, ein« brauch bare Jugmdschrrfl z« schrrrden. Wa« in dies« Beziehung de« Ansschuß vorg.legt worden, sei nnta»glich grwes»; nutz rn d» »eist» Fäll» nicht einmal richtige« Deutsch. »Da« — so ruft bet Redner emphatisch an« — ist unsere Littaatur, wa« ste produzirl, ist nicht zu gebrarch»!* IZo» d» viel» Aahlep» die anch da.Rech»schaft«- bericht bringt, erwähnen wir nur, daß da Ausschuß, bei «rat jthrläh» Gefammtausgabe von über 2V 000 Mark, auch li—700 Mark pro Jahr zur Unterstützung von Lehrern asm hlinkwlf rrsp. zu Beiträg» zu Lehrrr-Hilfskafs» vawmdet hat«! Für Anstellung von Wandalrhra« habe nicht viel ^«ei bttWWKaMii üdie wn Antschnß ittzach hm d«H«,B«» sä-* «wSeöiJC'Ai ßui wechtn können, da e« an Gelb d^n fchle. Da schuß würde e« am liebst» setz». w»a ihm dieser Therl da Brrumlvma ganz abgraomm» würde. An Sudventiora» «e Gem»idebea«t« und Wittweu wurtz» du letzt» Jahr: 315 Mark geleistet. Nachdem der Redaer wiederholt von de» vorfltzrad» moairt wurde, sich kürz« zu fasse», dc«it die andern Gegenstände da Tagesordnung nicht zu felzr beschränkt würden. — berichtet da Weite Referent. Herr Leszynskh, üba die , Kronprinz Friedrich Wilhelm Biktoria-Siifwng'. Dir Lebeusversicheruag«.Gesellschaft Victoria hat bi« heut- 41^20 Mark zu da Stiftnug au« d» stifgnlrrt» 2—8—6 •/. (an Provisionen) >u,a jrda Berstchenmg geiieferi. Redner versichert. daß bereit« ei« Zwölfte» säuuntlicher jüd. Beamten mit einer einst fälligen Million eingrkaast wäre». Da « die Zahl niöst nannte, so «üssm wir vermnthen. daß von circa 3800 Barmten circa 300 mit 3—4000 Mark versichert sind. Leid« giebt da Rechenschaftsbericht nur die Surmne da Zuschüsse nicht aber dir Zahl da Br.sichert» an. Zum -Schluß verliest Res. die'Adresse, die Namen« b« Stistaag an da« ftooprinzliche Paar znm 30. Ehejubiläum destelb,» abg^audt wurde »nd die wohlroollend« Antwort de« hoh» Protektor«. D«r Norptend« stellt hieraus die Frage, ob Jemand da« Watt zu diesem Bericht« wünsch«. Allel schweigt; da erhebt sich der kur» vorher «in» getreten« Dr. »lahmer und wuuscht da» Wort nicht zu dem ebenvernommenen Bericht, sondern zu dem des.ersten Berichterstatter«. Er bedauert zuailckst, daß er dem Beginn der Berhondlungen nicht Hobe beiwohnen könrien, da er sich erst in letzter Bland« zur Reis« nach Berlin (als Bettreter der Gemeinde» Magdeburg nnd Sch-aebeck) entschlossen Hab«, aber wa« er dom ersten Bericht aoch vernommen, gebe ihm genügende Brranlaflung zu einigen Bemerkungen. Der Herr BeritPerpatter habe sich sehr wegwerfend über die jüd. Lstteratur geöußett, «an dürfe de» einen vpeztalsalle« wegen (BirndelSsohn-Buch) dochnick« den Blad über die ganze neuere jüd. Litteratnr brechen, schon ana-fichi« der vielen jüd. Schriftst«l»r von Namen, die sich im Saale, sttkst lostluden (Lazaru», Steinthal, Lehmann, ilaffel, Mahbaum, Brüll, Müller u. ». m.). von denen jeder doch wohl di« Fähigkeit besitze, ein,Büchlein" über Mendelssohn zu schreiben; «smüjse doch die Aufforderung de« D. I. G. B. nicht eine derattige gewesen sei», daß sie zu den Ohren der betr. jüd. Schnftfteller gedrungen sei. Der BerW» «rftetter habe sodann über Ueberbürduna einerseits and über den Jndifferenti««»- und Mangel an Geldveitrllgen andererseit» geklam. BM die erster« «>nlangt, s» rühr« sie wohl davon her, daß der D. I. B. B. zu vielerlei auf sein Programm schreib«, und sich mit so manchem, wa« gar nicht in sein Aeffott gehöre, viel zu schaffen mache, wie z. B. di« endlosen, und schljestlich doch zu keinem Resultat führenden Berhand» lungen über den Rormavehrplan, die historische Kommisston u. dergl. - Wenn der Bauin de« Bemeiudebund«» erstarken solle, so «üsie mancher der Zweige, die über die praktischen Berwaltunglangelegenhetten hiaau«ragen, ai>geschnitten werden. Aa« die qeringsügtge Lumm« anlange, di« aus dem nichtigsten »«biete (Fürsorge für Religion«. untrrricht) vom D. I. <8. 83, verwendet würde, so scheine ihm (dem Redner) ein verhLlMißmüßig z« großer Theil der Einnahme« ans die Bnreaukosten verwendtt zu werden (4170 M.). Schließlich Hab« er noch etwa« zu monire»: Der Berichterstatter habe hervorgrhooen, baß an die Lehrerveieiiir größere Summen al« RriseunterstüNunaen zu den Lehrertogen gezchlt wurden; Redner glaubt, daß dies« Zuschüsse nicht «st der aSthlgen OdjectiiiilLt und UapatteUichkeil geleistet würde«, ihm sei ein solcher Verein bekannt, de« trotz wieoerholten Petitionieren« dieser Reisezuscheß nicht gewllhrt, rrsp. seit 3 Jahren entzogen wvrden 6 augeblich weil einer der Herren Lehrer diese« Verein« in einem »kt« (die Lebeiirverstcheimna der Lehrer) sich erlaubt habe, anderer Mei» nung zu sein, al« der aiuoesende Drleairtr de« D. I. B. B. Man solle doch dies« Rrisrzuschüffe den Lihrern nicht auf Koste« ihr« lleberzevgnug gewährim, und damst keinen Druck auf die Gesinauag der Lehrer ausüben d der betr. Deleaitte Hab« sich damals geävßett, er werde dafür soi.ge», das den Ksseutirenden Lehrern der Brodkor» festen« d^ D. I. ». B. höher gestellt »erd«. Er führe den Fall an. damit der Herr Borfitzenir de« D. I. G. v. Gelegenheit habe, öfstnt» lich zu erklllrer, daß viel nicke die Ansicht de« BaSttußM fei. HkN tnbign «olss!>e«.,t sich über den Bericht de» vattgen Bemetudetaae«. der sei« damall»« Mitwirkung in «in falsche« Licht gestellt, und bstirt für die dittmallg« Ttrrhoü^enge» um osjeklloe Bericht«rstettun». Ferner «ouitt derülb« Redner, daß der Antschuü «lcht a l le Lehrrr.^llntrrstü riagl.Kaffea derückstchiig». E» sei ja richtig, daß ». B. dir .Achaiba" rstu leist«mIM-i>e« Kasse wsr». Sr mk ihr würden »nr geprüft» Lehe« auigeuo«»«,; di» größt» Zahl der Eultotb-amten ,nd Eanveru, (die grprüst genug mär«), sind aus die für Jtr. KtchsSdemnte", deste» Borst ««der er fest eirle» . nngtieiese» tzin einziger Kantor HIN« ttae» Jahres» da» B, V. S. «halte» und diesem sei an« ntchstge» skründe» düse vnnrstltz«, ttUgegm »«den. M .

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