Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 8.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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UOUAHJM in oer ^aupifwoi vanaa aur io,uw an. SSBg% 3H L'ML-str» Burkhard in MeNa und Medina einzog, kein« Jüdey mehr, obgleich dies in Arabien noch vielfach Mjaubt wird^ Dagegen s nd im glichen Sbräbien ilt £x£n in SjtHtn «1$ Hadran aulh remt zahlreich. D«t Mmiona! Wmf, der i. I. 1836 Jemen Meiste, giett die Fahl W dSktigen Juden auf 200,00) in der Hauptstadt Sanaa auf 15,000 an. Diese der toiiar Biele» ausbinden liest. Riebuhr fand in Sanaa 1763 nur 200 Inden, in neuerer Zeit wird deren Zahl zu 3000 angegeben. In Hadramauth wohnen nach Maltzan in allen den kle.nen Staaten, in welche diese» Küstenland gelheilt ist, auch Jaden. Dieselben sind dort sehr verachtet, sonst aber ein schöner Menschenschlag von hellerer Hautfarbe, al» die übrigen Einwohner, lieber die Zahl der Juden in Aden, au der Küste von Hadramauth, die unter dem englischen Scepter eine zahlreiche, in glücklichen Verhältnissen *) lebende. Gemeind« gebildet haben, habe ich nuere Nachrichten nicht aufsinden können. I:men steht jetzt unter der türkischen Herrschaft, die Lage der Juden ist aber hierdurch nicht gebessert worden, sie leben vielmehr, wie au» einem von der „Alliance" veröffentlichten a« die jüdisch« Gemeind« zu Alexandrien gerichteten Briefe de» Rcdbiner» zu Garruah in Jemen vom 5. Tischri 5683 hervorxeht, unter einem entsetzlichen Drucke. In O m a h n leben gleichsall» Juden, die unter der milden Herrschaft de» von England abhängigen Jman» von 8Ra»(a: ein« behaglicher« Existenz führen. Benjamin traf eine jüdisch« Gemeinde in der Hauptstadt Matkat und auch verschiedet^ Juden au« der Umgegend, lieber di« Zahl derselben vermag ich keine Mittheilungen zu machen.**) 2>it vorstehenden Notizen sind sehr lückenhaft und geben »och ktinen Anhalt für di« Bestimmung der Anzahl der Jude« in Vorderasien, wo sie einst, bi« in da» Mittelalter hin» et«, so sehr zahlreich waren. Ich glaube aber, daß man, auf diesem Wege fortschreitend, d.h. bei Sammlung der einzelnen zerstreuten Nachrichten, dahin wird gelangen könne», diese Zahl, wenigsten» annähernd, zu bestimmen. Leider lagen mir nicht sämmtliche Berichte der „Alliance" vor und bi» ich anch sonst rächt in der Lage, mir da» sämmtliche zur Zeit existirend« Material zu famn«eln. Hierzu bedarf r« der Benutzung grvsterer Bibliotheken, in denen die neuern Neisewerke, welche häufig zerstreute Mittheilungen über die Juden enthalten, gesammell werden. Zum Schluffe will ich noch «ine tntereffant« Bemerkung de» österreichischen General-Lonsul» Dr. v. Scherzer in Smyrna au» deffen, au» Anlast der Wiener Weltausstellung veröffentlicht««,. Buche über Smyrna mittheilen. Rach v. Scherzer wohnen in der Provinz Smyrna unter 910—980,000 Ein» wohuern, wovon 155,000 in der Stadt Smyrna, 30,000 Zude«, von denen er Nachstehende« sagt: „Die zahlreich vertretenen J«raeliten, Abkömmlinge von *1 I« Berhältniß zu ihre« Brüder« im Innern allerdiag», sonst «ichtt Red.) »-) Ueber dt« Verhältnisse der «robisch«n Jude«, namentlich auch «er dir Fra,«, ob sich in «radie» jetzt noch selbstständige jüdisch« oder judatsdend« Stämme sIehud «hebe, Bent Hobab, Beni Stechab «der Mir Daniten) «erfinden, «erd« ich später in dieser Sochenschr. einige M ateri rl verbstenUiche». au» Spanien vertriebenen StammeSgenoffen^ilde« im Gan» zen, mit geringen DuSnahmen, eine üWe^^termahe« nur «Eiiäi geödete Lstm^nklaffe. $(tjt ffnd die e» S oeryallnHnidbig ne«rir Zeit angrUdrlten Jtraeliten, n^tyabrntä Kaf^lÄt«, weicht seltsamer Was« von der ungebildeten und fanatischen Maffe ihrer GlaubenSgenoffen al» tzalbuimläübig« angesehen werk««. Unter einandfr rede» sie am liebsten ein corrnnipirte» Spanifch, doch verstehen viel« von ihnen auch etwa». Italienisch, Griechisch und.,Türkisch. Sie treiben meist Kleinhandel, Commission«- und Mäkler-Geschäfte, sind ungemein ehrlich und enisig und verrichten die schwersten und niedrigsten Arbeiten, blo» um ihre» Unterhalt zu verdienen. In ihre» Häusern dicht gedrängt zusammenwohnend, leben sie ärmlich und schmutzig, we-halb auch Epidemien unter ihnen an« stärksten ausräumen. Am Sabbath aber sind sie kaum wieder zu erkenne». Da erblickt mau die zahlreichen Familien in ihrem Viertel vor den Hau-thüre«, Frauen nnd Mädchen in reichen Geivändern, mit Goldstücken behängen, die Männer im goldverzierteu Kaftan. Mit eiserner^Sirenge überwachen sie sich gegenseitig in ^«r kleinlich» lichsten und muntiösesten Ausübung ihrer Religion." Berichte und Lorrejpoudeuzen. Deutschland. Stettin, 5. Februar. (Schluff.) Der Artikel de« „Habazeleth" vom 15. v. M lautet unter der bereit« angegebene« Ueberschrtfl und mit dem Motto Spr. Sal. 14, 5 folgender» maffen: „Der Redacteur de« „J«raelit" sucht sich gegen den von mir erhobenen Borwurf zu rechtfertige,», indem er sagt: „der Name „Habazeleth" ist allerving« nicht in dem Schreibe« der Rabbiner zu Jerusalem genannt, aber die Klage ist dennoch nicht berechtigt, denn di« betreffende Stelle lautet:*)... auch da» hier erscheinende Blatt erlaubt sich, VerläumduügeN gegen die hiesigen Einwohner au»zusprechen .... Hier ist also Habazeleth ganz deutlich bezeichnet." — Der „Israelit" druckt dann »och einige andere Worte (die ihm passen!) in Betreff dr« hier ctschcinenven Blatte« ab, nämlich: „Da«- selbe sucht ehrenwerlhe und unbescholten« Personen dadurch zu beleidigen, daff e« schmähliche Berichte gegen di« Spende«- vertheilung veröffentlicht, wie e» auch durch fein« di« Getreidevertheilung betreffenden Aeufferungen Herrn Rtwlt» .anzugreifen sucht." (O der unverzeihlichen Sünde!) Am Schluff« seiner Entgegnung sagt bann der Redacteur de» „Israelit", um sich wegen de« weder wörtlichen noch vollständigen Abdruck« de» Schreiben» au» Jerusalem zu recht« fertigen, daff der übrige Inhalt deffelben bereit» anderweitig bekannt (?) und überflüssig (?) gewese» sei. Trotzdem begreife ich nicht, wer , ihm da» Recht gegeben hat, die Worte de» Briefe« zu verändern und den Name« Habazeleth unberechtigterweise zu nennen. Warum enthüllt er, wa« der Brief verhüllt? Der weise König sagt: «in trelttr Zeug« lügt nicht! E« ziemt einen Redacteur und einen Rabbiner insbesondere nicht, rin ihm etagesandte« Document zu ändern, willkürlich au«zulaffen oder hinzuzufügen, um Mä». ner, di« er nicht kennt, zu verunglimpfen und sich i« locale Berhältniffe, die er nicht genau deurtheilen kann, zu menge«. Um jedoch da« ganze Sachverhältniff aufzullären, werde ich mir erlauben, den werthen Lesern zu sage«, welch«. Be» wandtniff e» mit dem Schreiben hat, warum die Rabbiner e» gerade so obgefaßt haben, und wie der Redacteur de» *) Vit hier fehlenden, durch Punkt« «gedeutete» ftotto ftfäm ' «etter unten. (SM.)