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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 5. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 5.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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NI bekmntlich durch desteu Agitatim i» Brand gerttth, Hot sich ta t« (itcndca Om mfw^nea lassen, cf «riefe jedoch als betrat ttacHMnacn, daß seine Wahl in Folge der in dem ge» muten Ort» dorgefallene» Skandale nicht »ertficirt »tifea wird.*) Sin Schlag gegen de» Nutisemitismus t» Ungarn ist es »uch. daß gegen den Pfarrer und antisenritischen Adgrordietm Iah««, Sudln wegen einer aufreizend« Predigt das Strafverfahr« eingeleitel wird. Soest ist jetzt über die äußer« Stell»»- der Inden in Ungar» nicht oiel z« berichte». Das Judenthum wird aber bekanntlich schon in alter Zeit »rit einer „jjroa“ verglichen, und da diejrre Fra» dir deste ist, »on der «an an wenigsten spricht, jo wolle» wir a»ch de» Mangel der Nachrichten als be-tes Zeichen für de» äußern Zustand des Ind«th«ns in Ungarn «trachte». Rabbiner Dr. David. As eie (Böhmen). 26. Januar. Rach langem, schmem« lichen Leeden verschich unser Rabbiner Herr Dr. Adolf Ehrent!»eil. Donnerstag de» IS. d. St, das Leichmbeengniß fand Sonntag den 22. Januar 2 Uhr Rackmtttags tt, un!> gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung der Web«' und Berehrvng besten sich der Berblichene erfreute. Ir- Triluerhause sprach Lerr Rabbiner Dr. Karl Thie« berger ans Goltsch-Jeuikau, der «in« Woche vorher sein Amt «»getreten hatte. I» der schwarz drapirten Synagoge Kroch dir greise Rabbiner Salomo» Lengsfelder aus Reichend« ch. Ein unüberfehrbarer Mrnschenzug bewegte sich sodann von der Synagoge zum Friedhöfe. Feuerwehr- und Veteranen vereine bildeten Spalier während des ganzen Zuges und Alle,» »ah« thräuendeu Auges und demuthvolleu Herzens Lntheil in dem schweren Verluste. den die ganz« Stadt Hone «n» insbesondere die jüdisch« Gemeinde daselbst erlitten. Vor dem Legräbnihhause sprach Herr Rabbiuer Sohn «iS Königgrätz und hob die ergreifende Beredsamkett des iSerstorbenen hervor. Am Grabe sprach Herr Rabb. Dr. M. Grünwald aus Juugbunzlau. Anknüpfend au den hebttischerr Name» de» Verblichen« <j-Nlv betonte er, daß Dr. tchrrutheil dem Hohenpriester Ahron gleich ein Freund des FrietenS gewesen. Dafür zeug« die Thatsache», daß er 33 Jahr, in Horie segensreich und mit Erfolg gewirkt habe. Sr erws>ntr daun die Werke de« Verstorbenen WTO lCoufirm, tionSreden) und N7M Nvv (Homilieu zu den Haftarot) Besonder» lobend hob Redner hervor, baß Dr. Shrenthei! ei» "170 war. .vachur" ist nach Anschauung de» Redners «in Jüngling, der zum Manne her an gereift, die Deale mt hinaus nimmt in de» Kampf de» Lebens und sie hochhält »tt Jugendmuch und Jugeudgluch, mtt Jugeudkraft und Jugindstärke bis an das Ende des Seien», Und einer der .Lwdrkorrnen" war Dr. Ehrmtheil. Hierauf stattet« der Evh» dot verstorbene», Advocat in Wie», der Horicer Ge- «rinde ir tiefgefühlten Worten seinen Dank für die Treu« «nd Liet e, die Gemeinde seinen Elter» im Leben wie im Lob« gyirllt. Mit eine» von Dr. M. Grünwald gesprochene» »cket schloß die ««reifende Leicheafeieüichkeit. wtujUotb, Kordon, i« Januar. Dir beabsichtigte Amalgamirung oer hiesigen sogenannte« .Ehewroch" ist Mast ei» Lid •ooompt geworden. Zum Präsidenten derselben ist keine grringere Persönlichkeit als Lord Rothschild gewähtt wr-rde^ l«r »«gleich auch Präsident der .United Syuagogue" ist. Der Umstand, daß ein Man» wie Lord Rothschild es nicht nnNr seiner Würde hält, von Zett zu Zeit nach de« Oste» »oti London zu gehen, um sich nach de« Wohl «nd Wehe feir er daselbst wohnend« arm« Glaub« asgenoffen zu aZoshgat «ad ihnen mit Rach und That beizujtehen, gereicht Kwchl chm als auch dem gesarmnte» Judenthu» zur höchst» Ehre. Diese Thatsache ist von großer Wichtigen und vedeutung, :»d dürfte sie vielleicht jene »Ü GlückSgRa» reich gesegnet« Jsraeltten auf de» Lmttinente» und uameutlich in Rnßla^ «id Rnnrittrim zur Rmhahmuug anejferu, als daß fit sich »it de» Angelegenheit« ihrer vechrigtm und minder vegötaw, EchmmogInioff« ^gebe» soLte». Lharaktrristisch ist di« Ansprache, die Lord R. m die Delegirtt» der fraglich« LbewiwchhttÜ. Äs sie iba dmach. richtigt«, daß sie ch« «insttmuiig zu ihrem Präsident« er» wählt habe», «r sagte n. «. wie folgt: .Bevor. ich die Schüug heute erSffur, erlaub« St« mir. Ihnen in wenige« Wort« «einen Denk auszusvrechen für dw hohe Ehr«, die Sie «ir erwies«, indem Sw mich zum Präsidenten dieser neuen Institution «rwählt habe». Ist es schon an »ad für sich ein« große Ehre, von seinen RAiglonsgeaoffm zu chre» Letter und Führer erwähtt zu «erde», so gewinnt dies« noch an Werch, wen« eine solche Wahl unerwartet und ungesucht z» Stand« gekommen ist. Was diese »eue Institution betrifft, so Hab« Sie wohlweislich dm Vortheil «tdeckt, der aus einem gemeinsam« Zusammmwttken aller Klafft» der Sgm jüd. Gemeind« entsteht. Ebenso habe« Sie die Rach- ' e «ingesehm, welche Uaeinizkeit in der Regel verursacht. Sie kmnm wohl Alle dm Talmud bester als ich, und die Ervärung destelben zu einen biblische» verbot ist Nm« sicherlich nicht fremd. Das betrefft»»« Verbot lautet: VTWiriK? und ist nach der Austastung des Talmud «ine Ermahn«.*, «baß wir uns nicht in Stück« oder Sekte theilm soll«". Nicht minder «ichtch für Sie ist es, die Laadesgefttz« strmg S beobacht«. Die meist« von Ihn« sind an« fremd» »der« hierher gekommen, wo Sie der bitte» Verfolgung «»»gesetzt warm. Sie Hab« sich hier eine »me Heimath gegründet, und zwar in eine« frei« Lande, wo keine Rest« aiansverschiedenhmt Einem i« ßöege steht, sich jedem beliebigen Beruft z» widmen. Doch. nm diese Freiheit ungestört zu gmießm, muß »an dm Gstetzm des Lande» Rechnung trag«, «nd diese Ihre neue Jrstitution ist bestimmt. Ihn» bien» als Wegweiser zu dien,»". Dies stt ungefähr der Inhalt der fraglichen Ansprach« und ist zugleich «ne golden» , Lebmsregel für alle unsere verfolgt« Slammesgmofl«, in welcher neu adoptirtm Heimath fie auch wohn« mögen. Viriboa «nitU ist eine alt« Devise, und «tt .vereint« Kräften" wird die jüdische Rafft so manches Hinderuiß glücklich beseitig« köunen, weis einer Sette oder kleine» Minorität durchaus nicht geling« kan«. DÜtHkoWß. : L. Hfeterosnrg 20. Ja». (Or^Corr.) Ich glaube,'daß g auch Ihr gesch. Büm f. Z. die sitzittheilung bracht«, daß .der Z Vorschlag, der unter dem Vorsitz des Graft» Pahle» stehen- -J, den Judmkommissio» dm Juden das Ausirdelungsrecht für^ Z alle Dörfer Rußland« zu verleih», Höhemort» abschlägig be» 4 schied«, Word« sei." Gs dürfte um» die Leser der »Woche«- $ schrift" iuterrssir» zu ersah«», daß dieft Rachricht auf eine» £ Mißverständuiß beruht. Der ^Woschod" schreibt über die M SmÄis dieses Gerüchts: . . . -Diese Nachricht ist auf deck >Ä banalen Witz de» Fürst« WeststherSki zurückzaführe». Dieser .« sprach sich uämlich in der „TagrSschau" seine« ,S»shda«t»" >^ dahin au», daß er die Frage, ob »an dm Jndm das An» stedelungsrecht für ganz Rußland verleih« soll«, »er-^g werfe. Diesen Schansiu« de» ßtzchaktmr» des .Grashdanin" -,4 »ah« die .Nordische Telrgraphen-Agmlur" fit eine höher»-W orts ertheiltr Antwort auf ein« »»« der Bablm'kchmHs Tommission ansgegangmm diesbrz. Vorschlag und beeilte fuh, ^> diese« Gerücht in die Wett zu smdm. ... Ob die »Nord. 3 Tckgr^Agottm" sich ebenso beeil« wird, dm Fehler wieder gut zu mach«? iS Ueter-s«» Anläßlich drs russisch« Nmjahrsftste» D hat der Kaiser folgend« Herren m«gezeichnet: Boro» G.3> Gtuzbur, und Geheimrath Paljakoff «tt Stanislms-W Ordm L Sacfle; ferner mit l«r Golden« Medaille: A.W Knpernik-Kte», I. «osenberg-Szttomir. «.ZuckerM »ann-Mohtlewer Gonvememeat, M. keßler-ThechM» M. «osenstein-Sebastopol, M. Maraolts-TmnÄtzew, > I. Bleicher»» mb A. Bobowitz-Kertsch, M. Liste» 4 ro».Riesin nud 9t R»se»l»l»»«R»M». — Gerüchtweise verttuttete. daß der bekaLSte De. Har-ZI kavtz zu» Nachfolger «chwaboher« in Odessa destmi^s^M reff», baß dieser sich de« VÄlsttonott MtttzWrMMWW '7

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