Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 31.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 342 — ziegzAttz ymfchollen« Aeitvr uab dam vtt Bach« angelaagt, so kann man auch noch u« zehnt« «ehr zuMcl gehen. Er aiebt oljtz weite duem schon ohne Interesse Mrad sauer geworl aber v»n Schriftstellern lerer alt iQp mflta man kann man auch ’,a|fäjaft »yiaat da in wahrhdstdAtv, tz-chßr^lger ^Sdse benutzter RÄMum sich Lchtuu-; es Widerstrebt unSfast, eiueu Montefior« neben ehrt längten Adel v geadelten HIMuMMa-Parveaa» Pt alp (ilMuMyii Reflektor, dast nl»tf inT $Bt llt. San) Eng» . - Stolz auf ernnersrenlichsten Sorte, Mangel an Hin» ott an) Jahr mit eingeftreuten Selbstrecenfionen, die, dem Titel te« BlolMenksprechenb, ganz „nnparte ifd>" sind. Die CinlUbnng ist, zur Abwechselung, dir auch in den Stilübungen der An oben- und Mädchenschulen altbewährte. Ein Freund wünsche von dem Bersaffer Auskunft über seine bisherige schriftstellerische LhLtigkdt, da« ist die „Falldestimmung," wie «S unfi? seliger Lehrer Falkmann in seiner „Praktischen Rhetorik"' nannte, und so erfahren wir denn in tnr bereitwilligst «rlheiltrn und aus« Humanste veröffentlichten Anlwoü, also aus diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege, wb/chir schon wußten — denn di« „A. Z.'d. Hut im Lause ihrer bemoosten Semester schon öfter, und wenn wir un« recht erinnern, in der Form der Antworten auf Briefe von Freunden and Berehrern Aufzählungen der sämmtlichen Werke de» Redacteur« gebracht. Wer könnte aber auch an dergleichen zu oft sich erlaben? Ti« sauren Burken kommen ja auch alljährlich wi.-der, ebenso wie die Mücken, Stechfliegen, die Zeitungsenten und — die Ebb« auf dem RedactionStisch. Ein roulinirler Redacleur weiß sich zu Helsen. Wir lassen di« „Jüd. Bolkszeilung" bei Seite liegen, da sie un» erst vor ckurzem in dem Leitartikel von den „zwei sonderbaren Schwärmern", welche un» eben in dem fraglichen Blatte mehrmals begegnet waren, beschäftigt hat. Somit wenden wir un« zu unserm speeiellen Gönner, dem „JSraelit", mit gliichzeitiger Berücksichtigung der „Jüdischen Preffe", seiner mehr den Ton der Stadt der Intelligenz innehaltenden Genoss n ES handelt sich hier nicht um die Leitartikel und sonstig, n Hauptinhalt, sondern nur um die Koro d’oeuvers, welch« in der stillen Zeit di« gähnenden Spalten (dak Gähnen wirkt bekanntlich ansteckend) füllen. ll)a find zurrst die RreuzzeitungSarlikel über Delbrück - Eamphausen-Bleichröser nebst den Artckeln andrer Blätter über jne Anikel, welche, wie man annehmen muß, willkommenen Stoff bieten. Die beiden Minister liegen nun wohl dem € orgentreis« de« „JSraelit" fern, nicht aber Bleichröder, der ja „seit Erschaffung der Welt zählt." Da« ist freilich eine Lchäkerei BiSmarckS, denn wenn B. auch am Roschhaschana die Synagoge besucht, so bleibt da« Judenthum jedenfalls snnern Geschäft«- und Eornptoirleben fern; aber er ist Jude. Darum — fallen die Prügel, welch« man chm in der Rreuzzeitung gibt, auf di« Juden. Hat da« Jubenthum sonst noch von chm und den Geldmännern seinesgleichen «inen Nutzen, du Bergnügen, also daß auch seine Ehre, unsre Ehre und seine Lertheidigung unsre Sach« sein könnte? Im Gegrntt eil! Da« ist unsre Anficht, darum gehört nach unserer s Meinung derartige« gar nicht in du jüdische« Blatt, abgeselen davon, daß jeder unsrer Leser davon durch polütsche Journale genug erfährt. Am wenigsten würden wir un« veranlaßt fühlen, für di« Seldmänner «in Wort zu schreiben. Sir sä«den den Juden unendlich, st« nützen chm nicht«. Denn auch au« anderen Gründen, ebensowenig wie die« mancher üreuzzeitungSmonn thuL" Wozu also für'fie Partei nehomi? ' Oder soll man sich geschmeichdt fühlen, daß auch ein Geheimer Herr Bon dt« Synagoge besucht und du Tollt« tdtgt? Mag sein, baß vo« in Mainz freudig stimmt und in der ' SipSstraße zündend wirkt, bei un« ist'« nicht der Fast, ckst» - laßt denn die kkreuzzeilung schimpfen, wir dldben kalt und — drucken« mjjft ob, nicht einmal Ja Ermangelung saurer Gurken. Der „JSraelit" ist offenbar anderer Meinung. Da druckt er auch einen Zeitwtg«aritkd ab, worin bd einer gewiss««» Selrgenhdt üb^? Ne kostbare Sammlung von Silber- ' nab . GMäMquttären de« Baron v. Rothschild ln Fränkfurlbe- " richtet wird. Der schllcht« ^orsjud« im und Hund«- rück, der LiedlingSlefer de« ^tzraeUt,' empfindet «in Sudbathvergnügen; ich und Rothschild, sagt er, wir haben viel Geld.. Doch hast, am Schluffe erfahren wir, daß auch der Redacteur de« J«r. dt« hohe Ehre gehabt hat, diese Schätz« besehen Pt dürfen. Aha! So hat der Eine ein Bergnügen und der Andere davon keinen Schaden, sagt der Talmud. Uedereinstimmend berichten dann dt« beiden orjhodo.M Blätter über Johann Jacoby'« 70. Geburt«tag und tatzeln e«, daß die Juden, di« Mischen Gemeinden sich nicht qu Heu Ehrenbezeugungen betheiligt haben. Sin« Würdigung de« Mayne« gehört nicht hierher, noch weniger bedarf er unsrer Aberkennung seiner antiken Eharaktrrgröße. Aber ad« sollten die Juden al« solche an solcher politischen Denwnstration sich betheüigen?! E» ist — nicht auffallend, daß gleich den «sttramontanen Blättern auch die hier besprochenen orthodoxen gelegentlich überaus demokratisch und radikal thun, und bomi oder gleichzeitig, auch wieder hyperloyal. Große Geister überwältigen Widersprüche leicht, und wa« gelingt nicht erst tu diesem Artikel dnem Eharif? Me aber stcht «» mit einem anderen Widerspruch«? Ihr seid auf Jacoby, den Juden, stolz. Gilt er euch denn al« Jude, da er — da« wißt ihr ganz gut — auch in religiösen Ding« radikal ist, da ihr doch stet» darauf besteht, daß SdneSgleicheu kein« Juden ntehr seien, und die Frommen sich durchaus von ihnen trennen, separiren müffen, um sich und die Ihrigen zu retten. Do« haben wir noch nicht „verantwortet". Liegt'« an der Seelnsth liegt'« daran, daß wir der Bücher nur wenig« zur Hand haben? Berichte und Eorrespoudeuzeu. Dratschlaod. BreSlon, Juli. (Or.-«orr.) Der Würfel ist gefallen I Die seit dem Tode de« sel. Frankel venttlitt« Frage Üb» die Besetzung der Dtrekwiial-Baarnz ist jetzt erledig».;r$a». t W. -fr Tiftm-t' fi *rfrtt:iiii‘