Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 50.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/5369809-5935045-5938018--2938-5372366- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
un* »4Mf t*9ß Htv höchst ehrenwerlher Mntzu^chHi^Dvch i» ähnllcher Weis«. Wir nehmen keinen Anstand, piue Aenßerunge» zu veröMntitiMn, DiraM weit fit schon oft gesagt und 'Wftlfrgr BMtillb Wk^kM«ümchtHMD. Er sage »Sie haM» eGtza »st MderRiEaWge^wHeu. d<E' es nicht die SaHi best JchMi asHffolMiMzAsn ngM^^urkanipf hetzend eiuzugreisen. Ich theile ganz dies« Ansicht, ich Wir unterbrechen hier de» Herrn Briesschreider durch die Bemerkung, baß die Jude», rvelrye er meint und tadelt, solche find, die von der Bibel nicht» und vom Talmud garnichl» hallen. Wenn die« aber aus einige, sehr meiuge unter ihnen nicht paßt, so haben sie jedenfall» einen kleine», aber wichli» gen Adschuill nicht gelernt, nämlich Hilchoth Derech £rez 1 — Herr R. sähn fort: »Ich will nicht, daß die einzelnen Juden urutrai bleibe« sollen; bä» darf bei so glöven und wichtigen Parteikampseu nicht vortonlmeu, jeder gute Bürger hat PaNer zu rg reifen und Farbe zu bekennen; aber di« Juden al» solch«, und insbesondere da« Jndenthum al» solche», sollen sich'nur abmehrend »erhalle». Der große Kamps, 'zur Zrtt ~ lldch ~tTTn ~STRU' Me Staate» mit der jkirche, in Wlrktichkeü aber jetzt schon und sicherlich in der Zutuusl ein Krieg der moMrueu Livilisatian mit Mn heidmjcheu Elementen de» Ehriftenthum», wird mehr Sftitzliches und Hellbringegde» für uu» schaffen, wrn» wir in unsrer Eigenschaft als Inden uns zurück- und auf der Seue halreu, als wenn wir uns in einen Kampf stürzen, brr doch ^machst uq» nicht» angelt. Die Späne, die bei diesem Kampfe umherstiegen, iverdrn un» ohnehin schon treffen, wir brauchen dem Rischu» keine weitere Nahrung zu geben." Herr Sk. gehl nun auf die Publicatwn ein, welch« chm Anlaß zu sriuenz Schreiben gegeben hat; wir übergehen die», e« Handels sich nicht um unser Blatt, und der Brief war ohnehin nicht fass die OeffentUchkeil bestimmt, gegen den Abdruck Mr hixr mügeihetilen Sätze wird aber der Verfasser gewiß u«cht» einzztweuM» hgben. Wir fülle« die Lucke i« Brief dutsch eia« eigene Bemerkung au». Nicht die Juden! al« j olche, nicht ha» Jndenthum al» solche« soll sich in den Streck uujcheu. Das ist ganz gewiß wahr! Ader hält di« Well bi^ agsteinachrer i Da» ist ja eben unser UugjüL di« unüberwindlich« Schwierigkeit. Wa» hcgendwi« ein Jude Miß«, liebige» ihm, da» rechnet mau ihm ja al» solchen an, da» wälzt man aus da» JuMnchnm. Trägt er seineu Eytinder nicht in gesälliger Weis«, stößt «r »m geielligeu Verkehr gegen di« Regel» feinen Ausland» an, kauft er Lumpen und Kulcheu, täuscht er beim Pferdehauvel, grundel er, stiehlt er einen Löffel — giedt er bei poluischen Wahlen seine» Zettel «ach Recht» oder Link«, er soll es ja immer al« Jude lhnn, gethau hauen, und es soll so die Art der Juden »yd de» JuMmhum» sei». Und wa» nun gar jene getaMlle«, auch von un» al» verwerflich ancrtaumea Hetzereien von Jude» gegen die Ullramoutamn betrifft, so jage» wir: di« Juden, die solche» ia die Welt schicke», lhnu da» nicht nur nicht als solche, jouMru st« sind zumeist gar uicht mehr Jude», d. h. st« haben mU dem Jndenthum vollständig gebrochen, und st« höhmu und Hetzen gegen Jndenthum, Torah, Talmud, »gegen Gott und seinen Gesalbten" ja erst recht. — Als» der Herr Lerfaffer jene» Briefe» hat ganz »echt, wir stimm«. Gitß aber — schwer sttz^bLr^uführenI Si-Rr ist gar uicht zu antworten, und wie man auch antworten mag, die Gegner werdeWdie Antwort Mchi^uDRei» schändlich .Briefe» hierher, oliv schon oft :zf„ eh«UM habe««, »Wozu überhaupt da» Hetze» gegen die Katholiken f Der Hhlgf Myrt »niw -wlv* Ifk «ch nicht ei» Theil nnftimicher Anvaickbakkeit darin« Da» rckths« lisch« Frankreich, da» katholische Belgien — und hier sowohl die Klerikalen wie die Liberalrii — haben zuerst die Emanzipation zur Wahrheit gemacht. In Preußen waren «» die katholischen Rheinländer, an der Spitze Mr edle katholisch« Geistliche, Eauonicu» Lei fing welche die Emanzipation sorMrten. Reichensperger. Rohden und die aaMren Ehef» der Ültramontanen haben in böser Zeit für di« Emanzipation der Inden aeivrochen und gekämvft. $ai dürfen ffiii Ml aa.* geffe«" Gewiß nicht! Da» allrrjüngst« wort- und keberführenßo Geschlecht der Jaden weiß e» nur nicht; erlebt habe« sie es nicht, und uni die Geschichte ihre» (?) Volke», auch die neueste, kümmern tic fichUcht. "Frägl ste^och rmmal üäch 'beä?kamen der älteren Vorkämpfer dxz Emanzipation der J»M« unter diesen selbst! Sie kennen sie nicht. Wqn auch? Es« tztzstsn die Rameh uqd die geyauen Personalen tztx »berühmten" 'Schauspieler. Pätzger, -ststz neuchM Hoffen, Hjtzr NHd Lonpftt» — Patz hrancht'tz nzghr? Poch kehren wir ziz H«H yltrampPtauen »zub uchseMe Stellung zu ihnen zurück. 6k find ap» verschiedenen Erhu» deg ipfbrr nnftre schlimmste», noch unstre gfssthrlöchfifpFft^, Letztere» schon daraus nicht, weis die Feinde tztes^r -pitzese?. Fftipe, die, wenn ste guch nicht, gerade Rpser« Kvyinffk fin^: doch un» zur Seite stehen müssen, zur Zeit «»zschiGeu tzjo Oberhqnd hgbetz. Pie ichipPp^P, ^nd st» Picht, wch ste, abgesehen von dem jgder Pattej ouhpizgenMn, Gfbioftft PHP,, charhkte^-- und «Hhljisthn sttzhnschrribern utzh Kt>r>hftP „ ehrlich ihre Meinung au»spr,chen »nd - pgzstchtea. Ihm YnfehlbartestSlehx« kützimort un» wsthrlsch ni.h:. ho» GoffipM» WPH. wa» st« sonst anstreben und Posten — mr jo rtzbstchotz ste find» dfsti? hffsffkff spreche ste e» ft. «Dner ste die» lhnn, desto besser kM qist', - Wogst in aller Welt sollen wir dagegen izn« ereifern, ja eine Silbe reden? —&*■ .Gcchi^ Dich üichs gor' dtstt chin^tz. nicht vtzr dePs^^ dera, fürchte Dich vor de» Heuchlern!" sagt, wieotzz dsp W,«» mud; alio vor denen, die von Freibeil. Liebe u. L ol. «nd in, tz^U» flgechtum»« Htzh, ktzewalt uqo «fttzheit kfizW». Ru» da» gilt wohl auch hhp uhr^MWM, rt gibt unter jeMr Partei auch Heuchler. Aber bei Mn Ullramonta ne» findet sich da» bezeichnet« Gebähten «ehr in dem politische « Auftreten, Mr parlamentarischen Taktik ihrer Stimmführer; man kann ja entschuldigend sagen, daß im politische« Partei» treibe» da« letzte Wort, die innerst« Herzensmeinung Picht immer gesagt werMn kann. Wo aber diese Rückfich» weg», fällt, da spricht der Ultrmnontanismu» sein« GttebeUsziel« offen aa«, ehrlich — und darum eben ist daran nicht» Fürchtet^ " lich«». Dir Leser «iffen ja wohl, wie letzthin betritt die Jnguifitio» al« eine rühmenswenh« und höchst nützlich«, ja' uothwendige Einrichtung offen proelamirt worden ist. $Üt «ollen ihnen an» fernem Ausland« noch ei, Srityzstü^? •ä