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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 50. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 50.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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- m - bei dem Umzüge dem Mob zufällig in die Hände fielen, mißhanbelte «an und verletzte sie lebensgefährlich. Hierauf wurde« mehrere HLnser der Juden gänzlich auSgeplündert, und schon war man daran, an einen Massenmord der Juden und Christen zu gehe», al» die Behörde einschritt und weitere« Blutvergießen verhinderte." Vermischte uud veaeste Nachrichten. Berit». Die beide» Simultanschulen, in welchen Kinde, jüdischer Eoaftssio» durch ei»«» jüdischen Lehrer Religionsunterricht erhalten, füllen fich namentlich in den u»t-- ren Mafien io an, daß au« letzteren nun schon zu« zweiten Mal« «ine AuSschulnng nach den zunächst getegenen Schule» hat fiattfinden müssen. —' Znm okdentlichen Lehrer an der LndrraSschulr ist der D”. Isaaksohn vom Magistrat gewählt worden. Berti«. Am 28. Roo. Abend« verschied plötzlich der R,ttergultdesitzer Jos. Dorn. Derselbe gehörte der strengst-orthop«rn Richtung an, trat süx seine Ueberzeugiing mir sein-r Person und fliner Habe ein unh war in hervorragendem Maß« ein Wohlthäier namentlich sehr vieler russischen jungen Leute, welche fich in Berlin dem Studium, dem Handwerk r«. re. widmete». Hr. Dr Hitde-heimer, dessen Gemeinde an ihm einr» ihrer ersten Förderer verliert, sprach an der Bahre Wort« tiefgefühlter Anerkennung sür die nnermüdliche Opfcrwiüigkeit seine» Freunde«. Täl» Der verewigte Loui« Elzbacher hat auch durch letztwillige Berfüguitg mehrere erhebliche Legate vermacht, u a. dem Waisenhaus« 6000 Mark zur Verwendung ohne Unterschied der Confessio,,. Die Wittwe ha« dem von ihrem Hause gefisteten Asyl für «ranke und Altersschwache noch 1500M. zatonpnen lassen. HalltßnrA. Dex »Jüd. Pr." wird oou hier geschrieben: „Alt Tnrichuu, theile ich Ihnen noch mit, daß Unem hiesigen Senator, dessen Urgroßvater ei» Jnde war, noch heute bei riyer Fehde i» öffenzltchen Blättern kein« orientalische Abstammung qunei al« Vorwurf vorgerückt wurde." — Einen Pendant möge folgend« vollständig wahre Anekdote bilden. — In 2. die«teu bei einer Compagnie zwei Einjährige, eh» Jude mch der Abkömmling ei nee Exjudeu. D» zetert eine» Tage« der Exerziermeister: „d r beiden Juden mache» heut wieder ihre Sach« zum Gotterbarmen!" — worauf nachher der Ein« zu hem Leidensgefährten jagte: „welch ein Rijchu«. mein Großvater hat fich doch schon lausen lassen!" Bgbe» Der neue Gesetzentwurf über den Elementarunterricht bestimust, daß der Unterricht i» der Volksschult de» Kindern aller Religionsbekenntnisse, mit Ausnahme d«S Rtiigf» .«unterricht«, gemeinschaftlich «rth.ilt «erden soll. Dil«. ö«lich« Aufsicht über hie Volksschule», so wie. die Berw»lt«»g drS ör'iiche« Schnloerwögen« wird durch hen Ge- «eiudrrath unter Zuzug «ine» OrtSpfarre« von jeder Confesfio» und de« ersten Lehrer« jeder KMessiog aeUjhsl. Rn Schulen, wo üch nur Müder eure» Bekenntnisse» befinden» sollen nur WM dieser Lonfeision angefteüt werden; gehören di« ^ulkinder verschiedenen Bekenntnissen an, ist aber nur «i» JS^m für dir-Schul, rrfvrderfich, so ist dieser an» dem Bekenntnisse der Mehrzahl der Schüler zu entnehmen. Wie». Der «irderösterreichische LaudeSschulrath hat mit Erlaß vom 10. November b. I. dem Wiener BezirSSfchnlrattze folgenden Beschluß dekanntgegehea: „Ml Bezug auf Ü&..m hergeftellt« Anfrage, ddo. 30. Octoder 1875, wie die KWsur mosaischen GiaudenS, welche sich nach ihre« Rilu« am Saybath und chrea sonstigen Keierlagea von Handarbeiten enthalte» solle», an solchen Tagen in der allgemeinen BotSSuud vürgerschcke bezüglich d«S Schr-iben«, Zeichnen« und der weiblichen Handarbeiten behandelt «erden soslen,. «md dem »ach der lluterrichltprdnung und nach dex Stnndenrinlhelluag treffenden Arbeiten ^diSpeustrrn. Svat« e« der Leyr-astqE thnillich erscheinen, die Lehrstunden so cknzuthelken. daß ay Samstagen und den sonstigen jüdischen Feiertage» die Rothy weadigkeit der bezeichaeten Arbeite» für die Schüler entfiele, io wäre gegen eine solche Eintheilung nicht« zu erinnern." Pari» Dem Bericht« der Ail. J«r. Uw für November entnehmen wjr. außer hem über de» Vorfall i» Teheran Milgel bellten »ur noch, daß die Zahl her peue» Mitglieder 172 beträgt. Bon de« eipgeaangenen Geschenfe» nosireu wjr.: Anonym au» Leipzig 20 Estück Lombard«», »800 Frc«. — Herr L. M. Rothtchild au« Lgndon. her einst die Bibliothek der Alliance durch eine behentead« Summe gestiftet und seitdem zu deren Vergrößerung viel hrigetragm hat. hat jetzt gelegentlich, de« Versauf« der Carmoly'jchen Br» bliochek zn Frankfurt a. M. dem Leutralcomile euug» Credit vpo 2000 Fr. eröffn^, UM e« i» deu ^hind zu setzen" sich bei dem genannten Verkauf zu bethüligsh. — Den Mst bildet ein aurfsthilicher Bericht aut Pnyiänjrn, Hesse» Inhalt um'er» L^lkru bereit« bekannt ist, und verschiedene Schpl- Nychxichten. — „Arch. J«r " und „Uni» J«r." oecken Rr. Vewlllot »it den befden THolsachen, haß di« zu de» Gottesdienst bei Wiedexeröffnung her Ratio,»',lversaminsung i» he, Notk«»Da«0 co nmanvinen Truppen >!»ter heyz. Befehle de« General Sä» eine« JSrgeiiie», stünden, und haß feine, de« M». BeMot, eigne Sicherheit >n letzter Instanz heu» LofMel La «Hirt ah» Soma,andante» der Garde de Pars», also mchhern« »iw» JSrqeliton. anversr.rul. sei. Bkwtzig. Am 13 Ron starb i« 67 LedenSjahre der vieioerdienle Rabbiner A. Lallet (Retrologischo« in eine» der nächsten Nummern.) im Rov Bei den eben beendrteu städtische« Wahlen haben mehrere Juden bedeutender« Aemler oder Ehreilstellen erlangt, wo», ,vii> „Am. J»r." bemerkt, um so mehr in« Gewicht fällt, weil die amerikanische,» Iuden^ sich nur fetten derart nn, Ssseutliche Stellen zu demllchen pflegen, daß fi« ein Geschäft darau« machen sollien. Din-Namen Sv» Gewählten aufzuzähtea würde kein Interesse btaen, wohl aber wird e» erwähnenSwerih crjcheiaeu, »aß sich zwei Bertreter der fpeciell jüdnchn» Presse »ater ihiwa deflnamn nämlich Sa»«. A. J*«w«, Heranagedor de« Hedr. Looder, «etche« als jedermann wieder -ewichtt wurde, mch dev Neda»«« der „Zew. Time«", «oritz ÄtiiMr, der zu. di« wichtigen Posten eine« Sorou — (Aussteller her TodeShefchoinigungen, besonder» bei Criuunal- oder sonst der geuchtlichen Eog- »llioaniit«,liegenden Fällen) gelmW«. Nach einer Notiz »e« ^Hebr. Leader" gib» »Sin Mw- Korb etwa 52 jüd.Snilatbeaml«, 66 jüd -Merzt« und Shirnngea uud 10« Juristen, MechtSanwälte »n drgl.- De« Sehwtzjwde. «ne historisch« ErBtztu», au« b«r »«schichte »er Juden in «ageetnrp (Fortsetzung.) Zu Füßen seine« an allen Gliedern zitternde« Rosse» lag tzeppo am Boden. Der zerschmrttert« Helm mar vom Haupte gefunken, so daß man den frischen Bl nt ström sehen h»nnte, der vom Schädel auf di« Stirn« herabfloß Bor ihm, eia Blld de» EmsrtzenS, kniete Graf Dietrich von Wernigerode, die tüdtsiche Siahllling« noch in der Faust. Er flucht, nicht, er sprach und hörte nicht, sonder» starrt« »nverwandt und irren BfifleS den von feiner Hand getnüemn Sohn an. Eia weiter Srei» w'lder, bMger Rsipner in glänzender Waffenrüftuag nmdrLagte die Zewen. Auch sie wagten die Still« de» LMnblich» picht zu uni erbrechen. Von den Jsraelste» war jedoch in Mite« llrzkreis« nicht» z» sehe». Di« Erschreckten hatte» sich bei« ersten Signal Fmla über Lapk in den Wald qtHAitort ml fl# ^cht mU>

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