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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 31. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 31.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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— 246 — V '«) W« . v , .1«^ A 40'* u*«* , fitzrr |M sech» Staut« schweren Kerker«, »irschärft «ft-»f, ne» Fasttage in >r,«tehr,>sitt pO>§» «i* «itflIW» der i Gemeind« |R 9Ua>£c»Dd, da« grgk» rfaen andere» JSrarti» ■ ten daselbst eitlen Prozeß «egeu Betkstg« angeftrengte und dt» Sach« nicht lieber oor da« jüdische Richtereollegtu« brachte,*) in Eher«» (vann) gethay.jMen-.jst hart, nnd man begreift die Erregung, di« in der chaWischen Gemeinde herrscht, nnd die in Tumulte» oor de« Hüuse de« Anklägersich änßlertr, Doch dürfte darin «ine hftlsaine Lehre fllt alle bannbullenfichUge Rabbinat-collegttn liegen: Achtung vor dem LandeSgesetztl Pari». Der schon oft bewrochM Tmjipeway, .vW» vor den Ereignissen, welche di« verl^tna-der ßttWqz jm hier zur Folge halte, in collossale» Älaaßstqb« begonuen^ njcht zur. Bolleümng gelangen kann» .»eil viel«, der reichsten, litt« weggezogen find, h»t wieder viel osm sich rcheu E« war porgeschlagen worden, den Bq» tu kleine»^ , fortzpsichre» und zn dem Ende da» Luppeldgch wieder - ahme. tragen. Darob entstand große Entrüstung; die^ cholttischwz Journale erhoben gegen solche Berunstalttmg einer, Zierh^ der Stadt ihre Stimm« — da» Projekt ist nufaegebeu, neue Subscrtpsionen werden eröffnet, »ber ein Ende ist nicht , abzu«. sehe», obgleich di« Gemeinde bald gar M» Gotlchhau« Mehr, besitzen wird, dt« alten im ehemaligen Ghetto «erden abgetragen, da» mu« nicht ferüg. , 0g*!«!»«. Rach den» in Lissabon erscheinenden »Jormtl de Commereio* fand am 3. Juni zn GuNsten der jüd. Ge» sellschaft „Somech Rophlim* und de« Lissabon«! Kinderasyl« im Opernhaus« S. Carlo« ein »on Frau Harrt» Zagury »er» anftaitete« glänzende« Eoncrrt statt, welchen» der König, di» ' Königin und die ganzt königl. Famllie «ttanwohnt«. Dä» Hau« war voll besetzt. Diese« Couvert, als ein besondere» Ereigntß in diesem Land«, oerdienl der »eitern Veröffentlichung; denn e« ist zn» erstenmal«, daß sich hier Christen und Jude» öffentlich in der An»« führung eine« Wohlthätigkcit«-Actr» vereinigt habe». Pari», vor einigen Tagen feiert« Herr Liberi Lohst die Vermählung seiner Tochter, die Elite der Gemeind« de» nutzte diese freudige Veranlassung." um den Rann» der sich/ »ach der verschiedensten Richtung hi» so außerordentliche Verdienste um sein« Ldoptiv-Land«leute und da« Judeuthun» üder«^ Haupt erworben hat, ihre sorglich« Theilnähme zu bezeugen, „Unio. J»r* widmet Herrn Alb. Cohn «inen besonderen Artikel, worin in nachdrücklicher, aber in kei,em Wone übertriebener Weise die vielieitige segen-reiche Lhättgkeit de« edlen Manne« geschildert wird. Wir fügen unser« besten Glückwünsche hinzu. Port-Elhnbech. (Am Cap der guten Hoffnung.) Man kann unsere Stadt sowohl al« da» ^Liverpool", wie in Be« ziehung auf die Juden al« da« „Jerusalem*, der östlichm Provinz de» Caplande« beziehen, da per «ine Gemeinde besteht» welche den weithin im Lande zerstreuten J»raelite» «inen Mittel, und Sa»»elpunkt bietet. Die Verwaltung, an deren Spitze Hr. A. M. Jackson und L A. Leoyeo stehn, ist bemüht, eine Synagoge zu bauen. Ja Port Elizabeth sind., zu diesem Zwecke bereit« 1600 Pf. St. znsammengebrach«. worden, ein Zeugniß für die Opferwilligkrtt de, »Reste I». raelti habe» aber auch Chrchen beigesteuert, ei» Zeichen für da« gute Einvernehmen, in dem wir «it ihnen leben und für die Achtung, die sie uu« zolle». Jtd« kaufmännische Firma, poei ausgenommen, hat 36 Pf. St. und eine christi lich, öS gezeichnet. Da jedoch die Vau koste» auf 5000 Pf..' St. verauschlagt find, so ist die fehlend« Summe noch-sehr groß- (I. CH,.) .») «tan der NatdimuSaMm« hm» de» «Meer dt« «otta.«*»,, ntf««: »Selb« »am du eintn Schade» ooa 1000 «utde» rrtrid« MU test, bist du «erflichtet, vor uni Mim Sach« «lUuitrMUL (stellt sehr droht, daß «i» Jude dadurch i»'« Lrimual lomaoi dmbr Mi Male te Laufe diese» Achre» «nrdt heut, in unserer G^neind« di« «ahlschlachr geschlagen, vi» « Heu Zähnen geMippnet standen beide Parteien grollend und erbittert ein« ander gegenüber, hitzig wurde gekämpft. — bi« »it überwältigeilde, Mehrheit dir Repräsentanten-Candidate» de» „JtuI* tu»«erei«»* al« Sieger au« der Wahlurne hervorgttrgen. Die Riederlog« der Gegenpartei war so erdrückend, daß sie schliißlich selbst jede, Kampfversnch aufgab und tm ,»ritt, Sahlgang« sogar »it de» Gegner stimmte, — eine Einmütlngkeit und Eintracht, der «an leider schon längst bei un» entwöhnt war vorbereitet wurde dieser gewaltigt Sieg de« Ktrltu«oerein» durch ein« Oberpräfidial-Lerfüauag, nach weftrer die Mitglieder de« Genttinde-Vorstande« für all« ersoiglen nicht «tat-mäßigen Lu«gab«n, sowie namentlich für da« an vr. T bezahl« Gehalt, «eil er nicht rtte und legitime angestellt ist, persönlich verhaftet worden. Mit dieser Verfügung waren dt« beiden Hauptbeschwerdepunfte de« Kultn»reretn« bereit« von Sette» der Regierung zu Gunsten de« Letzteren entschieden, noch bevor dtt eigentliche Wahlschlacht gesä-lagen war. — Referent, der, obwohl de» Parteigetrieb« beider Gegner frrwd, sei« Sympathie« für die gerechte» Bestrebungen de» Kuli »«verein« nicht läugnen kann, schlttßt seinen vericht mit de« lebhafte» Wunsche, daß mtt diesem Siege der langen«- behrtt Fried« in die schwer geprüfte Gemeinde endlich «inkehren wtee. Wenn di« Sieger ihren Sieg mtt Weisheit und Millie km versöhnenden Sinne auszunutzen wiffe«, so werdea di« etzteu schmachvollen Kämpf« sicherlich bald vergeffe« sein, nnd ein« alte und bedeutende Gemeind« wird endlich im frietliche« Zusammenwirken alle ihrer Glieder den Platz unter ihre» Schwestrrgemetude» einnehmen, der ihr nur durch die häßlichen Vorgänge der letzten fünf D««anieu genommen weriie» konnte. — GkdgNN, 30 Juli. Die in Slogau erscheinend« niederschlesisch« Zeitung meldet, »daß e« den vemühungen de« Borst an»«» und der Repräsentanten gelungen, ihren nach Oldenbnv, berufene» Rabbiner zur Ablehnung der auf ihn gefallenen ehre »vollen Dahl zu bestimme». Heber da» verbleiben de» Herm Rabb. vr. Rippner in seine« Wirkung«kreise herrscht in »er jüdischen Gemeinde große Freud«.* K. SM Obrrhessen, 16. Juli. (Or.-Corr.) vor einiger Zeit sandtt ich llmerftehendr« an die Expedition de« Gietitn>T Anzeiger« mit der Bitte solche« in dem vlattt veröffeuiliche» rrsp. verwerthn, zu wollen und hoffte von de» loyal«» Gefiunuugen, daß die« erfolgen «erde. Jedoch bi« zur Stunde ist e« noch «ich, geschehen. Ich rhette Ihnen deshalb Abschrift mtt, nyd bitte Sie Wäll, die Sach« in Ihrem Blatte verveudeü zu willen. G« ist leider schlimm, daß e« in de« eir.igen civilisirten Deutschland so au«sieht und man iiodi «ach Lonfesfioneu fragt. Eingesandt! Bor längerer Zett tauchte der Gedanke auf, einen Krieger-vereiu, wie solche bereit« an mehrerrif Orten bestehen, anth' hier zu bilden. E« wurde» zwei Männer beauftragt, die Sach« tu Ordnung zu bringen, di« Statuten zu besorgen X Der eine davon war ein Jude; er lieh sich dtt Sache seht angtttgen sei» utld brachtt c» dahin, daß nach Verlauf vmi acht Tagen eine Anzahl Krieger zusammenkamen. Diesel! «u berathfchlagttn sofort, dtt Vorftand»-Wahl vorzunehmen. Ehi »an n»n zu derselben schrttl, äußerte sich' einer bttser Hennen Krieger, „daß ihr nur keinen Juden in den Vorstand wählt.* — Ob solche» Betragen zumal einem Mttglttde einet- Krieger-Verein« gemäß ist, die« zu deurtheittn überlaste ich dem Publikum. Der betr. Jude hatte sei« EintrtttSgeld schm bezahlt, jedoch zog er e« vor, solche» schwinden zN. lassen und Heigte sofott seinen An»nitt an. — Haben dtt Inder. 1870 u. 71 nicht eben solche« geteister mtt ihre christlichen Brüder? „Einer,der für sein Vaterland treu diente.* Snchtn, ist- Jvli. (Or^Cyrr.) Pjn..v«rnttheUuug de» Sindecer KreiSrbbiuer« (Ahron Halberstam«) und seiner Bei-

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