Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 37.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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i i i t — Die bttiwii »merEanischen Iboitau«IÄo«bij «ab 6as» taq, m* hone» Ich -IßnenMmeinem letzten Bericht« Atz» lbErmgrü UmW, $än ttn enbüch, «eichdem sie Jfit int in tat uechen'uaNchaftr« Städte» btb 'Satoti Hr» vor» ftcltaafqt gtfftbM Haue«, unser« Lüften verkrffe« Md sich »ach »,«Ea emgeschUst. Die Jtpfle«, Me chr »NfeNthalt in SottbärtScta vernrfochte, übersteigt» Mt Stimme tmt einer falbM IWm flWf, ««b frftgt «um nach b*m gUtoitatt ih- Ttt me< rmonatlichen ThätigkeU im «reinigten Königreich, io iftftt ]U sich (thf Null redujtreu, und «4 stellt sich heran», datz ihr pn& Hustreleu nicht» andere» war, al»: Mach ado »best'nothing. — Pit dem Erschaue« der berühmt gewordene« Abhandlung wer de« Dalmud vom sei. Emaunuel Deutsch, weiche f. A Deiilich viel Aufsehen i« hies jüd. wie nicht 'jüd. Lrets-.n uäch e, höben «» Berufe«« und leider auch Unberufene versucht. Über denselben Gegeusiaud zu spreche« «ud z» schrei» br^. D<» lauseich« Mouatshrsl de» iornhill Magazine bringt nun che, fall» ein sehr gelehrt anösehende» Effay über de« Lalmud, «ud obschou e» «nr wüuscheilöwerth erscheinen muß, wes« de:' Inhalt diese» Riesenwerke» suchten» Laien erschlösse« und »erstttuditch gtßkacht'SM/HVHklS doch nicht zu billigen, daß gerui« MchtSlÜcke und namentlich vofl: Nichljüd Lmore« wtrtlich übersetzt werde«, die eine» Eornrneutar« bedürfe» und licht ssito» nur allegorisch aufzusasse« find. Der gelehrt« Verfasser de» fragliche« Aufsätze» übersetzt an einet Stellt de» technische, LuZdrnS 'jSfoV miTl durch „da« Gesetz, deffeu Herr derHinnd ist." Sknafltye Bitt »euesie Rachnchtea. Mch-chnrtz Li« die Leser dies. vl. ««» der der vor. Nr. beige egt«» *SatAaMgMg" der Gerfchel'schen Berla-»b«chhandtnug ersetze«, erscheint mm dem mit Nutzt s« sehr deiirbke« „Machsor' «Nt der NnMsrlrefflichen Sach»'sch«« Uebersetzung «unnichr tk zrtzuteAuflage. Mr hoben Mn derselbe« Einficht ge« »uw« -nud sie «eit einer dev frühest, Auflage« ver> Mich«», -«r fteuen Un» c»«ft»lir«n z» k»Meu. daß all« Lu»- «eüungr, die man gegen die letzter«, Auslage, im «er. Jahr« in dies. IU> gemacht, in dieser neue« Auslage vollständig wegfalle». ÜNe verlogstzandlung hat weder «oste» «och Mühe gescheut, «es«» vortrefflich, Gedetdnch in einer dem Inhalt entspreche ede« >u»st«t,«»g «scheine« »»lnflen. <N si«d nicht nur uen« Stereottzpe» beim «ruck in Anwendung gekommen, sonder, «» der hebr. Sprach« ,«d ihrer Lautgesetz« sehr kundiger jüd. Gelehrt« wntte^ mU der sorgfältigste« Durchsicht brttanl; euch da» Papi« ist «in gut gewählte«. Hi« und v» find abch Verbesserungen resp. Vermehrungen, um die HsndlichdU ««» Brauchbarkeit de» Mmhsor,«' erhöhen, hin- »«gefügt, so manch« liturgisch« »«ged» in deutsch« Sprach« «. a. Die Mt« dem Namen jedem Band« deigesügten I »brütscheu Anwmtmqp« an» -«»» HNudschriftUcheu »achtaß »«» gelehrte» Lebersetzer« hat«» mir i» dieser Ablage «benfall» «metltche vermeh« gefunden. ZweifeUiohue wird da» „Saöch'sche Macht«" in s«»« neue« Ausstattung neu« Aresnd, sich «tmeHttm, die i« de» Anbachtsstuude» d« Fest« daraus Eihebnug n»o Belehr«»» schchpfr« werde» D« billig« P«l» k»»mt d« Slnschaffnug eui-epeu; di« 4 vänd« (für die N«chatzr»»>g« und deu-Kt«s»»MP»lag) kost«, nur S Mark, gebu»d«» (in 3dB*n.) 14 Sgr. mehr. An» Verttn wird berichtet: Etwa 20 Maurer, di« auf de», .jüdisttze« BegrtbuchpiMe mü Arbeit«» defchäsltgt stud, Mach«, sch am Montag vormittag da» rohe vergnügen, während VUer», tiefgebeugt ei« zchujttzrige« Liud in die Grub« kg:««, Dt« Trauerfrur dadurch zu ftßreudaß sie »a» TrauergefMg« durch Won« und O«b«dt« verhöhnten. > Derselbe Fall, «ra denseib«« Arbeiter» auögefüh«, ereignete sich erst vor trügen S^ge»; man ««»ertieß damal» e«e Anzeige bei d« Behörde ans gänzlich futschen Niukstchirn. Mmttag aber, als du Nohhet in pöbelhaftest« Weise heroortrat, ist di« Behörde von dem iSorfall uuterrichwt «örbwt' n«» haben Beamt« die prsoualiru der Nuh«flö«r Rohheit angemesstn. ttner sch werden. '' ftfls-stellt. die h «rin Bestrafung Leipzig, End« August. Durch das „Tageblatt" zeigt kt hies. Stavtrath dankend deu Empfang von 3V00 fre». a«, hiß ihm di« Lind« de» unlängst verstorbenen Schutz Meier Fräukel al« erste Rate zu ein« „Schatz-Ssiftung" übermUtelt habe«, den» Zinsen jährlich einem hies. nrcht durch eigene» Verschulde« in dürftig«' Umstände, geratheueu Lauf» manu ««abfolgt werde« solle«. Dttaftatl, im August. (Ot. So« ) Nachdem die Wahl de» Laudradbiuer» durch mauaigsach« Umstände sich verzäpert hat, ist in ein« kürzlich stattgehabte» General-Bersarnrnirurg de» Lande»-Stz«agogeu-G«meiud«-Nath» Nadbin« vr. Giüa tu Samt« zürn Grobherzoglichen Laadrabbtuer einstimmig go» wähit worden, vr. Glück hat di, Wahl augeuornme«, und wirb dt« amtlich« Ernennung durch Se. Lönigll Hoheit den Großherzog im Slaattanfeu,« in diesen Tage« erwartet. Darmflstdl, Sl/August. («. T. v.) Bei der heutigen Wahl «ine» Abgeordneten zur zweite« Lämmer wurde der Gnndidat der Norti<britt«partei, Bankier Otto Wolf»tehl G»> rarlü) mit SS gegen 24 Stimme«, weiche auf George <Bu» de»hrim) fielen, gewählt. — Zu den im »origen Blatte genannten also da« dritte jüdische Lainmermitgited in Hessen- Darmstadt. Wie», im «ugust. (Or.^o«.) Gelegentiich uns««» Aufenthalte» in d« herrlichen Aaisrrstadt nahmen wit btt Näemiichteite» der ersten „koscheren" Theewrd Snpprnanftalt in Augenschein. In den aetien, must«haft sauber getzaiteuen Localitäten verwcillra wir mit Wohlbehagen. Herr'Stri- ««. Leit« dieser Anstalt, thellte nn» zu unserer Freud« mit, daß stch den vi« bereit» bestehende« „koscheren" Anstalten demnächst eine fünft« anrechen werde. Thee «ud besonder» di« da verabreichte Erbsensuppe fanden wir nicht nur sehr billig, sondern arrch sehr schmackhaft und kräftig. Zu «nserem Be» frerndm vermißten wir hier in d« Aufschrift gerad« da» Wörtchen, welche» diese Anstalt von ihren Schwesteranstalte» spe- Üfisch unterscheidet, da» Wörtchen „losch«". Schämt man flq etwa deffe« in Wien? Die christlichen Armen wirb diese» Wo« wahrlich nicht genirei». Den in Wien fremde«, jüdische« Arme« dagegen wird fo «in« segensreiche Dohlchüt entzogen oder wenigften» ungemein vertümmen. AstzM-s Da» vom Erzi«hung»rath« der Stadt Noch«» ft«, N-A, gegebene veiipiei der Ausschließung d« «igintiich religiösen Urbnngen (Bibellest«. Bete« rc.) atrs den öffentlichen Schulen, wird auch hier wahrscheinlich« Nachfolge sinben. Di« Anregung dazu ging hier «ion den Israelitischen Bürgst» der Stadt an», deren Beschwerde über de« seetirlschen Cha» ralttr der religiösen Uedungen in den Vffeailtchen Schulen ttaem besondere« Lnöschluffe de« Erziehnngsrathe» zur BeMtachtung übergeben worden war Diese fiel im SinXe.Dtd Petülon der Jüdischen Bemeindemitglied« au» und man hofft di« Annahme de» betreffenven Guiachteu» durch den Erzlttzunasrath selbst, um so mehr, al» diiser tm Wesentlichen sich aus eine schon im Jahr« ISS« von dem Staai«^nperiuveitten der öffentlichen Erziehung abgegeben« Entscheid««- "gründet. In dieser wurden die, vom Amerikanischen Prineip an» betrachtet, unzweifelhaft gesunde« Grundsätze auögsfprochen, daß der Zweck des öffentlichen Schulsystem« det Unterricht in den gewöhnlichen („Englischen") Zweigen sei und 'Religion»- unterricht keinen Thrii diese» System« bilde, da die» Sach« btt Ltkchen und Sonntagsschuien' sei; fern« daß da»^GW znr Unterhaltüng vet vffentlichen Fretschulen von Vstn Volke aller Glanbenrbekrnntniffe kömm«; daß dah« kein Lehr« Än Recht Hab«, ir^tnd «tnea Th. il" der retzelniäbigen Schulz' für religiöse Utbnugen (nothw.'ndigenbeise von eins Giaubenssärdung) zu verwende«.' t« kann stllim in fit gezogen Wttxa, daß die zuletzt zur Entscheidung tzlss« wichtigen Zeüstage' berufen« Mehrheit des AmstAaNlsGL» vom» die« in» Sinne d« qnLefllhtreü, gtfnnlltü/"schoit'«e