Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 37.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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- Baku 1× ep/1000527
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geltend,-enmchtest Nnstchte» treffen l nuwahrscheinitch ist., daß zu rtnei Beweggründe sehr vexschtedeMr, ja wird«, einem seirechenbsten Att zusammenwirke» l 8t Bündstch iia OUraaiMUiR«» mit den radikalsten Fnitzenkera fintreten mag. so wäre die« doch, «i« in anderen aenschli- Ge» »vgelegenhesten, in denen zuletzt nur di« Thatsachea entfchetden, weder etwa« besondere» Auffällige« noch zu tkfla« Fesilletoiü Die J»de« t» Äoafofu«. ms mieoermstnngoer ^uoen nt vieler »egend her. -lchchzM HW «echch; ihrer potitischen Existenz h Unter den viele» Bolköstämmen, welche da» Land zwischen dem Schwarzen und Laöpischrst^Mere bewohnen, unterscheiden sich von einander durch Ursprünglichkeit der Ge» brästch« und Berschirdenheü der Religion vorzüglich zwei Hauptrncen, die tartarijche oder Mongolisch« und die rein kaukasisch« Li« übrigen Bälkerschafteu vermengten sich bald mit dem eine», daibmit de» andere» Stamme, so daß sie sich durch keinerlei, belouder« Eigenlhümljchkrtien^mehr bemerkbar machen. - Alä^iM ebensoll» besondere ustd eigenlhümliche Ra« »üffen cuöch dt« Juden betrachtet «erden, die seit uralter Zeit K wohne» und vielleicht schon seit der Zerstörung de», ertcherhsalemischen Tempel» sich tu dieser Gegend nieberaetaffen habe». Zur Zest der babylonischen Herrschaft im heutigen Grnfiru soll nämlich ein Theil der jüdischen Befan- -«tchafl nach dem jetzigen Gurte» und Lufistan (ikotchiö) gebrächt »vrden sein, und der Name Gurten, der in grusinischer Sstrache Gndenland (Judea) bedenket, rühr« eben von jener Riederiaffnn^der Juden in dieser Gegend her. Daß st« kr Existenz hierher gebt» «ätze bi» auf den ßsststgm»^»-^» Gebaanch.oerblubeu« Bielwriberet spreche» anch sticht wenig |« Gunsten dieser Annahme. .j M« Zahl der jetzt in, Et»- und Tmnäkankafie» Uab«»- be» jüdischen Bevölkerung beträgt über 23 Tausend Seelen, Rtich«^« »ach der Oerttichkeit und dem Sprachgebrauch i« bmt Adthetiuage» zerfallen: in die grustnithen, tschctsch/nischvn und persischen Juden Die erster«» la»«n im Gonoer- «zpuent Tifliö und i« General-Gonvernrment stutai»; die andere» in der Provinz Daghesta» und in de« an den Ufern des'Terrt und de« tkudan delegenen Landschaften; dt« letzten «ndtich t« Gouverneme« Baku. „ Da sie sich die Sitten und Gewohnheit«» der Urbewohe w«, ihre iUeidungöweise und Sprache, dt« sie al» die ihrig» bmrachst», vollkommen angerignet haben, so.kennt man hier /essten wesenltichen Unterschied zwischen chne» und der üdrtgtz» Bevölkernug. Ungebildet und vom Licht« der rnripäische» LiMsation underührt'geblirben, find ne hier aihrer iwnere». »nd änßereu Lebensweise den übrigen vnrgdowohsternh de» Tscherkrffea, Leoghteru und Tschrtschentern völlst ätzstllch. Sie unterscheide» stch von ihnen ^»ur »och durch chee Orttjzte», welche indeffe» frelltch nicht, Hi« die der übrige» Jude», et» Auöbau talmndischer llederiiefernnge» und Zusätze, sowie rabbintsch-aradischer Philosophie ist, «ovo« dw Kankafier nicht» wißen, sonder» um in den. ursprüngliche» Batzstnge» der Bibel (de» Pe»tate»ch«) besteht, st»,'-de» »en, wie mau weiß, der grüßte Thzit außexhalb de» z-iob» Ir» Lande» und »ach der Zerstörung de« Tempel» zu Jerusalem nicht anwendbar ist. Sa'fu kern, eigentlich« llebersednng der WhkUtiMk einheimisch«» Idiome» besitzen, so ist eö natürlich, daß Ke Mt «inen sehr schwachen vearist-won.de» Geist« der Bibel N^ben relig^en LflichtenhabenTo» thnep^tzl» Ache» «b- " m *#lwnst bet der besteht, habe» sie kein« Ahunng^tWßHch^U'. hsz. thalmndtsch« Literatur u.ch ihre Annex« mm oällig» „tan» iaeog- ““‘«ä*. „* & m «.* whp» auch aller ding» nicht in de« llwsrng«, iMk bei bei» ihalmudischrn Jüden, so wie di« damit verditnden, Fnnktion et»«» Schächter«. Ihm religiösen Gebräuche »nt tzierrichtungen bestehen »nr noch i« Gebet«, westsKß sie in eimm digü bestimmten Gott«»hause von dom G«Mei»l>«-Getstiithen, oder wenn man will Rabbiner, »ertchten lasten. Dies» Rabdi- «r, .hmstW-lchd Schächter, Lehrer ustd Nichterder Gemeinde ist,, ist,.aber selbst sehr unwtffend hat nnr ei« dnrchauö unzmä^Uch« stenntniß von der jüvksche» Isteltzkon »nh dem inneren Geist« de» Jndenthutue». Dabei hat indeffe» nicht di« Meinung Matz zi» greifest, al» wäre» dt«chmkastschtLJude» M««..besondere kktte ustd etwa wie dir «ar°i1en üMrWED^^t'Ustiliuud» »nd de« Rabdtniöma»; ip» Gegenthell «erde» sie von lewnnderung ganz hingerissen Denn ma«ih»r» erziihlt, waltchst rtefi, gen Zuwachs und «eiche PstschWieffende llstöbitdunhi» jüdisch« Religion durch den Thaitund «rtatzr»n^hgtt^äi«tchr »o» findet dann bei ihn«» sogar große Gvmgtheit,. Mt thalmudijche Lehre zu arceptiren n,d zu befolgen. Meist st« kennen eben bi» jetzt nschl« von dies», Lehr«; st« sind.jiderhanpt unwissend, sowohl ist der Geschichte ihr,» iHolle» und. der Religion, wie auch in allen a» deren Zweigen di» menschUcheallLGen«. In dieser gänzlichen LnwlffenheU mg hl anch Ihtner bet chnen irgend welch« Anönahme. gstwteweit selbst ilicc Volk»« leiter, wie di« RadbtneM.st»d,^tchchz.gifftig,M»iGMt«h« und üdrrhanpl keine Idee von Literanrr und vüdieng defitzest, geht zur Gdastg, au» der vechAkGest KHusache^ Wssst», $$ al» ein Reisender «ine» kaukasischen (kirnfinitchen) .Rabbiner besuchte und destsetden bat,.jch, .hoch.s,che,Iildliothek pchzen »n wollest, er daimuf zu» Antwan mhieit, dich außer dem g«> kein ander» ^ijsch, ««der bet ch« selbst, «ch in de: ganze» Umgegend p^Mde» sei. Ist nun der Bildu«g»z»stand der kuüastsche« Jade» muh unsere» Begrkffrst^il« et» sehr tranrtger f» bezMhnn^ so habe« sie doch in körperlicher »nd mornttßher Beitehang i» Lni^der Jahrlaqiend« keine Einbuße eritlten. vom hohe« Wucht, kräftigem JBau und kriegerisch»» N nth«, »hm« st« sich Unerschrocketchei«' unter de» Begdewoh- Waffen, die st, mit «d>!» s» vieler Borst führen, bilde» Pe stuchertienchtch«, verwende» dieselbe» stdoch »nr zst ihrer um dtpße Randzüg« ait»znfäZ.«i>. kräftigem dnrch Bravour u »er» hervor, tird« al» Geschickl> Lebensgefährten; Sicherheit, nie .. So Menschen ehmnstgögwch,. -stng» - stchstich» - in^. ihrem «kt^stls» ^kiöM. ausgeartet. Unte Thun und Laffen,- WtWlQ JhIO» HMD JMICpC aiuy DU Kve» st/d«r cüstUsEton «dir alM^gstitznm ästchdiel. .. z»; in de« Städten find«, ße-chch wtt spävitzh..mir. Mt Bemühungen der mrtitche» Regktnü-M kb größer»» Maße« in die Städte heranznzteheu, ermisst» sich bm^jetzt-lioch' stn«. «er als trfoigloä.. Auch dtejmstgchh welch,..ft». «igench^Hanö in' der Stadt befiG», «oh«, doch lieber in der A«la, sie besondere FamGen bildest. In «in« dieser Behastnnge», den L««»6airU»^ 1 führen, beschde» sich im« Betam Sonnabend »nd «« de» Kstertage» versammest. (Schluß fdiL) ‘" r>