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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 3. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 3.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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eia»' christliche » Ehaeakstc habe». halt» fie -war «ch für unsystematisch, »der ihr» christlich» Are«»» mb College» |it Gefall» sShsen fie sich leicht mit dieser Lhatfach« utf. VtK de» Mund« eine« bed»t»d» jüdisch» Prvfeffors (I. Frmdeuthal io Breslo») erfuhr Lorrrspmdeut «iae mergiche Bertheidiguog der Simoltaoschule, allerdings mit dem Zusatze, daß dann aub jüdische Lehrer an derselben Anstellung stader, müßt». Derselbe machte geltend, daß durch d» Verkehr der verschied»» Loafesfioa» vou Jugmd auf die Jsuliruu-, die dem Judmthame zum Bormarf gemacht »erde, aufgehob» würde, daß eia freundschaftliches BerhLltuiß augebahnt werde u. s. w. Diese mit Eifer vor» getrageum Ansicht» Hab» wich jedoch »icht zu überz»g« vermocht. Eia Berkehr zwischm den verschied»» Loufesfion» findet und 'and schon immer statt. Dar JudeMhn« als solches hat »ft keine unberechtigte isolireude Trude uz. Wire das, so müßte man folgerichtig auch d» jüdisch» RckigionSuuterricht und zwar dies» hauptsächlich inhibiren. Ferner leid» dir Simultaaschulm an dem Uebrl« stände, daß fie dm Lehrer zwing», anstatt seiner warm gefühlt» ethi ch» Anschauung, eine zurückhaltende sozusagen calculatorisä« Beurtheilungswrise einzuführrn; und da nur das zum H»z» geht, was aus dem Herz» kommt, so »tbehr» die linder, die solches wohl merk», der durchgreif»- d» sittlichen und religiös» Anregung» für die dir als Ideal hiugestrllt» jogmanat» weltlich» Tugend» uur ei» schwaches Surrogat find. Die B »Haltung, ob wir dmu ein eige ns Schulwesen, womöglich «:ne eigene Gerichtsbarkett verlang» und damit Waffer auf die Mühle der Antisemit» liefe» wollten, kan» dem grgmüker nicht verfange». Wir verlang» nur das Recht der eigmm Existenz uud als Religiousgmoffmschaft soviel Frech« it. uns in unserer eigen» Mitte ebms» zu verständig», als dies jeder ander» Eonfessiou gewährleistet ist. (Fortsetzung fotzt.) Jßtm Atzet». Die »Freie deutsche Schulzeitungäußert sich über öst.ir. Schulvorgänge wie folgt: Noch deutlicher als Tür! sprech» sich die im Parstikampft überhitzt» Schönerer - Blätter aus. Diese Blä'ter schreib»: ,Dst Kinder dürft» nicht in seichtem, hochnäsigem „Abaalismuserzog» werdm, für welch» nur di« Talmudgesetze und die Sabbathheiii,ung gelt». Da« christliche Sststugrsetz muß in unserer Lchule die oberste Richtschnur sein, nicht die jüdisch« GeschästSsittlichkeit (?). welche in de« eigen» Raff», vsrtheift, in der Uebervortheilnng de» Ariers »ad in der Notergrabun«, jedes nichtjüdischen Sittmgnmdgesetzes chrm Lebenszweck jindet." Auch sonst regt es sich in der deutsch» Lehrerschaft Oesterreichs, »on der noch ein Theil sich sehr wohl an die Lnechts.teilm unter de« Konkordat erinnert, gegen die Bersnche der Antisemit», mit dm Klerikal» Sturm geg» die s moderne Schrie zu lanftu. So hat zu Soeben in Sstftrmark die Bezirks-Lehrrrkoofennz einhellig brschloffen, von nun ab oll» Blättern antisemitischer Tmdenz aus pädagogisch» Rücksicht» jede materielle wft moralische Unterstützung zu versagen. AeikIran», 9. Januar. Das 2vjähr. Stiftungsfest des tzrfig» isrwt. Armeauutrrfiützuuzsverrin«, welches letzt» Samstaa Abmd im »Sürtt. Hofabgehalten wurde, gestaltete sich durch die allgemeine Theilnahm« ans all» Kreis» der bissig» israelitisch» Gemeinde und dnrch sein« würdig» uud schön»? erlauf zu einer ahebmd» und wohlgeluugm» Feier. Bor Srginn des gemeinschaftlich« Abendeffens hielt, nachdem ein Mänuer-Quarsttt eia» pafft«dm hebr. Chor als Einleitung ges »gm uud der Ehrenpräsident. Hr. W. M Wals, die Theilnehner begrüßt hatte, Herr Rabbmer Dr. Engeldrrt rin»? ortrag über »Armevfürsorgt und Armenpflege in Israel voa uraldester bis ans unsere Zeit". Rausch»der Beifall wurd, dem Her» Festredner für sein« •tffnfdpft' liche Meisterm beit. Run gab das langjährige Anchchnßmit. gl»b, Herr Lols, mm» gqchichtkich» Rückblick über dm Entstehung und Weistrentwicklung des^ Vereins, deff« Aufgabe, Steuerung und Befestigung des W ander- «ad Hänftrbettrt« « statMchen so Mett möglich erreicht wurde. Rach dm stattstffch» Notizen des Redners ward» in d» 38 Jahr«, bieder Verein an» hinter sich hat, ca. 36.000 Gab» aut ca. 70,000 At. vertheilt; «ft manche Thrüue wurde hftrdnrch getrocknet, »ft mancher Schmerz gelindert! Dft Zihl der an der Kasse Erschimmea war i« Jahre 1881 <1200, Heuer 1212. Der Rrservefond des Vereins hat dft Höhe voa 6500 lltk. erreicht. Bon dm Gründe» ist etwa eia Drittel noch hier, eine Anzahl von hier weggezoq» und der Rest bat im Lauft der Jahre da« Zeitliche gesegnet; durch Erheb» voa dm Sitz» wird das Aadmftn der Heimgegaagrnm geehrt. Za» Schluß de« mit vielem Interesse eatgegegkuommenm summarisch« Rechenschaftsberichtes bringt der Redner sein Hoch dem Gedeih» des Vereins und deff» humanitär» Bestrebung». Das nun beginamde Mahl wurde rurch manch gute» Wort und manch» Toast gewürzt. Zunächst überreicht« der Berriusftkretär Dreifns i« Aufträge des Ausschaffes und im Ram» sSmmtlicher Berriasmitqlftder dem verdient» laagjähr. Ansschußmitgliede «ad Kassier des Separatfond», Hcn. 8. M. Wolf ein« prachtvoll», mit paffmden lnbr. nnd deutsch» Inschrift» versehen» silbern» Römer. Die stnareiche und äußerst herzliche Ansprache wurde vsn der Versammlung «st stürmischem Beifall aufgmommen. »ährmd der vou dieser Ovation sihtlich überraschst Beschenkst daukmd das Versprechen gab, wft seither, so auch in Zakrnft seine Kräfte dm religiös» uud öffentlich» Aageftgmheistu der Gemeinde zu weih». Ein brausende« Hoch ertöust ans Se. Majestät dm König Karl und d» deutsch« lkaiser. Rach Berklmg» der Königshhmne -all» das nächsft Hoch »nd dft heißest« Wünsche auf völlige Wiederherstellung de« deutsch» Kronprinz». I« verlauft des Abends ronrde der «och lebend» Gründer und der jetzigen und ftüherm Fnakttonä« gedacht, auch nicht versäuat, dm Sänge», dft mit Her» Musikdirektor Graf «ad Her» Kantor Dreifns durch Bortrüge von Chören und Soll'» wesmllich zur Verherrlichung des Festes beigetrag», gebührend» Dam zu uXUn. Erst i» früher Morgenstunde stenustn sich dl: vollbefti^igstu Theilnehmer. O«--»r-tch llmsMrm. Aus Müh««» 12. Januar. (Or.^lorr.) Das Errigniß de» Tage» ist ein großer von Antisemit» aogrstifststr Skandal tu einer Brünn« Wähftrvasammlnng. I« ersst dieser Art in Brün«. Am Rmjahrstage trat nämlL Herr Epler, Ober» iugenftur und Rationschef der Nor »bah«, der auch de« Borstnnde der isr. Cuitasgrmemde angehört, als Caudwat» um ei« erledigst« Gemeinve-Ausschußmaadat auf. Nachdem Herr E. seine Eaadidastnrede gehalst» hatte, wurde er von «wem Professor der Staats gew«rbeft,nft, einem bekannt» AntiftTnista interpelllrt. warum er dft Mitgliedskarte de» deutsche» Schulderem» anzunrhmm vermei«rt habe. Heer E, der wußst. daß mau chm «st dieser Frage «in« Falle stelle; um ihn als Judm zu kmazeichrun. besaß moralische« Mutb »nd Ktugheu «ang. um eff» ,u»sz»spr«ch»: Ich dt» aus de« deutsch» Schuloer«» ausgeteest«. weil dieser antisemitische Neigung» bekundest, svecftll deswegm »eil der Lester der vom Schulvereine «hau»» Schaft in Köuigsfetd («ine« Bororst Brünns) für dm isr. Religionsunterricht »« Lokal beizufstlftn sich weigerst, nnd null der Lmtral-Ausschuß de» deutschen Echulvemin» dft zu de« Zwecke i» Ach« 1886 ergaogme Erngabe de« Verstandes der Brürner Cultusgemeiad« bis heute nicht erledigt hat*. Diese off»« Sprache erregst zum Theist Beifall, zu» Lheift dutn solch» Lärm, wft er in einer Brünoer Gemeii dewählerversammlnug »och nie gehört Word» war. Der Lbmann der Brünua Ortsgruppe des deutsch« Schulvereia» snchte beschwichliOeud einzugrrstr», indem er bemerkst, daß da Vrünner Örisgrnpp« kein «nflnß ans die Schuft in Küaiasfttd znstrhe, dich. im' Schoße da Ortsgruppe niemals coaftsstraella Hada gaoese». sei »nd daß dft »«gÄegenhett nicht d» eine öffentliche Bä» . i

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