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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 12. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 12.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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— 1AVXN 13 — bi* Lichter der Thora wie der ffHffn« ftaften f(paarten; wie auch er, wenn gleich eine vielseitige, doch in sich harmonische, gleichsam au» Einem Stück« hervorgegangene Grütze war — um NVjSV — u. s. «. Roch sind indessen die Ehrenbezeugungen, welche Prag den Manen de« unsterblichen Gelehrten darzubringen sich verpflichtet fühlt, damit nicht abgeschlossen Am 14. diese« al« am Tode«tage Moscheh Rabena« — litt T" — werden Herr Rabbiner Dr Tauber in der Neusunagoge und Herr Rabb. vr. Vack im Tempel zu Smichow Trauerreden halten. Letzterer wird zugleich damit einen 100.1 über seinen vor Kurmm — V2V.TS — verstorbenen Later verbinden, der ein ^*13 n"n und o^ii3 p war. An dessen Familie knüpft sich ein Stück literarhistorischen Interesse«, da« ich Ihrem geschätzten Blatte nicht vorenthalten will Der verstorbene, yjn p“a ,-no war der Sohn de« berühmten Rabbiner« zu Schurau in Ungar» 'MV '3.1 ^"3kt p"2 ^MVV' und Schüler der drei grossen Rabbinen Rose« Sofer, Gez Schwerin und varuch Fränll ^"1. Er hat al« schlichter Privatmann in Neustadt a. d. Waag di« zu seinem im 80. Lebensjahre erfolgten Tode gelebt und sehr «erthvolle Erklärungen zu ganz 1"31 und einem grossen Theile von CV, und ausserdem ein Werk über M22 711211 tt"1K geschrieben. Alle diese Manuscripte gelangten in die Hand seine» Sohne«, de» Rabbiner« Dr. Back in Smichow, der, dem vernehmen nach, dieselben thnnlichst zu veröffentlichen gedenkt. _ Den Namen Back — eine Abbreviatur vou D'VTTj? p — verdankt die Familie dem Märtyrerthum eine« ihrer Ahnen, doch gehen die Erinnerungen de« Rabbiner« De. Back nur di« zu seinem Urgroßvater zurück. Dieser ,1"2 2pr 1 Übte in Szeuitz in Ungarn und hatte S Söhne und S Töchter. Der älteste, bereit« erwähnte Rabbi Samuel, war einer der berühmtesten Schüler de« grossen vrager Rabbiner« Ezechiel Landau. Der zweite, Rabbi Hirsch Back, war Rabbiner in Szegedin, und nicht minder berühmt al« sein dritter Nachfolger, der geiehrte Rabbiner Lef. Der dritte war dlo« Privatmann, aber von so immenser Gelehrsamkeit, dass er — bezeichnend genug — schlechtweg 13110 «101 "1 genannt wurde. von den S Töchtern de« R. Jakob vack wurde die erste die Gattin de« berühmten Rabbi Hirsch vrode, Rabbiner» zu Äittfee in Ungarn, und Verfasser« de« au«gezeichneten Werke« *23C 'DM1 dessen Verwandtschaft Dr. Jellinek sich oftmals bei hebräischer Unterschrift rühmt. Die zweite wurde Gattin de« Rabbiner« zu Böstng 2^ 1VV UV '31. und die dritte endlich Gattin de« Rabbiner» in Schaehtiz, Verfasser« de« Werke« <,zxiv TM und Schwager« von dem berühmten Rabbiner in Eger«zeg in Ungarn Kp^potP 'US 31 Wie Sie au« diesen wenigen, genealogischen Notizen entnehmen können, war der verstorbene R. Läb Back s. A. n irklich ein ^131*1 und o^i*13 punb würdig gleichzeitig mit einem Zachar. Frankel betrauen zu werden Roch aber steht un« eine »eitere Kundgebung der Verehrung Frankel'« bevor, und zwar durch den Verein ’p'DK 1111'. dessen Ehrenmitglied er war. Der Vorstand diese« Verein« hat den hiesigen Religion»lehrer, Rabbiner Dr. Nathan Grün, mit der Abhaltung einer Gedächtnissrede auf Frankel betraut, doch ist der Tag dazu noch nicht bestimmt. Uebrigen» hat Dr. Grün de« unsterblichen Gelehrten schon am S0. Februar in einem Vorträge erwähnt, den er im »fike-Jehuda Vereine über Leben und Wirken S. L. Rappoport'« gehaften hat, worüber ich Ihnen gleichzeitig, in Anbetracht de« hochinteressanten Stoffe«, kurz referiren will. (Schluss folgt.) Großftrttaumte». LvAdon. „Datlry Telegraph" vom IS. Februar bringt au htruorrageuder Steile einen ebenso war» arte schön go- UMtfean Artikel über Mt jmm Nndnftn Sir Mes. Wtoü* störe" projektirte Stiftung. Wir bedauern sehr, da« fast zuei aewaltige Eolummen füllende Stück nicht vollständiwiedergeben zu können und begnügen un« mit einzelnen Sätzen an« verschiedenen Abschnitten, die auch außerhalb de« Zusammethange« klar stnd: „Christen sowohl wie Juden sollten sich für da« Werk interessiren, welche« da« Andenken an grenzenlose Herzen«gate und rastlose Bemühungen im Dienste der Freiheit und Mensch» lichkeit verewigen soll. Da« Londoner Eomite der Deputirtm der britischen Juden, deren Präsident der ehrwürdige Baronet seit deines» 60 Jahren gewesen ist, spricht in seiner Resolit» tion „von den edlen und eifrigen Diensten, welche Montefioce sowohl im Jnlnnde, wie in fernen Ländern geleistet hat, um bei mancher denkwürdigen Veranlassung die Rechte feinnc Glaubensgenossen zu vertheidigen. Leidende und Unterdrückte, ohne Unterschied der Religion und Rationalität, zu beschütz, n und zu unterstützen". Mehr al« 3000 Pf. St. sind bei de« Meeting und auf der ersten Beitrag«liste gezeichnet wordeu, aber die Summe muss und wird noch s?hr wachsen, um be» guten und großherzigen Manne« würdig zu sein, der, sowohl al« Bürger England«, wie al» Mitglied seiner Gemeinte, durch ein makellose» Leben soviel gethan hat, um die Unterschiede zwischen diesen beiden verschwinden zu machen. Der Reche nach Sheriff von London, High Sheriff von Cent und Baronet de« vereinigten Königreich» ist Sir Mose« Moutefiore heroorragend „ein Engländer", und seine Spenden haben nie einen Unterschied de« Stamme« und Glauben« gekannt, aber er hat sein irdische« Glück immer getreu mit s«inem alten Glauben verknüpft sei» lassen. Wir stehen nicht an, der Gemeinde, der Sir Mose« angehört, zu sagen, dass sie den Fond« zu einem fürstlichen machen müssen. Filr Juden zumeist, aber nicht für Juden allein, hat dieser hervorragende Mann sich aber- und abermal» von seinem behü« digen Sitz« erhoben und beschwerliche und gefährliche Reisiu unternommen, um deu Unterdrücker zu überreden oder zu beschämen, damit er von der Verfolgung abstehe. In. eine« Alter, in dem die Meisten die Pflichten de« Leben« al« längst erfüllt betrachten würden, hat dieser furchtlose und getreue Meuschenfteund sich immer noch einmal aus Reisen gemacht, mit keiner andern Schutzwehr oder Macht, al« der Würste seine« Silberhaare« und dem Gewichte seine« weltbekannt, u Charakter«. Bei jeder Reise sind grausame Gesetze au« Ribkficht für ihn abgeschafft worden, und halbwilde Länder, nie Marocco und Rumänien haben sich seinem Geiste de« Mtleid« gebeugt und Gerechtigkeit und Milde vou seinen Lippen gelernt. Sir Mose« hat sein Lebenlaug gearbeitet, u» am e Juden frei und reiche geachtet zu machen. So st denn sein Name weithin gesegnet, vorzugsweise im Orient Dieser Name mit seiner lieblichen italienischen Brdeutm g „Blumenhügel" soll über den niederen Eifersüchteleien brr Race und de« Glauben» stehen, — ist ein erfreuliche« Zeich«« menschlicher Verbrüderung Er ist im Runde dunkelfarbiger Knaben und Mädchen mit den Zügen Josef« und Mirjam», die kein andere« Wort ftänkischer Sprache kennen. Der Beduine der Wüste hat von dem guten alten englischen Herrn gehört, und indem er die Hunderte dem Lande von ihm erzeigten Wohlthaten nennt, murmelt er — wa« er sonst nie thut, wenn von einem Juden die Red« ist — „Allah ge » chm Frieden!" Mo«lem«, Armenier, Griechen und Lateiner, die gleich Hunden mit einander in „der Stadt de« Friedeni" streiten, sprechen mft einmüthiger Ehrerbietung von de« würdigen Wohlthäter, und al« unlängst iu den eugm Straft« Jerusalem« Hunger herrschte, da vereinigten sich jene mit der Schaar seiner eigenen Glaubeusgesellschaft. um Sir Mose» M bitten, dass er chuea Hülfe sende. Ader alle« die« (die auf» gezählten verschiedenen Stiftungen rc. tc. in Palästina) st nur ein Theil von dem, wo« er für Menschen aller Stänre und Elasten Gute« gethan hat. Sv würde t» denn erfreulich fein, christliche Namen sogut wie jüdische auf den «sch wath» send» Bettragslisten zu sehen, und Me« ist bereit« der Fall. Dal bttüi Btibä fub mm bk ftaaubi btt JktttttÜ&i ift

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