Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 17-18.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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— 130 — zlale Arft«, welche di« Blutsverwandtschaft, die bili^ LlkerAit überkommenen Traditionen, die Jntereffengemcinichast und die Religion zu «Oer eng geschlvffenen 4t9ßit Mbinden. <L« ist daher nicht» Andere», ml» ein SchhGn«, wck»-st>ie Jud« anführ« n, sobald, sie — ckler aOh Mc GjMr ckbn «huen — einer bescheidenen Kritik Unterzligen Nerben/daß^kne gesetzlich recipirte Konfession anMgriffen wird und.tzch im Namen der «>Uß.ttchttßKl«ziM'^den-^iffm; denn' insolanze al» die Judenbeit sich aus religiösem Gebiet bewegt, auf poetischem und sozialem Erbiet nicht al» abgesonderte Kaste iZerwirrung anrichtend auftritt, wird e» Niemandem einfai.en, gegen sie auszutreten; und auch nicht die Art und Weise, wie sie Gott anbeten, sonder» ihre starke Exklusivität, die Antipathie, wie der Deutsche sich auSdrückt, der „Heerden- Instinkt" gegen jeden Nichtjudea, welchen sie al» untergeordnete», unvollkommenes Wesen, al» auSzubeutende» Objekt mit ^ShyllLBllcken""flMMYkrn,"1Kkse -EkgkNMlft, IvkNhe-khnnr zu aller Zeilen eigen war, bildeten die Hauptursache, daß die Ju)en, seit sie mit anderen BoltSstämmen in Berührung kamen, Gegenstand de» tiefwurzelnden Haffe», Opser der heftigsten "Verfolgungen, wurden. Di«-Judeuheit-muß-daheral» gesellschaftliche Kaste, als Anachronismus in unsere«! Zeit, die Kritik ebenso ertragen, wie die Aristokratie und der Ultramontaui»mu» die hestigste« Angriff« der Juden dulden müffen. Lne Juden bilden «ine mächtige Kaste, einen mächtigen, die ganz« Welt umsaffenden Bund, welcher nach nicht» Geringerem strebt, al» nach der Unterdrückung der übrigen Religionen, nach der Weltherrschaft, nach dem PanjudaiS» m u». Zu diesem Zwecke erwerben sie die geschicktesten, mächtigsten Vertreter, oersuchen sie die Staaten sich finanziell abhängig zu machen, um dadurch auch auf die Politik Einfluß zu nehmen und st« ihren Zwecken dienstbar zu machen. Sie ziehen mit den ihnen eigenen Fähigkeiten und mit seltene,' Zähigkeit die größten Reichthümer an sich und vermehren dadurch die Ungleichheit in den BermögenSverhältnissen, uin nur ein großes Proletariat zu schaffen. sDer Mann hat wohl noch keine Mischen Schnorrer gesehen.) Denn der JudaitmuS verbündet sich mit der Internationale uud mit dem UltramontaniSmuS zur Errreichung der Weltherrschaftszwecke. Die Well ahnt schon die Gefahr, welche di« eng geschloffene Phalanx der Juden über sie bringen kann, und beginnt Scbutzmaßregeln zu treffen. Die Juden find äußerlich wohl in Reologen und Orthodox,' geschieden, aber beide verfolgen Ein Ziel. Die Orthodoxen, al» die treuen Bewahrer der altjüdischen Traditionen, sorgen dafür, daß der JudaiSniu» in seiner ursprünglichen Gestalt und in der Unvermischiheit de» Blute« aufrecht erhalten bleibe; und durch ihre gegen di« Neolote» gerichtete leidenschaftliche Kritik vrrhindern sie, daß diese taS Schicksal der in Babylon zurückgebliebenen Israeliten erreicht. Sie bilden jene undurchdringliche Phalanx, welch«, wenn im Laufe der Zellen wieder einmal schwere Tag« für deu JudaiSmu» eiutreten sollten, die zum Rückzüge gezwuilgeneu Reologen in ihre Schanzen aufnehmen uno mit ihrer durch Jahrtausende erprobten Zähigkeit und Widerstandskraft da» fernere Aufrechtstehen der Kaste sichern würde. fDer Haß steht scharf; die» ist nicht „ganz o&n«."] Die Reologe» dagegen bestrebe« sich, di« Herrschaft de» *Jildak«aüt» "flicht durch di« lange 'Zeit beansprucheude Ber- L mehrung au» sich selbst, sondern hprch dft^ilfe der ausge- *3 uommeneu fremde«,Elemente, dMh W« HWsickre Benütz»«- 1 Mrfffxn ftir WreZVecke. ftst -l tflgrW^n Sie treibe« Acht inehr s beschränkt« K«ft<»>- «tzd,4PHe«"-Talmudpolitik, sie brechen mit'Gen Wen uMvesentlichr^rWkinenden, die ft«»»- den Elemente nur beleidigenden und daher für ihre Zwecke * „ächtbtilig gehaltenen «Gtztn «ckflä«h»n. BeAihfung mit den fremden Elementen vermeiden sie nicht, sondern ja» *; gen derselben auf alle mögliche Weise nach; sie -scheue« fich " nicht, augenscheinlich intime Freundschaft zu schließen, ja wa» noch mehr, einige unter ihnen schrecken nicht vor der Berhei» ralhung mit ftemden Elementen zurück. „Durch die Macht de« Geld«» und jene Freundschaft zweifelhafter Natur erwirbt sich der JudaiSmu« jene Alliirte», denen die Ausführung jener Ausgaben anoerlraut wird, für "die "er-flch imch ntchr'stark-genug -fühlt. -Da» neMge-Gtement stimmt nach seinem Bortheile die Instrument« .in de« Eoncerte der öffentlichen Meinung und erniedrigt die unfichtbaren Mächte allgemein 'menschlicher Zwecke zu Schleppträ» Wir haben hier nur Dasjenige mitgetheilt, wa« wenigsten» in mancher Beziehung'den Abdruck verlohnt, dje ganz banalen Anklagen wegen der Seldherrschaft, der Beherrschnag und Occupirung der Preffe, de» überallhin Ein- und Bor» * dringen» rc. «. übergehen wir, aber wir laffen auch'diei« ihren Widersprüchen ganz sinnlosen Sätze weg, in denen bald -1 gesagt ist: die Juden verbinde« sich mit dem Ultramontani»- J mu». dann: sie verlegen sich hauptsächlich auf den Kampf ge» genjRom, um die Liberalen zu gewinnen,' dann: sie gefährde» ß den Katholizismus ganz besonder», dann: sie lieben die Ka» ' 4 tholcken mehr al» die Protestanten, dann: wenn die aus an» ' tonom-demokratischer Grundlage neu organifirte katholisch« Kirche zu Kraft kommen wird, wird sie die Juden vernichten. Nach allem diesem, und nachdem er noch einmal ver» sichert, daß die Staaten, und zunächst Ungarn, verloren seien, wenn nicht Adhülfe geschafft werde, mahnt Jstoczy „die Waffe der Selbstvertheidigung zu ergreifen"; er will kein« Judenverfolguag, aber „srirdlichen Wettstreit." — Mehr verlangt freilich der Jude erst recht nicht; aber der seltsame Mann . versteht darunter auch nicht, daß jegliche Laufbahn jedem nach seinen Fähigkeiten geöffnet sei, sondern — ja, da» weiß er selbst nicht, nesnnJ „Wir müffen t« klug anfaagrn!" — Todtschlagen? nein; au» dem Land« jagen? di« Kinder in» Waffer werfen? Rein. Gewaltsam taufen? Da» erst - recht nicht. Er weiß e» nicht, aber er interprllirt die Regie» rung, damit sie e» find«. ' Wir geben die Interpellation weiter unten, um diese« Artckel nicht übermäßig au«zudehuen. < Jetzt fragt sich, wie der Reichstag diese Tirad« aufgenommen habe? Er hörte mit Spannung zu, sagt der P L- Der Präsident hat freilich den Redner einmal gemahnt, die kostbare Zeit de» Hause« nicht übermäßig in Anspruch z»; nehmen, aber man hat ihn doch au«redrn laffen. ' rj Wa» folgt nun au» der ganzen Pharaoniad«? Nicht» Neue», aber doch Mancherlei, wa» mau noch einmal überdenken mag. . 1 E« findet selbst in einer entschiede» liberalen Bersamm» Umg noch immer gespannt« Zuhörend«, «er gegen