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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 32. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 32.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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204 liche»!st«ligion»-U»terrtcht durch dazu fxifnefe Lehver «rthei- Im zu lasse». ■— ®« tarn ferner zur Sprache, daß bereit» in einer hiesige» (der 84.) Gemeinde-Schule an Ai»der jüdischer Etter» Mischer Religion« llaierricht -«gebe» «erd« und fol* cher a»ch für weitere Gemrindeschule» bei ei»tretr«dem Be» dkrfnif in »«»ficht genommen sei. Der Vorstand der jüdischen (tanrintx soll deshalb gebeten «erde», sich im Anschluß an dm Rorwal-Lehrplan der hiesigen Gemeindeschulea über einen Lehrplan für diesen Unterricht mit Angabe der geeignetrn L«>>rbücher gutachtlich zu Labern. BkeRiUl. Da» soeben ausgegebme Jnliheft de» »Tentralbla te» für die gesamme Unterrichttverwaltung in Preußrn" enthält eine Generaküberficht der Ergebniffe der von dm kgl. wissenschaftlichen Prüfungs-Eommissionen im Jahr« 1874 abgehaltmea Prüfungen für da» Lehramt der höheren Schule». 1Bir finden unter anderem auch, daß von den 4SS SchulamMcaibitatrn welche die Hauplprüfung pro kaoultat« ckoosnckt restaadrn, der Eonfession resp. Religion nach evangelisch 8t 6 (1873: 888), katholisch 85 (1878: 67). jüdisch 4. «ennonitisch 1 waren. Ist allerding« die Zahl 4 immerhin n«h gering, so maß man doch bedenken, dab noch bis vor wr eigen Jahren da« höhere Schulamt dem Juden völlig verschlossen war, also em Aufschwung erst allmäiig |U erwarten ist. (I. Pr.) BiRktz««. Rach Beschluß de» hiesig«» Gymnafial-Lehrer-Eollegium» ist in diesem Jahr« dem Oberseeuadaaer Abraham B^aheim, eine« Israeliten au» Rußland, da» eine Stipenläum mit 17'/, Lhlr. vrrUehr« und vorgestern vom Magistrat ausgezahlt worden. Beruhe»« ist ein sehr strebsamer junger Mensch. Bor kurzer Zeit »och völlig unbekannt «ft der deutsche» Sprache, handhabt er sie nunmehr mit großer Geläufigkeit und hat nebenbei noch so viel anderweitig« Kmnttllffe erworben, daß er in die Sekunda de» hiesigen katholischen Gymnasium» eintreten konnte. Auf Grund seiner gutrn «Schnlzeugaisfe hat die russisch« Regierung ihn sogar von der militärischen Dienstpflicht entbunden, so daß er seinem weitere, Studium ungestört obliegen tan«. F. Au« Leipzig, 33. Juli (Or.-Eorr.) Die Stiftung einer» varlehnscaffe für hülf«bedkrftige jüd. Frauen und Mädchen in Deutschland" ist auf Grund der jüngst verüffentlichten Statuten in« Lebrn getreten. Darlrhnsgesuche au» Klein- und Mittelgemeindrn, die dem i»r Gemeinlebund« ««gehören, werden vorzugsweise berücksichtigt. Zum Sründungsrapital haben Frau Sinsberg, und Bankier Jae. Plaut je 15,000 Marck zu Händen de« Ausschuffe« de» dentsch-israel. Gemeindeduude» hinterlegt. Herr. Vorsteher Jacob Nachod hat eine gleich« Summe als Legal testamentarisch cusgesetzt. — Die Redaktion der »jüdischen Lolkszeit." versrndet ei« Einulär, worin »wiederholt dringendst um Unterstützung de» Blattes" gebetrn wird, »bevor es zu spät ist." Der Herausgeber und Redakteur läßt zur Zeit da» Blatt auf eigene Kesten und Gefahr drucken. — Der Leitartikel in Rro. 80 der Wochenschrift über »Einfügung de« jüd. Religionsunterricht» u. s. w." hat viele» für sich, doch könnt« «an ebenso triftig umgekehrt deduztren. Gerade well da« Judenthn« keinen sogen. Katechi»- mu»rrlii.ion«uaterrtcht trnut, sondern als Grundbuch seiner Religio« nur di« Bibel in der Ursprache festhält, darum ist nur di« Pflege de» Hebräische» nothwrndiger Bestandthell und ausschließliche« Eharakteristikon de» jüd. Reliatoasun-. terricht» in den öffentliche» Aastalle»: alle» Andere hingegen kan» «h«r privatim in besonderen Lehrstunden gelehrt «erden, jene» ist obligatorisch, diese» fakultativ. Linz, 3». Juli. (Or-Eorr.) Am letzte» Sonntag fand i» Tempel auf besonder« Einladung de» Vorstand«» eine stark besuchte Gemeindeversammlung statt, vor welcher -Herr. Rabb vr. Frank eftn, Vortrag über Montestore'« Leben und Mrkrn hielt. Rach diesem Vortrag« fanden bedeutende Zetchnnnge» zwr Montefiore-Stistrag statt. (M ist a« 16. d. Mt», glücklich in Jaffa angelaugt.) Kraka». Die »R. Fr. Pr." brachte unterm 30. d. Mt», einen Artikel »über Judeahetzen in Galizien", worftl einem Staatsanwalt der Vorwurf gemacht wurde, in seinem Plaidoyer in einem Betcugöprozeffe, bei weichem leider Mehrere Juden betheiligl waren, gegen die Juden im Allgemeinen lo»gezogen zu sein, indem er sie al» die Ursache de» Ruin» de» Kronlande« bezeichnet«. Hiergegen verwahrt sich nunmehr der Staatsanwalt zu Tarnow in einer ausführlichen Zuschrift an di« Redaktion de» gen. Blatte», vom 39. Juli, er habe nicht die Juden im Allgemeinen, sondern nur die in jener Verhandlung de« Betruges üderwiekeneu Subjekte mos. Glauben» im Sinne gehabt, in seinem Plaidoyer charakterlstrt. Jassy. Der oificielle »Eourier de Jassy" bringt «ine Erklärung, die einem Gerüchte begegne» will, wonach küüuflighin in de» Landgemeinden kraft de» neuen Handelsvertrages den Juden der Ankauf von Immobilien, der Ausschank von Spiruuosen und der Verschleiß von Tabak gestattet sei. Stach ihm bleibt selbst dem Oesterreich angehörenden Juden alle» me» vor me nach verdate». Bukarest. Heute haben die beiden hervorragendsten israelitischen Gotteshäuser hier eine Trauerfeierlichkeit zu Ehre» de» verstorbenen Kaiser» Ferdinand im Beisein de» österreichischen General-EonsulS und de» Eonsulals-Prrsonal» veranstaltet. Uns Spanien, 38. Juli. Da« Resultat der Abstimmung in der Lominisfion über ß 11 de» neuen BerfaffungseNtwnrfe» war «rfteulich. Derselbe behandelt die Frage der religiösen Duldung und wurde von der Eommisston mit 38 Stimmen gegen 8 im bejahenden Sinne entschieden. So selbstverständlich auch jedem Ruhlspanier diese» Ergrbntß erscheinen mag, so gibt e« doch hier-tausend« einflußreicher Personen, «eiche, so zu sagen, Himmel und Eco« i« Bewegung setzten, um et» andere« Votum hrrbetzuführen. Ltortnnati. Dieselbe Beobachtung, di« man in Deutschland machen kann und die statistisch langst wiederholt fest-»- stellt ist,' nämlich die weit über den Pcocenlsatz hinausgehend« Zahl jüdischer Kinder und junger Leute, welch« höher« Schule» besuchen, zeigt sich auch in Amerika. Auch dort da» Streben nach weitergehenoer Bildung und di« Bemühung der Elter», solch« chren Kindern zugänglich zu mache«. I« Elucinnati find z. B., dem „Auier. J»ra«l." zufolge, in diese« Jahr« auf den beiden hohe» Schulen 68 Bradurrl«, von diesen find . 15, oder 34"/„ Juden, während diese nur 8—7 Proeent der Gesammtbevölkerung der Stadt bilden. Ja Allgemein«»» sagt da« genannte Blatt, sind di« Juden chi» fleißigsten Besucher der öffentlichen Schulen der Stadt. Die» zergt« sich deutlich durch die Thatsach«, daß am verwlcheuen Wochenfest« beide höhere Schulen geschloffen waren, well so viele jüdisch» Schüler fehlten. Evlnmblit. Los Israelitas j aus Defraptores (Dt« Israeliten und ihr« verläumoer) ist der Titel «ine» Aufsätze» in Briefform von Seaor Dr. Lope» an den -erausgeder der Zeitung La Union Columbiana gerichtet. Der Letzter« hatte nämlich um gewiffe Handlungen der Regierung in eft» gehässige« Licht zu stellen, ihr vorgeworfen, von Israelit»« politico* und «ine Binagoga politioa Gebrauch gemacht zu haben und den Präfioenlen der Pepubllk einen Supremo Rabino (Oberrabbiner) genannt. Senor Lope« tadelt de» Her« aüögeder in beredter und eindringlicher Weife, daß »r Haß und Borurthell« gegen di« Juden durch unwürdige Jastrnettoae» zu verewigen suche, und weist »ach, wie unverdient sie seien und wie viel gegen Israel gesündigt worden sell Wir boffen, daß die» Plaidoyer de« Lerfaffer» den gewünscht«» Erfolg bei der südameritantschen Preffe haben werde. (§. Ehr.) veneznck». »Msse« Dvminjo ist zu» Prästdmtrn d«r

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