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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 37. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 37.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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fiffnr Ar Atz aus Breslau, die DDr. Schwabacher aas Odrffg, Back ad» Smichow, Löweusteiu au« Lemberg, Leugöfelder au« Reichenau, Norden au« Amerika De» Gedankenaustausch dieser Herrr» zu erfahre», war« inttreffaut, soviel ifi.ftdoch gewiß, daß, was au» Amerika imponirt wurde, hier ckurchau» keinen Absatz findet. Wir kommen roch daraus |»rtd L Aramkreich. f«ril. (Or.Eorr.) Dem Herrn Rabbiner Dr. Landsberg au« Liegnitz, der in Louiogue-mu-aur zur Sur weilte, brückt« da« Eentralconiite der AU. isr. univ. (deffen sehr thütige« Mitglied Herr. L. ist) de» Wunsch au«, doch einen Abstecher »ach Pari« zu macke», um sich über di» Angelegenheiten der Aliancr mit ihm zu unterhalten. Herr Land«derg kam, und da« C. T veranstaltete ihm zu Ehren am 2. August ein Festessen, de« tue orl«anwesenden Mitglieder des Lomiie's und einige jüd. Honoratioren deiwodnteiz. ^Den Borsitz führte Trrmieux, der at« Prästdeut des Eentralcomste's den Toast aus de» Herrn Dr Landsberg ausbrachte, ihm für seine außerordentliche, unerniüdliche, sruckl und segensreich« Thätigkeit im Dienste der Alliance dankend, ihm und allen seine» Kamiltengliedern, — besonders seinem greisen Bater, dem Rabbtner zu Loslau, — fit allesammt für die Propaganda der Allianr« erfolgreich thätig find Er hob noch den außerordeullicheu Eifer hervor, mit welchem Herr Dr L. die llebersetzung, den Druck uub die Bersendnng der monatlichen Alliance- Berichte besorge, und der nur in einer so heißen Lieb« zu seiner Reiigio» und seinen Iteligionsgenoffen sein« Quelle habe» könne. Herr Dr Londsberg, ob so vieler Aufmerksamkeit gerührt, erwiedene hierauf: Ich wollte Ihnen, Herr Prüfident, in Ihrer Sprach« danken, allein wie das Sch'ma nach rabbinisther Satzung in jeder Sprach«, auch wenn sie nicht d>« heilige ist, gesprochen werden kann, so werden Sie mir gestatten, de» Bedank n der Alliance auszusprechen, selbst in einer Sprache, di« Ihnen keine heilig« ist. Für diejenige« jedoch, die kein Deutsch verstehen, berufe ich »»ich auf das, wa» Herr Cremieux in Berlin auf d»r Bemeindeversamnilung im Jahre 1869 sagte: Ich verstehe zwar Ihre Worte nicht, aber ich vetfteh« Ihr« Herzen!" Der Herr Präsident hat meine Berdienste »der richtiger Dicastr gar sehr übertrieben. Ich habe Ihnen kein« Million gebracht, wie Baron Hirsch und der geehrte Herr Licepräsideut, habe nicht s Jahre auf der Erd« geschlafen, wie Hr Chane» Retter, den ich dier iu »nserer Mitte mit Freuden sehe, ich besorge nur ganz kleine Geschäfte für die Alliance, sammle Unterschriften auf 6 Frc«., unterzeichne die Quittungen, rxpedice di« Packet«, überfetze die Bulletin», besorge den Druck und di« Correctur, thue die« Alle» mit dem größten Lergnü« gen, um der Alliance zu dienen, und bin glücklich, mich ihr «ützlich zeigen zu kennen, glaube auch, daß hierdurch der Alliance sehr viele Müglieder in Deutschland gewönne» worden siud. Sie kennen All«, m.'H., di« wissenschaftlichen Berdienste, die sich die deutsche» jüdischen Gelehrten, an ihrer Spitze Rose« Mendelssohn, um da« Besammtjudenlhu« erworben. Sie hoben allenthalben hin Licht und Lehr« getragen, der Mische» Wissenschaft, dem krüischen Studium oersrlbe», die Bahn geöffnet. Jnveß hatte» wir mühsam zu ringen um tat Verbesserung unserer politischen und dürgertichen Stellung im Staat«, während die Juden Frankreich» fast ohne Mühe wie ei» Geschenk di« volle gesetzlich« Gleichberechtigung erlangte». Und da ist es ihr unsterbliche« Berdienst gewesen, inmitten des Glück« und der Freiheit ihrer minder glücklich« Brüder nicht zu vergeffen, sondern etngckenk zu sein jener Solidarität, welche alle Israeliten auf dem ganz« Erdemund« eint, und au« welcher di« Idee der Alliance Isr. universell« geboren wurde. Aus diese Weise Hab« Sie Ihre Schuld an da« Gesammtjudenthum abgetrag«, uns wiedererstattet, was Sie von M. Wissenschaft durch Deutschland empfang« — di« jetzt in Ihre» Rabbimrsemtuar und ander« Schule» besten« gepflegt Ästd fortentwickelt «bk — indem Sie Ml kheffiichmen uffn * an diesem große» Werke tur Humanität, Gesittung und de« Fortschritt«, da« Sie begründet haben u.d»« durch Gotte» Hilf« , eine so große «erbreituug gesunde«. Ich hoff«, daß es immer mehr nicht bla« zur Erhelmug unser« GlaudeaV^noffeu beitragen wird, sonder» auch zur immer größeren Ziestiguug jenn heilizen Bande, welch! di« Jsraeliter all« Ländn um- ' schließ« und au» ihm» «tue große Familie «ach«: onan Sinr!* "Der Herr Graudrabift» Isidor dankt«! hinaus dem Hnr» Dr. L. für seine freundschaftlichen und herzliche« Worte, di« an seine (Isidor'») Red« auf'der letzte» tsteneralt ersammlnng I (im Mai d. I) anknüpsten. „Sir hyben All« gearbeitet, sagte er, für den Fortschritt de« Judentums, di« Gin«« durch ihre Wiffru, die Audern durch Berwirklichmng de, Ideen uuiverselln Wohlthätigkeit und Hilfe, die sie in« Werk setzen, und wahrlich, wir köune» un« zu unsere»! Werke Glück wünschen!" Herr Dr. Landsberg wurde hierans als Gast mit de» „Benschen" beehrt, man unterhtelt sich «och tu «»genehmster und herzlichstn Weise, uut trennt« sich «ist um Müternacht. AcoliMtftXftict* Ch. BÄßlß. August. (Or.-Lorr.) Bo» Zeit zu Zeit tauch«-» i» den Journalen Jnsnate auf. di« zu curio» und amüsant sind, nm nicht so ort in die Anzen de« Leser« zu fallen und deffen Lachmusi el, in Bewegung zu setzen. Ei» solche« Inserat .erschien unlängst in fast alle» »«»Lasten jüd Blättern de« In- und Autlandr» — Jh» gesch. Blatt nicht an»grnemme« —, und e« dürfte uielltichl nicht »«interrffant sein, dir Aufmerksamkeit Ihrer geehrten Äser daraus zu lenke». Die Melbourner israel. Gemrinde sucft «ämlich, nachdem sie in Folge von gehabten Zänkereien mit ihrem bts.erigen Lhasa«, der, wie e« scheint, ursprünglich < Schächte!' «ar und nachher zn« Prediger aoaitcirt«, diesen zu: Riedeckegnng seine« Amte« veranlaßt hatte, «im« Rachsolgir, und wurde» folgeude curtose Ansprüche an ihn gestellt. Derselb» muß vor Allem ein «ach alter Manier geschulter iktzasa» und Baal Sore sein — musikaUsch. i bildnag wird w$t beaitsprncht — und darf er et» gewisses?liier nicht überschritte» haben. E« w/lrr -b«r auch erwünscht, wenn er nedenbet die Oualificalio» zriu Rabb.aer besäße »nd di« englische Sl'rach« lerart inne hätte, daß er im Stand« «Lr«, eim« inhaltsreichen englische» lZortrag frei, obne irgend ivelch« Rolize» iwr sich zu haben, tu halte». Jährlicher Gehiüt: 20,000 Mark nebst Rebeniinkünftr». Ist da« nicht komisch und zugleich charakteristisch, wie dir Majorität unserer «ngl. Gemeinde! bei der Anstellung eine« Geistlichen zu Werk« zeht? Den» sirtt : it lrieser »normen Summe*) zwei Beamten, eine» Ratdiner und Lhasa», zu besolden, welche beide dann ihr« resp. ilemtec «it Würde und Geschick versehe» könnte», zieht es dir besagt« Seuieinde vor, beide Aemter in einer Person vereiitigt zu wißen, um —wirubilv cklotu — die Soft» M erspare,. Und doa», giebl es eine» größeren ’bl'Z NSA , ol» ties in Wirklichkeit ist? Denn angenommen, «I fände sich ein Jemand, der während seines Einstudirea« des sog«». „Ehasomks", woinit er seine Jugenvjahr« ausfüllte, noch immer Mußestunden tibrig hatte, um sich neben brr zum Radi'iner und zu« vorzüglichen englische« Prediger auszudildrn, müßt« er nicht t» gar kurzer Zeit unter der Last sein« amtliche« Pflichten «rlbPra, wenn er z. B. an jede« Sadbath i« gewohnte» Singsang vorbet««, leinen, aufntfen, endloie Mi-Scheberach und V^SN"! machen »nd dann erst die Sanzel besteigen sollte, »«-ei« englische Predigt zu extenvwriren, die er envlich mit de« Rnffaph-Sebet zw» brschitrtzeu hätte? Wahrscheinlich, wen» alt« Gemeinde» Shuliche lllusprüch« an ihre resp. Geistlich«, zu stelle» versuchten, so würde «au gut thun, schon bei Zeite» all« Seminars«» und höher« jüd Institute zu schließe», au» Furcht, daß unter solhe» llmfiüaden di« i «treffenden Lehrer ihre Borlesuuge» vor leeren Bäulen haften müßte». ■ta M( »um «Mt SS6 ff. «1 - fo «M tMmmt da« — »lliiwn ***** Mekfttz so guchkl (fl*.)

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