Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 49.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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.<1 — 406? * ♦ * ♦ <•*» f ♦ V V i#i *6ltf Aber jchq Danton, schüchtf lassen, daß bie^ Ohne Bl> Ganglien, als da» höchste organisch, Gebilde, der Seele. , jetzt siudeü sich ^lnklanest^m >s« UIM. Gebt zchi^r, aber »chtliF ijM ^hne« M I baljisdie HononMbentzsNEe» wfkDen. kann keine 0ni ne«witMtst>nng <ßl> Stand« kommen, lehrt die Physi-lo.,ie. Ohne Blut keine GehirnlhL- -^4s. daic^chral,. V» daeigentlich Empfindende, Denkende, Wollende? doch nur da» Blut, dasjenige Organ, dem eine jo nngl.rch höhere Leben«- krail im Vergleich zn den Nerven innewohnt, dab neuerding» Brücke sogar einen Theil der Blntzelle.» direkt at» Llntthierchen beschrieben hat Die Sinne vermitteln die äußeren Eindrücke, da» Gehirn sammelt, verarbeitet sie und hat außerdem höchst complicirt«, je nach der Stufe de» Thierer vollkommene Einrichtungen, um ine Amecke de» Kerrschen. oder um mit Mose» zu speecheu,- de» Rephesch, zu erfüllen. Aber der Sitz dessen, wozu alle diese Einrichtungen dienen, iva» alle Organe der Verdauung, tlihmung rc. reguliren sollen, ist doch immer nur da» Blitt Daher der volle Sinn de» Ausdruckes: «Die Lehre liegt in Deinem Herzen." Denn sobald das Herz nicht mehr schlägt, hört da» vlur sofort auf zu circuliren. E» stirbt, wahrend dt« anderen Körperlheile ihre v»alen Eigenschasten noch eine relativ längere Zeit behalten. Daß man aber einen Eabaver (und als solchen b.hanbelt ja Mose« da» Blut) nicht essen soll, abgesehen von allen sittlichen Bedenken de» Abscheu«», der Möglichkeit, etwa» von dem Rephesch de» Thirre» mit in sich hinein zu bekommen,') braucht jetzt einem gebildeten Menschen nicht erst verboten zu werden. So sehen wir also auch bei diesem mos. Gebote, baße» nicht blo» Religion, Natur, nicht blo» zur Vermeidung Heid« «scher Gebräuche, ausgestellt wurde, sondern daß e« in Wahrheit ein rein hygiemiche» ist, zugleich auch ein ethische», wa» ja znscunmenfälll, wenn e» auch nicht überall jetzt schon so deutlich zu beweisen ist, wie der den »unreinen* Thieren. Nachbemerkungen der Redaktion. 1) Auf der die« jährigen Natiirforscher-Bersammlung zu Gratz har einer der Vortragenden auch darüber gesprochen, daß die heutigen Naturforscher sich um dir Geschichte ihrer Wissenschaft nicht kümmern, daher die Leistungen früherer Zeiten nicht kemteu und mit alberner Verachtung aus dieselben heradsehen. 2) Wir Hallen bei« Leien de» Aufsatze« vermulhel, der Herr versaffer werde gerade aus diesen Pnnkt da» Haupt« gewicht legen. Wir erlauben nn» nun — in laienhafter Schüchternheit — unser« Meinung auSzusprechrn. Die Blutkörperchen (viutkügelchen, Blützellen) find bei den verschiedenen Thieren, den Menschen hier eingerechnet, durch ihre Form «urrschiedru. Der Sachkundige erkennt und unterscheidet da« Blut von Menschen, Rindern, Pferden re., auch noch in trockene» Zustand«, al» Blutflecken in Kleidern u. dergl., nicht durch chemisch« Analyse, denn di« MtschungSbesiaudtheilc find dieselben, sondern durch da»-Mikroskop, au der Kor» jener Körperchen Woher nun diese Formverfchiedenheit, und wa« für eine Bedentung st« hat, darüber ist noch gar nicht« bekannt. Daß sie aber für da» animalische und physisch« Leden nicht gleichgültig sein kann, da« «trd «an »ohl nicht dezwetfelu oder bestreuen. Ist e« mm nicht sehr möglich, dich mit »iesen Btutkörpern etwa» Fremdartiges aufgelif «tirtir Ti>i .(Li nfnt nohb, welche» nicht, glclch genoffenen Kleisch- und Feu-Tbeilen. ohne Weitere« asiimil^ in ipich >^.nierü ÄDureut ZustD^ ion (ß W. VchinchM^ tur Htosse,ziruG, We^ei, A eine» ^lHitrind. Eie Be sere« eigene» Fleische« gleich, ^eine besondere Form, Morph«, .'t'llX LrbenSgest«,lMng,fü stchd, ,yrh«- >,. -tz-P cktze» ^« Blute, besonder» lange erlebt, Dl IO? Btcin Dl .'nn p ~i3K .17.17-2.1 dp ePn;-i'D2*n (Red.) d? Besonder» iV Dl 'P7WO nd Fell nehmen haben, keine le sind dem un- Berichtt uild Lorrespolldenzeu. Deutschland. KrtUtkfutt ». M., Ende November. (Or.-Eorr.) (Jüdische Eeninr in Süddeutschland.) Der Leser wird jggl» seinen Augen trauen, wenn er diese lleberichrist liest, da e« fast unglaublich scheint, daß m unlerenr^frecen DaterlaniK »och ein solcher finsttrer Winkel bestehe, in dem man die Eensur, da» verhaßte Institut.einer längst verga^tgxurn Periode, .in die, wijfestjch>>»tltchk.hebräische Literatur «luzgfststren waget. Daß aber eine solche Eensur in der Thal besiehe,"wollen "wir W ThaMZE'b.MIfeii Ist TYTin* Mr auch noch nicht gelungen, den Namen de« Eensor« oder den Letter t<& Preßbuteai?» mit Sicherheit ninnesi zu dürsen, so ist doch so viel sicher, daß nur der Main- oder Rheinstro« ein solche« Reptil e.zeugt hat, und Derjenige, der ssch^einst nicht gescheut hat, sein Bedauern darüber an»zudrücken. daß die Rabbiner da« ExrummaiionSrechi nicht mehr haben, de« fit doch auch sicherlich die Einsührung der Eensur mcht zuwider. Herr Jakob Brüll, Rabbiner, in Kojel.in, versaßt« y» hebräischer Sprache ein Werk: «Einleitung in die Mischmr*, dem -er Krankel'» brlüv>n'<» Werk gleichen Tirelö fk Grund« gelegt und solche» vielfach ergänzt nnd berichtigt tza». Der Versaffer hat schon mehrere hehräitche Schriften «dir«» und,jst al« ächt orthodoxer Jehudi bekannt und geachtet. rffr unterscheidet sich nur darin von der deutschen Neuotthhdkxi«, daß cr kein Fanatiker und ein Lamdan alten StylSsist. «i seiner jüngsten Anwesenheit in Frankfurt übergab er'dÄ Manuskript genannten Werke» dem höchst achtbaren Buchhüudier Äauffmonn zur Durchsicht und bot e» ihm zu» Bei, lag an. Zwei Monate verblieb nun da» Mannseytzt in s.n Hände», resp. in den Händen, de« geheimen Eeujor«, u« zu n ttersuchen, ob solche» druckwürdig sei und nicht» Ketzerische« enthalt,. Da» Resultat war rin günstige», nur der oft genannte ehrwürdige Na«e Frankel'» wurde beanst-iudetf' al« nun aber selbstverständlich der Versaffer sich «ich» dazu verstehen wollte, diesen ehrwürdigen Ramen zu <li«l*iW^ stand auch Kauffmann von dieser Forderung ad,,da er wohl selbst da» Gehässige dersrlben gefühlt hat, und so wurde auch der Lerlagtvenrag ohne diese Klausel öbgeschloffen ' Al» nun aber der Druck de» Werke« vollendet, dir Exemplar« bezog«« und einig« Pflichtexemplare der Eeninr geieüdel .hau«, «nklärt» K. aus rtumal, er dürfe den Verlag,nicht überuehmen, «A . da» ketzerische Buch Boro uobuoüv htimtD von ist. Krochmal und die Namen der Ketzer Frankel, JoH üüd Gr ätz in dem Werke genannt feien. Der vntteter dstk Bftsi faffer« gionble nun um so »ehr, nach Vernehmung M» Bvv-.. bot»gruuüro, auf die Erfüllung de» Vertrag» bestehen. Pt «üsseu, auf der andern Seit« aber hatte der Verteil J0& Krgp \, sich den umstrickens«u Bgnden der FatWstr zu ewt- ' El. E» kam nun folgender Vergleich zu Stand«. Der . ger girbt sämmtiiche Exemplare an den" Berfaffer iß» verzichtet a. f die Rüthahlullg der Druckkosttü at» G«hüe f>r den Vertragsbruch, dagegen müffen die Titeldlätttr - uud durch solch, «u de« Namen «iue» an> setz« werden. >1 i , A -Y