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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 29. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 29.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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/Bart nicht» oabert», als di« Befestigung t» Glauben, im Gute, »ad Schön«». Natürlich wird diese Thätigkeit auf sehr relatioe Weise aufgefaßt, denn wa» demEinea heilig, ist dem Ludern lasier» hast, «nd wa» dem Linen wesentlich, scheint dem Andern leere Phrase, allein di« Wahrheit wird schließlich dach erkannt, und so »olle« wir annehmen, daß auch in dieser Bizi,1ii«ig da» Rachahmrn-werthe bei un» bald verstanden sein wird Herr Oberradbiner vr. Kohul gebürt übrigen» za den eifrigsten Kämpen sür die Kräftigung de» Glauben- und für Verbreitung jüdischer Wissenschaft Da« ließe fitz durch sehr viel« Momente beweisen Ich will nur einiger erwähnen. Für di« hier studireade Schuljugend an» Obergymnafiam, an der Obrrrealschul« und an den höheren Tö bterschnle» werden jeden Samstag Rachmittag, angelehut an k>en jeweilig n Äochenabschuitt, sehr erbauliche, da» rrligiüse Semülh kräftigend'' gottesdienstliche Bornüge gehalten. Durch Anregung ve» Herr» vr. Kohut hat irch hier ein Lalmud-Tor„h-B>re,n constituirt. der sür de» erweiterten hebräischen.Unierrich, sorgt «Nd eine srgen»reich« Tdätigkeit entfaltet. Diese Thatsach« ist um so rühmliche», als die diesige israelitische Relig»on«gemeinde eine eigene coniesfionelle Stzn e uud eine Kinderdewahranstall mit sechs tüchtigen Lhikrasien unterhält, wrlche Institutionen unter der Lltung d.S mehr mal» erwähnten Herrn Ooerrabdiner sich eine» sehr günstigen Aufschwünge» «rsreuen. I. Klingendrrg, Sffent. L hier. Nfü-AußtU» 37. Juni. (Or. Corr.) Als eisr>»tl.tz>» Gegenstück zu der in der „ISr. Wocheuschr." jüngst b. spräche uen Lffaire Luch« in Bre»tau dürften nächst, henve M»lh>>- langen über die hiesigen Berhältnisse den Leier» Ihre» ge,ch Blatte» nicht unwillkommen sein. Trotz der Abneigung gegen deutsche Schulen und deuiiche Professoren, welcher in jüngster Zeit durch die dekannlen mi- »isteriellen Erläffe gegen d.n Gedranch der deutichcn Sprache ein »fficieller Stempel ausgedrückt wurde, beugt in,n sich deauoch innerlich allenthalben in Ungarn vor der Grüß, und Leberlegenheit deutscher Bildung und scheut man sich mchl in Hohr» wie in nieder« Kreisen sowohl die religiösen als auch di« socialen Berhältniffe im deutschen Reiche at« miiiu-ru itt zu bezeichnen. Desto mehr hat Ä ier überrascht, daß in einer sogio ßen, intelligenten Stadt wie Bre»tau der Leiter einer Schule sich solchen Religionszwang gestatten, mehr aber noch, wie dessen Vorgehen von r»nen> deutschen Blaue gebilligt und zu feindseligen Ausfällen gegen da» Judenihum ausgebeuiet w r de» konnte. Solche Judensreffrr, glaubte man. gäbe >» nur »och in Rumänien «nd seit Jitoczy'« famoser R.de leider auch hier bei un« in Ungarn. Desto rühuilicher verdient e« hervorgehodrn zu werden, wenn sich irgendwo iin Gegeulheile, wie z. B. in hiesigem Städtchen, eine echt humane, sreund' liche Gesinnung unserem Stamme gegt'nüber offenbart. A » die hiesige israeUtische Gemeinde vor fünf Jahren den Bau eine« neuen Tempel- und Schulgebäude« uniernahm. da liefe» für deusrlde» von der hiesigen christlichen Bevölkerung ganz bedeutende Spenden ein, und al» später die neuorgani firt« Schule zu blühe« ansing, scheueren sich selbst fromme christlich« Eltern katholischer wie evangelischer Konfessionen »sicht, ihre Kinder in die jüdische Schule zu schicken, so daß gegenwärtig die Zahl der Letzteren über sechszrg gestiegen ist. Ratürlich unterließ e» die israelitische Gemeinde nicht, dem ihr bewiesenen vertrauen und Wohlwollen in würdiger Weif« «ntgegenzukommen Zunächst wurde im Stundenpläne der Schul« di« christliche Konf.flion gebührend berücksichtigt Für den Unterricht i» Religion, Bibel und hebr Sprach« »»rdeu jene Stunden auserseh««, wo die christlichen Kinder sich, wie z. v. am Sonntag vormittag, i« der Kirche befinde», oder ihnen gleichfalls der Unterricht in ihrer Religion fte» de« betreffenden Katecheten ertheilt wird. A» hohen christliche» Feiertage» bleibt die Schule wegen derselben Rück- ^cht.irschloffe«. Aaßerdem «erd«, jährlich in di« Schulkommissio« euch Christ«» hümingewählt. Darum herrscht aber auch zwische» de» verschiedene» Konfeffione« eine Innigkeit, ei» Friede, um de» ««» manch« Stadt beneide» könnte. Ich «muß e» der hiesigen Geistlichkeit pan Lobe sagen, daß st« der Entwickelung unsere» Gemeinde- und Schulwesen» gegenüber stet» eine wi cdevoll« Haltung bewahrt. Der Breslauer Rector würde hier sicherlich statt e»neS Reverse« einen Laufzettel bekommen, der» ihm nicht di« Israeliten, sondern sei»« eigenen GlanbenSgenoffe» ««»stelle» würden. ' Rabbiner vr. M Salzberger Vermischte und ueueste Nachrichten. Berlin. Wie die K. Z. hört, wird demnächst ein Dseil de» Unterrichtsgesetze« nach deffen Schlußfaffung reröffenilutzt werden, damit die öffentlich«, vorzugsweise sachterstandige Kritik Gelegenheit Hab«, sich zu äußern «nd die ÜJti» mstenalstell« die gemachten Erinnerungen zu berücksichtigen in der Lage wäre. So viel übrigen» die K. Z. vernimmt, de» absichllgt die oberste Unterrichl»o«rwaliung in keiner Weise, den Grundsatz elner konfessionslosen Volksschule aufzuftelle», b.mselden aber, unter grwiffen gegebenen Berhälrniffea, auch nicht unbedingt zu wiederftreben. Die Koafesfionatltä' »er Höheren Unterrichtsanstalten wird aber in keiner Weise mehr aufrecht zu erhallen sein, so daß eben nur eigene Stiftung»- urkniioen oder Spezialsatzungen hier einen Unterschied festzuyatlen gestatten werde. 8. Aachc», Ende Juni. (Or.-Corr.) Ihrem geschätzte» Blatt« uiüchl« ich die Rachrichl nicht »orenthaiten, daß urser hochgeehrter Herr Rabbiner vr. Wolfsohn nach langjätirig. r, segensreicher AmlSlhäligkeit lewer au» unserer Äemeiid« scheidet, um dre erledigte Ravoineritelle in Slargaro in Pc «- m.rn anzntreren. Wie sehr sein Fortgehen auch von uitztjuoischer Seite bedauert wird, beweisen die ehrenden Rollte» der «ier erscheinenden Zeitungen, von denen ich nur die «ine hervoro.de, die da» „Eyo der Gegenwart" darüber gebrecht yal „ES wird manchen unserer Leser intecejsiren uao oel< Uichi wundern, daß der seit 12 Jahren in der hiesigen Shnagogeiigeuieind« al» Rabbiner wirkend« Herr vr. Wolssrch» g-ionnen nt, einem an ihn von Slargaro aul ergangenen ehr.uoollen Rufe, wie wir vernehmen, schon valo F,.g« zu geb.n W»r dürfen hinzujügen: Es begleitet chn dre Liede rie- >.r lelu.r Gemelndekinder und die hoy« Achtung seiner chklst- >lch. n lliltvurger." — U. Mohrunge» (Ostpreußen) 3. Juli. (Or.-Corr) Zu un>erm grog.n Bedauern verräßi uuS «in Giauoeusgeaoff«, o. i «ich um unsere Gemeinde, wie um die all/meinen israetiliichen Iulrreffen der Provinz anertenuenswerthe Berdieefte erworven hat. Es ist Herr Rahtsanwalt Werner, ein tüchtiger Jurist und eia üderzeuguugSooller Israelit. Im Verein mit Herrn Rabbiner vr. Bamderger in KüalgSderg und mehrere« Ludern gehörte er zu den Gründern de» ISral. LlUdl-n Besöcoerungsoereine» in der Proviuzialyauplstadl und h. »t diese,r von Anfang an bis jetzt wesentlich gefördert, Ri» Mitglied der hiesigen Stadtverordnetenversammlung, lies RieiSiages und KrelSauSjchuffe», wohin ihn die Stadl M>hrnngeu »nljeudet, hat er wirklich Lisickusot» duseiisar bewirkt. Herr Werner wird feine« Sitz in Liellin nehmen. Kr«lb»rg. Die Liberalen Frewurg» im Brei«gau veraunatlen an, 18 k. Mt», dir hunderijährige Geburtstagsfeier de» Historiker» von Roileck, deffen L x.con (Im Verein tritt dem Rainen We cker) sich einen Weltruf erworben hat. Der Avg. vr. Laster ist eingeladen worden, an der Feier theilzunehmen — Diese Rollz bringt dl« „Iüd. Pr." Die Redrclion weiß offenbar nicht, daß der „liberale" Rotteck, h i e r i» von seine,,i Eollegen Welcher abweichend, e>n Gegner »er Iudeaemanzipalw» und «in liberaler-Haman erst«» Rang,», gleich dem Heidelberger Paulus uns andren süddeutschen Lieinem kleine» Städtchen de» nördlichsten Böhmen», «in junger, wohlhabender, »ehr geachteter Handwerker. Dl« Liede z» sei-

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