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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 13. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 13.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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PI* fffH(l» ®tiu Erzählung put CpoyinN 8©tj«U. Bchltzß. Sine ©tut« btt widersprechendsten Cmpflnbungen (am Don Lut» wieder bei Juffuf, dem edlen J«raeltlen, an, wo er bt« Gewißheit aussprach, daß Donna ttamiia ihr Wort uufehlbar hatten und Zoorith au» der Gewalt de» Prinzen ßefktie« werde. Kurze Zeit später erschien Abraham Zacuto bet seinem Giaubensgenoffen und Freund« Juffuf Ben Akba. Gr war in äußerster angstvoller Aufregung. Al» er sich versichert Hane, daß er vor Don Lut« sprechen dürfe, sagte er, daß er von Donna Ramtra komme. »Wo ist Zoorith?" fragte er ängstlich sich umblickend. »Forti — Die Gaube ist in de« Beter« Krallen, Israel» Bott beschütz« siel" erwiedert« Juffuf und erzählte dem durch dies« Antwort erschreckten Arzte die jüngsten Vorgänge und Zoorith'« Emsührung durch den Prinzen. »Wir sind verrathen und verloren." schloß Juffuf sein« Erzählung mit Thränen in den Augen, "Zoorith ist fort, Muiey ist fort, und unsere« Bleiben« kann hier auch nicht läiiger sein. Es gilt jetzt vor Allein, Zoorith zu retten und schiruutgst mit ihr »ach Algerien auszuwandern. Mit Gewalt vermäge» wir nicht», nur durch List. Hier dieser wacker«, von Liede zu Zoorith «füllt« Stiller, Do« Lui» de Lojazar, wird mit Hülse feiner früheren Geliebten Doima Ramtra heute Rächt noch da» Rettungswerk vollbringen." »Mil Hilf« Douua Ramtra'»?" fragte der Arzt bedenk» lich die Stirne runzelnd. »Ja sie »«sprach'» mir vor wenigen Stunden," begann Don Lui», »sreilich mußt« ich ihr« Mithilfe durch ein schwere» Opfer erkaufen, ich mußte sie. die verworfene, umarmen und — küssen; Zoorith wird mir'» vergeben." In Zacuto'« Kops fing'« an schrecklich zu tagen, er erinnerte sich de» Gespräch'« mit Donna Ramtra, ihrer neugefaßlen heUgep PcsGgg »u Dan Lütt/ ihre» uugestülsthn verlangen« nach der Dost» Gift », da» sie ihm betheuerte, nicht für sich gebrauchen zu wollen »Gdl« Graf/ »Kh« der Arzt da» Wort, gebt euch »einer Täuschung hin, von der Sette, von der Ihr Rettung «st für Zoorith, droht ihr die grüßte Gefahr. Donna «ira liebt Euch seit heute Morgen heftiger denn je, sie glaubt tu Euren, Kuß ein Zeichen Eurer Gegenliebe zu erblicken, .statt Zoorith zu reuen, in der sie «in« gefährliche Rivalin nicht m Bezug auf de» Jnfanten, sondern in Bezug auf Euer Herz, erblickt, wird st« sie verderben, um Euch zu gewinnur. Sie har «ine Dost« de» schärfsten Gift'» von mir verlangt...." JSit haben es ihr doch nicht gegeben?" unterbrach ihn der mit wachsender Unruhe zuhürende Don Lui», seinen Blick starr auf de» Arzte» Lippen gerichtet, als ob diese sein eigene» TodesurlheU sprechen sollten. »Rein, zum Glücke nein!" «wiederte der Arzt, »nur versprochen habt ich'» ihr; fte will g«en Abend «» durch einen treue» Diener von mir adhotrn lassen " »E« uuterttegl keine« Zweifel," sagte Juffuf, daß die Falsch« da» Gift der Zoorith deidrtngen will. Hier heißt'« rSstschandeln, wenn di« Hilfe'nicht "zu spsik koMMn soll."' RächdLm dii' Freünde Zoorith'» sich von ihre« Erstarren wieder erholt hatte», üul Üiu»/ weich« sich zuerst faßt«, daß Donna Ramira's verruchter Plan zugleich den Weg zu d« Rettung d« junge« Mauert« augedeutet Hab«. Ad- «ha« Zacuto ward beauftragt, statt eine» tüdtlichen Gifte» »ur einen starke» Schlaftrunk zu verabfolgen. an de»- La Florida angekommen, säumte «Echt, mutz .de« berühmten jüdischen Hofarzt« qinen Louri« zu festden. «Donna Ramirp hatte kurz vorher eine Dien«in, dt« mit a'» ttjltgt vertraut war, beauftragt, vdn Zacuto die »!<- ine Dost» zu holen, und st« der Patientin als'MeAztn zu reichen. Doch Zacuto ließ ihr sagen, « w«üt »» efg«Ahändta überbringen. Da traf der Louri« de« Jnfanten i-N, eilig begab sich der Arzt nach La Florida Er erklärt« d««t Prinzen, daß d« Okgantsmu» Zoorith'» durch heftige GemütlG» bewegungen so erschüttert sei, daß ihr Tod in fast unfehlbar« Aussicht stehe. Lr selbst gab ihr den Schlaftrunk und wtth etwa einer halben Stunde weinte und rauft« sich der Ptnz da« Haar vor der marmorbletchen regungslosen Schönen, deren Tod, wie er glaubte, sein Werk war. G» galt, dt« Leiche ohne Aufsehen schleunigst au» dem Schloff, zu «ntfhMN und Abraham Zacuto war'», welcher die» Geschäft übernahm.... E» bedarf keiner Bemerkung, daß d« Graf de Loja,»ar und Zoorith sich am andern Ta^ dereit» außerhalb Madrid» befanden. Sie verfolgreu den Wcg nach Algefira» und setze ten nach Afttka über, 100 Zoorith di« Gattin de» Grasen wurde, welcher hier «in Handelshau» gründet«, da» lairg« blühte. Den edelmüthtgen Israeli'«», ihren Rettern, schlug ihr Herz stet» in Dankbarkeit. Juffuf Ben Akba und her berühmt« Arzt Ssbytha» Zacuto waren nur mit Roth dem drohenden Tod« «utronuen, sie irrten lang« Zeit wie Geächtete umher und fanden eadltch in Tunt» «in« Ruhestätte. Hier arbeitete Abraham iZacuto an seiner noch bi» auf den heutigen Tag berühmten h«:dr. Lhrontk, genannt „Jochaßin", die er im Jahre 1604 vollendet«. Donna Ramtra nahm den Schleier. Esther. Du, dt« einst aus Persia's gold'nem Throne wlänztest, hold geschmückt mit de« Reiz der «mmuh — Ewig thront im Herzen uns Dein Bedächtntß Stimmet entschwindend. Sticht dt« »nmuth ist'«, dt« Dich uns'rem Herzen Stngeprigt, wie Sehrist »n dem Fels von Demant, Sticht der Reiz, der tMche, war allein Dein * Lieblichster Slanzschmuck. Schbn'rer Sietz umstrahlt Dich in ew'gem Älanze, Daß Du auch von UdNtgsgewand umhüllet, In der Brust Dir wahrtest et» Herz »oll Treue Kür dir Bedrängten. «us dem Thron' auch dachtest Du Deiner vrslder, «l« de« Feind'« barbarisch« Wuth sie schreckt^ Scheutest nicht di« etg'ne Äesahr, um Stettu», Ihnen zu bringen. Und der Herr sah gnädig aus Dich hernieder. Dich mit hold verstrickendem Liebreiz schmückend, Daß de« Fein»'« mordgierigen Plan Du gänzlich Machtest zu nicht«. Darum preist alljährlich Dich unftt Lieb«, Freud'gen Dank Dir zollend und laut verkündend, Sie Du «inst Dsch zeigtest als wahrhaft treu« Schwester von Juda. Darum lebt aus ewig Dein »»gedenken Uns im dankerfthlte« Semüth» und ewig Wird von «ns Dein Name genannt mit Lieb« Stimmer entschwind«^. Posen. Bch.

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