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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 52. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 52.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Sy Seminar» im ^Jnserateuthril") verdient sein Wohlthätigkrit»finn!"' i,»ch besouder» hervorgehoben zü werden. Sein Andenken ge-! --reicht zum Segen! r Mngbebnrg Da der Schlußtermin für die Einsendung kt' Beitritt««rklärunge» zum „Jtrael. Literaturverein" durch '.t-te Agenten und Buchhandlungen erst mit dem 31 Dezem- " der d. I. adläust — die Herren Buchhändler haben mehrfach e wegeu de« sie in Anspruch nehnienveil Weihnachtsgeschäft» ■ > Um 8—14 Tage Aufschub ersucht, der denselbrn auch bewilligt wurde — so kann über den Gesammtersolg noch nicht ' berichtet wrrve». Sorlel,!am> jedoch schon jetzt milgelheilt! werden, daß in vielen Gemeinden, dir dem früheren Institut fern standen, sich ein rege» Interesse für den neue» Verein r kiind giedt . Der au« München (siehe v. u.) berichtete Ersolg - ' §Ähr — natürlich o-rhällnißmäßig — nicht vereinzelt da; bei e ' der ollgemeiuen «lag« über Ge,chäft«losigkeit doppelt auer- . ifaMntoNfty. München, 8. Dezember. (Or.-Eor) Ich tanu ihneu di« ' erfreuliche Miltheilung machen, daß der neue ior. Literatur > verein hier großcn*Lnkla»g und Anhang sinvet. Während l ' da» früher« „Justilül" e» in der hiesigen Gemeinde nicht hö- , her al« auf einen Abonnenien brachte, beläuft sich Die An- -- zahl der MUgiieder für den neuen Verein bereit« auf nahezu > Jfrnnbert, eine Zahl, die sonst nicht einmal in Berlin erl reicht wurde — da« vorjährige Abonnentenverzeichuiß de« I »Institut«" führt au« Berlin nur 73 Abonnenleu auf —. Dem I Hrn. dfliitoi Maier «ohn gebührt da« Verdienst diese« schöne», die Gemeinde ehrenden Erfolge«. ■ Kiel. (Or Eorr) Man pflegt in vielen Städten Hol- I fteiner Faßbutter von jüdischen «auflente» zu beziehe». Wie |7 ich au» sicherer Quelle erfahre, wird dieselbe jedoch in E l m«- T h»ru chemisch mit Fett verfertigt. Ich hatte e» daher für Pflicht, da« jüd. Publikum hiervon in «ennlniß zu setze», um j. . de« Einkauf m»t der nölhigen Vorsicht zu Werte zu gehen. I - P»se», 1. Dezember. Zn Folge der diesjährigen Ergän- Cngswahlen zur Stadtverordnete,iveriamutluiig gehören »erden von nächstem Jahre 16 chri,tlrche, 16 jüdische Deutsche und 4 Polen an. Heidelberg. Baron Jos. Schey, Sohn de« bekannten Wiener Banquler Baron Fr. Schey, der erst 22 Jahre alt ist, wurde al» Profeffor von der juristische» Fakultät angestellt. Eslninr Wie bereit« (Rr. 48) hier berichtet worden, . hat aut 8. November eine Versammlung behuf« der Gründung eine« Nabbinersemlnar« für Elsaß statlgefuuden. Herr Laz Lantz, Vicepräsident de« Konsistorium«, führte den Borsttz» motivin« den Plc», dessen Rothweudigleit allseitig anerkannt wurde, und eröffnet« eine Subskription Er stellte fich . HU 1000 Frc«. jährlichen Beitrag« au die Spitze, Andere geichneten weniger, aber Niemand schloß sich au«. Am 22. man eine zweite Versammlung in Mülhausen und be- »ß, SubjerlptidnSliften in den Gemeinde» de« Oderrhein« rntiren zit taffen, worauf nach etwa 6 Wochen eine dritte rfantmlung starifinven und der Realinrung de« Projekt» pr iMftt treten solle. Man rechnet auf Unterstützung Seilen« l'. de» Staat« und de« Departement». — Der Straßburger Spren- ^',gel zählt jetzt neunzehu Lokalrabbiuer, der Eotniarer ebenso- Ziel«, der Metzer einen — immer abgesehen von dem Lon- Warial-Oberradbiner — und der zu Deutschland geschlagene »heil de« eheoialige» Sprengel« von Nancy ha« gar keine ÄrKotalraddiuer, fest Hr. Bigarr von Pfalzburg nach Metz oersetzt worden ist. Frankreich selbst hat jetzt nur noch 26 Lo- .Mrabdiner. Ei« Seminar für Etsaß-Lothringrii hätte also ein größere« ThLligkefttseld, al« da« Pariser; abgtsthrn da- JM, dtiß den Candidaten au« dem Elsaß da« übrige Deutsch» £ bip* durpuä mcht «erschlaffe» sein «Erd«. - — Man tst gleichzetltg in Eolmnr «ft Gründung ei» M» Asyls für kranke mrd arm» JSraetttrn deschüsktzk. Bereit« find an 24.D00 Frc«. zum Grundfond« und über 1000 Frc« Jahresbeiträge gezeichnet. Gerade di« Reichsten wollen noch nicht recht die Haud bieten und öffnen, doch wird sich ihr Widerstreben hoffentlich lege». (Un. J«r.) Wie». Rach dem Berwaltungsbericht des Bürgermeisterin Wien entfielen in couiessioueller Richtung im Jahre 1873 auf 100 eheliche Geburten bei Katholiken 73, bei Protestanten 36 und bei J-raeliten 12 uneheliche Geburten. Ferner constatirt der Berich», daß die Uebertrilte von einer Kirche zur andern sich bedeutend vermehrl haben. Im Jahre 1873 zählte man 423 Fälle. AuS der römisch-katholischen Kirche traten 307 Personen, auS der evangelischen Kirche SS und auS dem Judenthum 64 Personen au«. ES traten zur römisch-katholischen Kirche über: 30, zük eöaNgblkschen Kirche: 144, zum Judenthum: 83 Personen; 137 erklärten fich confessionSlo«. Paris. Eremieux hat am 3 Dezember mit seiner Gattin die goldene Hochzeit gefeftrt Emil Pe reira hat der Portugiesischen Gemeind«, der er augehön, eine» Bauplatz zu einer neuen Synagoge geschenkt. Italien. Der im vor. Blatt mitgetheilten Notiz über die Wahlen zum italienischen Parlanrent trage» wir noch einiges nach. Samuele Alatri ist der einzige Eandidat d?r gemäßigten (Regierung--) Partei, welche in Rom gewählt morden ist. „TempS" sagt von ihm, er sei geschätzt und verehrt bei allen Parteien, selbst bei der päpstlichen. Eia Correspondent der „Archiv. J«r." sagt: wir müffen un« über diesen in der Hauptstadt unte? den Augen de» BatkÄn erlangten glänzenden Triumph um so mehr freuen, da e« sich um einen selir eifrigen J-raeliten handelt, un, einen Mann, der bei den Ehren und hohen Stellen, zu denen er berufen worden ist, nie da» Jnlereffe seiner GlaubenSgenoffen und seiner Gemeindvergißt. Bo» den weiter in« Parlament erwählten J«raeliten sind die im AuSlandc bekanntesten: Maurogonato, der im vor. Jahre al» Ministercaudidat genannt wurde, worüber sich eine lange Polemik erhoben hatte; Luzzatti, ehemal. Secrelair im landwirthschaftlichen Ministerium; Morp urg», AmtS-Rachfolger des vorigen; Fan o, Sladlralh in Mailand, und Di na, einer der tüchtigste» Journalisten de» Lande«. Auch Arbib. Ehefredaft. der Libewq, hat in Frosinose uur 12 Stimmen weniger al« sein Gegenkandidat gehabt; in dieser dicht an Rom stoßenden Stadt ist eine solche Niederlage eine- J-raeliten anch ein Sieg. Balftmore. Am 12. Noo. ist da« vor etwa 2 Jahren von Rayner gestiftete i-raelftifche Baifenhml« in überau« kurzer Zeit total »iedergebrannl. Die Entfernung der Anstalt von der Stadt verzögerte da« rechtzeitige Eintreffen der Löschmannjchast. Verunglückt ist Gottlob Niemand, doch schwebte eia kleine- Mädchen in großer Gefahr. Bon Inventur ist wenig gerettet. Di« Waisen sind einstweilen untergebracht; mit Hülfe der Affecuranzsummen und der gewiß nicht au»- bleibenden Wohlthätigkeir wird die Anstalt sich bald wieder au« der Asche erheben. Antflerbn«, 10. Decembrr. Heute Abend findet die feierliche Jnstallatton des Oberradbiner« Dr. Dünner in der großen Synagoge statt. Au»führlich«n Bericht in der nächsteil Rr.*) MT Da« ^cnilctra* kt Nr 1 beginnt »ft einer nrne»^ErMftulg. ») wir bitte» unser» tzne. N»rr„ sein« Brief« nicht später al« Ds«-«a (Mir: Smtaa) «dzuftüdea mm itz» Utn4 wch« m» eia» 4m|« ftmtfinb» sa». (*A.)

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