Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 8.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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8. 1875. «rsrlitisH» Wochen-Zchrift fLr die religiöse» «ud ssriale« Interesse« des A«de»thums. ■MMIU (In «*. «rtU M aba P»kt»««rn u. <)a4kcaklaat«a » Kart »» « jattakaag: >»D-allchl.a» 10lUr!, *•4 OctnriUI H, n. *ra»Ctirt4 1« ff««., a. I«|llf>, «tfaak I, «t . a. »Ok-tt» I» « kt laaa^raa k». M .3tk<f4« att.ratarklatt' wM (rattl Mn4ia?'erai»wo,i>icher Redakteur und Hoanagever Rabbiner ttr. Ä. Treurnfrts in Stettüu Magdeburg, 18. Februar. Snftrete verveu mtl Ü0 Pf. für dt« dreigefpalteue Petitzeil« oder deren Rau» berechnet. Die bi»Sonntag früh bei der,Expedition in Ma-deburg" rtntrestenden finden »och in der nächsten Nummer Lnfnahm«. Gtugelnummern L »» Pf. Expedition der ttr Sochenschrist in Aagdebnrg. »obert Fries«, Leip,tg. Inhalt: fette«»« Vrtttelt feitrdg« |ut Statistik d«rJuden.M. — Berichte »«» fomf^oaxaitni Deutschland: Stettin. Berlin, Au« dem Sroßherzogthum Posen. — Frankreich: Pari«. — Vermischt« ««d nettefU Nechetchte«, Ragdebrrg. 9Ugb<6ucg. Berlin. Breilau. Wien. Wien. Bukarest. London. — KeuilletoNt Die R-urin. - Inserate. Beiträge zur Statistik der Juden. Po» Nechtsanwalt Metz. in*) 3. Persien. Die traurige Lage der persischen Juden hat in den letzte« Jahren allgemeine Theilnahme erregt. Die Zahl derselbe« ist im geographischen Jahrbuch« von 1870 auf 16000, im »othaischen Almanach von 1874 auf 10,000 angegeben. Nach einem Bericht« der Alliance au» dem I. Semester 1873 sollen jedoch iu Pesien 40.000 Juden wohnen**), wovon in Teheran 3000, Hamadan 3000, Schiraz 3000, Jspahan 2400, Jezd 1500, Kasch an 1500, Kurmen 1200 und Krrmandschah 600 Juden. Benjamin fand in Abeschuz 70 Familien — 850 S. Schiraz 500 Seelen. (Kurze Zeit vor seiner Ankunst in Schiraz waren 2500 Juden mit Gewalt zum Islam bekehrt worden, die indessen noch heimlich deui Judenthum angehürlen und später wieder zu demselben zurückgekehrt sein niSgeu.) Jspahan 400 F. -- 2000 S. Mefched 400 F. --- 2000 S. «aschan 180 F. 900 S. Teheran 500 F. ---- 2500 S. Hamadan 500 F. ---- 2500 E. Kermanschah 40 F — 200 S. Seit der Zeit, wo Benjamin Persien besucht hat — 1850 — werden sich die Jude» unter dem furchtbaren Drucke, unter »elchem sie leben, schwerlich stark vermehrt habeu. Es ist tibrigens möglich, daß ich die Durchschniusseelenzahl der Familien zu gering angenommen habe. In Europa pflegt uian *} Bgl. Art. I (Zahl der Juden in Europa) in Nr. 42 v. I., Art. ll (die Jude» im Orient: 1) Europäisch« Türkei, 2) »fiat. Türkei) in Nr. »2 v. Ihr,. —) I» dem 1873 von dem Board of Deputie« herautgegebenen »wicht« über di« perstsch« Unter stütz ung«angeiegenheit ist di« Zahl der pers. Juden auf 3480 Familien angegeben, »ohahast in 43 Orten, »Echt dort nicht in Ettqelzahle» namhaft ßemacht stck. (Sied.) dieselbe zu 4 bi» 4'/, Personen anzunehmen. Für die oriantalischea Juden, welch« sich sämmtlich früh zu verheiratfen pflegen und bei denen die jungen Eheleute vielfach noch bei den Eltern in einer Familie wohnen bleiben, glaubte ich die Durchschnittszahl höher — zu 5 Personen — annehmen zu müssen. — Vielleicht ist aber auch diese Zahl zu niedrig gegriffen und dürfte sie sich aus 5'/, oder gar 6 erhöhen. Im letzlern Falle müßte bei den obige,» Benjamin'schen Angaten für die Asiatische Türkei und Persien die Seelenzahl um 20 Procent höher berechnet werden. 4. Afghanistan. In diesem, wegen der ewig dort herrschenden Anarchie wenig zugänglichem und noch ziemlich unbekanntem Lande wohnen, nach Ritter, Benjamin, sowie nach andern Nachrichten, viele Juden. Benjaniin fand eine Gemeinde in Kabul. Nach ihm, sowie nach den Nachricht?« anderer Reisenden, sollen jetzt noch, wie zu den Zeiten Benjamin'» von Tudela, iu den Gebirgen einzelne unabhängige jüvtsch« Boiksstämule wohnen, da im Oriente Gerüchte und Ueberlreibungen eine große Rnlle spielen. Statistische» über die Afghanischen Juden habe ich nicht ermitteln können*). 5. Arabien. Im nördlichen und mittleren Arabien, PeträischeS Arabien, Einaihalbinsel, Hedja», Ncdjv und den> Kastenlande x< persischen Golfe» wohnen k-.ne Jude» mehr**) Aus Djiddo wurden sie noch im Laufe diese» Jahrhundert» vertrieben, in Ehaibav, dem alten Mittelpunkte der Juden in Hedja», wohne» nach genaue» Erkundigungen, welche der Reisende *) Di« Afghanen selbst halten fich für Nachkommen der »eh« Stämme. Wir könnten un« die Bermandtschaft diese« naturkrästige», tapsern und «brtichen Bolk«sta,nme« woht gefallen lassen. Dir S»ch« selbst hat aber nicht viel Wahrscheinlichkeit für fich. (Diese Hypothese ist vor dreißig Jahren in England ausgestellt und viel such besprühen morden, seitdem ist sie verschollen. Red.) •*) In dem (hebr. geschrieb.) Eben Sapir B». I. (1866) finlwn sich zahlreiche und glaubwürdige Nachrichten über di« Jude» in Arabrea. welch«« Land »er Bers. weithin bereist ha«. Diese Nation sind w» chr». Retz nicht benutzt worden. (Skfe.)