Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 33.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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i: 358 — »UM berMzit und WZffaWnt*) durch, all lange«- * 1*3 I unb4n dt« Spitzel'seht» sind natürlich Sege«! nend — und wahrlich schonend, mild«, vast. Barmbe zartem MitgefühlInÜ^Wpael^Sa — scbonend m verhindern, daß _ Nachtwache» wäWrnd ^>er«AronWt vEstorbMrnabge zehrt,» Angesicht sehe und sich vor eigenem Ertranken fürchte. tischen Traurrgebräuche, soweit sie da» Srußtre, Kleidung «. s. w. betreffen, speziell durchzusprechen, e» genügt die Erkennt »iß, daß sie vernünftig find, und daß da» Gegentheil unter allich gewordener Unfiu» ist. Was sodann die Llausur in den ersten sieben Tagen betrifft — wir besprechen auch hier nur da» Wesentlich«, da» Zuhousebleiben — so ist di« Bernünfligkeil der Satzung leicht uachzuwetien. Zwischen dumpfem Verzweifeln, Hinbrüten, Grüteln und Murren gegen die Vorsehung,, seüeu» der vou Trauer heimgesuchren und dem möglichst raschen Bergeffen^ vergtssen wollen und au» dem Sinne schlagen, 'gilt e» einin richtigen Mittelweg an die Hand zu geben. E» giebl^ maacherlei Wege, sich über die Trauer hinau»- und hinwegzuhelfe,,. Der Eine geht al»bald seine» gewohnten Zerstreuungen »ach, der Abend nach dem Begräbniß findet ihn in seiner Stammkneip:, am Spieltisch« — vielleicht mit schwarzumränderlen Kan,» — die nächsten Abend« weiter in Loucerl und Theater. E» hat un» stet» einen gewiffen Schauer verursacht, wen, wir DrraNige» in sonst ganz gebildeten nichtjüdischen Kreis, a gesehen haben, von jüdische» reden wir nicht, da würde andere Empfindung am Platz« sein. — Ern Anderer sucht Berg« sie» und Ablenkung i» seiner SeschästslhLtigkeit, bei den Eomrdücher» und hinter de« Ladentische, er hott eifrig Versäum««» »ach, e» gelingt chm den Schmerz zu betäuben. Von Sudji kteu, di« geradezu bei der Flasche Trost suchen, reden wir r icht. Israel» Satzung will ein schnelle» Vergessen und aldbadige» Zerstreuen nicht! Der Trauernde soll zu Haus» bleche», soll sich von seine» Geschäften fern halten, er soll nachdmkeu, soll prüfe». Wo lebt ein Mensch, der kein« Wahrung, keine Selbftschau bedürfte, der an sich, un seine« Ha»-, in seiner Umgebung, Geschäftsführung, üiadererzieh«u«g n. s. «. nicht» zu besser» fände, wenn er nachfiunea will! Kann e» geeignetere Z«U geben, al« die, in der da» Hn». durch Schläge de« Schicksal» sich geöffnet, erweicht hat? Doge^n ist durch die Lehrer der Religion überhaupt und «setz«: durch di« schön« fromme Sille de» „Trösten« der Leid» tragenden" dafür gesorgt, daß der Trauernd« sich nicht zu sehr seine« Schmerze hingeb«; Mitgefühl näher oder ferner Stehender bringe ihm Trost durch di« Thal und durch da« Wo«. Und wer anßer dem Trostworte und de« veUeid»« besucht noch wirtsamerer, materiellerer Hülfe in und nach schweieu FamUienleiden bedarf, de« ist in der „Schiw'ah" *]i „Die 2$om ist «o* «af«N tu pm «ade «llde uak »«hl. — I«»» »ie Wetst» «an h«». »^«ch »«hl den »e»r«»ch «euwett, der de«» «scheide» «ine» «»sch» deff« »Ichst« »»§». hdriß« »tser»» heißt. Freilich ««, M «tettetcht hier *»d »a durch'' tchwisch« Ueterrifer mck «echmüs^ß« zmmG'wchttztell »er »hnm ch.Sem e i» et»«« «her Weis» «eschehe». «tu «ernwchiäer an»', ZmtsttzleUder »ir» crfNan, wU dt« »1«m| «tpa d» i» Xfb*." , QUiMkQ ftofHM. ^nüMfast sagen stet«, tlne ^lfs! die zur Lricheufolg« .Erschienenen naä «L.um^de» TraMmben tu küms »ß P« rLckkeits naMerruu«t»hrlDm sö^vochdseyk Mchwet» Soviel für jeht über di« Srundbestimmungen der jüdi- 'sch^^^ste'rgeb^ßchfl Mmwschtz.jch-^.l^chttesßtztz'd Eitle» zurückzukommen, mag sich ein andermal Gelegeuheit finden. -ewotzru. Lastt ohne sich dieser selbst k— so ist der nn nicht abge- Berichte und Lorrejpoude«zeii. Deutschluud. Berit». Da» Provinzial-Eonfistortu« von Brandenburg hat wieder eine statistische Uedcrficht über die im Lause de» Lahre« 1874 in sein»» Splengel.vorgekomwene» Uebertritt«. zur evangelischen Kirche und dir Au»tritte au» derselbe» bekannt gemacht. DanachRtitk'S»'JUden (2« in Berlin, je.. 3 i». deg, R-H.'Bezirkeu Poledam und Frankfurt) evangelisch, 'getauftwötzt»^ und vier Evangelisch«sind»U«Iüdö»thumüber« getreten. Wir brauchen nicht abermals zu sagen, daß, un» 'da» Gewinn- "und Verlust Esiätö^n "dieser Beziehung wenig Kummer und wenig Freude mache»..Luuu Rur der Lederlritt einer geistig hervökragendeu jüdischen' Perflnltchkeit zum Ehristenthum könnte un».betrüben und zwar auch nur dann, wenn zu der intellektuellen Befähig»»- sich ei» achtbarer Eharakter gesellte, also da», wa» der, Engländer »reprv-I. sentatire man nennt. Derartige» ist denn auch seit längerer Zeit nicht oorgekommeu. Wa»" sonst von Krethi »nd Plethi „durch Hunger oder Liede" hinaus- oder heveuqetrie-". den wird, ist von geringer Wichtigkeit. Die „Franks. Zeit" bemerkt über die erwähnt« Statistik im Allgepuiue» Kot ge»-, de«: „Die Zahl derjenigen, welche au» der evangelisch«^, Kirche ausgetreten sind, um eine Eivil-Ehe zu schließen, m* lief sich aus 785, von denen 751 allein anf Benin, je 17 auf die RtzierungSbezirte Potsdam und Frankfurt a. d. 0. entfallen. Di« meiste« von ihnen, sind zu gar keiner reltziGsen Gemeinschaft übergetreren, die. übrige» entweder,z«M,Ju,. denlhum oder zu de» Baptisten, zur freie» Gemeinde, dergl", wie die Zusammenstellung sagt, oder endlsch, sich nicht ermitteln, zu welcher Gemeinschaft diesewe» treten sind. Die Einführung der obligatorische» Ttotletze hevV imlürlich. diese» Grund zum Austritte aus, so, daß.die > Kirche.», ihr, um deswillen gewissermaßen zu Dankt verpflichtet tsth eine ganz« Zahl Indifferenter wird in ihre« Schooß« verblei», de«, und sie wird deshalb bei den statistische» Berechnungen' wenigsten« mit einer größeren Ziffer figurirr» könne», al» e»' sonst der Fall gewesen wäre. Eie-Eingang» erwähnte Z» U sammeuftellung sagt un« nun nuiter, daßzum Judenthuma im Laufe de», Jahre« 1874 au» der evgngelischeu Kirche ühfr« getreten sind vier «. s. ». Ob die 4 zu» Juden» , thum Urdergetretenen «ur durch Rückficht auf ein« beabsichtigte Eheschließung dazu veranlag worden find, odlst"' ob etwa auch dieser oder jener de« RonotheÄbnü» ooe1 der Triuitätßlehre den Vorzug gegeben, darüber besagt dt«^ Zusammenstellung edeuioweujg, wie darüber, welch«. Gründe^ bei den 82 Juden obgewalret haben, welche sich durch.'.Laufes in die evangelisch« Kirche haben aufnehmen lasse«. Wer^ will.«»-übrigen» sage«, ob nicht, wenn aüch dt» Jude»1 Missionär« unter di«. Christen entsende» «oll»««, wie diese s «ater jene, dt« Religion de» Monothei«»«» «och stärker, »rmtiftlione» mqchen würde, al» di« christlich« der ihre Jntzewu. Missionäre Summen kosten,, die für den UnglLnhtgeu tn ei»«»., argen MißverüLltniß mU »en durch sie e^elteuEtzetmisi» pi stehen scheinen" '-■St Vbtt&P tot «ine Bemerk«»- ütüM. «ehren Blätbrmhto» dich» Ttze die «och, dtfüuch bn, HEHkriM » tt\* .'•$'■'■1 'X ir r ■