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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 49. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 49.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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tischer Schüler in dem evangelischen Seminar (nicht nur i,l» Hospitanten), ioiideru als vollberechtigte Zöglinge, die an allen Unterstühungen Th ü mhinen, zu gestatten, indesi, ., hat «r sich, wie mir matyr.-ii, vorb, halten, i» jedem einzelnen Falle, und jede .inzeln« Meldung ist tum zu unleroreiten, zu entscheiden, ob der sich meioende Katholik alt Seminarzit ausgenommen weeden d.irs Das; mit einer solchen Bestimmung die Lonsessionalitäi d.r Anstalt nicht anfgehoden ist, lcuchlet ein, aber vielleicht ist dies der >nie Schritt zur consejsionellen Parität. (Pos Zig) Stuttgart. Der Reche,„'chaslsberich: über da» israelitische Waisenhaus Wilhecm»pflege in Eßlingen ist erschienen und veknnvel sehr crireuliche Erfolge. Das Aiistalislebtil bledel einen Familienkreis 29 Psteg.inge beherberg! die Ansta.l; daneben reicht sie noch den isc Schuianilszöglingen um eine billig« Lnl'chädignng Xoi. 11 taubstumme Kinder, die die Taubsiniilmenoust-ill besuchen, werden in der WtlheliuSpflege leiblich und geistig v.riorgl. Da» jüdisch-religiöse Leben ist ein str.ng ges.tzliche». Der Unieerichi >,streck: sich „ich! b.os »ns die Fach.r der Pollöschule; Zeichnen und Fr.iuzÜnsch werten ,n der Anstall gelehrt. Da» D ia.o BereiaSvermöge» betrug 89,696 st., dazu lomint noch der Grundbesitz mit 16,800 st A» Stiftungen aus len, Grundstück sind 8832 st. eingegangen. — Der Perichl schließt mit iolgenden Worten: „Ueberau» viel de» Guten ist unserer Anstalt wieder erwiesen worden, io dag die Rechnung mit einer beträchtlichen Mehrnng t i Grundstücke ipilal^ alisch.:esil Für dlrseu edlen, opferwilligen Siser sagen wir den viele,, Gönnern der WUvelmspstege den iunigneii, wärmsten Dank und wünschen ihnen sür ihre Gnithaten Gotte» reiche Vergeilung. »der wir wagen euch die mirandige Bitte ausznspr.chen, es möchten diej-nige», welch« düse,n We»k« l-er Menschenretlung Wohlwollen, wie ein fcstgeschloffener Bund auch in Zukunft zus „um.,»hatten, eingeben l deffen. daß Iventtgleich der derma lge Stand der Anstalt ein gunniger ist, und d,e,eide viel de» Eriprießlichen leistet, koch immer „och höhere Ziele anzustreden sind, die zu erreichen uns nur geilugeu kann, wenn die Wohithäler der l»r. Waiienaustail uns m.l ihre» hüsiertigen Theilnahme stützend begleite» “ Oesterreich. Pest, 1. Dezember. (Oc.-Eorr.) Am 1. Iatluar 1876 wird l)r. Ignatz Goidzi-)«r, Docent an der hiesigen Universität, einer der dedeu eudsteu iiilter den jüngern Arabisten und auch auf dem Gebiele der jüdischen Literatur ,chri,tstell«risch lhäiig, seine Stelle al» Secretär der israclüischen Gemeinde von Peir antreren, als Rachfolger de» nach mehr als 40jähriger Amisdauer pensioiurleu Bacuay. *) Die mit großer Majvriiät auf den noch sehr jungen Gelehrten gefallene Wahl ist eine rühmlich«, de Wissenschaft, wie der Macht de» Geistes überhaupt dargebrachte Huldigung. Goldziher hat übrigen» durch eine vor zwei Zähren vollbrachte oriemaUjche Reise dargethan. daß er kein bloßer Büchermann ist. Der chu auSzeichnnü»« Eifer für all« wahren Zulerefseu de» Zuoemhum» laßt hosjeu» daß ein« amtliche Thä.igk«ü — die ziemlich vielumfasjend sein wird - der Gemeinde ebenso schöne Früchte tragen wird, wie seine Forscherihäligkeit der Wissenschaft. Bor einigen Wochen fand da» 26jLhrig« Jubiläum de» hiesigen Obercanwl» M. griedmaml, dem muer seinen Eollegen wtstst die nächste Stell« nach Snlzer gebührt, umer großartiger Betheiligung von Rah und Fern Statt. Luch die Regierung zeichnet« ihn durch Verleihung de» goldenen Verdieastkrenze» au». Die Söhne de» verewigten Lö« bereiten «ine Sammluug seiner tlemen Schritten, namenllich der ihr Ben Ehananja inedergeleg.eu Gutach en, vor. Auch gibt vre Szegediner Gemeind« ein Album heran», welche» die Leichenreden und andere 1 Drmsch« M« wm rhemichirn,,«« «toft* «« iatcwfftam, M| der Sohn diese» uastdi« Pest«, SWieind» ich«, »ervsnuen Mmmr» »ft nimmt Schnuspift«, Uuwm, tmrmf ist. auf Löw'» Lob ersolgt« vssemlichc Enunciationeu enthalten wird. Zur Berichtigung einer von Ihnen dem »JsraelU" entlehnten R.'iiz einn hmen Sie aiuhentisch, daß Lö« während seiner letzten Anweienheit auch den Enltustempel besuchte. Schließlich mag al» Vervollständigung einer in der Wochenschrift jüngst gebrachten Mitihebung erwähnt sein, daß auch der persisch« Generalconsul i» Wie» ein Jude ist, und zwar H. Goldberger de Buba. ein Glied der brkanntea geadelte« Familie an» Ofen. Zu allerletzt noch will ich Sie im Voran» aus die binnen Kurzem in den Buchhandel kommende Publilaiio» der Deutsch» Morgenlänbische» Gesellschaft ausmrrtsam »mchrn, welch« den Titel führt: Lamarilanisch« Studie» ron i)r. Samuel stöhn. Den Inhalt bildete u. A. eine Pesjach Hagada ver Lanmritaner. Pest. An btmicltkn Tag«, an welchem Horn beerdigt wurde, trug man da» langjährige Mitglied de» Vorstände» der EultnSgemeinde, den oielverdienten Herrn W«i ß^zu Grabe. Der Verstorbene hatte vornrhnstich in der traurigsstit Epoche für die Juden Ungarn« und ganz besonders Pen'», während der Schreckensherrschaft Hayuau's und an» Anlaß der Betireidüng »nd Repartirung der von diesem den Inden anferlegte» unmenschlichen Eontriduiion, sich durch Redlichkeit, Billigkeit, Umsicht unv, so weit die» möglich und zweckniäßig war, Un» erschrockenheil hcrvorgelhan. E» ist bemerkenSivenh, daß im eis- und transleithanischen Landlaae je ein Jude Referent der Bundescommissioil ist; in Wie» Knranda, in Pest Wahrmann. a Prag. (Or.-Eorr) Von nuferer G-meinde ist nicht» Besonderes zu inelden Die Vorträge im Afike .seonda-Verei» haben „och nicht begonnen, ob Die Vorirag.nS.n ober der Verein»- vorstans c-arnu Schul» sinv, wir wissen «» nlchl. Uebrrgru» soll der erste Bo,trag am 4. D.ccmder adgeh..ltn werbe«. Mit bei» Falten am Vn"W hat es in unseren Synagogen, seine li.v« Roth, woher sür nahezu dreißig Synagogen Fastende nehmen? Man Hilst sich schon seit I ihren damit, vaß ,nau de» Morgen» wohl nuT^D > >gl. aber da» Lesen oe« . zum Mliichagebet wird weggel issen. In ver AlIneu» syuagoge konnte man sich aber b>»her dazu nicht oersteh«», man tlieb immer Fastenve für Äelo auf, in dlejem Jahre aber würbe soct auch da» nur am letzten 'IV gelesen; der greise R. Sam. Frenuv, welcher biese Synagoge besucht, mein:«, va» Fasten für Gclo sei eben nur eia Psensosasten*), zur Erhaltung ve» Minh lg s.i aber da» einm ilig«, . L.se» hinreichend. , - ' Rach eine», ofsicielleu Berichte besuchte» iu Mähre». im Jahre 1874/6 Die dortigen Mittelschulen 7692 Schüler, von Venen 1267 i-rael Eonseiston waren. Für di« jüdische Bevölkerung Mähren» (60—60,000) eine schöne Anzahl sr»ßla«d. ' Enpateri». Im Süden Rußland«, insbesondere in der Krim nnv im Ehersonschen Gouvernement sitzt bekanntlich eine starke staraitische Bevölkerung (oergl Ist» Literbl Rr. 22 ) Dike gehört zu den angesehensten, wohlhabendsten und fleißigsten Hewohnern biese» Gouvernement» Sie sind sehr loyal unv ungemein wohl lhäiig, ohne in ihrem pilantropi«, scheu Wirten intolerant zu sein, — »nr v »meiden sie ti bei ihren Handlungen sich die geringste Uebertremntz ihreik' Gesetze zu Schulden kommen zu lasse,«. In Tupaloria, 99 * ihr Eenlralfitz ist, h>,ben sie sämmlliche Parkanlagen, schön«/?, Brunnen, Hööpitäler, Schulen, Denkmäler errichtet, und Ruf» sts fische, wie Deutsch« Bewohner achten diese thäligea und wohl> *) Da« erinnert «n jenen Scham»««, Ser sitr Set» (^kl —» IS- ,-;4 «rajchen» »ach da« J-Hezettsestrn der «emKnyenut^t,»« Ld»mnt«.. 'Z'; Stnmal schult« ihn Jemand «drnfall» am Aatzrzeitta,« tklfiÜnuM ih'rJ da« Kasten. Der Bote derichtet« ater, »ech er den »«rmnntlichq» FiWf bei »me« kr-stigen SNnaa«rstch ltderraichr have. Alt »a, StMestitzm Mitglied ihin dertd/r ,» «Mch« »Oiriifi Machte« eemidem» er t> „MHjl nen.Si». ich.Ml« für Sm MleM v tasten.- drei SahrzeM» stn» tztM«« in »m üdstl«. jckr all» d.r^i satt' ich fasten, »Bslhat,' mech IchnechmdM MMML» CüA.1* . . W '.T%>• iinnu 1W>.

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