Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 46.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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ärgert, wenn wir für diese Behauptung drastische Belege an» gefühlt haben,Hader ,man hat un« noch mit keinem ^Worte widerlegt; UrumEleibm nsiriidabSL D^P'ir. nichts die Jadenheit Dl nßht nDr l-^uSWiL Dtonß, ,ersp!it!«w wollni, die EiiGkit, Kotz Gr eichüal ^»HwAcnenDU'l Wzen, so lange und so weit e« irgend möglich ist, zu erhalten be- 5. m die-Unheil' ««^JtideikchNnmeuicht^ ganz preisgeben, er will sie i» Hinsicht auf die Werke der Wohlthätigkeit erhalten wissen, denn «er constatirt mit Bergnüge», daß die Gegner noch Gefühl für die leibenden Brüder, für die leidende Menschheit habe»-. Die allge» meine Humanität wird hier nicht i» Frage kommen, wohl aber ne Bereitwilligkeit, speciell jüdische WuhlihäligkeilSzweck, zu fördern. Run ja; bisher haben auch die Reformer auf.!Ürßach Geld, zu Mazzoch für dje. Armen .gMhen, haben ,z» jüdischen HoSpitälern u. j. w. u. s. w. beigetragen. Eie rssen selbst am Peßach svN und halten koschere Küche für unnöthig — aber sie fühlen sich mit der Gesammtheit Verbund rn'-ünd'danach verpflichtet. Ist rininal die Trennung in «die zwei Confessiones" un^die^Sem"eln'deTpaftüiig“ durchgeführt, dann würde auch das ander» «erden! Die Befürchtung liegt wenigsten» sehr nahe, und wollt Ihr ein Beispiel, so blickt nach — Jerusalem; da bestehen »erschiedene Verbände, nicht einmal durch Princip-Differenzen gesonderte Gemeinde«; sehr doch, wie di« einander um die np*TJC und np^tfl befehden, wie sie ängstlich darüber wachen, daß der Eepimrdi keinen Pfennig von dem für einen anderen Kolel Gesammelten erhalte und nach Deutschland keinen Sammeldotei. sende. Wir bitten, die Anwendung machen zu wollen. S) Sehr leicht schlüpft Hr. E. über alle einschlägigen Geldfragen hinweg Einerseits sind di« Gegner der Laskerschen Resolution nnr Rabbiner, denen um ihre Pfründe bange ist (er selbst gebraucht diesen Ausdruck nicht, aber er ist in den Streitschriften seiner Partei sehr oft gefallen), andrerseits wird die Opferwilligteil der Juden schon für Alle« sorgen. Wir brauchen nicht an ein allbekannte«, Geldsachen belrefftnd:», Wort zu erinnern; mit Spott und Hohn iverdeu aber teiu> Schulden bezahlt, uad mit groben Redensarten kann kein, Gemeinde erhalten werden. Die Männer vom Schlag« jene: alten Rabbiner, die kein Geldstück (P2VV JflttC) kannten, von einem Sadbalh bi» zum anderen kein Fleisch genossen, in einer Klause hausten, mit zwei Thalern die Woche sich begnügten, und wenn e» gar nicht mehr ging, - sich auf dir Wanderschaft machten, um-, diese Männer sind «ich! mehr, und die hochorthodoxe» Herren Rabbiner in Frankfurt, Mainz, Berlin gleichen ihnen darin ganz ebensowenig, wie andere Leute. Die Welt ist einmal schlecht geworden und will — aber allgemein! — da« «Brod und Salz sollst ,Du essen, aus nackter Erde schlafen" nicht «ehr »u pied de I»;ettre nehmen. Ebenso geh«'» bei der Gesammtführung der Gemeind« nicht mehr wie ehemals mft ein paar Groschen ab. Der Echochet oder Lehrer begnügt sich nicht wehr mit Wondertisch und — Gotteslohn oder Rosch > Ehodesch - Geld; der Orthodox« schimpft zwar auf Orgelsynagogen und Prachttempel, aber sich mit einer Stube zum Rtnjanmachen begnügen. den Erstenbesten al« Lhasa« anhören, auf all« Anforderungen eine« gebstdetea Sinne« verzichte«, tu« ist doch nicht «rlr — an der Zeit. Geld braucht di« orthodox« Gemeind« wirklich auch. — Mehr darüber zu sagen, ist unnöthig. G« genügt zu zeigen, zwo die bloße MhiUÜ» MMürt, da« baar« WldSrrjM» jiäfttanp. aG fit Mob« gute Wille MiDt nicht! Pn2 »Mn H O"katne»lvMD genug ist, daß WrMnd chgeiitz WWe FftMie flst^Mzesammte Budget einer Gemeind« uüd noch verschiedener Institutionen deckt, so denn-die ^ubenftstw« Recht,'Md wbli^Zsttbei» wnfllch alPmual und allüberall unermeßlich reich und schütteln wir dir Tausende, «so leicht erworben", auch so leicht hin?! (Schluß's.) Statistischer Bericht über da« freiherrlich Rothschild'sche Hospital und die da«it »erbundeueu WohlthätigkeftSaußalteu tu Jerusale» I. Hospital. Im Jahr« 5635. d.m ül. seiur« Bestände«, erfreut« sich da» fteiherrlich Rothschild'sche Hospital de« Besuche« einiger hervorragender Glaubensgenossen;.her,H<rren,Sothel,Wutagu und vr. Ascher au« London, sowie der Herren Dr. Löwe, Dr. Eh Edmund Aikin und Edward Samuel, welch Letztere die Anstalt im Aufträge de« damals hier anwesende« BarvnelS, -Sir Moje« Moutefiore, in Augenschein uüthmen und ihrer,Anerkennung stber da« Psizken pe« Jnstiim«, in dem aufliegenden Frentdenbuche in schmeichelhaften Worten Ausdruck verliehen. Im Allgemeinen war der Gesundheitszustand Jerusale m's im abzulaufeneu Jahre «in befriedigender, ja den ganzen Winter hindurch sogar ein vorzüglicher zu nennen. Erst die .Ao». uale Juni und Juli brachten un«, nachdem schon rt»a« früher die Blattern unter Kind«rn geherrscht hatten, eine quantitativ unbedeutende, doch um so intensivere Cholerine-Epidemie, welche in Folge der damals in Damaskus und Hama grasfirenden Cholera nicht geringe Schrecken unter der Bevölkerung verbreitet hatte. Jndeß verliefen sämmtliche Fälle günstig. Bon der asiatischen Cholera blieb glücklicherweise ganz-Palästina verschont, und den letzt«« Berichten zufolge ist sie auch in den» übrigen Syrien im Erlöschen. Da« fteiherrUch Rothschild'sche Hospital nimmt nach Maßgabe de» vorhandenen B«legraume« Krank« beiderlei Geschlechtes unentgeltlich in ärztliche Behandlung und Brrpfleguug. Die DulchschnittSziffer der jährlich daselbst Behandelten beträgt an 380, und wenu heuer diese Äffer uichterreicht wurde, seist die« nur den« Umstand zuzuschreiben, daß. da« Ho«pital seiner Renoviruug halber zwei Monate lang geschlossen bleiben mußte. Mit Ende Elul de« Jahre« 5634 sind in Behandlung verblieben: Mänuer Frauen 7 S Im Jahre 5635 wurden aufgenommen - GG1, und zwar 176 IV E« betrug danach die Anzahl sämmtlicher im HpSptzal behauhelten Kranken 344, und zwar 188 Männer ss«d 161 Frauen. Bon diese» wurden während, de« Jahre«, entlassen: geheilt #59 gebessert *8 nicht ^hfilt ,11 - gestorben sind . ,19 und in .Dwtzrrpr.Haydlun^ h-