Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 7.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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P^rwtiwWrilftlWxta sich <rn «oraumirtf Gottrödieustr" {*• [ chell-e». On nun so viel als »-glich dem Urtel adzuhelfen, dtzübet sich ist verschiedenen Viertem der Stadt Bevriae ge»! bildet mit der Ausgabe, eia« Synagoge, znm Theil auch ö-tzlrUtzettig eine Religiongschule zu unterhrlten und insofern ^letztere« birr Fall ist. werden sie von der «roßen Gemeinde. li»«n auch theilweist nur m>t sehr mäßigen Betragen saboeuttontN uud zu diese» gehört der Bnrrin „B^e B’rith“. j~— Al« sich nun vor längerer Zrit die Rothwendiqkrit heran«- - stellte, «ine neu« Synagoge zu beschaffen, da waren die Mittel <'p>r runeren Yinrühttwg derselben lange nicht vorhanden; der Verein jedoch ließ sich dadurch auch nicht einen Augenblick >?Ulrü«kschreckea und zeigte, was Beqeisterunq und Arte zur sielij.ion nicht allevermag. Ewurde ein Ausruf verfaßt — ii» welchem übrigen« der intereffunte Paffaö enthalten »ivar. »daß da« Bedürfniß zur Unterhaltung einer Religion«- schule i» Osten vorliegt, hat da« König!. Polizeipräsidium .'lutnfumt* — an sämmtliche Gemeindemitglieder geschickt ->«»d di« Lälfte de« erforderlich«« Betrage« lief eia; die ,mderr Halste wurde durch eine Sammlung von Mitgliedern lies »Jgraelitischen Fra«enunterstützung«verein» Ostend". oelcher s. Z durch We Initiative de« Verein« „B’ne B’rith“ «stand, ttntm Geskhmk der großen Gemeinde (500 Mk.), -it»d einem Eoucert. welche« der üderanö thätige Verein«, «wrstyend«, Herr M. Löwinsohn, verunstaltete und welche« eine " IBbsäie Summe abwarf, gewann. Borau«sichtlich kann die neue Synagoge ln einigen /ILochen schon einpeweiht werden uud da« Peßachfest wird '^nit Gotte« Hülfe in derselbe« bereit« gefeiert werden können. Roch möchte ich »icht unerwähnt taffen, daß die Relig ionsschule de» djerein« sehr gut fungirl; dieselbe wird q»oa 80 Lindern regelmäßig besucht, voa denen ein Theil Hjrati«' Unterricht erhält. Sp. Kauuover. E« liegt uns der 8. Jahresbericht de« Benin« zur Unterstützung der Schüler der Bitduagsaastalt ffÜr jüdisch« Lehrer zu Hauuover" für die Zeit vom l. Oktober n.888 dt« zum 30. September 1887 vor. Währead der geimmttm Zeit betrug«! die Einnahmen M. 15368.29. darunter I» lsfahresbeiträgen von 576 ordeutticheu Mitgliedern IR. 5704,32; bU Ausgaben M. 14074,20, baruatcr für lluterMtzung an Schüler >R. 10847,45. Der eiserne Fond« jerist M. 16575,13 auf; die Landraddiuner Dr. Meyer-Stif. taug M. 556, die Proseffor Frensdorff-Stiftusg M 2652,60, tte Blosr« Fraukenberg-Tlifttmg M. 3178. die Jsaac Abralow-Goldschmidt.Stifturg M. 2400,— In dem oerfloffeneu ößertchllsjahr gehörte» dem Seminar 22, der Präparandie 10 sjögltuge «»; von bei» nstereu find vergangenen Ostern 7 al« irdrn mtlaffm(Fadtsch nach Steinheim. Latz nach Hettingen ssttttnrr »ach Lemförde Meyberg nach Remagen. Roberg jach Neustadt a. tt., Spier nach Mörs. Wallach nach löuu storf), dir größteuthetl« also Anstellung außerhalb der |)ro»i»j Hanno»« gefunden haben. Wik heben dies« Thatltche Iwrvor. um zu coustattreu, daß da« Jutereffe für da» IsMsche Seminar zu Hannover, da« einen immer größeren Isttfschwuag anuimmt, and der opferwillig« Sin» zum Beste» ier materiellen Förderung der Anstalt noch immer nicht in jnettenm Lretseu — Aber die Provinz Hannover hinaus — vorimlter,. obgleich doch in zahlreichen Gemeiudeu Deutschland« irtzrec wirken, die au« dieser Anstalt hervorgegange» sind. i)te lllorstäude solcher Gemeinden sollte» es al« eine Ehrenjuche lutrochten, dem obigen Berel» ihr« Jutereffe für di« Ifafctt durch jährlich zu leifteud« Beiträge zu bekunden, damit »er Unterstütznugsfond« erheblich bereichert »nd da« längst sksetzntr Ziel erreicht wird, rin eigrae« Seminargebände erlichten zn Wunen. Möge dieser Appell vorzugsweise an die jrößerm Gemriude» 'Deutschlands kein vergeblicher soiu. Rrg->Btz. Pose», 10. Februar. (Or.-Lorr.) tzi^ätze jüdische lliemeinde ist u»r klein uud besteht «w «chr al« 25 ssamilie», »o» dm» nur wmige wahlall« aber «it Abgab« stmk belastet fded. — Rvch an« alt» polnisch» Zritrr her stammend, liegt der »oh besonder« durch sei» hohe« Alter ehrwürdiq« B.'gräbuißplatz dieser Gemeind« außerljalb der Stabt im Wilde der zwar schon stark gelichtet ist, aber im «er »och den Platz selbst vollständig tu sich verbirgt. Bi« zu« heutig«-. Tage ist der Alle Rau« ohne jede schützende W:hr, — nur ein trockener Graben ist um ihn gezeeeu. Ja der letzten Zeit ist e« wiederholt vorgekommev. daß Beschädigungen an den Gräbern uud Deokfteinen verübt wurden. Eine Entdeckung der ruchlosen Thäter ist schwer herbrizuführev, da der Begräbuißplatz wie eia abgeschietiener Winkel der Erde fern voa alle» menschlichen Wohauugm iu der Waldeinsamkeit trauernd daliegt. Da glaubte die Gemeinde, es ihre» Tobten uud stch selbst schuldig zu sein. Fürsorge für Fernhaltung jeder Eatwcibuug der letzten Ruhestätten ihrer Angehärigen treffen zu müffev. Die Herstellung einer Mauer um den ganzen umfangreichen Begräbaißplatz wurde beschloffeu. Doch so groß auch der Rothstand erscheinen mochte war keinerlei gegründete Ausficht au? Erretchurig de« löblichen Zwecke« vorhanden, denn die Losten waren zum Mindesten aas 3000 Mark veraaschlagt worden, di« die Gemeinde neben den Aa«gaben für dm öffentlichen Laltas «nd Jugendunterricht nicht aufzu« dringe» im Stande war. Judrffen der gnte Dille hat sich auch hier mächtig bew-eseu. Unser Vorsteher, Herr Moritz Lantorowicz. unterzieht sich nämlich der zeitranbendm Mühe, da« uöchige Geld zusammen z« bringe«, er besucht persönlich eiamal ia jeder Woche jede« Gemeiudemitglied uw Beiträge für Herstellung der Mauer. Obgleich dies« »öcheatlichen Beiträge fich na? iu sehr bescheiden-, G-m;m halten, belänft stch der Fond« doch schon auf mehrere Hundert Mark. Herr Lantorowiez fügt bei jedem Aalaffe persönliche Gaben hinzu. Eine eitrige uud thatkräfttge Förden» de« gut» Werke« fiadet Hrrr L ia seiner Gemahltu. Ja dm «usgedreitetm Lrri« von Verwandte» »ad Frmade» hinein läßt sie ihre Stimme al» Bittende dringen, und nie vergedrn«! Schon find 1000 Marl zusammeagedracht, «ad im Frühjahre wird mit der Aufstellung der Bordermauer begonnen »erde». Di« Graudsteialegung soll mit eatsprechmdec Feierlichkeit staitfiabm. wobei Herr Rabbiner Bloch au« Jarotschia die Rede halte« wird. OeAerretch- Ungar». W. Mle» den 10. Februar. Seit Jahren ist Hncr Em. Baumgarten al« Obmann de« Lehrcomite« im Vorstände unserer Gemeinde damit beschäftigt, eine» Lehrplan für den gesammte« Rriiaioaöunterricht aa«zu»rbeiten. Seine reichhaltigen Erfahrungen, wie sein Wifleu laffen erwarten, daß mit diesem Entwurf unfern Religionskehrern die Grenze» innerhalb welcher das Unterrichtsmaterial eia abgerandeteöGaazes.rin organisch gegliedertes Sgitem bilden soll, gegeben sein wird. (Dirsandten Herren B. auf Wunsch auch unser» Lehrplan. Ri Die fortwährmdeu Ueberbürduagsklagen der Jazead habe» vor Jahren bereit« unser» Borstaad veranlaßt, da« Hebräische al« tzehrgegenstand ganz aufznlaffen. Um jedoch der Jugend nicht den Weg in die Synagoge zu verrammeln, wurde eiae Art Talmad-Thora-Schule eingerichtet, eiae» blieb den Eltern üderlaflen. .ihre Linder dahin zu schicken. Null zeigte stch in dm letzten Jahren, daß di« Ueberzahl der ia de» verschiede, um Bezirken wohnende« jüdischen Schüler keiaen hebräischen Unterricht genießen, da der Weg in die St,dt ihnen zn wett ist Mit der hebräischen Sprache würde jedoch unbedingt der künftigen Gmerarion da« Aadachtsmittet ge.ioumen sein, und Herr Emaauel Biamzarten ertauace lofort die Gefahr für die Fortentwikelunz unserer Gemeinde wir für den Bestand der Synagoge. Er brachte -« dereft« da^iin, daß daö Hebräische wieder in die Bolks-Bürgeruud uuterm Ltaffe» der Mittelschule riugeführl »erde. Er ftetzt auf dr» Staudpuuft«, daß tu diesen Ltaffe, die Graudlage der allgemeinen Bildung geoocea und mir ihr auch da« sittlich reli» giöse Momeut erzog» weeom roll- Allein bei dem geriugm Lu»«aaß von Uuterrichtsstu». den, dt, der Sehrptaa für dm Vrügiousuuterricht drstnu ut.