Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 31.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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lÄwiu» .fct;kN .^weuzlaaer Ratbiuer, Dr. -aMu«, go- •Mit, *tb bU «ahl ift m kt Regien»^ MI&HeL In« kmf«U» hat stch da» Euratortum«» lehr MuUfcn <tin laffe«, Prvf. GpM 1» erhalten; dies« unersetzlich« Lehrkraft otrbUibt tjiA Seoiiaar, nud da» ist sehr erfreulich: er ift von de« •Vkigestirn, da» den Nahm de» Br^lauer Seminars begrünbetz, Fxankel-Grätz-Vernay», nunmehr allein noch übrig geblieben. Da da» Euratortu« sich stricte an den Bnchstabß» «er StOtnte» halten p «üffm glaubte, wonach da» Direktorium, fortbestehen »üffe, und daß diese» lediglich eine« praktisch« y Rabbiner übertragen werde» köune, so hat e» von der Nachfolge de» Prof, Grätz absehen Hüffen. Es hat aber sein Bedauern darkber zu erkennen gegeben, daß e» di« Wahl nicht auf ihn hat lenken können nn» officiell erklärt, daß, wenn e« Nß» de» Paragraphen de» Statut» hätte absehen können, so ujftrde e» bet der Wahl de» neuen Direktor« sein Augenmerk ch erster Reihe aus Grätz, «egen seiner Verdienst« nno seiner »ehr al» 20jährige» Leistungen für da» Seminar, gerichtet Hube». .Da» Euratortum hat übrigen« auch ein« Reorganisutto» de» Seminar« i« Innern und da» verhältniß de» Lzhrcollegium» zu« Direktor in Ausficht genommen. Ein« Unterordnung, wie st« sich bisher durch da» höhere Alter und dis vedeutnng Frankel» von selbst gemacht hat, wird zukünftig nicht mehr stattfiudeu. Aste wichtigen Angelegenheiten »erden vom Lehrerkollegium jberathe» und endgültig beschlossen »erd«». Wenn tzr. Rabbiner Lazarus vie hohe Aufgabe, dt», ihm mit der Wahl zufällt, erfaffen wird, dann kann da» Seminar, in dem bishergen Seifte fortgeführt, »och wetter s«g«n»retch wirke», und da» ist doch schließlich, M» aller und jeder Personenfrage abgesehen, die Hauptsache. .. Sa« kl fntia) Pasea, 18. Juni. Erwiderung, ftleiu« Htueufügungen, klein; Weglaffungeu gebe» ,dem in Nr. »st her EZ»r. Wochenschrift" berichteten Vorgehen der Gemeindevertretung »r ft. ein sehr unschöne» Gepräge. Diese kleine» Mängel berichtigt' — und der Makel wird wohl auf einer de« Eorr. A—m näher stehenden Stelle hafte» bleiben. 4 . Dir geben ged«« unserer Dahingeschiedenen ohne Weigern «in Grab der Reihenfolge nach, ohne auch nur einen Pfennig Entgelt zu verlange». Di« Sitte freilich schreibt rin »an» der ftwura Lösen" vor, da» «ach den Schelauschtm zur Zdota nach Beliebe« gezahlt wird — in den überwiegend meistrn Fällen mit 18 Sgr. Unser» verewigten Rabbiner, V) BTl rjo^BTT.haben wir vor den Grabesrrihea gebettet. Mit her Vornahme, nur durch Wiffenschaft oder durch chr Wirken für die Gemeind« besonder» Ausgezeichneten neben th» «in Grab zu gewähren, (wie eia allzufrüh dahingeschiedester Zögling de» jÜd^theologischen Seminar« in Breslau, G., dort seine Ruhestätte gefunden ha»). Al» eia «« Herr, A R. vor 4 Jabren starb, beftürnuen gehörige die Gemrihdevenretung, ihn an der Seite dL seligen Rhbdinex» bestatten zu lasten. Da andere B«- röchttguag dazu fehlt«, erboten sie stch, von freien Stücken fttjO. sttzlr. nah ein prachtvolles Porauche» dafür »u schenken. DM, lockti von der ursprünglichen Vornahme ab, und bedaß fortan auch, solch« Mitglieder, in deren Rainen re Legat«' — für den Bausands her Gemeind« (wir müs- .... » den nächsten Jahr«, Schul- und Gemeiadrhaus bauen) oder zu Zwecken der Wohlthätigkeit der Gemrinde übergeben mprdea, auf verlange» t» dieser Ehreareih« begraben wurwie die» bei he» zweiten Brupir de« Herrn I. M. (der «eutarisch der Gemeind« ei» solche» Legat vermacht hau«) * Weiterungen geschah. Hnsr I. M. hat nun zwar 300 r. ZU» Spnagogrubhu gsgLben;, die» istiedoch eine Summe, ■ #öo den freiwilligen Gaben der anderen Mitglieder gegenüber V sehr bedeutend stch qbhebt,' und' welche zugleich beim Rauf« der Spuagogeuplätzs mit berücksichtigt wurde. Wohl hat. Derselbe auch dt« Mnpra geschenkt«.abeh auch darin staden •A.Gs. sb,. hi«r aochkei» a»ßex.-<ü«.ntliche« Verdienst; ®*SW.I«0WWIiJ,w...» üuiiiü.. Kt» die Familie dws Grab tu der Bhrenreih« forderte, ..iiitzt., . / tu ■ . , .1. erklärte di« Gemeindevertretung stch mit «hver kletuerr» Summ,, al» di, von de» weniger bemittelten Brüdern freiwillig gespendete, nämlich mit 600 Mark, zufrieden, welch« Forderung nach einige» Zögern «bewilligt wurde. Ein Mitglied de» vor-, stände» — naher verwandter der Wittw«— übernahm di« Bürgschaft. Dur nach den Schlanschim verweigntt« die Dil tw« all. und jede Zahlung, «ad erst al» mit der Klag« gedroht wurde, begann «in Feilschen, in melche» dt« Gebote, von 300 Mark bi« zu einer Hypothek von 600 Mart stiegen, wähienh, di« Miidchäligkeit der Hinterbliebene, sich durch Austret«, au» dem Armenoereine u. s. «. «anifeftirtr. Wir ghuLrn uagescheut unsere Handlungsweise de« Urtheile der Welt un, tervreuen zu dürfen. Wir geben allen unsera Mugltel«« da»selbe; erkennen nicht an. daß Reichthu« allein hesuuder« Rücksichtnahme verdient, sondern verlangen für außerordentliche Ehren entweder außerordentlich« Verdienst« -her., außerordentlich« Bergütigung l Aber wo ist da» Anstands«-, fühl derer, d>e versprechen und nicht halten, die Ehren (lk) erkaufen und nicht bezahlen? Da» sind die Fürsprech« der Resolution Lasier« in unserer Provinz; di« Besitzenden, auf den Geldsack pochend, ,«1,1 e* Beliebige al» ihr Recht verlaugen, — wenn diese» verweigert wird — dann treten ste au»! Der Vorstand der Synagogen-Stmeiude zu K. Nachbemerkung der Rebactiou. Obgleich sich der Sachverhalt nun ganz ander» hrrausstellk, und der Borftand zu St. gerechtfertigt erscheint, so bedauern wir doch nicht, jene Korrespondenz ausgenommen zu haben; es ist gut, wenn fläche Angelegenheiten öffentlich in» rechte Licht gestellt «erden, und es liegt wohl im Interesse de» Vorstände» zu ft. selbst, da sein Verfahren gewiß nicht blo» in diesem Blatt« angegriffen worden ist. Zur Sache selbst könam wir unsere Ansicht nur im Allgemeinen und ganz unmaßgeblich au»« sprechen (vie Ort«- unv Personaloerhältniff« find »«» unbekannt). Sie gehl dahin, baß e» nicht gut sei, Ehren, die der rrm ntwn. surr und hervorragendem pp zugrdacht stitd, für Geld zu gewähren. Läßt man in solchen Dingen einmal «]D3 gellen, so ist die Grenz« schwer zu ziehen, e» ift dann auch ontSD "l.TPO; wenn wir das auch nicht auf vorliegenden Fall gesagt haben wollen. apjpi p^»pt Geld löst weder au» dem Fegefeuer., noch kau» es Weiührjt.. und Tugend ersetzen, und der Satz DTW *T330 '2"t ist ja nicht etwa al» zu empfehlende Regel ausgesprochen 1 Cälib.) Trier, den 13. Juli. (Or.-Lorr.) Zu den viele« Verluste», welche da» Judenchum in diesem Jahre an geistig hervorragenden Männern erlitten, gesellte sich leider auch der Tod unser» hochverehrten Herrn Oberrabbiner« Joseph ft ahn. Derselbe hatte sich zum Besuche seiner Tochter nach Amsterdam begeben und wurde daselbst von etiler schweren ftrankheit befallen, di« bei der leidende« Eonstitutlon seine» ftörper« trotz aufopsemder kindlicher Pflege seinen Tod am 8. d. M. zur Folge hatte. Seine Beerdigung sollte ursprünglich)« Amsterdam stattfinde», wo may chu mit alle» rabdinischen Ehren zur,,l>chteu Ruhestätte betten wollte. Allriy di« Liebe und Verehrung»- volle Treue seiner Bemeinde Trier wollt« di«,^ irdische ihm» geliebten Lehrer«,, der ein« so lapge und segensreiche Wirksamkeit in chrer Milte entfallet hau«, nicht in der gerne begrabe» laffen, und reclamiste dieselbe auf ihre ftosten. Montag, ,peu 12., Mittag» l,Uhr. traf dieselbe am Bahnhof«! in Trier eia, woselbst sie vom Borftand^, und den Deputationen der Landgemeinden in Empfang genommen und zum Ricbbi- «atshaus« .geleitet, wurde. Um 4^ Uhr fand uute^g^gß», allseitiger Theilnahm« dq»,Leichenbegängyiß stM--k»>Vtl «« gesummte isr. Gemeind» und di« Deputationen pmmtlicher Landgemeinden sich betheiligio». Außer deu eoau-elisch«, Geistliche^ Obereonfistorialrqth,Hx», ,SW,rs»uo dem Suverintendenteu Hrn. ftletn, betheiligte» stch auch viel« k«llyolizche Ein»