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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 43. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 43.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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o) Die freie W«hl, Novell« von W. Herzberg. 6) Da» Mitglieder-Verzeichniß nebst Einladung zum Abonneaient auf die Schriften de« Mite» J«hrg«lge» (1876) unter den bttherigen Bedingungen. — Wir kommen, sobald die Versendung becndet und die Mitglieder im Besitz der Schriften sind, auf mehrere wesentlich« Punkt« de» „Verein»" in einem besonderen Artikel ausführlich zurück. Frankfurt « M. Herr M. I. Kirchheim von hier hat für Sutftattung armer i»rael. Bräute ein Grundc>rpital von 180,000 Mark bestiulmt. Der hiesig« Magistrat hat die Function der Rechnu»g«revisio» bereitwillig übernommen. Schwertu in Mecklenburg, 6. Oct. Heute fand hier eine Lufmerksamkeit erregend« jüdische Trauung statt. Der Rabbiner vr. Hildesheimer au» Berlin vollzog im „Hotel de Part»", unter Assistenz de» mecklenburgischen Lander-Rabbiner« Dr. Salomon Lohn, in hebräischer Sprache die Trauung de» 17jährige» Rstter» Joseph Sebag, Offict-r» de» Bey'» von Tunt», mit der 15jährigen Baronesse Lisela Sebag, ebenfalls au» Tuni». Wie eine hiesige Zeitung mittheilt, sind die Barone Sebag in Tunt« reich begütert. Straßbnrg. In der Lande»berathung«-Lommission für Elsaß und Lothringen drückte Herr Anloni sein« Anerkennung au«, daß die Regierung bemüht sei, die verschiedenen Bedürfnifle der Cuile zu befriedigen, bedauerte jedoch, vast während di« Wittwen von Beamten und Lehrern seiten» der Regierung eine ansehnliche reguläre Prnsion erhalten die von Pastoren und Rabdineu nur eine solche bi« höchsten» 240 Mart empfangen. Um diese Peusiouen erhöhen zu könne», beantragte er l»ie betreffend«!» Posten im Budget von 17000 M. auf 25000 M und von 12000 M aus 15000 M. zu erhöhen. (Elf. Journ) Wie». Der Kaiser von Brasilien hat dem Präse« de« israelitischen Vlinden-Jnstitute« in Unterdöbling und Mitglied« de» Ortöschulrathe«, De. Ludwig August Frankl, da» Ritterkreuz de« Orden» der Rose verliehen. (N F. Pr ) Au« Szegediu erhalten wir durch Traueranzeige die Rachricht von dem Hintrilte de» Oberrabbiner» l)r. Leop Low. Wieder ein bed.ulenoer Mann hing ging.»! nSJHn (Die ungarisch abgesagte Anzeige in un» ganz unzugänglich, wir könne» höchsten» erralhe», dag der Tod am 13. d. M. im 65. Lebensjahre erfolgt ist. Wir behalten daher Rähere» vor.) Eperik». Bon der evangelischen RechtSakademie in Epe» rie» wurde ein Israelit, Herr vr. juri» S. Horovit», seiten» de» Convent» al» Professor de» r ünlis chen Rechte» gewählt. E» ist diese Wahl um so inlereffanker, da sievon einer religiösen Körperschaft anSging und der Vorgänger de» Herr» vr. Horovit» eine Zierde der P.ster Lmde«uuiorrsität ist. (A. Z. D. I.) Part». Univ. J»r. berichtet: „Ungeachtet der traurigen Verminderung der Juden Frankreichs hat man am Jom Kippur eine ansehnliche Zahl von israelitisch«» Offizieren in unseren Synagogen gesehen. Ein ausgezeichneter höherer Offizier, Oberst Lambert, ist zu dein wichtigen Posten eine» RegimeutS-Commaudanten der Garde de Pari« ernannt." — (J«rael. Soldaten, auch wohl Gefreite, haben wir auch in u usern Synagogen gesehen. E» ist vollkommen richtig, wenn die französischen JSraeiiten behaupten, daß derartige Th als ache n sie über da» Gebühren, Schreien und Schreiben der Klerikalen in Frankreich (vorläufig) trösten können — In Betreff der Erörterungen über die Sedan- Feier werden wie dem geehrten Herrn Bloch, dem wir zugletch 'S zurufen, demnächst s. G w. antworten; hier ist e« nicht nölhig, da unsre Leser Sinn und Bedeutung der Feier ganz genügend keuueu und wiffen, daß sie nichtweniger al« ein Schlacht-Tedeum oder eia vae ricd» sein soll.) 7 0cgk 11, Elul. Unser« gochrten Leser «erde» sich erinnere-dah i» «. Lallen K> «erbot de» rituelle» «cht-ch. ten» «klaffen worden war, an» dem angeblichen Grunde, well di« sogenannte Bruneau'sche Schlachtmethode ein« viel leichter« sei al» dir mosaische. Run wird den, „J»r." von anthentischer Seite die Mittheilung n»acht, daß dies,« neue Schlachloerfahren, wobei dem Lhtere da« Hirn durchbohrt wird, von säinmtlichen Tdierschutzoer-inen in der Schweiz für unbrauchbar und barbarischer, al« da» rituelle Schlachten befunden wurde. Da« Jndenthum feiert dadurch einen neuen Triumph; di« Göttlichkeit unserer Lehre, die Moschrh uu» befohlen hat, bewährt sich dadurch von Neuem. London. Man wird sich erinnern, daß der verstorben« Alderman Sir David Salomon» dem Stadtrath von London zur Aufbewahrung in der Guildhall Bibliothek den Silberschmuck vermachte, weicher ihm von den Jude», bei «Gelegenheit der Erlangung de« Sher:ff«amle», zum Dauk für seine Bemühungen um Beförderung der Religion«freiheit überreicht worden war. Er übergab ferner dem Stadtrath di« Summ« von L. 1000 „al« Anerkennung für deffen beständige Bemühungen zur Verbreitung der religiösen Toleranz, welche einen so günstigen Einfluß auf die Lag« der Juden auögeübt haben". Der BerwallungSrath der Bibliothek hat sich vor Kurzem init der Frage beschäftigt, wie diese Summe zu verwenden sei, und hat bescdloffen, L. 300 zum Ankauf« der jünger» Werke der jüdischen Wissenschaft zu bestimmen. Zu diesem Entschluß bewog ihn die Thatsach«, daß bereit« durch «in Bermächluiß de» Heri n Philipp Salomon«, Bruder« de» obengenannten Alderman«, bestehend in ungefähr 400 Bänden, der Anfang zu einer Bibliothek der jüd. Wiffenschasten gemacht ist. Mau beschloß ferner, außer der obigen Summe L. 600 zur Anschaffung von Büchern anderer Wiffenschasten zu verwenden. (I. L. R) London. Oberst Joseph Elli» ist zum persischen General-Consul in England ernannt >vordei». Es ist wohl da» erstemal, daß ein J-raelit von einem persischen Fürsten zu dieser hohen Stellung erhoben worden. Man hofft, daß der Einfluß, welche,» diese Stellung verschafft, zil Gunsten unserer unterdrückten Glaubensgenoffen in Persien angewendet werde« wird. (Univ. J»r.) Persien Die hier (Kr 40) unter Bagdad erzählte Verbrennung eine« Jsrmlitrn, welch« von der türkischen Regierung, resp. dein stascha von Bagdad al» erfunden bezeichnet worden war, ist m traurigster Weise aufgeklärt, d. h. bestätigt. Da» Telegramm war in Bagdad aufgegeben und dahin verstanden worbe», daß ein Jude au» Gamadan in Bugrad verbrannt worden sei. E» ist aber in Gamadan geschehen. Natürlich konnte Cie türkische Behörde ihrerseits die inillverstandene Nachricht für eine Fabel erkläre». Jetzt wird nun weiter au» Bagdad S. Oktober telegraphirt: „Nachrichten av» Teheran oom 19. September besagen, daß die persischen Behörden in der Angelegenheit de» vom Pöbel in Ganiadan verbrannten Israeliten Jehuda strafend ringeschritten sind. Die Regierung de» Schah läßt zugleich erklären, daß die Israeliten ebenso wie die anderen Bürger aus ihren Schutz rechnen können." (Rechnen??!!) Algier. Die franz. Regierung soll die Absicht haben, zu den drei offic Oberrabinaten (Algier, Lonstantine und Oran) »och drei weitere in« Leben zu rufen. Aenilleton. Der Tch»chl»de. Eme historisch« rr^thlun, ru« o« Geschichte der Jude» in Ma-de«,rg. (Fortsetzung.) Oben auf der höchste» Zinne de« Hauptthurme« standen Iwri edle Frau« »gestatt» n »nd schaute» mit ängstliche« Bllke bet CWfliikMUt

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