Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 41.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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spricht von der durch Juden, tungen (£ofa(bti nrn. laben ni< Belletnften jtnl .Judenpreffe", ver Beherrschung om d^n mehr al« dreihchLerl p^iEen Z i helkungchrchiüech, nAMstlPreuRlN^rsch" . jtjjn ji^ische^ReWlRrik u>M lause»!»' kichtMnW JuDn. LlPr^ie GeßD^grei lg der Literatur Klagen gegen fie fen zur Lüge, inan stempelt Leute zu nu- » aus Seltsam! Aber doch ganz erklärlich. All« die einzelnen AMagen find NeMstsiM>WRtel zum Zweck. lOnMvgt.Meedes seDmMind bekämpfe«, u» »zu n»hl ^er ^hi^uvt. ot>I e«machl die Jude« z< Men B»nd»g«oM, HeGrn, RZHgMrn, Werkzeuge« oder Anstiftern. die notorisch« Thatsache, daß die feiten Knechte, welche ihre Feder verkauft haben, die Verächtlichen, welche Person und Talente für Brod preisgeben, von 8enz herab bis aut Edgar Bauer, alle die »Reptilien" und Renegatei«, deren Zahl Legion ist, eben keine Inden find. Oder fie waren übergetretea und batten Religio» und Feder zugleich verkauft! Die tausende von Juden aber, die auf Amt und Lohst' und" Rang verzichtet haben, weil fie Juden bleibeg wollten, und di« Jaden, welch« literarisch und politisch für die liberalen Prinzipien eintreten, fie alle thun wenigsten« «ach ihre? U^^i'^ugUHA, und daß mhßt«,.auch der Gegner achten, so lang« ihm Ehre und Treue noch etwas aelten. Aber e« istdrn Gegnern gar nicht Um wirkliche Jübefällein zu thun. Jede Partei nennt ihre speziellen Segner Juden, um fie dadurch bei der. Ihrigen dem Hast« preiSzngeben; her tUtramontaiw nennt rie Liberalen, ja selbst die Altkatholikor, wenn eS nur irgend möglich ist, Juden, sonst weuigstenS Judengenossen; eb««so thut der Sozialdemokrat, der Altkonservative und Feudaler, der Schutzzolluer, der bedrängte Ueine Mann, der „Hereiugefa lene". Man würde das am besten erkennen, wenn man den Gegnern die Fragen vorlegte: nun wohlan, was soll mit den Jilden geschehen? — die Ultramontanen würden wohl gerne sagen: Vertreiben oder «erbrennen — aber das können sie bodi «icht vorschlagen. Die Pietisten sage«: fie müssen fich ta» fe» laffen — aber mit Gewalt fie dazu zwingen, daS geht dechnicht au. Die national-ökonomische« Gyner (um unter die'e Bezeichnung alle Wsammen zu faffeu, welche au» nichtreligiösem Grund« Widersacher der Juden find) würden vielleicht sagen: man muß sich von der Börse, vom Großhandel» vom Kleingewerbe, vom Handwerk, von der Presse, vom Staatsdienst u. s. w. (immer je nachdem!) auSschließen. Aber fie wissen. so lauge fie noch Vernunft haben, doch, daß dar weder möglich, noch nützlich wäre. Tenn wie, soll man die Jude» «i:der aus Schacher und Viehhandcl, Haufirgewerb« und kleine Pfandleihe beschränken? Am allerdeutlichsteu aber kennzeichnet fich di« bodenlos«, selbstbewußte Verkehrtheit in einem der Leitartikel der »Germania" zur Juvenfrage. Da läßt da» Blatt die verschiedene» stattstischen Tabellen Revue pasfiren, au» denen hervorgeht, nie groß und über alle Proportion hinaus die Zahl der jüdischen Schüler in allen höheren Schulen ist. Jeder nicht ganz stterblendete muß die» den Juden al» Verdienst und zu» Ruhm anrechuen; die „Germania" hat darüber nur Heule» und Zähnklappern. Also werden die Juden in naher Zukunft erst recht uns beherrschen, da« ist der langen Klagen Inhalt. Nun, wie denn, edle Germania? Also muß man die Jude» aus den Schulen vertreiben, ihnen jeden Zugang zur Bi düng verschließen, um dann in ihnen einen ohnmächtigen.^ ixr Verachtung preisgegebenen, Pöbelhaufe» zu haben! Aber tr Galizien z. B.,fiqd die^Juhen wirtlich iq Mag«.,unwissend ungebildet, und da stößt dje Feindseligkeit dieslfibe» l!n!ere ijatffi üti dem Ha^ ’&uifMta n mehr zu leiden, al» wir. Die Anklagen, die nian gegen fie erhob, waren noch weit, unvergleich weit fiunloser, bodenloser, alS die gegen unS geschleuderte». Brunnenvergiftung, Kindermorp, Hostiendurchstechung, Bündniß mit de» Mongole« und noch eine lange Reihe von Ausgeburten finstersten Wahn», dünimsten und blutigsten Haffe». Wen» wir heute sagen: «a» man unS vorwirst, va» ist nicht wahr! so hatten unsere Vorfahren Mx Lwejsel,eiy Loch, weit größere» Recht.Jmm. Haben fie sich aber damit begnügt, fich in den Mantel 'dSk'grundlos verfolgten ld» schäl l> M>chi>en? Wer die Antwort nicht. -WÜtzt^ taW* Reihe der in den Zeiten jener gräßlichen Verfolgungen entstandenen Seiichokh, vie erste, die' er' irgendwo austchlägt. Da sind Klagen über «ty, upd wWchelose« Elend, Hülferuf, Aufschrei der Gemarterte», aber ein Grund ton geht doch ungebrochen durch alle: 1ZNVN lINAt ^2N „wir haben gesüudigt". Da ist nicht allein tn» Murren gegen hi«.Gottheit, kein Trotz und kein Zweifel, sonder« auch «icht die leiseste Anspielung daraus, daß ihnen lediglich Unrecht ge», schehe. Und noch eiumal: wir müßten wahrlich verblendet, sein, wenn wir behaupten wollten, daß wir uu» so frei »nd.. rein wüßten von dem, wa» man nq» jetzt vorwirft, und zwgr grade von den gefährlichste», bei der Masse ipisksqmsteu An», klagen aus Wucher, Schwindel, Habsucht, geschäftliche Unehreu» haftigkeft und Schlauheit oder andrerseits auf Religion»»«». . spottung — wie unser« Vorfahren fich von Pfter-Ehristenschlachten «nd Blutabzapsung frei wußten. Und deuuoch such», teu diese die Schuld der Verfolgung in ihrem Th»»- "'RM Iftt&n Wege« unsrer Sünden!" Sie glaubten,, de» Go»te»7^ gesetzt immer noch nicht Genüge zu leiste«, die Leiden erschienen ihnen al» Strafe und Mahnung,, uuv von Jahrhundert zu Jahrhundert wuchs die Strenge und di« Grschweruug,., Wollten wir heul dasselbe sage«, erklären odeis Vorschlag«^ r so würde un» von Zehutauseuden au« unsrer Mttt« Hohuge-., lächter eutgegeujchallen. Wir «ollen auch nicht nach der Richtung hin un» jetzt wenden; eß genügt da zu couftatiren»., daß Haß und Anklage durch die Richtbefolguug de» Religion»-. gesetze» Seiten« so vieler Juden weder entwaffnet «och. «nt- , kräftet find, und daß fie fich.nielseitig gegen di« „Reform^ juden" heftiger wenden al» gegen die „Strenggläubigen." Wa» un» Beffere» zu Theil geworden ist, al» unser» Borfahren, da» vrrdanken wir dem Fortschritt der liberale» Prinzipien, der Bildung und Aufklärung bei den Ehriften., und bei den Juden. Mir de» Beobachtung oder gar. der Richhbeobachtung de» Thora-Gesetze» aber hängt «» nicht zusammen,, d h. eS wird nachgerade wohl »reqtand »ehr behaupten, daß der nach de» Gesetz« lebeqdo,Z«b«.,nicht, ehenso gfM*t s«tT. < und ebenso, auf Achtung HeftEhriste», Anspruch, machen .«uck, sie auch finde» könn^ wie der hapog Gmanltpjrle. , », u, r -P . Doch, laffen wir ta* jMWff tzch,,hoxuh«^. denn, -ns«Ns J I Aufforderung, dem «ttqfffc.i*. hie,.jffchqld, .wir.tzghen,