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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 3. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 3.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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fasnütwM gehört, ammf Hea 9. richtig temrftr, er hätte Me A»G»ieG«hrit »icht |nr Etz rache Gebracht, ttnm er nicht .. «osteückliq» dazu aefgefoltert «xnten «äre. d, ' Der ganze Bopgang choraktrriflert die Borliete der Herr» Amiftoüt« für de» persönlichen Skandal und zeigt . von Nenem die ganz Merkwürdige Thatsache, baft überall die Lehrer an der Spitz« der autis. Bewegung stehn-, besonder» die deutsche Staatsgewer beschule in Brünn ist feit Lange« ein Herd antisemitischer Agitation. Einer ihrer Lehrer vir . »on ftherter eifrigste Förderer »o« Schönerer» Idee» »ad . wurde i» vorigen Jahre »aus Dienste» rückst chten" von Brün» »ach 8 i e l i tz versetzt. Die von Herrn E. angeführten Thatsachm stad voll» kommen richtig und wurde» »och in der Bersammlnnq von Herrn Beruh. Morgenstern, der. gleichfalls Vorstands- Mitglied der Eultvsgemeiute, um alle hnmanitävm Institute der Stadt sich protze Verdienste ervorbea hat, durch die Miltheilung ergänzt, daß ein Jute, der an der Begründang der deutschen Schule in Lönigtsrid in hervorragniter Wise sich betheiligt hatte, au» dem Borstaate der Ortsgruppe entfrrut wurde. Der Leiter der Schule hat die ihm ge- «achten Borwürse in den Blätter» zu entkräften versucht, ober keine Beschönigung kann na» darüber täusch,-», dag der Schulverrin, ganz besonder», so lange Schönerer mit seinem Anhänge noch nicht ausgeschiedea war, um de» ^Schulverrin für Deutsche" zu begründen, mit dem Antis. coquettirte. Hat ja D. Weitlof, der Obmau» de» Schuloereia», in der letzten Geueralversammlmttz, die der Secession rorantzgiag. erklärt, wie jemand über den Antis. denke, yehöre nicht in tzie Aagriegenhettm de» Bern»». Da» heißt doch mit anderen Worten: Antis. ist eine edle Sache, ater ,«na schöue» Lind^ blamier' mich nicht uad grüß mich nicht unter den Ltoteu'. Bedauerlich ist aber, daß der Herr Oberlehrer der deutschen Schule tu Lönigkfeld in seiner in den Blättern erschienenen Entgegnung, darauf verweisen konnte, daß er /-de» Lehrer der i»r. Religion bei Angriffen seiten» der Eltern den «öthig en Schutz in außerordentlichen Maße" gewährt habe. Diese nnr so hingeworfene Aeusrerung ist sehr geeignet Eltern und Lehrern zu compromittiren und leider ist sie nicht ganz unbegründet, denn viel: unterer Mrligion«lchrer. besondee» di« an so exponieren, naturgemäß nur schwach dotrrten Stelle», besitzen ihre» einzige» Be- <ihigu»g«gcist in ihrer Erwerbslosigkeit, während il«aeu fachliche «ad moralische Eignung völlig abgetzen. lvank und A»erleunung gebührt Herr« Epler für seu» maanhr fte» Auftreten, besonder», wenn «an bedenkt, daß er in einer socialen Stfllaug sich befindet, in der «» Masche unter ihrer Würde Halt«» sich offen als Inden zu bekennen. Sein Hau» ist er» echt jüdische», und hat schon einigemal de» mit dem Hanstzerrn befreundet« Schauspieler Sonne nt ha l, welcher , an de» vsterftiertage» hier a»rf Äroßrollen zu weil« pflegt, als Saft bei« Seter Gesetz«. —> Eine kornffche, nach der ante« Richtung aber leider sehr traurige Seite unsere« Gemeindeleteu« zeig« die Berichte kwrr Abhaltung« von Weihaachrsftierlichtmm in den deutsch« Schul« unsere» Lande», welche di« Lokalblätter in letzter Zeit häufig bracht« uad womit man die tthanakka- Feier der jüd. Schul« »aäberl, wahrscheinlich deshalb, well e» te» Patrviwffm unbequem ist. in der Oeffeutlichkeir oä» Leranstalteriun« eine» jüdisch« Schalfeste» genannt zn ' Verte». Mae solch« Weihnachtsfeier an der deutschen Schule ^sterr iär. Eultusgnaetede hat sich laut Bericht de» .Tagesan» Mähr»"' a« 18. Der. v. I. in Trebitsch zu- >«. Mau wird dabei lebhaft an dm Wandel der erinnert, dm« «» lst nicht lange hex, wo et» vor terstorbmer, alter Man« au» Tremtsch mir erzählte, Vor etwa 4V Jahr« ln Trebitsch vom Gemeinte- »de znr Beroatwortung grzogm worden, well er a» «aif ei««» benachbart« Gute Häute augrkenst habe obwohl er sich dahin verantmortete, Me Häute nur an- — zn haben, »arte ih« «in« Geldstraft von 100 K. aufnleat, »it der Andwhaag i« Welgenmgstfalle du» Oberanrde ein f» ungünstige« Gatachtm über ch« zu erstatt«, daß er nie eine Hetrachstewilligung erhalt« werte. Eia (weiter, «teaso bez^chamder Börfall wurde mir via demelbm Greise au» Trebitsch »itgetheüt. I« Hause seiner Estern war ein Truthahn «st einem Faße in eine Rattenfalle gerathm und hatte stch eia Bein getankt, dir Mutter schickte dm Saaten zum Rabbiner mit der Anfrage, ob e» gHtattrt sei den Tnähahn zu schlachte». Da es ater gerate wenige Tage vor de« Bersöhaungsfrste war, sagte der Rabbiner: .Laß es bi« nach Jom Sippnrk" Er wollte die Möglichkeit einer zu leicht« Entscheidung nicht ans da» Süatenconto de» alt« Jahre» nehmen. Da» Alle» ist noch in der Erinnerung der letenden Generation nah jetzt — Weihnachtsfeier. Ganz merkwürdig ist noch ein anderer Borfall in Tre bitsch, der kürzlich in der .Rmzeit" behandelt wurde. I« amtlichen Blatte wurde der Concur« für eine llnterlehrerstrlle an der Schul« der t»r. Gemeinde eröffnet, zu dem nnr Ehrist« sich melden barst«. Die Gemeinte war daran allerdings nnschultig. denn da ein« ziemliche Anzahl christlicher Skater die jüdische Schale besucht, verlangte der Bezirksschulrath, daß auch eia christlich i Lchrer aagrstelll werde, dem man zu-aulhen könne, die Sinder zue Sirche zu führen, wa» ein Lehrer, der ein« anderen Tonfesstoa angehört, zn thnn nicht gehakt« ist. Au» de« gleichen Grund: wurde auch an der Schule der isr. Gemeinte in Groß-Meseritsch «ine christliche Lehrerin «»gestellt und sogar dn Eoarurs noch einmal eröffnet, weil auf ten ersten Eoncur» stch nur eine jüdische Lehrerin gemeldet hatte, die. »eil sie Jüdin war, für unfähig erklärt ward-, eine St-lle an der Schule einer jüdischen Gemeinde zn bekleiden. So haben die Javen von der ooi-diuuit interkonfessionellen Schule nur de., Nachtheil. Wretzbnrg, 12. Januar. In der Jotaer Synagoge kam e« vor längerer sjeit zu einer Anseinandersetzimg zwischen de« Geuüintemitglieteru Josef Fischer und Jeikob Lohn. H» nämlich Fijcher zu der Tcmpelrstrade geh« wollte, um bei der Thoravorlesuug z» asstftirm, verließ Sah» ostentativ die Synagoge mit dm Wort«: .von einem Mensch«, der am Sabbath «st einem Wag« nach Hause fährt, last« ich «ich nix belehren," worauf Fischer te« Lohn uachrief: ,So sollen Sir mit ihr« elf Lindem ersticken, wie ich bin am Schabte» gefahren." Nu« soll« stch die verwandt« de» Lohn zur Estrade gedrängt und dem Fischer zngemlm habm: „Entfernen Sie stch. sonst werten Sie hinausgeworfen." Lurzum. der schönste Skandal war t» Sange. Dir Staatsanwaltschaft erhob nun gegen Fischer die öffentlich: -lag« auf Religiousstöruag. E» war« eine große Menge von Zeugen oorgeladea, unter Andere» auch der . Jokaer Rabbiner Sstnou Löwy. Dieser drponirte, daß die Verlesung der Thor« »icht zum eigentlich« Gottesdienste gehör«,") doch -hätte i» dm Augen ftommer Juten eia vor der Thora gethaner Flach eine erhöhte Bedeutung. Zeige meint aber, Lohn hätte statt derart öffentlich antzutrr.rn, ihm» te» Xabbiner und de« Semeiudeoorstaud früher von der Saddath-Eatweihnag Fischers» Msttheilnag machen sollen. Die vertheidigung stützte sich düranf, daß L. d» F in der Achtung der Gemeinde habe herabsetz« «alle« und in Folge teste» der Ausspruch Fischer'» mehr als eine vertheidigung seinerseit« aufzufaffi« sei. Uebrigen» habe keiner der Zeuge» behauptet, daß der Gottesdienst gestört »arte. Die Staatsanwaltschaft beantragte dageg« die veftrafnag des Angeklagten Fischer weg« Reltgiousftömng. Der Gerichtshof schloß sich der Ansicht de« vertheidigers an «ad sprach Fischer vom vergeh« der Religtoasstöranfrei. — Bet der Bwtdignag der Zargen stad zwei Eptsodm za erwähnen. Zeuge Goldberger suchte zweimal vor der Beeidigang seine ") Di« Dtitetep» biotte» M doch »terall g^tch. «ter doatt da nicht an das ist. Gatitfui M9u[aut fbÜtacr» Dr. G-r««foldk

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