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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 50. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 50.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 50. 1875. Wochen-Zchrist für die religiösen und socialen Interessen des Jndeuthnms. Wöchentlich et»» Rr. Prrtt M ftfln »fkuaur* «. B»chtzgndlu»g«» » Mark *8 ff. Htr«et»A»fe»d«»-: t» D«tt§chl«»b 10 M«rk. »»ch Otftfmi* « fl, n amkrekch 16 Hrefl.. ». fegta*, Mnk iS «r. H. «NKTtf« 16 «r. fährl. »rä»»«er»»»P. Dt» *rr ,J«r. M»ch»»Ichr<ft- •Jeia.iüuo.tlUje: u.,v M . . Ä * t i U»tit»eiU rtzer dere» Rau« berech««. Rabbiner I)r. A. Trruesfets m Stettin.! «•»«*•1 jm wi Knuu*THt4n*u» Verlaßshandl»»§ et»rr«fle»de», st»de» »vH t« | »er nächstem Run»« L»f»«tz«e. — - Hr tn)»(nuMWCT« » S6 Pf. Magdeburg, 16. Deeember. *' "1 “i1.“4*0"“"“' Inhalt: S«<t«ttb« »rttf«li Wa« ntib isi« soll«, wir antworten? — vartcht« ««» i Deutschland: Ban der Ilbe. Pro»in> Hannooer. Aut Württemberg. — Oesterreich: Lemberg. — Frankreich: Pari«. — Holland: Amsterdam. — Rußland: Odessa. — Persien: (Schluß) — vermischt« NN» MWf« Rachrtchtenr Berti». verlin. LlU». Hamburg. Baden. Wien, Pari«. Bniedig. Rnm-ork. - KentNetanr Der Schutzjude. (Fortsetzung.» — J»sera1«ft-Vatlftga. Abonnements-Einladung. - Mt dem t. Januar 1876 tritt die ,Ll»raettityfe Mache»schrift" ihren siebenten Jahrgang an. Sie erscheint, wie die gesch. Leser wissen, seit dem letzten Quartal im Umfange von abwechselnd lVi'urib 1*/, Bogen. Trotz dieser bedeutenden Er- »eiterung, die auch ferner beibehalten werden wird, bleibt der Abonnementtprei» bei allm Po st an st alten und Buchhandlungen der bisherige: S Mark M Htzf. pro Quartal. Mt direkter wöchentlicher Franco-Zusendung kostet der ganze Jahrgang: a) im Inland« . . IO Mark (6 Gulden), b) uach dem Auslande 13 Mark, prtnnmerftiido — bis zum 25. Deeember c. — franco einzusenden an die Expedition der „ISr. Wochenschrift" t» Magdeburg. ■ W Da« „Jüd. Ltteratnrblatt" kostet jährlich» & Mark; die Abonnenten der Wochenschrift erhallen eß xrntis. Wa» nnd wie falle» »»Ir a»tßvorte«k ved-irdenartige vettachtnngeu. «Die da Unrecht leiden, aber kein Unrecht thun, Schmähung gegen stch anhören und nicht antworten — von thneu sagt dt« Schrift: di« Ihn lieben, gleichen der Sonne, wenn sie aufgrht in ihrer Pracht* (Talmud Sabbath p. 88 b; I»«a 38 »; Gittin 86 b.) vir könnten die in diesem Satz ausgesprochene Lehre durch ^verschiedene Bibel sprüche belege», aber wir eUtren, au« Gründen, die sich i« Verlauf der Erörterung von selbst ergeben «erden, lieber de» Talmud, der den Satz, wie man •), 3m «orig« Leitartikel B. SOS » «ttt« lie«: nicht bleß r« > liUßSf«« Rat», (statt: Rettgion. Kabul. — Des. b 3 S He«: u#< | 1»»stö»t«M (ft uuzerstSkbaMmI mb am Schluss« O'"I2tV1- > siehi, mehrfach wiederholt. Der Talmud wiederholt ihn, di« Juden haben idn noch tausend und aber tausendmal wiederholt; waS hilft'»? Eine andere, dem Judenlhum entstammte Religion hat einmal oie betreffende Lehre für «ich in Beschlag genommen, und damit der Alleinbesttz ihr besser gesichert fei, soll da« Judrnthun, nur Haß und Wiedervergeltung kennen und lehren. Müssen wir. nah jenem Satze selbst, auch diese Berunglimpfuiig anhöreu und schweigen? So ist'« wohl nicht genieint; Schinäbung gegen die Religion ist etwa« Andere«, al« persönliche Berunglimpfung. E« bleibt nur zu beachten, daß wir auch in jenem Falle nicht schmähend antworten sollen. Ohne Zweifel steht aber soviel fest, daß die Juden sehr viele Gelegenheit gehabt haben, sich im llnrecht»Ertragen und Schmähung-Hören zu üben. Wenn «» eben so wahr wäre, wie e» Fadel ist, daß Wiedervergelte» und Racheliden dem Inden von seiner Religion (bzw. seinem Talmud) geboten und mit der Muttermilch «»geflößt wäre, so hat man von der Gegenseite gewiß alle« Mögliche gethan, um ihm diese Tücke auSzutrriben — allerdings nur au« „Liebe- und in l ebevoll erziehender Weise. Oder dürfen wir da« nicht hinznsetzen, «eil wir damit wieder schmähen und höhnen? In der Thal, unsere Loge ist eine äußerst schwierige; da« ist klar. Sie ist e», denn e« handelt sich bei dem Allen durchaus nicht um adgethane Dinge und tsmp' paoafttl. Besteht unser heutige« Unrechrletden nicht mehr im Verbrannt'. Ertränkt- oder verjagt werden, jo kann man dagegen sagen, «S fei ja kein Wunder und kein Verdienst, wen» ver Jude in vergangenen Tage» nicht wieder verbrannt,. ertränkt und verjagt habe; heutzutage ist da» Unrecht, welches wir ertetden, nur anderer Art. und di» Schmähungen find ganz dieselben geblieben, ja die Schmähende» holen den Stoff zu ihren Verunglimpfungen immer wieder au» ihrer Vorgänger alte« Scharteken; der Unterschied liegt darin, daß wir in den Stand gesetzt sind, zu antworkeu, ja sogar Ungltmpf in Worten zu vergelten. Bibel nnd Talmud verbietene« u«S Wir wollen uns — so wird »« recht nnd billig sein — überall ans Defensive beschränke». I» Betreff der Angriff« der nliramantaneu Stärker schrieb

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