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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 45. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 45.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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„stgkeit i» de» verwaltenden Kreisen, doch in der Lage, den Geehrte» Mitgliedern nl« Schriften de« ersten Jahrgänge« di« Nachfolgenden »u liefern: 1) Beschichte der In den von Prof. vr. H. Brätz, Band 2. Erst« Hälfte. 2) Studien zur Beschichte der Sammlung der althebrätschen Literatur von Rabbiner I. S. «loch. S) Hau« und Kloster. Bin zeitgeschichtlicher Roman von D. R. Hammerschlag. 4) Der freit Wille. Novelle von W. Herzberg. Loa der Lieferung de« S. Thetle« der „Beschichte der jüdischen Literatur" von vr. D. Bassel mußte auf den Wunsch der vielen neuen Mitglieder, welche die beiden vorangegangrnen Dhetle nicht besitzen, für diese« Jahr Abstand genommen »erden. An Stelle de«selben find die zwei ,ud 2 und S ans-eführten Werke geliefert worden; im Banzen also jedenfall« mehr, al» im veröffentlichten Prospekt in Au«stcht gestellt war. Wa« die Organisation de« Verein« anlangt, so ist ein Beret»«-Statut selbstredend durchau« nothwendig. Di« Srundltnte» eine« solchen find im vorjährigen Prospekt bereit« veröffentlicht worden. Da sich von keiner Seit« et« Widerspruch dagegen erhoben, so seim dieselbe», nach Paragraphen geordnet, al» vom Unterzeichneten »»«gehender Entwurf hier noch- »ol« abgedruckt und zur Debatte gestellt. Statut de« „J«raeltttschen Literatur-Verein«". ß. 1. Mit dem I. Januar 1875 ist der „Israelitische Literatur-Verein" in« Leben geinten. ß. 2. Zweck deöselbenist: Durch Herausgabe und verbreit«»- belehrender, unterhaltender und nützlicher Schriften über Inden und Jndenthum di« jüdisch« Literatur zu fördern. 9- 8. Mi'zlted de« Verein« ist: Jeder, der einen Jahresbeitrag von 8 Mark zur verein«kaffe bi« zu dem zu veröffentlichenden Schlußtermin zahlt. ß. 4. Jede« Mitglied erhält für obigen veittag je 1 Exemplar der t» Laufe de« betr Jahre« von dem Verein heranSzngebenden in 9- 2 «»her bezeichnet«» Schriften, sowie eine« Jahresbericht, der da« Mitgliederverzeichntß und Rechenschaft»bericht enthält. 9ö. Die Au«»ahl der alljährlich herau»zugebend«n Schriften besorgt «in« ans die Dauer von ... Jahren zu wählend« Prüfung«-Lommisston von ... Personen, di« «in gtschäft«leitende» Mitglied, einen Basfirer und einen buchhänd- Krischen Bommisstonär de« Verein« destgnirt. 9- 8. Die Mitglieder der Prüf»ng«-Eommission verwalte» ihr Am» unentgeltlich. 9- 7. Bon ... zu ... Jahren tritt die Hälfte der Mtt- Glieder dieser Bommisston au«, und wird durch Neuwahl ersetzt. Di« Au»tr«te»d«» find wieder wählbar. 9. 8. Da« Vereintjahr läuft mit dem Kalenderjahr, vom I. Januar bi« 81. Deoember. Der Schlußtermin für di« Ptnzahlung der Jahresbeiträge wird im Jahresberichte und « den jüdischen Plättern bekannt gemacht. Di« größtt Schwierigkeit dürste in der Aufstellung eine» zweckentsprechenden Wahlmodu« liege«. Der versnch, durch Gedrnckte Mitgliedskarten dir Zahl und di« Namen der Mit- Glider sestzustrllea, ist daran gescheUert, daß die Buchhändler von diese» Karte« fast gar keine» Gebrauch Machte, und auf ihre» Bestellzettel« nur dt« Zahl der Exemplar«, nicht aber dir Namen der Besteller angab»«. Di« bnchhLndlertsch« Vermittelung ist aber bei dem ganzen Unternehmen nicht zu entbehren. Die WahluwdnSsrag» bleibt sonach eine offen«. Vorschläge find dem Unterzeichneten zuzusenden, der dieselben im nächsten Jahresbericht zufaminrnstellen wird. (Bi« dahin wird derselbe die BeschästSleitung de« Verein« provisorisch weitrrführrn.) Ein vollständiger Kaffenbericht kann in dem gegenwärtigen Jahre«bericht noch nicht gegeben werden, well Lontraetabschlüff« mit den Verlegern zum großen TheU — besonder« beziehentlich der 2. Hälft« de« zweiten Bande« der. Brätz'schen Beschichte — bi« in« nächste Jahr hinübergretfen. Der nächstjährige Bericht wird sonach dt« Rechenschaft«legung über da« zweijährig« Provisorium bringen. Der neue Verein sei auch in seinem zweiten Jahr« der Bunst und Lheilnahme zunächst de« jüdischen Publikum«, dannaberauch jede« Siteraturfreuude« empföhle«, mögen ihm die bitherigen Mitglieder treu bleiben und recht viel« neu« ihm beitreten. Dt« BritrittSdedingungen bleiben dt« dtöherigen. Der Jahresbeitrag pro 1878 ist mit 8 Mark di« zum EL. 1870 an den Lasstrer de» Verein«: Herren Banquier« Fließ & Eomp. in Magdeburg franko «tnzusendrn. Vuchhändlertsche Bestellungen find an den Lommisstoaär de« Verein» Hrn. O«kar Seiner in Leipzig zu richten. Agenten wollen sich wegen Eireulär« und sonstiger Auskunft vom 1. December ab wenden an das geschäftSletttnde Mitglied: Rabbiner Vr. M. Rahm er in Magdeburg. Berichte und Lorrejpoudeuzru. Demüfchlamd. Stettin (Zur Simchath-Torah-Feier.) Dt« Riten und Eeremonten de« Vorabend« find in den verschiedenen Gemeinden und Gegenden sehr verschieden. Der eigentliche Minhag Aschkena» weiß von Umzügen u/f. w. ä« Vorabend gar nicht«; der Minhag Frankfurt hat st« auch Morgen« nicht, steht aber in dieser Hinsicht wohl ganz vereinzelt. In einzelnen Orten, die sonst Minhag Aschkena«-haden, werden jedoch Abend« die Torahrollea herausgenommen und unter Besängen wie Morgen« umhergettagen; dann aber werden ste wieder weggestellt, ohne daß etwa« Weitere« mit ihnen vorgenommen würde. Der Minhag Pole» hat überall am Vorabend die Umzüge, nach veendjgung derselben wird e« aber verschiedentlich gehalten. E« werden dt« Lorah'»bi« auf eine oder bi« auf drei zurückgeftellt, und dann wird entweder 1) au« der einen eine Anzahl von kleinen Abschnitten, die s. g. nms, an verschiedene »ufgerufene vorgeesen, oder 2) e« wird au« einer Thora der Anfang von N212.1 rWT) wie Sabb. Mincha vorgelesen, wozu Drei aufgerufen «erden, oder 8) e» werden drei Rolle» auf di« Vorlesung de« folgenden Tage« gestellt, aufgehoben, »»gerollt, aber nicht« vorgelesen. Ich red« hierüberall von'dem lkea unoebändürten Gebrauch, wie it gewesen oder wie er noch ist, nicht.«,» etwa neuerding« eingeführt«« Aenverungen. Auf die Quel« «« dieser verschiedenen Riten «inzugehen, ist hier nicht der 2rt, ich »i£ m.r einige Rachweisung«« htazusetzen. In de» steht von Umzüge» am Abend gar nicht«; eigentlich ist a, ch für de« Morgen nur augegebxu, daß stimmt-

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