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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 35. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 35.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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sich Mf Me feinet ftiabeepfc uib M nie Detail« bet Franzosenkriege zn erinnern. . ■ WmA. . -> Zretul, Director und Talmudlehttr de« Nab» btner-Semtnars, hat den Otdeu bet Ehrenlegion erhallen. — Ltch. Ist. enthalten einen specialistrten Katalog über Me auf Palästina dezüMhen auf der »geographischen Sn#* steklnng" oon|4Mmi|eMHnen Karten, Werke, Reliefs. Abbildüngen u. f. «. >«ßrrbn», 12 August. Heute feierte die hiesige portugiesische Gemeinde das 200jährige Bestehen ihrer historisch berühmten Synagoge in solermer Weise. Wir werden in Höchster Rr. Ausführliche« darüder berichten. , , In Mtzlnßs, unwell von Smyrna, ist ein griechischer Knabe verschwunden» und gerade an dem Tage, an dem seine Dlaudeysgenoffen ihr St. Johannisfest feierten. Letztere hallen as ^sogleich hergsrü, ,dab nur die Jz»hen diesen Knaben eilige' , .sangen Und ovgefchlachtet haben konnten, um sich an seinem Stute jft kühle» Sie stürzten nynn in da« dortige Inden» »UM MF^dieFtzPepsckqzie ^plünderten die Synagoge z»ud zerrissen alle daselbst Vorgefundenen Thorarollen. Der Kai» y»hka» (Potizei-Direcior) von Mylaffa, Abdul Rgamau Bey, »at jedoch de^gtich der Geschutacksrichiimg d»t jüdischen Un» terthayen anderer und hellerer Meinung; unter seiner An» , kühriing rückte die Polizei ins Judenvtertel ein und jagte dte^enbar sanatifirten Angreifer wieder in ihre Quartiere Jetstsnlevt. Sir Moses Montefiore ist am 25. Juli wohlbehalten tu der hell. Stadt augeisngt uud, wie leicht zü^enken, en ttzu s iafti sch empfangen worden. In einem vom ' 89bahrten, an Herrn Gurdalta in Lqndon gerichteten und itttzultlich in de» engUch-jülnschenBiätlem mitgerheilien Briefe spricht Sir Mose« sich befriedigt und jvoll guter Hoffnung ad«; die Juden ist Jerusalem, glaubt er, werden gern und nsillig arbeüeu und sich redlich nähren. — Daß dies, und dazu Schule und Unterricht, der einzige Weg der Adhülfe sei, bebatf zwar keiner weiteren Bekräftigung, aber es ist intereffam, düst auch 'ein Muhammedaner, ein hachangesehener Mann, ehemals Bürgermeister (nach unserer Lusdrucksweise) von Jerusalem,' JumuC Tin Aekhalidi, der sich zur Zeit in Wien aufhüli, an Sir Mosc«, seinen guten Bekannten von frühe- ' reu Reisen her, in diesem Sinne einen Brief gerichtet hat. »Lnßen sie sich um Üotte» Willen nicht täuschen von Schmeichlet», Jutriguanten, Bellleru jeder Art. Prüfen Sie genau, M Sie Beschluß fassen und etwas begründen Wenn Sie die Geheimnisse von Jerusalem kund was für Beheimniffe!) ergründet haben, werden Sie finden, daß sie da» fortwährend Mit herrschende Elend nur durch Schulen ändern können, in denen europäische Sprachen, Handwerk »o<r Ackerbau gelehrt »erden. In dieseü Aststälten muß Me Jugend wohnen, . <«st und Klefhung erhalten und zu dem Ehrgefühl erzogen «erden, weiches Faulhell und Bettel, Zedaka- und Haluka- Lmosen habt. Diese Anstalten müffen durch europäische Js» mitten unter Aussicht der Eonsnln und der Landesbehörden neieite» werden. Dadurch werden sie sich ein ewige» Anden- ' un stiften. Sie kennen meine Bemühuuaen» y«l»r »einen Landsleuten Lultur zu verdretten» ich yosfe, daß Sie «eine Sorte als den Ausdruck meiner Menschenliebe betrachten werden." Eiuriuuiüt. Die Druckerei des »Lmerikan. Israelit" und der »Deborah", Eigenthum der Gebrüder Bloch, Inhaber . Mt ältesten und dedeutensten jüdischen Buchhandlung in den »Verein St," ist tMal abgebrannt Die beiden Blätter «erden demnächst wieder erscheine» Det Scfrpdfre* «sd CUc »ihre 8c| ) «an «Mb. «dt «ohn M Pest. Ardur. Im Dorfe Motofitz tu Ungarn war der brave Schrot Juda Löb als Lchrer der Jugend uud für ha« Echochet- und Porbejeramt »gestellt. Löb letzte sparsam nutz erwarb sich auch »thrend feiner Dienstjahre mehrere hundert Gulde«. Diese gab er de« Ortsvorfteher, weicher ein Wirthsgeschäst betrieb, in Berwahrung. Eines Tages las Löb in einer jüd. Zeitung eine Bacanz für einen Lchrer und Portzetop «it bessern Aussotzien, qr refleclirte auf diesen Posten, uud würze äuch äbrrptltt. R»n f"nhsgts H seiner Gemeinde und erhielt vor seiner Abreise vom Vorsteher seinen Gehalt, nebst seine» ersparten Gelbe, in der.ftfrinfr, M Gegenwan MMer Gäste und Zecher. Auch, erhielt er vom Hause für die Reise Brod, Fleisch und ein Al-schchep Weingeist mit Daß. Dorf ist seitwärts von der Fahrstraße gelegen, und man «uhll, um zu dieser zu^aelanäen, eine Strecke Dsg« einen dichten Said S." ÄZ. «’Ä äätJßt »hall" zurief, er sah sich um, und zu seinem grstzten Entsetzen gewahrte er einen robusten haufirenden Slaven, der chm mll einer groben chokzaxl entgegen ellte, und in de« er einen chm längst gitz verdächtig erschienenen Einwohner «es von ihm verlassenes, Dorfes erkannte, der auch, als er sein Geld im Wirchsh usi erhielt, dort antotfMfe war. »Judk" sagte dgr Räude: sn fiooenischer Sprache »Jude, luchüstiwbl Geld bekommen, ich war dabei, gieb her Ales, sonst stiritz Du sofort!" »Jaust", sagte zitternd Löb, »ich kenne Dich voch, Dn hast dein , Gesicht geschwärzt, und ich weiß, däß Dö « Roiositz wohnst, sqh Djch auch oft im Wirthshanse «eine« Vorsteher«." »So*, sichte der Räuber »Du kennst auch »stnen Rayuh noch, so mußt Du Jude sterben, damit ich durch Dich jä sticht o»r«then werde." Da alles Rede» Bitten und Beschwüren dq« armen Ab ntcht^helfiü wollte, und er sah, wie der Mörder dätz MönsttlsillnMtl ritr Hststs «Gm, da griff er in seine Tasche, nah« fett, Ftäschchen Branwtwed» hervor und sprach: »Lieber Janu, wenn'« durchaus nutzt zu äpder^ ist, wenn Tn meinen Tod beschioffen hast, so habe ich nur stoch eine Bitte, quäle «ich nicht tauge, mach'« »it einem Schlage; trinke hier, damit du um .so sichrer wich mit einem Mäle zu tsdteu tu» Stande seist, und ich nicht e>.-st viele Todesqnalei» zst erleiden habe, last mich intzetz mein letztes Gebet verrichten " Damit war der Eiende gleich einverstanden. Sr riß de« zu Tod geäugstigten Lehrer Löb da« Fläschchen au« dvt -Hund nud stich varun» zn DUrgetn au. Run aber griff LSb rusche stach seine«, an öer.Mllentasche befindlichen »großen" SchiachtMeffer, zogA büsitt und machte feinen Meisterschnitt an der Kehle des Ränbel U, ^ssie er kunstgerecht durchschnllt, so daß Jener sogleich qpr it»« hiystüdzte. — Löb eilte zurück ins Dorf zu« Ortsrichter. und erzählte dort das Ereigniß. Muu ging zu» Weide oei» Mörders, welches aussagt», stutz »ihr. Manp. mit einer grohen Axt au« dem Hause gegangen.ki noch ihr eine reiche Genie nach Hause zu dringen versprochen höbe! Duß ' <f schost oft in der Rächt mehrere Wandrer ausgeranbt haben mußte, darauf zeigt« noch. .einer Hansunterfnchnng viele »orgef»mdene, längst yermißte, «erthvolle Gegenstände hin. Lehn r Löb wurde ützrrall im Dorfe als wackerer Mann gepriesen nuv erhielt vom Richter eine schöne goldene Uhr und Kette als Astcheichnung und Anerkennung feines männlichen Muthes und seiner Griftesgegeuwan; er ging aber dann nur tu Begleitung und sicherer Bewachung au« de« Orte dis zur sicheren Fahrstraße. Juda Löb ist erst vor kurzer Zeit «it Tode avgegangeu; fein Sohn soll bei» tzftr.MUllär iiüt Oberlieutenant, mll mehreren Orden »nb Auszeichungen gefhmückt, iuft Jt&lt Jm Jüuftt lebe»

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