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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 46. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 46.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 46. 1875. ^Jahrgang. Wochen-Zchrift ftr die religiöse« «ud foelolm Interessen des Indrathums. »chrntltch (lut Är. frfA M «Im 9«M«tcni >. Vuchtzanvl»»im S lUrt U ff. DIreetsAmsmdmaO: t«DmtfchLa»! 10M»rL »«ch 0*Ä«retch « |, a. Hssmtretch IC frei., m. •»fcUafe, Atlfta* II Mt , «. Smrrit« 1» ML MrL. P»l«»»«r«»tz« 9k ******* ter ^tzr »«chmfchrtft' ta ««,vel»r^ L e»an:wo»l!ichct ftrtaticur tut* .nriauf^trUi Rabbiner Ur. A. Lrenrnfel» in SteUuu Magdeburg, IS. November. Inserate »erbe« »lt *0 ff. fflr bie brri|d««ltmc fetfarile ober deren Rau» berechmet. Die bt4 vsaatag früh bet der Unterzeichneten Berl«HGHanbl«nß eintreffenben. ftnben a*4 t* der nächsten Nummer VUrfnghm«. Otnzelnnmmer« « II ff. H. vk«tfch, Berlaesbuchban»!»«« in freit««. Inhalt: Satte«»« «rtifel: Noch (ine < letzte?» Streitschrift in Sachen der SaUer'schen Resolution. lFortsetznng statt Schluß.) — Statistischer Bericht über »a« frei herrlich RothschUd'sche -««vital und die damit verbundenen DohlthLtigkeittanstalten in Jerusalem. — »«- vichw »«» *»rtifp0M»*nt*nt Deutschland: Stettin, «agdebura. Bom Rhein. Jnowracla«. — Oesterreich: Fokschan. — Krank, »eich: Pari«. — Schwei,: St. «allen — Bem*f4C« ««» ««««Oe Nach richte«» waren («ecklenb.j Frankfurt a. «. Pest. Ha«,. London. Odessa. Persien. Süd.Nfrika. Duni«. Rew.Aork - FentNeto» t Der Schutzjude. (Fortsetzung» — Jnsernten-Betlng«. Noch eine (letzte?) Streitschrift in Sachen der Laeker'fchen Resolution. (Fortsetzung statt Schluß.) Am Schluss« seiner Broschüre kommt freilich auch Herr S. darauf, daß es seiner Partei schwer fallen werde, di« Gemeind« zu verlafieu, daß bi« La«ter'sche Resolution auch viele »den strenggläubigen Grundsätzen huldigende" Gemeinden ge» sährde, und daß un« vor dem Austritt der Inbisserenten bange. Diese richtigen, mit dem hier dem Herrn S. entgegengehaltenen übereinstimmenden Ansichten stehen indessen mit de«, wa« die Broschüre vorher sagt, und mit dem, wa« die Parteigenossen de« Herrn S. behaupten, im Widerspruch. Wir kommen auf dies« Sätze zurück und fahren zunächst in Auszählung der irrthümltchen Aussaffungen und Voraussetzungen der Flugschrift fort. Sie hält den Befürchtungen der Gegner der La-ter',chen Resolution zunächst entgegen, daß ja da« Judenthum seit Jahr« tausenden ohne Staat«hülfe und ohne Zwang bestanden habe. Ohne Staatthülse allxrding«, und von dem verlangen nach solcher ist auch jetzt kein« Rede. Ader ohne Zwang!? Da« ist die sechste grund-falsch« Lorautsetzung de« Herrn S. Stet« haben die jüdischen Gemeinden (OrtSverbände) die eingesesseuen, zuziehenden, sich bei ihnen aushaltenden J«raelit«n nach deren Bermägen abgeschätzt, und nach solcher Schätzung, sowie nach Kopfzahl «. s. w. Gemeindesteuern beigetriebtn. Zwar nicht mit allenfallsiger Hülfe de« obrigkeitlichen Executor«, der sich ihnen nicht zur Verfügung stellte, aber dnrch den Bann. Bon diesem Banne und seinen Folgen ist ja jüngsthin, mehr al« un« und Herrn S. lieb ist, die Rede gewesen! — Der Gebannt« mußte entweder sich fügen, und dabei wa.'e« mit dem Nachzahlen der verwetgerlen Abgaben allein nicht gethan, ober er mußte — «»«treten; «ine ander« Wahl blieb ihm wahrlich nicht. Ader sowie di« obrigleitltch verfügt« Exeeutivbarkeit der Gemeindesteuer — van einer faktischen Execution ist ja äußerst selten die Red« — «1» lehr »Ud«» Surrogat de« alten Zwangürechle« ist, so ist . di, RMtrüt»er»itr«>g, tze ms ^» hiw-nige» »erlnugen. | der an den Gemeindelasten nicht theilnehmen will, etwa« ganz I andere« al« di« Zmangkanlage, in die ehemal«, nach Gesetz und Herloinmen, der dem Eherrm Trotzende gebracht war. Denn diesem blieb „ur entweder der wirkliche Uebertritt zum Ehristenthum, oder er suchte bet der Staatsgewalt Schutz, und wurde zum „Moßer" dem von allen Gemiedenen und Berfl—, oder er verzichtete auf de» Verkehr mit Menschen .... Wir verlangen, daß der Jude an den Lasten der Ort«gemeinde nach wohlgeordneter Schätzung beitrage, verlangen die« nach Recht und Billigkeit, weil jüdische Gemeinden überall keinen altfundirten Besitz haben und lediglich aus die Beiträge angewiesen sind, verlangen die« nach altjüblsche» Gesetz — oder er soll erklären: ich will mit de» Jude» kein« Genieinschaft haben; er erklärt seinen Austritt au« dem Judenthum, er ist dann mit un« fertig und wir mit ihm. 7) Gin weiterer Jrrthum de« Herrn S. liegt darin, daß er überall eine Zweitheilung der Jude» vorauSsrtzt. Auf der einen Seite steht ihm „bei orthodoxe Jude, der durchdrungen von der Heiligkeit der Torah ... diesen Lehren folgt in jeder Nüance seine« Leben«, nicht« thut wa« sie verbieten" — auf der anderen „der Reformer, dem die Thora ein Plunder geworden." Wo, Herr S., sind in Ihrer ReligionSgrsellschaft zu Frankfurt a. M. die Leute, di« keinen Paragraphen de« Schulchan Aruch übertreten? Und wer gestaltet Ihnen den 1)r. Joül, mit dem Sie ja al« Vertreter Ihrer Gegenpartei verhandeln, einen Mann zu nennen, dem die Thora ein Plunder geworden? Kein Wort mehr darüber. — Wlr haben feit Jahren oft genug nachgewicsen, daß di« heutige Judenheil nicht in zwei, sondern in gar viele Gruppen zerfällt, daß speziell di« Vertreter der Orthodoxie in Deutschland von Hunderttausenden and«r»wo für onBlS und V'VVIV erklärt werden.*) Man hat sich sehr darüber ge« *) Roch eine Kneikou al« Beleg. Ein -lautwürdiger »ann er> ^lhlte un«: Seschüste sührten nüch nach GaU^en, m im Verkehr mit Juden Me Rede auf den »rthadogen Ratdlner X. (am. „Oie? sagte mit da ein Galizier, der »ann hat in meiner Gegen»«» einen Bekannten nach dem Bestechen seiner (rechte«» Marie -esragt, und »er ml» - ei» RatMner. ein Orchedeg.r sein?!" -al»« nach einige »n«r»se nn» klm dj* di

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