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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 52. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 52.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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oor dk Thiere innerUch uniersuM waren. Daß ahxr änfe voll Ni«Wche» als koscher hätte fchta^te» AndUstkgeln lassen, ist hier nicht oorgaommei. Tnnztg, 20. Deoember. In der Stadtver^rdueten-Brrfsmmlnng am 14. d. M. ist Herr vr. Lnri» Samter an« Paßen znm besoldeten Stadtrach gewählt worden. Derselbe «hielt »an «1 Stimmen 43. Nunmehr sitzen tm Magistrat |*ei nnserer Glanbentgenossrn. Herr Stadlrath Daniel Hirsch ßSrt demselben schon eine Reche veu Jahren an und ist »der de« in Minden unlängst nngestesiten Oberpostdirektor Htrsth. Interessant ist die Bemerkung, daß aus Herrn vr. Samter einig« vierzig Stimmen fiele«, während der gleichzeitig gewählte zweite besoldete Stadtrath nur 28 Stimme,» et» hielt. — Daß e« in unserer Synagoge gebrannt hat» haben Sie bereit« in vor. Rr. mitgetheilt, da da« Gebäude oder ver« sichert war. ist außer der momentanen Unterbrechung de« Gottesdienste« bin weiterer Schade, entstanden. An» Bade», 18. Decembrr. Ll« Staatsbeitraa zur Deckung de« Aufwandes fttr die kirchlichen Bedürfnisse der Oltkatholiken waren in da« Budget der abgelanfenen Pertode 8000 M. jährlich eingestellt. Im Budget für die «««'Periode ist dieser Betrag auf 18,000 Mt. erhöht. Die Regierung begründet diese Erhöhung mit der Ausführung, daß die Vermehrung der altkatholischen Gemeinschaften und Re dadurch nothwendtg gewordene Anstellung einer grSßeren Anzahl von Geistlichen bei bei» Vorhandensein nur weniger ckmstger Brneficien und dem Mangel allgemeiner kirchlicher Mittel einen entsprechend höheren StaatSbeitrag erforderten. jnßgesamml find in da« Budget für 1876 und 1877 aNfnommen: für den katholische» Kulm« 117,065 Mk. 98 f;, für den evangelischen Eullu« 94,856 Mk. 7 Pf., für t«n israelitischen LultuS 3600 Mk. jährlich. Smgetzi». Dse hiesige israelitische Enltusgemrinde hat heschlpfsen, auf de« ponfesstonelle« -hqrakter ihrer Schulen zn verzichten und bei der Stadt um deren Umwandlung in ge- »Einsame Schglen zu ersuche«. Lvud»» Sollte man e» für möglich Hallen, daß in Suglaud, dem Stammlande der Maschine«, daß in London, w» stald für jegliche Handarbeit di« Maschine eingetreten sei« wAd — in diesem Jahre, SSdS.'znM ersten male «he» Uiotzemafchine in Lhätigkeit tritt? Und doch lesen mir e« so im »I. World, wo die (neue!) Prozedur, inel „stup- HriV»f * ausführlich beschriebe« wird. Bi« dato hat man »pch aste« so gemacht, wie zu Olim» Zeile«, und in Dinrschlgud vielleicht noch in eure« Dörfchen im Hinterländer Daran ist ahne Zweifel der englische Souservatismu« schuld, der, »eil er mit fabelhaft naiver Unwissenheit in jüdische« Dingen gepaart ist, oft seltsame Dinge zu Tage fördert. Gingefandteih.Fr«rn wie Antworten in den jüdischen Blättern bezeug»« eä fast «1 wöchentlich. — „I W." hofft nun, daß man q«ch'Dampfmaschinen «nwendell werde. Daß da« erheblich ft,e rituell«. Bedenke» habe« würde, weiß da« Blatt wohi nicht! ftan) nnnöchig ist e« aber auch; die Arbeit ist nicht s4tzn»or uud gräßeroG-ef chwinbigke,t ist nicht verwendbar. P«s«, Srem irux ist zum Senator erwähkt worden, wenn die Link» ihr» Utl durch EoalitÜM Mlt her äußersten Rechte» durchgebracht hat, so ist doch dom alten Kämpen der Erfolg zu gönnen, und mehr al» da« ist «« ei» neue« Zeugniß für die unantastbare Reinheit seine« <Aarak» ttt», dem aber auch dir extremen politischen Gegiiet, bke gewiß den Jude« nicht vergeffen, nicht« anhahen können: — Phil. Anspach, Ehren-Rath am Saffation»h«f, Mitglied de« israittischen Eentral-Eonsistorium», ist am 3. Deo, 74 Jahre alt, gestorben. Sr war au« Metz gebürtig« Mn Bruder Joel/rgrsaßt« dir nrurst, franMsche Uebersetzung de« »^«5ucha Sr halt« die juristisch« LoufbaPi von der ««- Rrsten^HtufgM tz« höchst, dnz-schrikt«»^ neMgenA hohe« »»sehe« unter swwMt.Hernssgewefshn. Er war, wie bekannt, >-. c -- m._— m W«w »vw« hebt rühmend herpor, daß Apspach sich bei Reptzchris- und andere« Lyuren hei Hofe stet» de, Mitgliedern dös Eenlral- Eonsifiorinm« anschloß, nicht anderen Körperschaften, als deren Mitglied er hätte erscheinen könne«. Jerusalem. Di« beiden jüdischen Mädchen, von denen im Leitartikel der Rr. 44 berichtet worden ist, find aüf Befehl de« Pascha an» der Missionsschule, wo «an sie in Haft hielt, entlaffen und zunächst dem Odrrrabiner zngrfühn worden, in besten Hause sie einig« Tage »er«veilen sollten, «« dann zn erklären, ob sie getauft, rrsp. der Mission wieder zngestrllt »erden wollten oder nicht. Nachdem sie vor den türkische« Behörden da» verlange« ausgesprochen zu de« Ihrige« zurückzukehre«, wurden sie nach Hause entlassen. (Habaz.) An- Amttik». De« Libanon" für Monat December entnehmen wir folgend« seltsam«, gber uns man de» genaue« Angaben wegen annehmen muß, doch keineswegs auf Erfindung beruhende Notiz: „Laß Dich lebendig begraben, p siebenfach geheiligter Orient, fammt Deinen ungesalzenen, ungesäuerten Peffachbroden! Der Occident hat Dich längst überflügelt. Der »Occident" nämlich, der in Chicago erscheint, bringt unter feinen Anzeigen folgende Erfindung: Di« Gowen Marbl« So., ManufacturerS of Monument», fabrizirt dieses Jahr marmorne miCO" (d. h. MatzoS st. Mazewo«), die vermuthuch solchen Familien geliefert werden, welche die MatzoS an da» Sederäbenden auf den Tisch als Schaubrode aufstellen, ohne st« zu lösten. So eine „Sederschüstrl" mit Maho« au» cararische« Marmor hat etwa» Monumentale« an sich, und den Aphiwmen kann man getrost für da« nächste Jahr ausbenßchxea; er wird dem Zahne der Zeit trotzen. Aber der Herr erbarme sich der Ehicagoer Zähn«: LLahrlich, Man käst» sich eineß schauderhaften Gefühles kaum erwehr«, wen« man de» Augenblicks gedenkt, in wrlchem ein strenggläubiger Bruder, nachdem er da» Leu oesob Hillel gesagt, und den Meorretttz zwischen zwei lilIVUStücke« gepreßt, den Bisten Mischen bis Zähne bringt. Wenn ihm dann noch nicht die Angm feucht «erden, ist ihm entweder die Erinnnerung an den AuLzua — eines Zahnes entschwunden, oder er muß ei« Herz von Marmor haben." Feirilleteu. Der Gch»tzj«de. Sin« historisch« Srzkhl'mg au« der -«schichte der Juden in Magdeburg. (Fortsetzung.) Der Stadthauptmann war über sein«« Freunde« Besuch höchlichst erfrem. Er nah» ihn hoch auf. Er war unter dpi obwaltenden Umständen der bündigste Beweis von der Wahrheit seiner aufopferungsvollen Gesinnung. „Haus!" rief er eMmäl über da» andere, ^Han», $» kommst zu mir?" „G«Mß, Han»," erwidert« der Bürgermeister, „'« ist ganz natürlich. Würdest Du an «einer Stelle nicht auch so gehandelt haben?" „Wohl würd' ich da». - Wir find ein paar gute Käuze und passell zusammen. Aber bedenke, Bruderherz, die Pest! Du hast noch" — hier wurde di« Stimm« de» Stadlhauptmann« dunkel und fing an zu schwanken — „Weib und Kind, Gott sei gelobt; Du hast noch blühend« Söhne und Töchter und «in liebendes Weib. Um ihretwillen solltest Du die Go» fahr zu vermeiden suchen und ein Hau« nicht betreten, in welchem der TodeSengel feine Ernte gehalten." „Beruhige Dich, Freund, die Reinigen wtffe» nicht darum. daß ich hier bin, sollen'« auch nicht «fahre«. Du weißt, ich glaub« nicht, wa« da« thürichte Volk schwatzt. Die größte Gefahr liegt nicht in der Ansteckung, sondern in der nnnam' bare« Semennngft, in der übertrieb««» Furcht, di« di« Knockhett befördert." i^nRpn ow w» yciniPi os MVWP Ptn hpw*

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