Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 49.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M 4». 1875. 6. Jahrgang. nfür WochenZchrift die religiösen «nd socialen Jntereffen des Indevthnms. wranatia «>»»»-. v—a VN »I«» «»Mmi-ni h. a »ort aa m. »itmiflakan» tu>«ea««i»»a 1««»»«, vLch 0e»nrNch » e . ». Hre-Ir-ich I» ftn».. ». •XUak. ««Ulla 11«, n. >««rtk, t« «H. iÖrl. j1(iaiui'.<o>ili.brr .KcMlinir u»!> -vthm^tx i Nabbiner l)r. A. Lreueufeie iii otettuu .... ■ düftriu »erbe* mit SO ff. für bt« brrifetimltuM fttttifil« i'ber deren Jt«*m derechuet. Die bi» Geuttta, früh bei »er uAterzeichuetzeu verlaßllbLndluukintrefscudeg. ftgtze» »sch t» »er „Lchüeu Nummer Lufusibm«. E t n 1 e i n»mmer» g Hb ff. •k mtXHtin kn „in. »«»nNch-'fr' Magdeburg, 9. Deeember. H. Gk»tfch, BnUalNfMltaKi U Dreblau. , Inhalt: ItrtMt »lut und erde. (MapbcKb.) — Bericht« «n» C»rr:f)i««Mil|«ilt Deutschland: Frank, furt a. «. Lap,ig. Ratet. Kolchmin Stuttzarl. — Oesterreich: Pest. Pest. Pra,. — Rußland: «upatoria. Odrfla. — Persien. — V«»»tsch1« >»»» »e««*« Nttchrtchte», «am,. Ul». »u« dem Oberelsaß. «uppmheim. Härtebad. Ungarn. Rew-Aort. — Ue»t>«- t»«r Der Schutzjud«. (Forlsetz»»^- — Inserateu-Vetlag«. Bl»t »nd Seele. (Xepdesed.) von «. Kornfeld tn Posen.*) . MN 1WB33 101 NV2 *?3 Vv3 '» C3- «- >7. l«) , UM »escheidt« ist schon gedacht worden, »,, «an muß nnr versuche», e« noch einmal »u denke«. ch-ttze. Die Bibel hat da« eigenthünilichc Schicksal gehabt, von Zeit zu Zeit im Gegensatz zu den Resultaten der Wijsrnschajl z» siehe» und auf der einen Seile ebenso lebhaft vertheidigi, als aus der anderen bekämpft zu werdea. Schließt uh hat sich «brr »och immer bi» jetzt derau«geftellt, daß di« Wissenschaft «sicht umgekehrt ist, sondern gerade eine bessere Stütze für die hestige Lehre abgegebeit hat, alt die Orthodoxie gedankenloser vertheidiger. ivMau kann einen natürlichen Grund dafür aufftuden. E»' spuckt nämlich immer noch da» Lorurtdeil, — welche» die Hypothesen Darwin» eben recht modern nlachrn, — daß unsere Erahnen auf einer ungeheuer tiefe» Stufe standen, und daß wir jetzt Alle» viel bester verstehen müßten, daß wir in jeder Beziehung «ine» gortschrttl gemacht hätten, und uu» «u d«. »on Aller» her gefundenen Wahrheiten nicht zu binde»'brauchten. 1 " Wir, deren Bildung auf den, classischeu Alterthui», deren Gesetz« auf drm oorpuo jurie, deren Moral aus den mo- »aischan Satzung«» beruht, glaube» doch iu der Beobachtung »er hygtmüfchea Berhalviiste. durch Chemie, Physik u. s. «. tz» de» Grand gesetzt 'zu fein, auf die sanitäre Bedeutung der Kpeisegesetze^'auf die Anordnungen betr. Menstruation, Au<- Detulf-ctio» vornehm heruuterzusehen» wie streng wir Echnu» religiöse» Gründen vara» Hallen mögen (s. Nachdem. 1.) n- *Rü der Entdeckung der Trichinen ist glücklicherweise 'Eine' einschneidende Brodachtnng gemacht 'worden, daß Mose» kitzle' MicroScop und "Spektralanalyse, eine" der wichtigsten Istgieuischcu. Thatsachen, namlich^die Schädlichkeit de» Genus- O» m», Schweimsteisch, Ukaunl hat. Kerner ist damit gleich- ». Itu ..ui' ijfr. .: . -kswerpi. tft «ati»«rtai »U-I-Itt-* Ak.n M» bei» »Ctf. «difM KiiilcU, Hin. M. »«aseld. un» »effr» «rüder Hra.,«rN»«chchi»nI l vr. tu, \mmt tu Leitartttet in Rr. »6-2« diese« vtatte«. (Red.) > zeitig bewiesen worden, daß seine Gesetze nicht au» und,kannten, unerforschlichen Gründen, daß sie nicht für da» gelobte Land allein gegeben waren. Endlich aber, daß sich die Schädlichkeit der unreinen Thier« gleich geblieben ist von der Zeit Roah'« an, wie stch auch die kärperliche Beschaffenheit der Menschen bezüglich de» speciell hygienischen Theil» der von Mose« ausgeführten Berunreiiiiguage« nicht geändert hat. Betrachten wir da» Leben de» I»ra«liten vor der Gesetzgebung und vor Allem den liinstand, daß. schon Roah der Unterschied zwischen reinen und unreine» Thiere» bekannt war, so müffen wir zugeben, daß die Ros. Gesetzgebung nnr codificirl hat, wa« bei de» im Sinne der Erzväter lebenden Patriarchen im Wesentlichen schon al« Gesetz galt. Nicht wie ein Blitz au» heitere« Himmel, so der» regelrecht in einem Gewitter kam die Lehre, und ne war so einleuchtend, ja b»> stand faktisch gewiß schon so fest bei den edlere« Geiftern de» Bolle», daß da» Volk st« hören mußte, daß ste »h»e Weitere» angenommen werden konnte. Einet oer allerjchärssten Verbot« der mos. Lehre betrifft den Genuß de« vluiet. Auch hier ist der Grund zugefügt: „Denn da» Blut mit dem Fleische zusammen ist der Nepheacb." Erst da» Blut macht ein Wesen, nicht etwa bloß za «- uem lebendigen (denn Leben hat jede Zell«, jede», thierifche Gewebe, auch wen» e» ganz blutleer ge«acht worden ist, »och eine bald längere, bald kürzere Zeit), sonder» zu dem bestimmten Wesen, zu einem lebenden Wesen» welche« individuell,: Erscheinungen darbietet, welche» nicht etwa so reagirt, wie eue durch Eleclricilät gereizter Mu»k«l, und welche« die Fähigkeit zu. selbstständigen, gewollten Reaktionen, soweü die» nicht d»rch andere Umstände verhindert wird, verliert, sobald e» sei»»» Blute» beraubt wird. Durch, die Austastung de« Blut«» al» Sitz tn» NephMeb setzt sich Mole» mit der gesammten jetzigen Natursorschuug i, Widerstreit.i vrkauatlich gilt da» Hiri» al« .Sitz der Intelligenz, «t» Teutrnm der Empfindung, mit oder ohne Rückenmark und