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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 35. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 35.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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— SU — MWIfri VCWISvl EM MEMUMUM E»WM ^RMI -JtWfWt (MfMitt N» e^inkctb«^, etü0crta«t '*mte'' -*- Htdt« beNahee er sich §t#hi sei,«, Lästd-EHdschlR att» Sftla», «üm» 6tAbt<jfen in ftoMfeit. Dieser hatte yn jeder Zeit Cmtrttt in» (nm«, s« schmutzig Mit MoidUrtig n auch gekleidet war und |t. spreche, «erfteuü». Dies«, sprach er mit D, an, nicht te» brüderlichen, sichern dem servllm de« Pate,, n« seine i Iberherrlichkeit -der den Ahden zn «aniseftiren. In letztere: Zeit, seit Vr. Höuig«»auu den Murh hatte, di« Jaden gtgeu tft Saht de« Grafen in« Feld Men IN lnffen, verstar b 'er ««, seinen Hamau |i verbergen und begnügt« sich, diesen in seiner >«t»sphär« und änf seine gelehrigen »posiel und Liztpüscha'« pl übertrag«, «ie'.uchmdeki hat für seinen Thell aber auch genug ge- Uttea, itud al« Mensch tonnte er unser Mitleidgesütz'. erregen. Sei, Leben«lUuf wurde durch geivaltig« und tzerzzerreißeu»« Famllimereiguiffe gewaltsam abgekürzt. «reine Kran geb. Gräfin Baerewlk» erblindet« vollständig,, «in Sohn, der in Gratz ftudirte, erschoß sich »egen Schul! «nmachen«, und ein« Entehrung seine« Hausadel« war der h^ittesie Schlag, der sei, gedroch-n«« Herz traf. <« darf nicht wundern, wtnn «an liest, daß de» Sarge auch Deputationin Miseher'Semeiuden gefolg waren — nicht chm, sthider,, dem Statthalter und den behördlichen Befehlen. Lassen wir auch.chm unsere Lerzechung aumkdeiheu — da der Tod, nach jüdischer Auffaffuug. all« Pergehuageu sühnt. Fried« seiner Asche! Für un« Juden in Galizien bringt die Bacauß des Statchatterposteu« neu« Sorgen. Die oorgeschiagenen Eaudidateu find, mit Ensnahme de« mllttärischeu, nnr u »bedeutend von hem Borgänger verschieden. I»r Ziemialkowski, ebenfalls ein Jesutteuzägling, ist Pot«, ein Kann, der hinter seinem sogenannten liberalen Schillern judeuseintüiche Tendenzen verhirgt. Graf Alfred Potock ist zwar ein Etzremuaun, der Heu stampf gegen die Inden auf ökon »mischen, Gebiete nicht stach de« Wunsch« der potnjsehen Ultra« ausgenommen hat, hoch that er deu nicht sehr schmeichelhaften Ausspruch: „Wem ander« al« deu Judenpäihteru solle, wir unsere Güter an vertrauen? — schasset mir routsuirt« polmsch« Pächter!- — Pesstuger ist wohl «i, gr ter Peämte und hat sogar über Einschreiten de« Per- «tu« .Sckomer Israelhei der Jarostauer Judeuhetz« bewährt.: Hllfe gespendet — allein zu viel Polnische« hat dieser H,rr während seine« Hiersein« riugeathmet, als daß er ein unabhängiger RegieruugSvertreter wäre, um die gelockerten, ja gefährdeten socialen'Bechältuisse wieder zu beschwichtigen und Sicherheit dem Lande zu gewähren. — (ft wäre daher Seiten« unserer österreichischen Negierung ein ebenso diplonatischer al« humaner Akt, wenn st« für diesen so durchweicht» Boden einen deutschen und liberalen, mit militärischer Rachtoollkommenheil ausgerüsteten Statthalter an di« Spitze eine» de« Schutze« der Lnltnr noch sehr bedürftigen Lande i setzen wollte. Nur ein solcher könnte Galizien dem Ssterreichü scheu Staate wiedergewimien und e« der Sarmalistrung entreißen. istögen unsere Aämch« nicht getäuscht «erden — noch ist e« Zeit — Umkehr zu« Beffern ist niemal« al« Jnconsequeez angesehen worden, mögen st« von dem Einzelnen, von ganzen Böllern oder Regierungen au«gehen. X. vermischte und neueste Nachrichteil. iknlmsee, im Lngnft. Je seltener grobe Verbrechen bei den ^U«tn in Preußen Vorkommen, desto größere« Lnfseben macht folgender Borfall, den die »L. Z. d. I. referirt: In 'der Nacht voin Mittwoch ans den Donnertlag überfiel in der Näh« von Warlubien ein polnischer Jnd« seinen schlaf« nden stameraden — beide find Schnorrer von Profession — um ihn zu ermorden und dann zu berauben Er brachte demse ben mehrere Schnitt« and Stiche an stopf und Hals bei. Der Üebersallene, der ttU Summe von 300 Thal« bei sich ti-ug, hatte trotz der sOvettii Ärrwüstdvstg noch'ss Vitt Krott, de» Mörder ha« Messer »n rntpech» uph t^us in '.da» Dorf zu eilen. Hi« Heiden Md» j seit Jahren jMfammea und Hallen diesmal im _ tigt. Ans sein Schreien kamen der Nachtwächter und ein Gendarü, de« Angegriffenen zu Hllfe. Der Mörder «p mittlerweile fast ohne jede Bekleidung in*« Getreide gelatzt»» und hatte sich dort versteckt, wurde jedoch mit Hits« pou Huudeu ausgejpürt und am Donnerstag früh in'« Reumdurger «esänguch abgefühtt. Der Berwuudete ist nach dem Pspszburger Krankenhaus« geschafft-worden, er ist so erheblich ves» letze, daß er, obgleich ihm sofort ärztliche Hilf« zu Thell «urft, schwerlich am Leben bleiben wird, (baß da« SchuorrerttzAG' Laster und Verbrechen im Gefolge hat ist leider Thatjach«. Gsd. 'S fl '^1 Düffelftrf. Der Berfaffer der Schrift: »Wa« lehrt die Bibel über deu Gehorsam gegen Staat und Odrigtett?^, W. Adolph stohur, Bruder de« Oderradbiuer« zu Füuschrcheu, Lhes-Stevaciear der Düffel dorfer Zeitung, hat w sturzuu dirietbe nebst einer Zuschrift au dm ehemalig« englisch» Premier-Minister «. E. «ladstoue geseude, und »HMM folgende, auch unsere Leser tulresfireude eigenhändige AutmeMr .Mein Herr! Ich hatte die Ehr«, Ihren geschätzt« 9tkf zu empfangen nebst der Broschüre, di« ich «U groß«« Iutrreff, und mit Befriedigung gelesm habe. Ihr Laub vertritt hwu» an erster Stelle für die ganze «ttt di« Idee der digkett, di« geistliche Macht auf di« geistlichen Dinge schränken. Indem ich Ihnen für die allerdtng» zu schmeicheihust» Weise dank«, »U der Sie vou mir zu sprech» belwbon» verbleib« ich Ihr sehr ergebener Diener W. E. G lodstvu«. X \ 1 Lu» Freihurg im vrersgau wird berichtet, daß am st. Lngnft aus dem reizend gelegenen Landhaus« da» vfthpch de« Adgeordniim Laster, de» sogenannten Nebhtuai«, ft» Festdiner zur Feier der au Lalker von Sette der phiiMmcht, schm Facuttät der lluiverfitLr ertheülru Doctorswüre« statt fand. Die Mitglieder dieser Facuttät, wie der «cttige Pro««» Jtm Hochschule, Dr. Fischer, waren anwesend» sowie außer ft» ' Präsidenten de« Reichstage», o. Forckeubeck, «tue Anzahl gegenwärliger und früherer Mitglieder de»-Reichstage» und »he geordnetenhause«. Abgeordneter Laster sprach der FaeUtM für die erwiesene Ehre seinen Dank au«; die Ansprache, M* er hielt, gab «in ersreuluhe« Zeu«mß von seiner zurnckkrhUtn» dm Bollkrast. Prüuu. Am 23. August wird hier eine Bcrsammttum vou Rabbinern tagen, um eine Eingabe au dm EuttU«mtntstä" auSzuarbeuen, betreffend die mißliche Lage der «ährtsche» Radi binen, die vollständig dm Lauum sich uusehidar dlvtkeüder GM J meindevorstände preisgegeden find. Der Münster tz» »««».- , auf Grund einer mündlichm «orftellung mehrerer mähr. Ruh-! inner folgend« Berfügung erlass«: „Die Stellung eine« Seel, orger» einer jevm gesetzlich n» erkannt« Eonsesfioa muß ihrer Natur nach al« «tue de« üsjj femlichm Rechte« angesehen und dehandelk «erden, und ist «» auch bisher stet« so gehalten worden. Die« gitt in«fef»aftK;i auch, und zwar ohne Rücksicht daraus, in welcher «eist Mb Seeisorgeramt, je nach «rrschiedmhett der betreffend» gefttz. , lichen Einrichtungen, erlangt wird, rückfichtlich ft« Berhiilz»'^ mffe« de« Seelsorger« zu seiner Kirchen- oder Reltz »einde. (ft kann daher au« de« Umstandedaß di« . tischen EultuSgemeinden ihre Rabbiner frei wählen und! Bezüge belledig feststellen, nicht gefolgert «erd», daß der l bezügliche, durch dm HüiMrttr der behördlich« Bestätig perfekt gewordene Wahlakt lediglich «in ver Judikatur Eivllrichter« unterliegende» Privat-Lirnstverhättntß degrl und daß »ür die Lösung desseldm dw prioatrechüichm Bestün- T\ mungrn de» Limftvertrage« maßgebend seien.- In Szvmftthelh im Eisenbnrger Lomttat ist a» 27. Juli Herr Aoloman Kohu i« Alter von 112 Jahrm gestftt den ». war di« in di« letzte Zett seine» Letng« rüstig " ti.“ - . ,1'it . . •' i.i * LlL/ : ’Jiik

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