Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 48. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 48.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/5369809-5935045-5938016--2919-5372351
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

401 — I Mit ihre» Lehrzitkn auch WohlchätigkeiGstveck«, und verditat dtefetbe schon dethnlb jede mögliche Unterstützung. sei eS zur Anschaffung von Büchern, sei eS zur Begründung des Fond- Wehnsdefinitiver Anstellung eine- Bibeland Talmudlehm«. Per Bericht weifi für tetzlere» Zweck erst 101 Rm. auf.*) Dem Berichte gehl eine tiefempfundene Gedächtnißnd« für de« verstorbenen Gönner der Anstalt, Hr. Dr. Jul. Lobethal voran, sowie eine Homilet. Abhandlung „über daS Gebet* Dre-dru. Der vom Hits. Vorstand: veröffentlichte Rech »uugS-Adschluß der i«r. ReligionSgemeinde pro 1874 ergiedl ter Eiuaahmen: 28,307 Thlr, unter Ausgaben: c. 10,608 lr. und al« Bestand am 31. Der. 1874,: 17.598 Thlr; N hypothekarischen Schulden: 24,300 Thlr Der iehrerpenön-fond beläuft sich auf: 3716 Thlr. 20 Sgr. Herm. Adler) im Westend ist zwar die grüßte unter allen Londoner Synagogen, sie ist aber doch für di« Besucher, d. h. die im Weftend wohnenden Inden, zu klein. Au«bau, Umbau, gänzlicher Neubau — über diese verschiedenen Projekte wurde gestritten. Eine General-Versammlung hat nun in voriger Woche gegen oen Vorschlag des Eomikä'«, welches die Synagoge niederreiben und einen Neubau anfführen wollte, entschieden. Die bi-herig« Synagoge bleibt, wir sie ist, uüd esoll in angemeffener Lage im Westend eine weitere erbaüt werden. Srrhitt». Die Bevölkerung Serbienbeträgt nach fcn neuesten Zählungen 1,400,000 Seelen, darunter 1,500 In den. Diese sind aus Belgrad beschränkt und dürfen sich anberivärts im Lande weder niederlaffen noch Hauvel treiben. Hä»t»rg, 18. Roo. (Or.-Eorr.) Der Artikel, den Sie in Nr 45 in Betreff eine« Lehrer« der hiesigen Talniud Torah gebracht haben, bedarf der Berichtigung. Der Au»gebitebeue ist kein J-raelit, er lvzog auch nicht 1200 Mark Jahre-gehalt, sondern 3000, weil er Sprachlehrer war. Die Gründe seine- Wegblndensollen ziemlich unlauterer Art sei». E« bezieht auch kein Lehrer der Talmud Torah jetzt unter 500 Lhaler Gehalt jährlich. Breisach, 4. Rov. Bon ruchloser Hand wurden aur Borgend de« AllerhrUtgenfesteS am neu errichtete^ israelitischen Ftiedhofe hier gegen SO Deckplatten auS rotheni Sandstsii» von der UnifaffungSmauer herabgeriffen und ein großer Theil derselben zerbrochen. Da« eiserne Thor ist stark beschädigt und auch hier die obersten Steine der Thorpsostcn herabgeworseu; ja nicht einmal die wenigen Gräber selbst wurden vou den Thättrn verschont und die Brettchen, worauf einstweilig Namen und Runiniern der Verstorbenen standen, von stsU Grabhügeln herabgeriffen u. s. w. Jeder rechtlich Den- «nde spricht nur mit Abscheu von dieser rohen Handlungsweise, die gar keine« Sinn hat und darf deshalb bestimmt ästgrnommen werdm, daß die Thäter nur der gemeinsten Sorte anAehören, deren e« ja fast überall gibt. Sie sind noch nicht ermittelt, doch soll mäF 6{r«it£ Spuren derselbe» entdeckt haben. Der Schaden wird auf etwa 500 Mark geschätzt Syrilgsfield (Ohio), 3. Oktober. Eine sehr interessante „Bar mizwah* fand gestern in unserer Synagoge statt. Der Confirmand, Moritz Flotow, dessen Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, wurde von einer christl. Dame, MrS. Hickman, mit mütterlicher Sorgfalt erzogen und mit seinem 13. Jahre führte sie ihn zur Aufnahme in den i-rarlitischrn Religion-» bund vor. Alle« aureinen, edlen Beweggründen, ohne irgend einrn Hintergedanken wegen einesonstigen Nutzen«. Die Dame ist «ine fromme Merhodistin. Ihr Name verdient gewiß aller Well txkannt zu werde». Beim Aufrufen de« konfirmanden zur Thorah gedachte der Rabbiner vr Greenbannt der würdigen Frau in so geeigneter Weise, daß die ganze Gemeind« zu Thräuen gerührt wurde. Rach der Bsrachah sprach der Rabbiner den „Mische der ach* und flehte zu Gott für da» Wohl der edlen Fra». (Amer. Iar&elite ) Phll-delphio. Unter den deninächft erscheinende« Werken der amrrikan. Jewish Publication Society befinden sich Herzberg'- „Jüdische Familienpapiere* u. Perle« „Vit jnd. Hochzeit»- und Leichenfeierlichkeiten im nachbtbl. Judenth* (Jew. Rec.) Feuilleton. Der Schu-jssde. Pest. Zn Hinsicht auf da« Religionibekenntniß de« ' Verstorbenen Unlerstäat-secretär- Horn (Einhorn) bz,v. deffen Zugehörigkeit zum Judenthum finden wir in verschiedeuen Blättern nachstehende Notiz, welche wir iviedergrben, selbstoerstäudlich ohne diese Auffassung und Darstellung der Hornscheo Motive zu billigen. „Eduard Horn war der erste Jude, der eS in Ofterreich-Ungarae zu einer größeren amtlichen Stellung brachte; , trotzdem di« Gleichberechtigung der Konfessionen gesetzlich auerkiutnt ist, bedurfte ebisher nnd bedarf e« noch immer degisiv« ihren Wasser« für Jeden, der die Leiter der staatlichen Würde« hinanttiuune» will — und die beiden Juden, die im Rathe der Krone dieffeitder Leitha sitzen — Unger und Gtofer — widerstreiten dieser Behauptung nicht, sie sind beide getauft. . Hgry Konnte sich hierzu nicht entschließen; er glaubte a» den Gott^JSrael» sein ganzes Lebe» hindurch uno starb -üch K'diesem Glauben; seine Kmder alleraingsind gelaust. Er,wollte diesen da- Leid uiid die Verwicklungen, die er de- Judenthum« wegen zu erdulden hatte, ersparen und befreite fte von de» „audem Rilthalr eingeschlepplen Plage*, allerdings im Widerspruch mit seinen Ueberzeugungen * L-üdo». Die Bay-water-Eynagogen-Frage, welch« seit ^Jahren ventilirt worden ist und in de» betreffenden Kreisen mitunter zu sehr lebhaften Erörterungen geführt hat, ist yz»n ^mchgültig erledig!. Pie BaySwater-Eynagoge (Prediger: vr. *) Mr »taten hier dt« Nemertung nicht unterlaflen, dah dt« Druck» > für de» Bericht um «tu Bedeut»»«« gqnindei» merdrnttnntm. ®iru historische SrMlung aus d«r Beschichte der Juden in Ragdedarg. »al» i«sch-tz» > , De« gut» stuf« t (FoNsetzung.) „Ich — Lebentretler?* unterbrach ich die schöne Erzählerin, „ich schleuderte, nichtahnend vor niich hin »nd ward Niedergestochen. Wie tonnte ich da Jemandem da« Leben retten?" Sie aber legte den zarte» Finger an die rosigen Lippen, zum Zeichen, ich sollte mich durch ^»rechen nicht anftrengen, und fuhr fort, mir den Zusammenhang klar zu machen. „Unser guter König Ferdinand,* sagte sie, „ist krank und schwach. Man fürchtet sem schnelle- Ableben. Da er ohne Nachkommen ist, so würde der Thron nach Eastilischem Rechte, weil da»,l der Mannetstanini erloschen, an die schöne Beatrix, die Gemahlin de- Eastilischen König«, fallen. Di« Eastilla» »er, ja Alles, iva» Spanisch ist, Haffen wir aber mit ganzer Seele. Unser Land will nicht« von Beatrix und ihrem Anhang« wissen und hält e« mit dem tapferen Johann, einem illegitimen Bruder Ferdinand'«. Du gleichst ihm auf rin Haar,* fuhr Dolore» fort und erglühte wiederum, al« ich st« überrascht ansah, „ja Du hast diesewe Stirn, dieselben Augen u»d Gestcht-züge, wie er. Auch sehet Ihr Bride Euch in Gestalt und Haltung zum Lerwechsetn ähnlich. Luch da» Alter trifft überein; Du kannst, wie Prinz Johann, kau» »euazeh« Jahre zählen. Ll« man Dich blutend und oh,mächtig in unser Han« trug, glaubte ich nicht ander», alman habe fern Prinzen gemordet. Luch Andere fürchteten da-jrlt«. Scho« in der Rächt verbreitet« sich da« jchtt««« Gerücht dnrch Li« Haida MsLMKFSLSKÄUSSLk.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.