Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 17-18.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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D .*21*18.1875. IslsrUttschr 6. Jahrgang. Wochen-Zchrtft fßr die religiöse« und soriale» Jutereffe» de- Judeuthums. «r* M i'aftiinooillidja »cbaftcur ******* * fUtf »» m . ' vk<r tm Im kmaurt. tiiidiMnMM: t«tmtMum»iow«t! Rabbiner Dr. A. Treuentels UI Stettin. ju numm!»!»m M4 Octotri» Nr««lni41* ttcl., «. ’ *» rt«ln|<it« Wom« U LN uw,*. t««ra» u nt I .»«»11«« IltiMtatlKlf atak ftotl* MMittn. Magdeburg/ 22. April. der iU4ttK SbuRMrr SsfMtaw. 4 tt fj. Offpevttt»« Wr iftr. »scheAschesft te H«i>rlT|. ft skcct ftrUft« Setp^K. Inhalt: MttlH Artikel: Pharao redlriTiu. Der «trchenkampf in Deutschland und bi« Mischen Angelegendeiün. III. — Geeicht« tm» Aereef»-»»««^«r Deurschland: Lrip,i« «empen. ftmlx». — Oesterreich: Pest. Pest. — «roßdritannien: Londan — Rußland: P^rrssnra Warschau. — Rumänien; «ularest. — Ger«1fcht« «n» «««ft« Rech richte«: Berlin. Uoschmin. Pemzleu. tzesien. Men. PrMam. Darin. Zürich. Warschau. — A««illet«nr Di« Ziwr» in tldessinien Da« leiden wir auch nicht. — Erwiderung. - Geistig« «alktkache (»«dicht) — Juserate. kd»r»o redivivos. ^Pharao siebet auferstauden", so Uuittt die Uederschrtft in deutscher Uebersetzuug» oder ^lu «euer Pharaef'. Scho» M« alte» Agadisteu mxrm bekanntlich nicht £1up2bet einig, ob der zu Anfang des zioeiten Buche« Rose« »sei« AM*", »eichet «usstaud nnd die Israeliten anßtig^. eine Hesemsgetreteu« PersönllchdtzMsei, ober ob er nur deswegen »neu'' Heide, seil er , litte Unterdrückung plante. Da »it jedoch wißen, daß Pharao ittt eine gemeinsame Bezeichnung der altegyptischen Tyransen, »oa denen Übrigens jedet seinen.Eigennameu fuhrt«, gewesen iß, so dürfe» wir um so eher auch heut jeden ihnen gleich Gesinnten und Strebenden, wie er auch sonst heißen mag, Pharao nennen; und da Egypteu in der Bibel und dann auch bei den späteren hebräischen Dichtern mit vielen verschiedenen Namen bezeichnet wird, so kann auch mancher andere Land in dieser Beziehung »Egypten" genannt werden. Ja, welches Land wäre nicht für Jsrael» Zerstreute.einmal »der äfter zu einem Egypten geworden? Es ist seltsam, daß wir unser« Lesern gerade zum Peßachfeste von einem neuen Pharao zu berichten haben; denn daß diesmal Pharao und nicht Human oder dergl. die richtige Bezeichnung lei, wird sich weiter Herausstellen. Der Mann heißt Jstüczy — auch die Eigennamen der alten Pharaonen find oft schwer auszusprechen — und sein Vaterland ist Ungarn. Dort haben sich di« ftinder Israels, wie ehemals in Egypten, vermehrt, find fruchtbar gewesen «. s. w., wie im zweiten v. M. zu lesen ist. Da« war, wie in Egypten unter den Hycsos, unter dem Schutze nicht eingeborener Herrscher und Gesetzgeber geschehen, dann ist eia Umschwung eingetretem stein wirklich neuer stänig ist aufgestanden, man hat chm nur den Titel und die Berfaffung geändert. — Der neue Pharao ist aber auch. Sott behüt«, nicht Kranz Joseph, her als staiser sie al» stönig, mild« und edel gesinnt ist, sondern, sie gesagt, Jstüczy, ketu stönig zum Glück«, sondern ein simpler Landbote. Der Mau» hat sich erhoben, im Reichsi laßt, os 8. »pril, und hat eine Rede gehalten und daran | eine lange Interpellation geknüpft — weiter ist Gottlob nichts geschehen. Der Sinn seiner Red« und seiner Interpellation aber O wirklich und wörtlich gleichlautend wit der uns vom alten Pharao überlteserten: »Sieh«, das Volk der Minder Israels ist uns zu zahlreich und mächtig gemordeu, wohlan, wir müffen kluge Lnschläge gegen dasselbe faßen." vir wißen wirklich nicht recht, ob wir die Sache, die sch»rrhch.-?der. ersß behaadeL» fet* len. Daß wir in ihr nur tausend- und zehntansendmal Gehörte« vernehmen, während da« verhält»ißmäßig Reu« gerade das Unsinnigste ist, legt da« Erstere nahe, es ist arehj als unnütz, auf eine Widerlegung ei»,»gehen; ernsthaft wk wiederum, weil wir noch einmal das alte 121 DHöW *11*T) in ^22 »in jedem Zeitalter erhebt :nan dieselben Borwürfe und plant man dieselben Lnschläge, uns zu vernichten", bestätigt finden, und weil sich daran di« Mahnung knüpft, die uns durchaus zeitgemäß zu sein scheint. Wir wollen daher den Hauptinhalt der Rede selbst geben, und zwar nach dem »P Bl." Borab ist zu bemerken, daß Jstüczy eine Broschüre von Du Mesnil- Marigny in« Ungarische übersetzt hat, und daß sein« etttstüudige Red« wescnilich ein« Wiederholung jenes Pamphlet« gewesen ist Er sagte: »Daß das jüdische Element sich bei «ns, besonders vom nationalen Gesichtspunkt« zu einer stalamität auszuwachsen beginnt, beweisen unter Lnderem di« im September v. I. im »Ellendr" erschienenen Artikel »Ueber unsere Juden", welch« im ganzen Lande großen Eindruck machten. [$i* sind übrigen« von der eigenen Panei de« Blatte« zurückgewiesen worden.) Dieser Arrikeloyklu« distutirte jedoch die Frage hauptsächlich vom nationalen Standpunkt und tan» daher kein« Anhaltspunkte bieten zum Berständniß des innersten Wesen« der Judenheit. Um die« zu erreichen, muß man di« Judenheit im Allgemeinen zum Gegenstand« der Forschung machen. Bor Allem muß man die irrige Auffaffung aufgeben, «elch« die Vertreter der Judenheit stet» zur Geltung zu bringen bestreb» find, so oft dieselbe einem Angriffe ausgeletzt wird, die Auffaffung, daß dieses Element bio« ein« Konfession bildet, des» diese« Element iß faktisch eine abgeschloffen«, so«