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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 5. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 5.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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txx J&w •) tu mm erm£*tt|t «itmthetlr», daß Har taty mfet schriftlich a»4 mündlich fttot BertUmüB/tÜ jsr Wmuliwt M KsMincr()»fUn4 ta Odessa aasgesproche» habe. K<r«ftch1» mck «r»rß» Mchchrichte«. M-rkl», 28. Januar. Der im 102. Lebensjahr der» swrbene Rentier Wsttkowsld, den man bisher für de« ältesten vrwohaer Berlin» hielt, ist heute auf dem Begräbatßplatz in Weißeaser zu Grabe getragen worden. Der in seltenem Alter Verstorben« hiaterlätzt 2 Gähne,.eine Tochter, SS Enkel, von denen 12 in Amerika leben «ad 28 Urenkel. fkffi*. Jüngst ehrte Ihre Maj. die Kaiserin Frau und Fräulein Margenstrr» in Anerkennung für deren der hohen Frau übersandten neu erschienenen Schriften durch Uebersendnng einer wrrchvollea Ehrengabe. Zänlgobera. »« nächsten Montag, den 13. Februar. Nachmittag 2 Uhr findet hier i« Israelitischen Waisen« Hause, (Neue Dammgaffe) rin« Eoaferrnz der Reltgiontlehrer der ostpreußischen. Berbaudsgemeinden statt, zu welcher Anmeldungen an de« Herrn Rabbiner Dr. Bamberger zu ruhten sind. Inf der Tagesordnung stehen u. A.: Bericht über Normalplan. Hchuliaspicierung und Hitfskafle. Der Unterricht im Pentateuch und in der Religtonslehre. Beschaffung der nochweadigea Schulbücher. Probelektionen. LattpAei«. Die Gemeind« Ulm ist vom dies. Rabbinatsbezirk tosgetrrnut worden und soll rin selbstständiges Rabbinat bilde». Mte». Baron Hirsch hat de« Brunn zur Verbreitung des Ha»dwerts unter de» Juden 3äü,(XX) Fl. zugewendet, so daß derselbe surtt wie bisher 8» Knaben, nun 100 Knaben zu Hcmdwerker» ausbilden taffen kan». Ist-». Wieder ist ei» Antisemit durch daffelbe Berbreche» mit de» Strafgesetz in Eoaflikt grraltzen, das er »uzählige Sale de» Jude» aufgebürdet hat, nämlich Dr. Kork Ziwni, Rchaktrur des ^Parlamentär". Derselbe ist »wegen Brtrngs* gefäaglich eia gezogen worden. ^ems-rg. Dr. Hermann Witz, dirigirender Arzt de« israel. Krankenhauses Hierselbst, vor kurzem erst »um Kaiserliche» Rath ernannt, ist jetzt aach durch Verleihung oes Fmv^Josrphs-Ordeas von Be. Majestät unseres «risers und Ksnigs ousgqeichaet worden. ^emserg. Den Vorstand des -Tempels" scheine» die Lorbeer» des Grase» Hochberg in Balm i» der Theatrr- Garderobea-Frog« nicht schlafe» zu lasse», denn auch a hat «ine neue »eidw-Ordnnng erlaßen, die freilich nur aus 1 tz besteht: Wer ein« ISschwtuzige Pelzmütze (Streimrl) tttct, darf nicht den Tempel betreten >-Hoffentlich tetrt da Tempel-Vorstand sich darauf besinnen, daß das Gotteshaus für jeden offen steht, auch für de« «ermste» t« Brttlerklride, uud daß es nicht Sache eine« Tempel-Borstaudes ist, unsere» liebe» Herrgott ei« Zaemoaiell zu okttoirro, von de« Er nichts wiffeu will. Hprag. 18. Januar. Wie die hiesigen Blätt« melde», «ade» t» da Synagoge z» Sie» 4 Thorarollen ihres Silberschauule« beraubt. Boa de» Thätern hat «an bis jetzt »och kein« Spur. Maj«, 20. Jauuar. (Or^Lorr.) Es gehkrt zu «säen heiligst«» Gebete», di« »tr ans da Tieft des Hebens emporrufea: .Herr erbarme Dich um da Vchnljngrnd »Üleu". Es »ußte bahn aus jede» Meusche»fr««ud jüngst ri»ru tief betrübenden Nttbrock mache», von Ta»seud«u hungernder Schulltad« i» da Katserstabt a» da Dona« gehört »üb gelesen z« hnbeu. lW» so afrrnlicha ist es ab«, nach dies« Sttchtuug hi» vou 6ungarische, Laedeshanptstobt Rühmliches dachte» zu «. Dem t» »Pestrr Soyd" reprod»ztrte» Recheuschastsst da Pesta Jsr. Rrligi-nSgemetad« ist z» ataehme», 'W'-- .**:•) Dies«« rusfisch-jüdisch« SmtmI zählt »»ch den t» letzte» ssthzenwer-Hest« deräffeuUichle» statiitiicheu Rottze» «IS «deanenle». I ftMm'Stz »u»Ui»d». tan stächen ist es tm «khers«»« Go»»che- . - - tzie„»NchW» Goodeoütn MiteiM. Senta daß die mittellose» jüdische» Schalktadn mit Gpetftmarke» für die ritaAft» gvi» musterhaft Gleitet» Bolksküche »»« ' .Ktaderfteund" »»» dem .Jsr. Fraaeavnria" tu Wetst vasehe» werbe«. S« j«d«»fa>s höchst r. Da durch »La Fra»« Juive" berüchtigte Drum »nt hat doch «ach einer Seite «in« tüchtig« Enttäuschung erbebt: sowohl da päpstlich« Nuntius als auch da Kardtaal-Erzbischos habra jeben Verkehr «st chm abgebrochen. Al« Redakteur eines kathol. Blastes stand Drnmont «atürlch in rrgsta Bezirhuna zu de» geistlich« Würdenträger«. Der Kardinal hat beföhle«, daß Drumont nicht mehr sein Hau« betreten dürft und in Folge deffen uutablieben auch die Eiuladungea zum Nuntius. Eine Beschwerde Drumont» tu Rom ist «sultatlo» geblieben und so ist et denn von oben aus käst gestellt. ßßaüoreß. Nach Ansicht de» Herrn Moecasto, Schwagns w« vaewigten Monlefiore. da sich jetzt in Rumänien auf- »äst. wäre den rumSnische« Jude» nur durch Gründung üdischer Schule» im ganze« Land« zu helfen; besonders eie« Mädchenschulen nölhiz. Die rumäuischea Juden aber eien nicht im Stand«, au» eigenen Mitteln diesa heiligen Pflicht da Erziehung ihrer Kind« zu entsprechen. flhUUttS. Ein toller Hund hat den Pedells da Gephardim-Synagoge und deffen Sohn gebissen, und die Unglücklichen wurde» auf Koste« da Gemeind« nach Paris zur Behandlung durch Prof. Pasteur geschickt. Da Präfect. an den eine Eingabe wegen Unterstützung aus da Armea- Kaffe gerichtet worden, awiederte: Gott möge ih» behüte«, Juden au« städtischen Mitteln zu untastützm. Sie seien Fremde! — Aber wenn et zum Steua-Zrhlen kommt, da stad wir keine Fremden. — Mntasost. I, Folge Beschlußes des vorjährtgea A»itsemirea.,K»»greffeswurde »in deffen Präfldeut», de« öridsenntor de« Ministerpräfideut» Bratianu, Namens Nnurd Gher g hel h, ei« Zett- (richtig« Schmutz-) Schrift »Awi-Jsraelstischrs Archiv" georüudet. Dasselbe ist »ach «a 3 Nummer» des «rschetarns et»ge,augeu; sein .Redakteur" hat aba vorha Sorge getragen, die halb- und ganzjährige» Abounemrutsbeiträg« eiuz»strcke», u»d das allet» war des Babels Kern. Marsch»», 27. Jauuar. Die grüßteatheils voa Juden bewohutr Äadt Lato im Gouvernement Minsk ist von eia« Feuersbrunst heimgesucht »ordea. welche gegen 100 Häuf« zerstört hat. Leid« stad auch mchrere Menschenleben zu beklagen. Da fast Nichts »«sichert war, stad dt« Verlust; ganz bedeutend. «Latatü (Kowno). Die Anhänglichkeit de« jüd. Herzens an die Famllie auch bei den«, die dem Judeathum uutre» geworden, hatte hi« eia neues Beispiel geliefert: Ein sehr reich« und angesehener koufman« aus Jrkutzk ka« hier vor Kurze« an, um seine Eltern zu besuchen, oie a läng« al« 30 Jahre nicht gesehen hatte. Er war im Krim-Kriege i« Aster voa 14 Iah«», zum Militär genommen worden und wurde, wie sei« Schicksalsgenosse», bis zum militärfähigen Alt« in nichtjüd. kreise «zogen und schließlich auch d« Taufe unterzogen.. Nach beendigt« Militärzett widmet« « sich de« Geschäfte' und For^raa war ihm h»ld. Auf ein« Geschäftsreise in Petersburg vernahm et von dem Braadunglüch das vorigen Soma« unsere Stadt betroffen. Das regte sein Faumienstefühl an. « reiste her. theist« Uaterstützungen au» an ferne armen verwandten. besonders natürlich seine Eltern, die nun einem sorglosen Lebensabende eatgegrageheu, da der Sohn ihnen ein« reichliche Prnsion awigesetzt hat. ßa»K«»tt»o»«k. Wie »um hört, ist es Herrn Baroa von Hirsch, ber auch zur Tafel des Sultans geladen war, «laugen, bezüglich des Aufeathaltes fremd« Inden in Palästina einige «leichterwrgen zu erlangen. War es diesen bisher nur gestattet, sich 30 Läge in Palästina «ufzuhalt«, s» M ihae» jetzt ein tzluftathast voa 8 Monaten zu stehen.

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