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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 34. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 34.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Wir ersuch« ferner, innerhalb der nächsten vier Monate die etngeiausenen Geld« au un« zu senden. Ei» dttailitt« Plan kan« erst unmittelbar vor der Errichtung der Lehranstalten bekannt gegeben werde». Diese «erden bedeutender materieller Opfer bä>ürfen; aber die auS ihrer Blüthe zu erwartend« Früchte find auch bedeutender Opfer Eurerseits würdig. Stütz« d« Moment und bewährt Such äl« echte Bekenner de» Judenthum«, den« Sticht« höher steht, al» die Erziehung ihrer Linder zu denkgläubigm Israeliten, zu nützlichen, strebsam« Staatsbürgern! Wien, im IM 1876. St« rumänische (EftatÜMCMiUe in Sin. Joseph Ri tter v. Wertheimer, Präsident. Leop. Popper Ritter v. Podhragy. Dr. Earl Ritter v. Weil. Bernhard Singer, Schriftführer. Dr. Leopold Lompert. Dr. P. Friedrich Frankl, Sekretär. Aramk reich. P»riS. (>u« den Berichten der Alliance JSr. Univ. für Juni und Juli. (Schluß.) Heber die Ackerbanschule zu Jaffa wird der sich auf dieselbe beziehende Theil dr« Reisebericht» de« Herrn Montag» au« London mit- S«hellt: Der eigentliche Ackerbau ruht, wie früher g.'meldet, l diesem Jahre, al« einem Sadbathjahre, man ist dafür mit zweckdienlichen Anlagen, Meliorationen, unter anderem mit dem Graben «ne« w«teren Brunnen«, beschäftigt, „dt sind in der Anstalt 27 junge Leute al« Zöglinge, größtentheil« dem sephardtschen Ritu« angehörig. Dieselben erhalten außer dem prakttschrn Unterrichte in der Landwirthschaft auch eine gute allgemeine Erziehung. Wenn die Hils«mittel au«reichten, könnt« bi« SO Zöglinge daselbst ausgenommen werden. Rach Beendigung ihr« Lehrzeit werden diese jungen Leute, wie der Direttor sagte, an der Anstalt selbst mit einem Lohn von 2 Fr. täglich bi« zur Höhe von 200 an der Zahl angestellt werden »nd sogar sich verheirathen und ihre Familie ernähren könne« Die arabischen Arbeit« werden zwar nur mit 1 Fr. täglich bezahlt, allein die iSraelllischen Zöglinge werden an d« Anstalt da« Doppelt« verdienen, weil sie intelligenter sind und al« erprobte Arbeiter belohnt w«den können." Die weiter« Berichte über verschieden« Schulen in der Türkei biet« nicht« von hervorragendem Interesse. In Bagdad haben wird« große mehrtägige Examina in Gegenwart de« Bali und verschiedener türkischer und europäischer Rotabeln startgefunden. An diese schloß sich eine Prei«venhrilung, zu der sich rinfanden: der Bali der Provinz, H. Ral« Pascha, H. Mohamed Pascha, Präsident de» «riegrialhe«. H. Eom- «ondar Pascha, H. Fezi Pascha, Obergeneral der Artillerie, dt« HH. Saleh Bey und Ahmed Bey, Oberste vom Genie, die Mitglied« de« Oberrath«, der Tdefsecretär, der Zollaml«- director und mehrere andere hochgestellt« Eioil- und Militärbeamte Außerdem waren noch anwesend: der Prinz Abas« Mirza Khane, Bruder de« Schah« von Persien, H. Amir Zada, sein Sohn, der arm«isch« Bischof, Hagi-Vey, Telrgraph«>Jnspeclor, d« Quarantaine-Jaspector, Omar-Bey, Gennalarzt dr» Bllayel, der Direktor und d« Redakteur der StaatSzettung, Aerzte, Ingenieure, verschieden« Schuldirektoren und Lehr«, die Dajjanim, die Bäter der Zöglinge und die Rotabeln der vrrschiedenen Gemeinden. Die Lehrpläne, verschitdeae ««.lorirte Latten, Llassenhefte, die Büchn-Prämiru, Alle« lag wohlgeordnet auf einem Tische vor Sc. Ex. dem Bali, der die Güte hatte, dt« Prämien selbst zu vertheilea. E« war ttn wahre« Fest, wie man e« bei d« Israeliten de« Irak noch nicht gesehen hatte, und dt« Israeliten von Bagdad empfanden Angesicht« so viel«, «nn israelitischen Schul« erwiesenen Ehr« ein« tiefe Rührung. Auch die Schule in Langer erhielt neulich de» Besuch ei«« Depulirt« d« spanisch« Eorte«, H. vr. Timoteo Alst«», Professor de« Hebräisch« an d« Universität Sevilla; fctfcUx zeigte sich üb« dtp gute Organisation d« Elassen, sowie üb« bi« DtScipli» und d« Bildungsgrad d« Zögltn,z« angeneh» überrascht. Auch der General-Eoasul vo» Oester« reich-IU.,,rn, Herr vr. Schmidl, befuchtedie Schule. Der Bericht für Juli erwähnt unter ander« ei», jüngst ergangene« Lircular de« Generalgouverneul« von Liew, Prdolien und Wolhynien, welche« g«ad«zu autspricht, daß die Juden d« genanntk» Gouvernement» in der Erfüllung ihrer Pflichten bei der letzten Recrutirung grißen Eifer gezeigt haben. — Ja Lüstendil (vulgarieir) und in Alleppo haben wieder einmal Unruhen und Gefährdung der Juden in Folge vo» Blutbeschuldiguagen obgewaltet, die Regierung ist alsbald eingeschntlen. Die Aaftift« sind nicht nur in erster« sondern auch in letzter Stadt Gttech«n gewesen. — Der Bicepräfident de« Eomile in Loafta»- tinopel bespricht in einer Dentschttst die Rothwendigkell der Gründung einer Schule in Ga lata, stellt ansehnlich« Unterstützungen und Einnahmen in sich«e Aussicht und beantragt Gewährung einer Subvention. Der englische Consul in Tunis hat der Anglo-Jewish- Association über die Nützlichkeit der Gründung einer jüdisch» Schule für junge Mädchen in dieser Stadt Borftellungeu gemacht. Der Rath der Association lrllt darüber mit dem L.-k. der Allianz in Berhaudlung. Derselbe hat seinerseits ein-» Beitrag zu den Losten der in Smyrna «inzurichtend» Mädchenschule bewilligt PaläfU»«. * Titerin«. «Wie e» scheint, wollen Sie über die Sne, r» sohn-Affaire gar nicht« erwähnen, obgleich doch bereit« uiht nur viele größere politisch« Blätter ausführlich« und mitunier recht sensationell gehaltene Berichte gebracht haben, sonder» auch die jüdischen Blätter aller Farbe.- ihnen darin gefo.gt sind. Jetzt könnten Sie e« ab« doch Nachträgen, e« ist ja zeitgemäß, ein Gedächtniß der Zerstörung, »ein Zeichen l«r Wüstheit — secher lechurbon." So schrieb ua« dieser Ta,z«, wie man sieht, noch vor Ablauf der drei Wochen, ein Freund. — di handelt sich um eine« jener zahlreichen Palästina- Skandale. Wir haben allcrdiag» mit Absicht nicht« darü!»er gesagt. Nicht al« ob wir so thvrichl wären, zu glaube», ta« Schweigen de« „J«r. Wochenschrift" könne Derartige« au« der Well schaffe», aber weil e« un« doch gemüthlich schwer wird „den Brand zu vergrößern", und weil wir in Dinge», welche Palästina-Persönlichkeiten betreffen, un« g,r» de« Urtheil« enthalten; ein Parteiaehmea für oder gegen ein« Persönlichkeit rst aber bei einem solchen Berichte ganz unvermeidlich. Wir haben daher über all« „Sendboten" beharr.ich geschwiegen, wir Hab»» vor Jahr und Tag de» Abrahrm Bär Lohn weder zum Guten noch zum Bösen gedacht, Sneersohn ist von un« nicht genannt worden, al« er in Amercka einherzog, al« er von London und Berlin au« gefeiert «nd wärmst empfohlen wurde; jetzt, da sich die Sache wohl anb:r« gestalten wird, wollten wir auch nicht für oder gegen .hn Partei nehmen. Sobald nämlich von Palästina au» oder für dortige Institut«, Gründungen, Einzelgemeindrn u. s. «. twi einem Einzelnen «ine Sammlung unternommen wird, so tritt von zwei Dingen ein« ein: entweder der betreffend« Saamler ist ein Betrüger, der da« Ganz« oder «inen { oßen Tzeil für sich behält, oder er wird von dort au« al« Betrüger verschrien von denen, welch« an der Sammlnng keine» Dzeil haben «der durch diese ihre Zweck« geschädigt zu sehen fluchten. Will aber gar Jemand angeblich oder in der Thal zu einem weit« auSseheuden Zwecke sammeln, so wird er sicherlich al« LolkSoerführ«, Abtrünniger od« — wie diesmal — al« Wahnsinniger verfolgt. Dabei ist «an an Ort und Stelle ta Wahl der Mittel so wenig wählettsch, daß Derjenige, welcher sich ein llrlheil bilde» soll, leicht aus eia« von zwei Dingen kommen kann: entweder « scheM ohne Waecken einer Person, Partei, Eoterie, Lertraue», läßt auf de» „n diese« Empfohlenen nicht« kommen, »ad veruttheilt ebenso da« von diese» Angeklagte, mtt and«» Watte», « schwätt ans «in« palästinisch«Jnsalltbtlttät — ob« ««klärt all««

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