Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 40.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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bi Diuze, Me nicht fit die Oessentlichkeit bestimmt fiab, nicht ' «x dbfilbe bringe«. Er hat hierdurch der gute» Sache «och -«schadet, da der Bern« einzelne Data au» der polnischen Gericht» praxi» «ad sonstige Amt»stückche« sammeln wollte, um «» de« Reich»rathe vorznlegen. — Hätte der Lerei« nicht demontrl, so war sein« Auslösung und Bestrafung seine« Tomite» in Aussicht gestellt; es war somit diese» Vvmvuti «in« Sr: Nothwehr. Grotzbritamnie«. Bplld». Sir Mos. Moatefiore ist, wie wir bereit» in wt. Nr gemeldet haben, am 80. Aua. auf seinem Landsitz« tu Ramtigat« G. s. D. glücklich eingetroffen — Mit eigenen Sugen jieseheu hat er in Jerusalem viermal wenig, weü Altersschwäche und, wie zn vermnthen steht, die Sommerhitze ihm nickt erlaubten, da» Hau» oft zu verlassen; aber da er schon «fl an Ort und Stelle gewesen ist und gesehen hatte, «a» zu sehen, so grniigeu wohl wenige Stunden, um Ber- Anderrngen »»ahrzunehmen, und im llebrigen hat Sir Mose» mit de» hervorragenden Männern, hoffentlich auch den rechte«, »nserirt, und sein Begleiter, Dr. Löwe, hat sich fleißig umg -sehen. Inzwischen hat e» mit den Sammlungen für den Montefiore-Kimd» zur Hebung der Zustände der Juden in Palästina nirjt de» Fortgang, den man wünschen und ermatten sollte. £{n Deutschland, um die» bei der Gelegenheit zu bemerken, liegt e» ohne allen Zweifel an den augenblicklichen Verhältnissen de» Handel» und de» Erwerbe». Man hat dabei und dadurch nicht weaiger, sondern mehr zu collektiren, al» vord:m; man ist froh, die einmal bestehenden Institute, Bereine rc. im Gauge zu erhalten; e» ist nicht gut möglich, au da» Publikum — mn die Gebenden sind ja doch stet» und für alle» dieselben — mit neuen Ansprüchen heranzutreten. >ber auch in England und Frankreich ist da» bisher Erzielte, (ea. 8000 Pf. St. mögen e» sein) mehr «in succta d’ estime; der hochgefeierte Name, an den der Fond» geknüpft ist, thut da« Eeinize l«» Meist«, Alle». Da» leuchtet sogar au» einem Artikel de» „Jeu. Ehr.", welche» sonst, wie auch gar nicht andere» denkbar, mit Moatefiore'» Namen und Gedächtniß nur Gute» und ErsreulUie» verknüpfen will, hervor. Da» Tomite hatte, wie s. Z. berichtet, Herr Rontague und vr. Ascher nach Palästina gesendet, um Bericht über die Zustände und über da» vorzunrtmende zu erstatten. Da« Tomitre hat die Beröffeuttichurig diese« Bericht» abgelrhnt. Dafür ist er im „Habazeleth" erschienen, «ad zwar mit sehr vielen sachgemätzen, »ahrscheialtch gerechten Berichtigungen. Rontague habe, sagt Hadazeleth, viele» zu trüb« geschildett. Da» ist aber thöricht! Skt Bericht ist in der Hauptsache nchtig. Die Anmerkungen de» Habazeleth, welche übrigen von Parteilichkeit für da» Jerusalemer 'und von Schönfärberei oder Schwärmeeei bekanntlich frei ist, berichtigen Einzelheiten, Uebenreibu igen, Mißverständnisse rc, ändern aber an der Hauptsache nickt». Und diese Dinge, wie Montague sie schildert, find uu» jü nicht neu T» stimmt, sagt I. Ehr, mit dem überein, wa» Prof. Srätz berichtet hat. Allerdings; aber Prof. Orätz har denjenigen, die wissen wollten, auch nicht» Reue» gejagt. Sa» ist den« nun? die Zustände in Jerusalem sind traurig, tet PlmperiSmn» permanent, «» muß Arbeit, Erwerb nnv dalmrch Brod geschafft werden. Da» weiß jeder, dagegeu strebet niemand. Sehr viele Juden in Palästina wollen auch arb;trrn und sich ehrenhast ernähren, auch daran ist nicht z» zweifel:,. Wodurch nun Arbeit und Brod zu schaffen ist, darüber Annen die Ansichten im Allgemeine« und Ganzen auch nicht weit auSeiuaudagehen. Die Detail«, wa« zuerst und wa« später, lassen sich diScutiren. Aber Widerstand ist vorhauden, e» find ln« Bornirten und die Habsüchtigen, welche die Zustände »-halte« und die Almvstn pur« vertheiten resp. einstecken wollen. Da liegt der Schwerpunkt der Sache! Dieser Widerst»,d kann gebrochen werden, wenn am rechten Otte der MT> »orhandea, nicht etwa durch Gewalt, sondern auf höchst einfache »eist, «n jeder begreift^. Und da sehr »bl« vernünftig«, und »ohlwollrude db» ebtsehep »Ksse», so ist Hüls« sttwlß möMh DaMw' lckMe» «ck, Mt „Je». Ehr-: all dovpsnmdum, e» ist dükchaut kei« Anlaß» che gute Sach« auszugrbenl R. Schr. Sir Mose« hat »ach kurzer Ruh« in Ram«- gate einen Brief an db jüd. Blätter gerichtet, in welchem er sagt: Ich kann mit der größte« Befriedigung versichern, daß meine Mission über alle meine Ermattungen hinan» geinag« ist, und daß durch Gotte» Segen ich da« Glück gehabt habe, meine glänzendsten Hoffnungen nnd Wützsch« für dach heilig« Land sich erfüllen zu sehen, so daß ich mich für meine Bemühungen und Reisebeschwerden mehr al» reichlich belohnt fühle. - Vermischte und aeseste Nachrichten. Magdeburg, 19. September. (Or-Tott.) Gestern Und heute begeht da» hiesige Dom-Gymnasium db Jubelfeier seine» 200jährigen Bestehen» in solenner Weise. Unter den vielen Deputationen, die demselben ihre Glückwünsche bei de« FestaeluS in der Aula aussprachen, (die Königl. Regieruug war durch den Staatsminister a. D., v. Patow, der Magistrat durch den Oberbürgermeister Haffelbach vettrttea; — t» folgten die obersten Kirchen- und Schulbehörden, Deputirte der Gymnasien in der Provinz, u. A.) befand sich auch der Rabbiner vr. Rahmer, der die Wünsche der Gemeind« überbrachte und zugleich die Ankündigung eine» auf seine Anregung und durch ihn gesammelten Stipendium für einen unbemittelten fleißige» Schüler (in erster Reih« au» der Gemeinde zu Magdeburg), der sich dem Studium mit Erfolg widme. Au» der Antwort de« zeitigen Direktor» Hr. vr. Sichert. verdbut der Passu» hervorgehoben zu werden, daß er während seiner langjährigen pädagogischen Laufbahn sowohl hier wie anderwegen di« Erfahrung gemacht habe, daß die israelitischen Schüler sich stet» durch besondere Begabung und durch Fleiß ausgezeichnet und der Anstalt Ehre gemacht hätten, ud er stehe nicht an, die» aus die sorgfältigere Erziehung im Elternhaus« zurückzuführen. Diese Worte au» dem Munde de« amtSergraulen pädagogisch tüchtigen und al» Philologe berühmten, mit Schmeichelworten . nicht freigiebigen Direktor» vor solcher Festversammlung, entschädigen reichlich für die mannigfachen Schmähungen, von denen jetzt nicht gerade blo» die giftgeschwollenen ultramontanen Blätter gegen die Juden voll sind. Berlin, 20 September. Die Titulatur »Judeeiner israelitischen Partei gegenüber enthält, ttnem Ettenntniffe deS Jnjurien-Eommiffar» de» Stadtgericht» nach, nicht den Thatbestand einer Beleidigung. Der Badeanstaltsbesitzer G.hier hatte al» Bormuich eine Eingabe an da» Gericht gesandt, in welche« mit Bezug auf den Juwelier K . . . . Hierselbst gesagt war: „Nun, nachdem sein Mündel den Verstand oerloren, kommt der In de und will von mir das Armband haben." Der Jujuttentläger vermeinte mit Rücksicht, daß er dem Injurienverklagten persönlich bekannt sei, in den eben wiedergegebene« Worten den animus injuriandi zu finden. Verklagter bestritt die beleidigende Absicht, und der Jnjurienrichtrr erkannt« auffallender Weise auch auf Abweisung der Klage, indem er aüßführte, daß, da da» Wort „Jude" an sich nicht beleidigeckd ist und ferner der Verklagte nicht «..nehmen konnte, daß de« Kläger eine Abschrift seiner Eingabe zugrschickt werden würde, daher nicht angenommen werden kann, daß der Verklagte deü Kläger hat beleidigen wollen. yra»»sch»rig, 23. Septbr. Nachdem gestern Abend i« alten Tempel eine Vorfeier unter Betheiligung der ganze» Gemeinde stattgefunden, wurde heute Vormittag uusere neu« Synagoge in üblicher Weise eingeweiht. Die EinweihuuApredigt unsere» Landrabdiner vr. Herzfeld behaudelt: db Bedeutung de» Gotteshauses. — Der Feier wohnten ». A. db. Spitzen der Behörden, de» Militär» und der Geistlichkeit bei» , f}